Schlagwort: Wanderroute

Auf der Spur der Moschusochsen im Dovrefjell Nationalpark

Eine kleine Attraktion Norwegens sind ohne Frage die im Dovrefjell lebenden Moschusochsen.

Nachdem diese Tierart in Europa fast ausgerottet war, gab es immer wieder an verschiedenen Standorten Versuche die Tiere neu anzusiedeln. In Norwegen gelang dies nach einigen Niederlagen 1975. Mittlerweile kann man im Nationalpark Dovrefjell-Sunndalsfjella rund 300 Tiere zählen. Die Moschusochsen bewegen sich frei im Nationalpark und mit ein wenig Ausdauer kann man ihnen dort begegnen.

Rucksack auf und los

Wir sind natürlich auch neugierig auf die Moschusochsen und beschließen zwei – drei Tage einzuplanen, um den Tieren im Dovrefjell zu begegnen.

Wir verzichten auf die geführten Touren. Diese Gruppen erscheinen uns zu groß und auffällig. Zudem haben diese Gruppen eine ganz schöne Geschwindigkeit. Mit Kind gibt es da keine Chance mitzulaufen. Uns persönlich ist es auch zu schnell. Wir lieben es beim Wandern ein wenig die Seele baumeln zu lassen.

Somit packen wir unseren Tagesrucksack. Die Kamera mit großem Objektiv darf natürlich nicht fehlen. Und los gehts.

Wir starten an der E6. Neben der Fjeldstue (roter Punkt) gibt es eine Ausbuchtung in der man mit einem kleinen Reisemobil bis ca. 6 Meter parken kann.

Wir queren die glasklare und eiskalte Driva und wandern immer bergauf.

Wer früh am Morgen unterwegs ist und nicht allzu viel Lärm macht, hat gute Chancen die Moschusochsen entlang der rot gestrichelten Linie zu treffen. Hier finden wir viele Spuren, jedoch kein einziges Tier.

Wir sind etwas später dran und die Ochsen schon weit den Berg hoch. Somit wählen wir die rote Tour nur bis zum ersten Knotenpunkt und folgen dann dem Fernwanderweg in Richtung Reinheim / Snohetta. (das ist auf der Karte der kleine gestrichelte Weg weiter links)

Tømmerrenna – Die Flößerrinne in Vennesla

Norwegen ist bekannt für seine raue, unbezwingbare Natur aber auch für das eine oder andere gigantische Bauwerk, mit welchem die Menschen versucht haben sich das Leben hier einfacher zu gestalten. Neben Florli und den 4444 Stufen ist eine wirkliche Attraktion die Flößerrinne von Vennesla.

Sie ist für uns auf unserer Norwegentour die erste gemütliche Wanderung nach der langen Anfahrt mit dem Lotti-Mobil, um mal wieder ein wenig in Bewegung zu kommen.

Die Flößerrinne von Vennesla

Die Flößerrinne von Vennesla ist eine rund 4 km lange Holzkonstruktion in Form einer langen hölzernen Rinne, welche es den Menschen damals ermöglichte das geschlagene Holz aus dem Wald mit geringem Aufwand in das Tal zu befördern. Unvorstellbar, dass der Bau dieser Anlage weniger Kraft zehrend sein soll, als das Holz aus dem Wald auszurücken? Die Flößerrinne von Vennesla ist heute die einzige und längste ihrer Art in ganz Norwegen. Sie wurde liebevoll restauriert und führt den Wanderer durch eine wunderbare Landschaft immer am Fluß entlang.

Steinfossen im Hintergrund

Strandpfad der Sinne – Meerblick in Rheinhessen

Aktuell können wir leider nicht ans Meer – somit fahren wir alternativ an eine Stelle in Rheinhessen, an der es einmal Meer gab. Unvorstellbar, da ausgerechnet Rheinhessen über so gut wie keine Seen und größere Gewässer verfügt und in einer Weinregion wie dieser auch wirklich gar nichts nach Meer aussieht. Aber glauben wir den Wissenschaftlern, dann sah das hier mal ganz anders aus.

Strandpfad der Sinne

Der Strandpfad der Sinne gibt einen spannenden Einblick in die frühe Geschichte der Region. Hierzu wird man rund 30 Mio. Jahre zurückversetzt und erfährt anhand zahlreicher informativer Tafeln, wie es hier mal ausgesehen hat.

Der Strandpfad der Sinne ist ein rund 1,6 km langer sandiger Weg, welcher leicht zu begehen ist. Die Steigung ist mit rund 36 Höhenmetern sehr gering. Normales Schuhwerk ist ausreichend. Auch barfuß gehen ist möglich. Trotz der geringen Höhe erhält man jedoch viele schöne Ausblicke auf die umliegende Region. Für die Runde braucht man gemütliche 30 Minuten, wenn man nicht an einer der zahlreichen Sitzgelegenheiten verweilt und die Seele baumeln lässt.

Alle paar Meter wird man mit neuen Informationen versorgt, und für Kinder gibt es was zum Klettern und zu erkunden. Das nahe gelegene Kieswerk lässt erahnen, dass hier mal viel weicher Sand lag und man kann sogar die Abbruchkante erkennen.

Von 0 auf 4444 – Stairway to heaven

Es gibt ihn tatsächlich, den Stairway to heaven. Mit 4444 (eigentlich 4500) Stufen ist die Treppe in Florli die längste Holztreppe der Welt. Und heute stehe ich endlich am Fuße dieser Treppe.

Von 0 auf 4444 – Flørli und die längste Holztreppe der Welt

Von 0 auf 4444 – lautet mein neues Projekt für dieses Jahr. Eine echte Herausforderung, da ich nicht gerade  unter Idealgewicht leide. Je nach Rechnung dürfte ich locker 30 kg zu viel mit mir herum schleppen. Somit staunt die Familie nicht schlecht über meine Ambitionen. Hinzu kommt, dass  es um meine Kondition im Bereich Bergauf als Niederrheiner und geborener Flachländer noch nie sonderlich gut bestellt war (ganz unabhängig vom Gewicht – es gab auch mal dünne Zeiten).

Wie alles begann

Wir planen Urlaub. Dieses Jahr steht Norwegen auf dem Programm. Da Herr Sohn mitfährt, sind einige populäre Ziele nicht wirklich erreichbar, wie die Trollzunge. Somit suchen wir nach Kinder geeigneten Zielen und durchforsten diverse Medien nach attraktiven Zielen. Und da ist es das Ziel (vermutlich nicht Kinder geeignet), das mich einfach fuchst – die Flørli Treppen.

Quelle https://www.florli.no/

Die Wanderung ist recht einfach beschrieben. Man wandert 4444 Stufen (eigentlich sind das 4500 aber 4444 vermarktet sich besser ) auf eine Höhe von 780 Metern und einer Länge von rund 1400 Metern von einem Wasserkraftwerk hoch zum Stausee. Zurück geht es über ein Steinfeld und Waldwegen. Die Herausforderung: Es gibt bei 500 Stufen einen Ausstieg für Familien und ansonsten gibt es kein Zurück mehr.

Quelle https://de.fjordnorway.com/aktivitaten/wandern/florli-treppen-und-rallarstien-p1801993

Ich lese mich durch die Berichte. Scheinbar haben selbst drahtige Bergsteiger so ihre Probleme mit der Treppe. Das widerspricht aber irgendwie den Angaben, dass die Treppe angeblich in 1,5 Stunden gut zu bewältigen ist. Ich frage mich weiter durch. Halbwegs gut trainierte Männer geben 6 Stunden für den Aufstieg an. Der Betreiber des 4444 ist der Ansicht, dass der Aufstieg in 3 Stunden ohne Pause machbar sei. Nun gut – der läuft das vermutlich schon vorm Frühstück schnell mal rauf. Gibt ja sonst nicht viel zu unternehmen in Florli. Das Fazit: dass Ganze muss eine Sache des richtigen Trainings sein. Ich lese mich also in das Treppensteigen ein. Aber so richtig sind meine Zweifel noch nicht beseitigt.

Den Profi fragen

Wenn Du etwas neues Wagst, dann frage den Profi, der das was Du vor hast schon geschafft hat. Ich kontaktiere Thomas Dold und löchre ihn mit meinen Fragen. Er ist Spitzensportler und hat bereits 44 Siege im Treppenlaufen errungen. Netter Weise meldet er sich nach wenigen Stunden bei mir und gibt mir den einen oder anderen Tipp. Nach dem Austausch mit ihm scheint das Ziel machbar.

Der erste Testlauf

Auf dem Land ist es so eine Sache mit den Treppenhäusern. Die längste Treppe, die ich hier in unmittelbarer Nähe finden kann ist die Treppe zur Kirche hoch. Immerhin 13 Stufen am Stück.

Ich mache einen ersten Testlauf und schaue, wie weit ich komme. 540 Stufen sind die Ausgangsbasis. Ich rechne mir mein Trainingspensum hoch. Jede Woche 200 Stufen mehr und ich schaffe es bis zum Sommer an mein Ziel.  Hatte ich erwähnt, dass ich vor Muskelkater fast gestorben wäre. Am nächsten Tag war das Laufen kaum möglich und auch den Rest der Woche hatte ich Freude. Zwei Tage später stand “Bergtraining” an. Der Hausberg ruft. Mit dem Muskelkater eine echte Qual. Das zweite Training mit über 700 Stufen ging spurlos an mir vorbei. Mein Vorhaben scheint also durchaus im möglichen Rahmen zu liegen….

Sport, Sport, Sport

Angespornt von dem neuen Ziel, habe ich mein Bewegungspensum deutlich in den letzten Wochen erhöht. Bisher habe ich versucht einmal in der Woche Nordic Walking zu betreiben. Das wird jetzt je nach Wetter und Lust ergänzt von einem lockeren Kraft- und Koordinationstraining im Sportverein und einer wöchentlichen Tour auf den Hausberg mit meinem Mann. Und dann jede Woche einmal Treppen steigen. Das Ganze geht immer noch nach Lust und Laune und ohne wirklich festen Trainingsplan. Nebenher habe ich noch einen Beruf als Unternehmensberater und so recht sind die Trainings nicht zu planen, wenn man Kundentermine hat, die weiter weg sind.

Ich brauche mehr Treppen!

Bis jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mehr Treppen brauche. Die Kirchentreppe ist zwar recht nett, aber nach 13 Stufen kommt jedes Mal der Weg zurück und der bedeutet Entlastung für die Kondition und Belastung für die Knie. Somit suche ich nach neuen Gebäuden. Der Vermieter des höchsten Hauses im Ort mit Aufzug verweigert mir die Unterstützung für die nächsten 6 Wochen. Danke für die Nachbarschaftshilfe! Somit suche ich immer noch nach netten Wegen, Gebäuden und Trainingsmöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe. Die Familie und Job müssen ja schließlich auch noch gebührend berücksichtigt werden und lange Fahrten zum Sport sind da kontraproduktiv.

Nach einigem Suchen habe ich ein Sportstudio mit einer Endlostreppe gefunden. Nächste Woche werde ich dort vorbei fahren und mir die Konditionen anhören. Für diese Woche muss ich leider aussetzen. Mich hat eine Erkältung ans Bett gefesselt. Die Zeit nutze ich und kreiere mir ein Motivationsshirt.

Wie es weiter geht? Das könnt Ihr hier auf diesem Blog und auf der Seite Quality-Time-For.me auf FB nachlesen.

 

 

England 2018 – Tag 6 – Wanderung von Tintagel nach Boscastle

Cornwalls Küste ruft

Heute erkunden wir zu Fuß die wundervolle Küste von Cornwall. Der Weg führt uns von Tintagel nach Boscastle. Direkt hinter unserem Zeltplatz führt der Küstenwanderweg vorbei. Mit einem Sprung über die Mauer stehen wir beim angrenzenden Landwirt auf der Kuhweide. Queren diese Richtung Norden und nur wenige Meter weiter bewundern wir die Atem beraubende Schönheit dieser Küstenlandschaft.

IMG_0830

Steile Klippen, das weite Meer in den tollsten Blautönen, das Kreischen der Möwen, grüne Wiesen…. ich liebe das Meer. Hier zeigt es sich von seiner vielfältigsten und beeindruckendsten Seite. Aber lest selbst.

Der Wanderweg von Tintagel nach Boscastle

Wir haben heute ein wunderbares Wetter. Strahlend blauer Himmel und Temperaturen von 35 Grad und mehr werden uns begleiten. Bestes Wetter für diesen Streckenabschnitt, denn der Weg führt mehrmals über Klippen zum Teil bis hinunter zum Meer und über unebene Steintreppen steil hinauf. Bei nasser Witterung sicherlich eine rutschige Angelegenheit.

IMG_0839

Geeignet ist der Weg für Kinder mit guter Kondition ab ca. 8 Jahren. Wer mehr Zeit einplanen will und größere Pausen einlegen kann, bezwingt den Weg sicherlich auch mit jüngeren Kindern. Die Kinder sollten Risiken einschätzen können und zuverlässig auf dem Weg bleiben. Der Weg ist auf langen Stücken nicht abgesichert. Einzupacken sind ausreichend Trinkwasser, Schwimmsachen!!!!, Sonnenhut und Creme haben sich bewährt. Es gibt auf der ganzen Strecke keinen Schatten.

Karibik lässt grüßen

Die ersten 3 Kilometer folgen wir dem Küstenpfad bis zu einer kleinen Bucht. Hier steigen wir die steilen Treppen hinunter und werden eine Badepause einlegen. Türkis-blaues Wasser wohin das Auge schaut, weicher heller Sandstrand. Karibik-Feeling pur.

IMG_0850

Der Atlantik lässt uns allerdings mit seinem eiskalten Wasser schnell in die Realität zurückkommen. Dennoch lohnt sich ein Bad in den kalten Fluten. Ich habe selten so klares Wasser gesehen. Meter weit draußen kann man noch bis auf den Grund sehen. Es gibt blaue Quallen und Seenadeln zu entdecken. Herr Sohn fängt eine Seenadel und baute ihr am Strand ein Wasserschloss.

IMG_0847

Nur ungern lassen wir Nadel zurück, aber wir haben ja noch ein paar km vor uns.

So geht es die steilen Klippen vorbei am mini Wasserfall hoch, zurück auf den Küstenpfad. Wir umrunden in luftiger Höhe unsere Bucht und wandern durch Heideflächen und karge Wiesenlandschaft weiter bis zum nächsten Tal.

Hier ändert sich schlagartig die Vegetation und man steht in einer ganz anderen Welt. In dem Einschnitt sammelt sich das Süßwasser aus dem Umland, welches dann in einem großen Bach dem Meer entgegen fließt. Hier ist es auf einmal ganz kühl, es wachsen prachtvolle Lilien und andere Pflanzen, welche wir eher aus den heimischen Gärten kennen.

IMG_0864

Auch der Untergrund besteht auf einmal aus Schiefer, welcher prächtig glänzt. Hier möchte ich am liebsten gar nicht mehr weg. Aus dem Tal klettern wir über einen Holzsteg und in Stein gehauene Stufen wieder hoch. Oben angekommen fühlen wir uns vom Wetter her eher in der Toscana. Es ist stickig und staubig. Der Weg wieder karg steinig.

Das schönste Fenster der Cornwalls

Das nächste Highlight auf dieser Tour ist The Women Window. Eine Öffnung in einer Felsformation, welche einen interessanten Blick auf das Meer gewährt.

IMG_0894

Hier überrascht uns die Natur mit grünen Flächen und vielen kleinen weißen blühenden Blumen. Wir machen auf einer Bank eine kleine Pause und genießen die tolle Aussicht. Doch so langsam sollten wir weiter, wenn wir am Ziel noch das Cafe und das Museum of Witchcraft besuchen wollen.

Es geht wider bergab und bergauf. Und irgendwie ist für uns der Weg auf einmal nicht mehr gekennzeichnet. Wir landen auf einer Weide und sind ganz froh, dass es den Bewohnern auch viel zu heiß ist und die Wiederkäuer lieber im Schatten liegen und sich für uns nur minimal interessieren. Die männlichen Tiere sind schon recht beeindruckend….

IMG_0901

wir irren also über die Weide und suchen und suchen. Auch andere Wanderer scheinen nicht wirklich weiter zu kommen. Schließlich entdecken wir am Ende der Weide den Weg und über Stacheldraht und Brombeerranken hinweg gelangen wir wieder auf den richtigen Pfad.

Boscastle

Es geht wieder hinunter. Dann über zahlreiche Steintreppen hinauf.

IMG_0905

Erneut wechselt die Vegetation. Dann die nächste Landmarke vor unserem Ziel. Der Leuchtturm. Nun sind es nur noch wenige Kilometer. Schon von Ferne sehen wir den ehemaligen Hafen, welcher durch einen Sturm vor ein paar Jahren in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch in diesem Jahr hat sich das Dorf noch nicht von diesem Ereignis gänzlich erholt, so dass es nicht wirklich das Touristenherz höher schlagen lässt.

IMG_0906

Dafür entschädigt jedoch die Wanderung und das Cafe im Hafen.  Mit letzter Energie gelangen wir nach Boscastel und sind froh, dass wir hier den letzten Terrassenplatz im hiesigen Hafencafe erobern.

IMG_0909

Bei Scones and Tee und selbstgemachter Limonde erholen wir uns von der Sonne und der Hitze und beschließen lieber noch eine Limonade zu trinken und das Museum nicht zu besuchen. Ein Rezept für Scones findet Ihr unter “kulinarisches” auf diesem Blog.

Über die Englische Höflichkeit in öffentlichen Verkehrsmitteln

Zurück geht es mit dem regulären Bus, der alle Stunde fährt. Die Rückfahrt kostet ca. 12 Euro für uns Drei.

Besonders ist hier die englische Höflichkeit in Erinnerung geblieben. Was in Deutschland schier unmöglich scheint, ist hier der Standard. Es steigen zuerst alle Personen der Reihe nach vorne beim Busfahrer aus. Erst dann steigen der Reihe nach alle ein. Jeder grüßt den Busfahrer höflich. Der Busfaher stellt die Tickets aus und berät seine Kundschaft. Wenn alle versorgt sind, geht die Fahrt los durch das Hinterland. Kleine Dörfer, einsame Höfe, viel Weidefläche…. immer wieder stoppt der Fahrer, um eines der Schulkinder an einer Kreuzung raus zu lassen. Und man mag es nicht glauben. Jedes Kind bedankt sich artig beim Fahrer, dass es mitfahren durfte.

Zur WM im Pub den Abend ausklingen lassen

Schließlich hält unser Bus auch in Tintagel in der Ortsmitte. Wir steigen mit einem Gruß aus und gehen flink zum Zeltplatz. Abendessen und Popcorn machen im Dutch Oven. Weitere Rezepte findet Ihrauf diesem Blog unter “kulinarisches” – “Dutch Oven”

IMG_0916

Später ist in den Pubs Fußball angesagt. Es spielt England! Solltet ihr jemals die Chance haben in einem Pub zur WM die Engländer spielen zu sehen – lasst euch das nicht entgehen. Deutsche Fans sind dagegen eine lahme Seniorentruppe.

Morgen geht’s dann weiter in Richtung Süden. In Erinnerung bleibt für mich ein zauberhafter, atemberaubender Küstenbaschnitt, den man unbedingt gewandert sein muss.

Uns wir ebenfalls der englische Rentner mit dem Golden Retriver und dem großen Wohnmobil in Erinnerung bleiben, der uns ab und an mit einem Plausch die Zeit vertrieb, jeder Zeit eine offene Tür hatte und herzlich zu jedem Fußballspiel in seinen Wagen einlud. Von ihm haben wir auch den tollen Satz mitgenommen: „This dog is not under Control!“ Der bei uns in abgewandelter Form zum Dauerbrenner in diesem Sommer wurde.

Wenn Ihr mehr über Cornwall lesen wollt, dann folgt uns doch auf unserer Reise. Hier findet Ihr eine Übersicht unserer Reiseziele in diesem Sommer.

Kurztrip in die Eifel – Wilder Kermeter und Wilder Weg

Kurztrip in die Eifel – Teil II

Heute morgen erwachen wir zwischen alten Apfelbäumen mit Blick auf den Vulkan im schönen Wershofen.

Nach einem leckeren Frühstück bei unseren Freunden auf dem Hof starten wir zum nächsten Ziel, welches ich mir zum bevorstehenden Muttertag aussuchen durfte. Dem wilden Weg im Nationalpark Eifel.

Wilder Weg – ein Urwald entsteht

Nach großem Protest von Herrn Sohn und einem weiteren Versuch vom Schrauber das Reiseziel zu ändern, kommen wir eine knappe Stunde später am Zielparkplatz an. Hier zeigt sich der Nationalpark von seiner wilden und Familien freundlichsten Seite. Vor uns liegen knapp 9,7 km leicht begehbarer, spannender und unterhaltsamer Wanderweg, welche komplett barrierefrei geplant wurde und sogar für Rolli-Fahrer nutzbar ist.

Wir laufen zuerst den Wilden Weg, welcher bereits nach den ersten 50 Metern volle Zustimmung von allen Familienmitgliedern erhält.

Über einen breiten Holzsteg lassen sich mit Hilfe von verschiedenen Anschauungsmaterialien Informationen über den Urwald sammeln. Alle Themen gibt es zum Anfassen, hören und in einfacher Sprache. Gut gestaltete Tafeln und Audiobeiträge lassen keine lange Weile aufkommen.


Es gibt Orte zum Verweilen, zahlreiche Liegeplätze und hinter wirklich jeder weiteren Wegbiegung bietet sich eine neue Überraschung. Das Highlight bildet am Ende der Kletter-Trail. Herr Sohn läuf diesen heute gleich drei Mal. Rollstuhlfahrer können unter den Kletterstämmen her fahren.

Wilder Kermeter ganz zahm

Dem Wilden Weg schließt sich der wilde Kermeter an. Neben dem breiten befestigten Sandweg kann man parallel einen gewachsenen Waldweg entlang wandern. Auch hier gibt es viele tolle Informationen zum Wald und dem Rursee. Das Highlight hier ist der Aussichtspunkt Kermeter mit einem tollen Blick über einen Teil des Sees.

Hier oben bietet es sich an bei einem Picknick zu verweilen. Es gibt mehrere große Tische. Zurück geht es dann stetig Berg auf durch den Urwald. Auch hier lässt sich wieder einiges entdecken.

Wir geben diesem Wanderweg 5*****. Ein tolller Ort für Jung und Alt, den man mit viel Muße auf sich wirken lassen sollte.

Übernachtet haben wir ganz in der Nähe…..

Mehr zu lesen gibt es hier:

Kurztrip in die Eifel – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

Ruine Wildenstein ruft mit zauberhafter Aussicht

Heute locken die ersten Sonnenstrahlen des Jahres und der Frühling scheint endgültig Einzug zu erhalten. Somit liegt es nahe, raus zu gehen und ein wenig Sonne zu tanken. Das Ziel: Dannenfels mit dem schönen Donnersberg.

Runde 2 – Ruine Wildenstein

Die Entscheidung fällt für den Rundweg 2 mit moderaten 8km Strecke, welcher uns zur Ruine Wildenstein führen wird.  Ein toller Ort mit schöner Fernsicht und einzigartiger Vegetation. Ein Misch aus knorpeligen Bäumen, Heide, schroffen Felsen und Heidelbeeren so weit das Auge reicht.

Aber zuerst einmal checken wir den Cache auf dem Dampfnudelfelsen. Unsere letzten Mitbringsel haben neue Besitzer gefunden. Wir nehmen heute nichts mit.

Weiter geht es durch den Mischwald bergauf. Und dann auf einmal wird der Weg ganz anders. Der Waldboden wird durch einen steinigen Weg abgelöst. Die Bäume sind niedrig und knorrig. Es kommen kleine Kiefern hinzu. ein wenig erinnert mich das Stück an einen Weg am Meer. Auf den sonnigen Felsen wärmen sich die ersten Echsen.

Wir laufen in der Sonne und an der einen oder anderen Stelle ist die warme Thermik zu spüren, welche heute auch schon die ersten Paraglider nutzen.

Ruine Wildenstein – kleine Klettertour für Kinder

Die Ruine bietet neben der schönen Bank die Möglichkeit ein wenig zu klettern und ein kleines Picknick in den alten Mauern zu machen. Nichts spektakuläres, aber für Kinder neben den Chaches eine nette Abwechslung. Im Spätsommer lockt die Gegend um die Ruine zum Beerensammeln. Wer hier den Weg 2 verlässt und unterhalb der Bank nach rechts abbiegt kommt runter ins Tal und kann hier dem zauberhaft, wilden Bach folgen. Eine tolle Tour an heißen Tagen. Das sind dann aber noch mal knapp 6 km mehr, die man dann bezwingen muss. Und der Rückweg geht dann sportlich konstant bergauf. Wir folgen heute jedoch wie geplant Weg 2 – kraxeln wieder den Hügel hoch und folgen der Markierung.

Weiter geht es dann durch permanent wechslende Landschaften. Mal wird man begleitet von einem dichten Märchenwald, welcher ahnen lässt, dass da irgendwo in der Tiefe die Knusperhexe wohnt. Dann wieder wird der Weg gesäumt von Meterhohen alten Buchen. Hier finden wir auch die ersten Blüten des Jahres, welchen sich ihren Weg ans Licht bahnen.

Während ich Blümchen ablichte, lassen es sich die Männer nicht nehmen Stöckeweitwurf zu trainieren. Der Berg fällt zu unserer rechten so stark ab, dass es sich förmlich anbietet irgendwas herab zu schmeißen. Als sie sich endlich ausgetobt haben, gehts weiter.

Nach rund 5 km gelang man noch einmal an einen wunderschönen Aussichtspunkt. Das ist mit Abstand mein Lieblingsort. Hier ist es irgendwie so ruhig und der Misch aus Heide, kantigen, kahlen Felsen, knorrigen Bäumen, Weite sorgt für eine ganz eigenwillige Spannung. Zudem ist die Bank einfach super. Man kann hier selbst als Erwachsener die Beine baumeln lassen.

Das letzte Stück führt wieder über einen weichen Waldweg zurück zum Ausgangspunkt.

Das Dorfcafe ist das Ziel

Natürlich muss jede Wanderung mit Kindern ein größeres Ziel verfolgen. Neben dem Geocache und der Ruine ist zum Abschluß eine heiße Schokolade genau der richtige Ansporn. Wir genießen im Dorfcafe in der ersten Frühlingssonne eine leckere Kanne Tee und den wohl besten Kuchen weit und breit, bevor wir wieder nach Hause fahren.

Die genaue Wegbeschreibung und noch weitere Routen findet ihr hier auf der Seite des Ortes Dannenfels.

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén