Schlagwort: alltägliches

Landvergnügen…

Gerade per Post angekommen – der neue Stellplatzführer für das Jahr 2018.

Mit der gekauften Vignette kann man für 24 Stunden kostenlos bei einem Gastgeber stehen. Gastgeber sind in der Regel landwirtschaftliche Betriebe.

Ich bin schon sehr gespannt, was uns alles erwartet und werde in der Rubrik Schöne Orte / Zeltplätze in den kommenden Wochen berichten.

Vorhang für die Schiebetür vom Kasten

Innen warm und leise

.. so das Ziel, welches mit dem neuen Vorhang erreicht werden soll. Der originale Vorhang ist nach 17 Jahren nicht mehr so schön und passt auch farblich nicht zum neuen Innendesign. Also soll ein neuer Vorhang her, der a) im Winter die Kälte sicher aussperrt b) im Sommer die Hitze abhält und c) Fahrgeräusche und Außenlärm schluckt.

Daher haben wir uns für einen weichen, schweren Wärmestoff entschieden, der sich wie ein Lodenstoff anfühlt und leicht filzig ist. Diesen möchte ich mit einem Thermofutter kombinieren. Angeblich kann ein Wärmeverlust durch das Fenster von bis zu 80% verhindert und bis zu 46% Heizkosten gespart werden. Im Sommer kann man den Vorhang einfach umdrehen (glänzende Seite nach außen) und die Sommerhitze bleibt draußen.

Der alte Vorgang dient als grobe Vorlage – spannend ist hier der Aufbau der Aufhängung, welche bündig mit der Isolation des Kastens abschließt und so keine Kälte rein kann.

Wärmevorhang nähen Schritt für Schritt

Die Hauptarbeit bereitet der Vorhang aus dem Wärmestoff, da dieser später auch der Träger für den Isolierstoff wird. Da der Lodenstoff nicht ausfranst, reicht es diesen einfach umzunähen, und hinterher die Kante sauber beizuschneiden.

Als nächstes wird das Gardinenband aufgenäht. Der Abstand zur oberen Kante beträgt 4 cm, damit der „Überstand“ hinterher mit der Isolierung des Wagens abschließt.

Unter dem Gardinenband befestigt Ihr ein Klettband (die Hakenseite). An diesem Band wird hinterher der Isolierungsstoff befestigt.

Da die ganzen Bänder auf der Rückseite einfach nicht hübsch aussehen, schneidet Ihr eine Blende zurecht. Ich habe aus dem Lodenstoff einen 15 ca. breiten Streifen geschnitten. Diesen ebenfalls zweimal a 1 cm eingefasst.

Den Streifen legt ihr nun links auf links auf den Hauptvorhang. Er überdeckt nun das Gardinenband und den Klettstreifen.

Fixiert den Streifen auf der ganzen Länge mit Nadeln. Dann näht Ihr knapp zur unteren Kante des Gardinenbandes die Blende auf dem Vorhang fest. Als Ergebnis habt Ihr jetzt zwei hübsche Seiten.

Endspurt!!!

Noch seid Ihr nicht ganz fertig. Damit die obere Kante auch nicht weg knickt, muss hier noch alle ca. 10 cm im oberen bereich der Stoff verbunden werden, so dass Taschen entstehen. Ich habe hierfür einfach den Zickzackstich genommen und das Füßchen ein paar Stiche vor und zurück bewegt.

Jetzt seid Ihr so weit und könnt die Haken einhängen. (die Kreide muss ich noch raus bürsten)

und auf der anderen Seite der Blende habt Ihr nun das Klettband versteckt, so dass ma den Vorhang auch ohne zweite Schicht nutzen kann.

Als nächstes muss der Isolierstoff angepasst werden. Ich lege ihn schon mal ein, um die Maße zu nehmen und zu sehen, wie das Endergebnis wohl werden wird. So ähnlich sollte es dann aussehen….ich finde das Ergebnis schon jetzt ganz schön cool.


Der Isoliervorhang wird ganz normal eingefasst und bekommt dann auf beiden Seiten oben ein Flauschband angenäht, damit Ihr den Vorhang je nach Wetter wenden könnt. Im Sommer glänzende  Seite nach außen. Im Winter soll die glänzende Seite nach innen, damit möglichst wenig Wärme nach außen entweichen kann.

Die richtige Länge messe ich ganz zum Schluß am Fahrzeug aus. Ich möchte den Vorhang so lang wie möglich machen und, wenn irgendwie realisierbar über die ganze Breite der Schiebetür. Das Original hat einen Ausschnitt für den Thekenbereich. Ich würde ihn gerne zwischen Theke und Tür schieben.

Klettband zum wenden

Das untere Ende vom Silberstoff habe ich in den unteren Saum gesteckt. So ist er halbwegs mit dem schweren Lodenstoff verbunden und flattert nicht herum.

Fertiger Vorhang.

So weit für heute. Ich hoffe, Ihr könnt mit der Beschreibung auch Euer Projekt realisieren. Ich freue mich auf Eure Kommentare. Und wenn ihr mehr lesen mögt, dann schaut doch mal unter der Rubrik Pimp my Womo nach weiteren DIY oder unter Kulinarisches nach neuen Rezepten. Wenn Ihr einfach mit uns die Welt erkunden wollt, seid Ihr herzlich eingeladen unseren Touren zu folgen.

Eure Alexandra

Osterüberraschung von den Auswanderern

Heute waren unsere Freunde spontan zu Besuch da und haben mir was feines mitgebracht.

Die letzten Wochen durfte ich ihr Heim hüten, während Sie in Chile die Möglichkeiten für eine neue Existenz ausgelotet haben. Beim Haushüten fiel mir immer wieder dieses Schüsselset ins Auge, welches farblich einfach zu unserer Lotti passt.

Neue Schüsseln für das mobile Heim

Heute haben sie mir die Schüsseln geschenkt. Ich freue mich riesig, denn so  nehme bei jeder Reise auch unsere Freunde ein wenig mit, auch wenn sie in Zukunft dann wohl mehrere tausend Kilometer von uns entfernt wohnen werden.

C-Kennzeichen für WOMOS – hier unterschreiben!

Gegen  Dieselfahrverbot und Regulierungsaktionismus

Ja, ich bekenne mich; ich halte die ganze Diskussion um Dieselfahrverbote unter Betrachtung der gesamten Situation für einmaligen Schwachsinn. Es handelt sich hierbei für mich um reinen Aktionismus.

Wie immer ohne Kopf und Konzept

Und so lange komplette Konzepte für die Mobilität eines Landes fehlen, Bahnlinien zurück gebaut werden, Konsum und Transport von Billigwaren auf LKWs weiter gepuscht wird – so lange Kreuzfahrtschiffe und Flugreisen promoted werden, so lange Industrieanlagen keine Filter haben müssen, so lange unsere Fahrzeuge dann in Afrika weiter fahren dürfen – so lange weigere ich mich Maßnahmen zu unterstützen, welche ganzen Bevölkerungsgruppen (Arbeitnehmern, Handwerkern, Kleine Stellplatzbetreiber, Anbieter von Tourismus, Lebenskünstlern) schaden.

Vernichtung von Kapital und Arbeitsplätzen

Die Verbote führen zu erheblichen Kosten für PKW-Neuanschaffungen bei fast allen Familien, der Wert von Fahrzeugen sinkt ins unendliche, es gibt keine alternativen Lösungen wie Bahnlinien, P&R, ordentlicher Nahverkehr mit guten Anbindungen und einer guten Taktung. Das Fahrverbot von Womos wird mangels Infrastruktur zu einem Einbruch des Tourismus in den Städten führen. Theater, Restaurants, Freizeitanbieter profitieren vom Tourismus, genauso wie kleine Stellplatzanbieter in den Städten. Hier werden aktiv Arbeitsplätze gefährdet.

Zudem sind Womo-fahrer in der Regel Naturverbunden und bei einer Fahrleistung vom im Schnitt um die 5000 km im Jahr, mit Sicherheit noch nicht mals ein Trofpen auf dem Stein.

Hier gehts also zum Link von Open Petition. Bitte fleißig teilen.

Erster Check in der Werkstatt!

 Der erste Werkstatttermin

Wir haben Freitag. Seit Montag ist unser Womo nun in der Werkstatt für einen ersten Check und es ist so verdächtig still.

Normaler Weise meldet sich so eine Werkstatt bereits nach ein paar Stunden, um einem mitzuteilen, was noch so alles defekt ist und dringend ausgetauscht werden muss. Meistens begleitet mit den schwer wiegenden Worten „ohohoh, das wird teuer….“ Hier kein Mucks. Stille. Tage lang!

Auf dem Weg in die Stadt schauen wir am Mittwoch heimlich, ob der Wagen noch auf dem Parkplatz der Werkstatt steht oder zumindest schon einmal in die Halle geholt wurde. Der Parkplatz ist leer. Was um alles in der Welt machen die so lange mit dem Fahrzeug? Haben wir uns etwa falsch ausgedrückt, als es um die Ausführung der Arbeiten ging? Der Auftrag am Montag war eigentlich ganz simpel. Zahnriemen wechseln, Bremsen entlüften, Getriebe- und Motoröl neu. Nach unserem Kostenvoranschlag ein Umfang von etwa 6-8 Stunden.

Wir warten. Haben ja Zeit und brauchen das Womo aktuell nicht wirklich. Dennoch werden wir das Gefühl nicht los, dass der Kauf vielleicht doch nicht so optimistisch zu bewerten ist.

Der erlösende Anruf

Dann heute doch noch endlich der erlösende Anruf – das Fahrzeug ist fertig. Sie hätten unser Womo noch auf der Bühne – der sähe gar nicht so schlecht aus, ob sie es noch mit einem Unterbodenschutz versehen sollen? Die zwei kleinen Roststellen hätten sie schon weg gemacht….da sagen wir nicht nein, schließlich hatten wir nach der langen Zeit der Stille fast mit dem Schlimmsten gerechnet – man weiß ja bei einem Gebrauchtwagenkauf nicht wirklich, was man sich da eingehandelt hat.

Darfs noch ein wenig mehr sein?

Am Samstag Mittag können wir es dann endlich abholen, unser kleines fahrendes Nest. Die Sache mit dem Zahnriemen war doch etwas aufwändiger als gedacht, da bei dem Vorhaben diesen zu tauschen ein Zahnrad abgerissen ist, welches komplett festgefressen war. (wie gut, dass wir auf einen ersten Ausflug verzichtet haben) Also musste der halbe Motor auseinander gebaut werde, um alles auf Null zu setzen. Mehraufwand ein ganzer Tag.

Bei der Gelegenheit hat die Werkstatt sich auch den Weg zu den Glühkerzen gebahnt und festgestellt, dass nur noch eine ihren Zweck erfüllte und alle anderen bereits den Geist aufgegeben hatten. Da es bei dem Modell wohl etwas umständlicher ist die Glühkerzen frei zu legen, hat es sich die Werkstatt ohne Rücksprache erlaubt alle fünf auszutauschen. Jetzt springt unser rollendes Heim wieder an wie am ersten Tag! Das wird mein Lieblingssound!!!

 

 

Deko-Queen und Schrauber-Held

Auch, wenn wir als Familienmitglieder mit recht unterschiedlichen Temperamenten und Fähigkeiten ausgestattet sind (achtung Diskussionen vorprogrammiert), ergänzen wir uns unterm Strich recht gut bei unseren Projekten. Die Aufgaben sind meistens recht klar aufgeteilt.

Während mein Mann sich gleich mit voller Hingabe auf alle technischen Aspekte stürzt, bin ich als Deko-Queen aktuell voll in meinem Element. Seit Tagen überlege ich mir, wie wir unser neues mobiles Heim gemütlich einrichten können und stelle schon einmal fleißg Moodboards zusammen.

Die Entscheidung der Familie fällt auf einen Misch aus Blau, Grün und Grau. Gegen den Wunsch von Herrn Sohn alles in British-Stile zu gestalten konnte ich mich erfolgreich durchsetzen. Ich glaube der Kompromiss ist für alle tragbar.

Am liebsten würde ich sofort los dekorieren. Aber wie so oft kommt erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Während ich hier schreibe, hat sich Herr Mann mit einem ca. 500 Seiten dicken Werkstatthandbuch, allerlei Werkzeug und seinen besten Freund dem WD40 bewaffnet und steuert zielstrebig auf unser neues Gefährt zu….

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