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Aurora Borealis – die Magie des Nordens

Ein Traum wird wahr!

Seit Jahren treibt mir jeder Beitrag im TV über die Nordlichter die Tränen in die Augen, so sehr rührt mich dieses Himmelsphänomen an. Verständlich also, dass ich es unbedingt selbst erleben möchte. Nach einigen Vorbereitungen soll in diesem Jahr zumindest die Gelegenheit geschaffen werden, dieses Schauspiel zu erleben.

Wo findet man die Polarlichter?

Generell kann man theoretisch auch in Deutschland und sogar in Griechenland Polarlichter sehen. Dies ist aber eher die Ausnahmen und sehr selten der Fall.
Der beste Ort um auf der nördlichen Halbkugel Polarlichter zu sehen, ist jenseits des Polarzirkels, also nördlich von dem  Breitenkreis  66° 33′ 55″. Dies hängt zum einen mit den physikalischen Gegebenheiten zusammen, unter welchen die Nordlichter entstehen. Zum anderen ist es jenseits des Polarzirkels so dunkel, dass man die Lichter hier am besten sehen kann.

Ich habe mich für Norwegen entschieden, da ich das Land sehr mag und mir parallel die Finnmark im Herbst anschauen wollte. Da der Norden Norwegens recht dünn besiedelt ist und der Winter sehr früh einkehrt, bietet es sich an Standorte zu wählen, welche bewohnter und einfach zu erreichen sind. Die Küstenregion im Westen ist eine gute Wahl, da diese länger eisfrei und gut zu erreichen ist. Gute Standorte sind zum Beispiel Tromsö und Bodo. Aber auch die Lofoten und Vesteralen bieten sich an, wenn man es etwas einsamer mag. Generell sind alle Orte geeignet, so lange sie im  Polarlichtoval liegen.

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Von 0 auf 4444 – Stairway to heaven

Es gibt ihn tatsächlich, den Stairway to heaven. Mit 4444 (eigentlich 4500) Stufen ist die Treppe in Florli die längste Holztreppe der Welt. Und heute stehe ich endlich am Fuße dieser Treppe.

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von 0 auf 4444 – Auf dem Weg nach Florli

Unsere Norwegenreise nähert sich dem Ende und so steuern wir in der letzten Woche wieder den Lysefjord an, um das Projekt von 0 auf 4444 zu vollenden.

Wir fahren vom Norden kommend bei Ardal ab und biegen die kleine einspurige Straße nach Songesand in den Süden ab. Der Weg führt uns durch Heidelandschaften vorbei an kleinen Seen und tobenden Bächen.

Wer diesen Weg wählt, sollte maximal einen Kastenwagen besitzen. Die Straßen und Kurven sind zum Teil sehr eng, nicht einsehbar und bei Gegenverkehr gibt es im ersten Drittel der Straße keine Ausweichbuchten. Auch für Gespanne dürfte die Straße aufgrund der Neigung und Steigung eine Herausforderung sein.

Im mittleren Abschnitt der Strecke wird es freundlich und übersichtlich.

Erster Blick auf die Stufen von Florli

An einem kleinen Rastplatz hoch oben auf dem Plateau erhalte ich einen ersten Blick auf die Treppe in Florli und mir wird zum ersten Mal flau im Magen,

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Ein neues Zuhause für Mr. Basilikum

Ein neues Zuhause für Mr. Basilikum

Auf unseren Fahrten begleitet uns stets Mr. Basilikum. Er erfreut sich im Kasten bester Gesundheit und peppt jede Campingküche mit seinen grünen, aromatischen Blättern auf. Aber es gibt da ein kleines Problem. Mr. Basilikum steht eigentlich immer im Weg herum und wird permanent hin und her geräumt.
Während der Fahrt fährt er gesichert im Waschbecken vom Waschraum mit. Sobald wir stehen, wandert er auf den Tisch. Nachts dann raus, wenn es die Temperaturen zulassen.

Also muss endlich eine praktikablere Lösung her bei der Mr. Basilikum nicht permanent das Badezimmer oder die Spüle belagert, aber auch so mobil ist, dass er mal rausgesetzt werden kann.

Die Lösung ist super simpel

Neben dem Herd an der Wand zum Bad ist noch ein Plätzchen frei. Für ein Regal reicht es jedoch nicht, da dieses ansonsten die Abzugshaube und den Deckel vom Herd blockieren würde. Eine bewegliche Lösung muss somit her.

Vier Ösenschrauben, zwei Rundholzstäbe und die formschönen und leichten Hängeblumentöpfe der Serie „loft urban green wall“ aus dem Hause Elho *   erfüllen genau alle Anforderungen. Die Gefäße sind auf die Größe von Pflanztöpfen abgestimmt. Mit einem Haken an der Rückseite sind sie schnell in die Holzstangen eingehängt und durch die leicht abgeflachte Form wackeln sie auch nicht beim Fahren hin und her, wie es ein runder Topf machen würde. Zudem gibt es sie in zwei neutralen Farben, die sich überall einpassen. Weiß matt und Mausgrau matt.

Ich kaufe gleich auch noch den Doppeltopf von „loft urban green wall“ *. Hier findet auch noch ein wenig Kleinkram seinen Platz bzw. Zwiebeln, Obst und sonstiges Gemüse, welches bei der Fahrt nicht mehr im Spülbecken mitfahren soll.


Ich hoffe die Lösung gefällt Euch und ist auch eine Idee für Eure Platzprobleme im Reisemobil.

Die Links zu den Produkten die wir verwenden und mit * gekennzeichnet wurden, sind Affiliate Links. Die Nutzung dieser Links ist für Euch mit keinem Nachteil verbunden. Mehr zu diesen Links könnt Ihr hier lesen.

von 0 auf 4444 – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht


Von 0 auf 4444 – Gestern war es nach 4 Monaten Training endlich so weit – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht und ich habe auf der Endlostreppe die 4500 Stufen in drei Stunden gemeistert. *total stolz bin*

Somit ist der Aufstieg nach Florli gesichert. Jetzt bleiben noch 8 Wochen, um noch ein wenig an der Ausdauer zu arbeiten und auch den Abstieg (noch mal 3-4 Stunden) zu sichern. Denn dafür hätte gestern die Energie nicht mehr gereicht.

4500 Stufen, entsprechen so ungefähr 270 Stockwerken. Somit bin ich jetzt in der Lage wirklich alle Hochhäuser dieser Welt zu erklimmen 😉

Ich wünsche Euch ein tolles langes WE! Vielleicht greift ihr ja auch mal wieder nach den Turnschuhen

PhoeniX-Reisemobilhafen Bad Windsheim

Auch wenn ich gerne frei stehe, manchmal lohnt es sich doch einen festen Stellplatz anzufahren, insbesondere dann, wenn er so hübsch und gut gelegen ist, wie der PhoeniX-Reisemobilhafen in Bad Windsheim.

Der PhoeniX-Reisemobilhafen

Nennt sich selbst das zu Hause für alle Reisemobile und ist tatsächlich bestens ausgestattet. Alle Plätze sind geschottert, die Zuwege geteert. Es gibt neben der üblichen Infrastruktur (Dusche, WC, Abwasser, Wasser, Strom) einen zentralen Versammlungsplatz, schöne Wege und große Stellplätze.


Ich hätte mich bei meiner Ankunft am Abend beinahe zwischen zwei bereits stehende Fahrzeuge gestellt, weil die Plätze so groß bemessen waren, dass ich erst dachte, das sein  noch eine offizielle Lücke. Somit hat man mit einem kleinen Fahrzeug auch ausreichend Abstand zu den weißen Riesen und auch die Chance ein wenig Sonne ab zu bekommen.

Mit einem Klick gelangt ihr zu der Homepage des Reisemobilhafens.

11 Euro für die Nacht sind nicht zu viel, wenn man bedenkt, welche Attraktionen einem direkt in Laufweite winken.

Attraktionen in Laufweite

Die Hauptattraktion ist sicherlich die Franken-Therme mit dem Salzwassersee, welcher einen Auftrieb bietet, den man nur im Toten Meer hat. Ertrinken fast unmöglich. Ein wirkliches Erlebnis, wenn man beim Sprung in den See direkt wie ein Korken nach oben ploppt.

Daneben befindet sich der Klettergarten, der Jung und Alte einlädt eine andere Perspektive einzunehmen.

Die Altstadt ist einfach pittoresk und bietet sich zum Bummeln und Verweilen an. Hatte ich erwähnt, dass die Franken verdammt gut kochen und es überall wirklich gute Qualität zum angemessenen Preis gibt? Sehr gut essen kann man in gemütlichem modernen Ambiente im Genusswerk Franken. Dieses befindet sich direkt neben dem Stellplatz. Hier gibt es auch einen kleinen Laden mit Spezialitäten wie Brot, Würste, Liköre….
Die Weinstube Drei Kronen bietet moderne fränkische Küche. Hier kocht der Inhaber auf Sterne Niveau zum fairen Preis. Die Kombinationen sind spannend. Beste Qualität paart sich hier mit asiatischem Einschlag – eine wahre Genussexplosion!  Die Auswahl an Weinen und anderen erlesenen Getränken ist groß. Man merkt, hier wird richtig mit Liebe und Hingabe gezaubert.

Fazit PhoeniX-Reisemobilhafen

Der Stellplatz lohnt sich, wenn man mal etwas mehr Kultur um sich herum haben möchte. Als ich dort war, war es trotz 80% Auslastung Mux Mäuschen still. Das dürfte am Klientel liegen, welches die Ruhe eines Kur Ortes genießen möchte. Morgens um 8:00 Uhr war ich wohl die Einzige, die schon wach und wieder reisebereit war. Hier wird ausgeschlafen. Kein Wunder, denn der Abend in der Therme kann lang werden.

Von 0 auf 4444 – Flørli und die längste Holztreppe der Welt

Von 0 auf 4444 – lautet mein neues Projekt für dieses Jahr. Eine echte Herausforderung, da ich nicht gerade  unter Idealgewicht leide. Je nach Rechnung dürfte ich locker 30 kg zu viel mit mir herum schleppen. Somit staunt die Familie nicht schlecht über meine Ambitionen. Hinzu kommt, dass  es um meine Kondition im Bereich Bergauf als Niederrheiner und geborener Flachländer noch nie sonderlich gut bestellt war (ganz unabhängig vom Gewicht – es gab auch mal dünne Zeiten).

Wie alles begann

Wir planen Urlaub. Dieses Jahr steht Norwegen auf dem Programm. Da Herr Sohn mitfährt, sind einige populäre Ziele nicht wirklich erreichbar, wie die Trollzunge. Somit suchen wir nach Kinder geeigneten Zielen und durchforsten diverse Medien nach attraktiven Zielen. Und da ist es das Ziel (vermutlich nicht Kinder geeignet), das mich einfach fuchst – die Flørli Treppen.

Quelle https://www.florli.no/

Die Wanderung ist recht einfach beschrieben. Man wandert 4444 Stufen (eigentlich sind das 4500 aber 4444 vermarktet sich besser ) auf eine Höhe von 780 Metern und einer Länge von rund 1400 Metern von einem Wasserkraftwerk hoch zum Stausee. Zurück geht es über ein Steinfeld und Waldwegen. Die Herausforderung: Es gibt bei 500 Stufen einen Ausstieg für Familien und ansonsten gibt es kein Zurück mehr.

Quelle https://de.fjordnorway.com/aktivitaten/wandern/florli-treppen-und-rallarstien-p1801993

Ich lese mich durch die Berichte. Scheinbar haben selbst drahtige Bergsteiger so ihre Probleme mit der Treppe. Das widerspricht aber irgendwie den Angaben, dass die Treppe angeblich in 1,5 Stunden gut zu bewältigen ist. Ich frage mich weiter durch. Halbwegs gut trainierte Männer geben 6 Stunden für den Aufstieg an. Der Betreiber des 4444 ist der Ansicht, dass der Aufstieg in 3 Stunden ohne Pause machbar sei. Nun gut – der läuft das vermutlich schon vorm Frühstück schnell mal rauf. Gibt ja sonst nicht viel zu unternehmen in Florli. Das Fazit: dass Ganze muss eine Sache des richtigen Trainings sein. Ich lese mich also in das Treppensteigen ein. Aber so richtig sind meine Zweifel noch nicht beseitigt.

Den Profi fragen

Wenn Du etwas neues Wagst, dann frage den Profi, der das was Du vor hast schon geschafft hat. Ich kontaktiere Thomas Dold und löchre ihn mit meinen Fragen. Er ist Spitzensportler und hat bereits 44 Siege im Treppenlaufen errungen. Netter Weise meldet er sich nach wenigen Stunden bei mir und gibt mir den einen oder anderen Tipp. Nach dem Austausch mit ihm scheint das Ziel machbar.

Der erste Testlauf

Auf dem Land ist es so eine Sache mit den Treppenhäusern. Die längste Treppe, die ich hier in unmittelbarer Nähe finden kann ist die Treppe zur Kirche hoch. Immerhin 13 Stufen am Stück.

Ich mache einen ersten Testlauf und schaue, wie weit ich komme. 540 Stufen sind die Ausgangsbasis. Ich rechne mir mein Trainingspensum hoch. Jede Woche 200 Stufen mehr und ich schaffe es bis zum Sommer an mein Ziel.  Hatte ich erwähnt, dass ich vor Muskelkater fast gestorben wäre. Am nächsten Tag war das Laufen kaum möglich und auch den Rest der Woche hatte ich Freude. Zwei Tage später stand „Bergtraining“ an. Der Hausberg ruft. Mit dem Muskelkater eine echte Qual. Das zweite Training mit über 700 Stufen ging spurlos an mir vorbei. Mein Vorhaben scheint also durchaus im möglichen Rahmen zu liegen….

Sport, Sport, Sport

Angespornt von dem neuen Ziel, habe ich mein Bewegungspensum deutlich in den letzten Wochen erhöht. Bisher habe ich versucht einmal in der Woche Nordic Walking zu betreiben. Das wird jetzt je nach Wetter und Lust ergänzt von einem lockeren Kraft- und Koordinationstraining im Sportverein und einer wöchentlichen Tour auf den Hausberg mit meinem Mann. Und dann jede Woche einmal Treppen steigen. Das Ganze geht immer noch nach Lust und Laune und ohne wirklich festen Trainingsplan. Nebenher habe ich noch einen Beruf als Unternehmensberater und so recht sind die Trainings nicht zu planen, wenn man Kundentermine hat, die weiter weg sind.

Ich brauche mehr Treppen!

Bis jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mehr Treppen brauche. Die Kirchentreppe ist zwar recht nett, aber nach 13 Stufen kommt jedes Mal der Weg zurück und der bedeutet Entlastung für die Kondition und Belastung für die Knie. Somit suche ich nach neuen Gebäuden. Der Vermieter des höchsten Hauses im Ort mit Aufzug verweigert mir die Unterstützung für die nächsten 6 Wochen. Danke für die Nachbarschaftshilfe! Somit suche ich immer noch nach netten Wegen, Gebäuden und Trainingsmöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe. Die Familie und Job müssen ja schließlich auch noch gebührend berücksichtigt werden und lange Fahrten zum Sport sind da kontraproduktiv.

Nach einigem Suchen habe ich ein Sportstudio mit einer Endlostreppe gefunden. Nächste Woche werde ich dort vorbei fahren und mir die Konditionen anhören. Für diese Woche muss ich leider aussetzen. Mich hat eine Erkältung ans Bett gefesselt. Die Zeit nutze ich und kreiere mir ein Motivationsshirt.

Wie es weiter geht? Das könnt Ihr hier auf diesem Blog und auf der Seite Quality-Time-For.me auf FB nachlesen.

 

 

Brotzeit – einfach, lecker, gut! – mit selbst gebackenen Brot

Allen Ernährungstrends zum Trotz lieben wir Brot und eine ordentliche Brotzeit. Ob Süß am Morgen oder herzhaft am Abend.  Brot ist bei uns eine willkommene Alternative, wenn einfach niemand Lust zum Kochen hat oder die Zeit zu knapp ist.

Verärgert hat uns im Zusammenhang mit dem Thema Brot lediglich, dass es immer weniger echte Bäcker gibt, die ihr Handwerk verstehen und dafür sorgen, dass Abwechslung auf den Tisch kommt. Hier auf dem Land wird die Bäckerdichte zudem immer geringer, da diesen die Supermärkte mit den Fertigwaren Konkurrenz machen. Auch finden die Bäcker oft keine Azubis. Früh aufstehen ist halt nicht immer komfortabel.

Ehrlich und ohne Zusatzstoffe

Brot backen ist gar nicht so schwer. Daher backen wir unser Brot für eine gute und abwechslungsreiche Brotzeit immer häufiger auch mal selbst. Das geht dank Home-Office bzw. Büro im Anschluss an das häusliche Umfeld quasi nebenbei. Einzig 15 Minuten müssen für das Anmischen und Kneten investiert werden. Den Rest macht der Backofen.

Ich verzichte bei Brot backen dankend auf einen Brotbackautomaten. Dieser braucht viel zu lange. Zudem ist das Backen hier manchmal etwas kritisch, wenn man sich nicht genau an die Mengen hält oder der Teig mehr aufgeht als gedacht. Da für mich backen und kochen immer auch etwas mit Experimentieren zu tun hat, weiß man nie so genau, was am Ende passiert. Rezepte sind für mich Leitlinien und Ideengeber.
Auch ist bei uns bis heute noch keine Küchenmaschine eingezogen. Somit knete ich per Hand, was auch nicht wirklich schlecht ist, da man ein Gespür für den Teig bekommt.

Zum Brot backen verwende ich normales Mehl über alle Sorten, wie es im Handel erhältlich ist. Wer eine Großfamilie sein Eigen nennt, kann sich überlegen, ob er Getreide in 10 kg Säcken kauft und vorher frisch mahlt. Für uns reicht der normale Kauf im Supermarkt. Achtet aber darauf, dass ihr das Mehl nicht zu lange stehen lasst. So verliert es schon gemahlen einfach zu viele Vitamine.

Das Grundrezept – total simpel

Für den Alltag backe ich ganz gerne mit Vollkorn. Das Brot sättigt länger und hält sehr gut die Feuchtigkeit. Daher hier die Basics für das Kastenbrot.

500 g Weizenvollkornmehl

500 g Dinkelvollkornmehl

Hefe / Alternativ eine gute Trockenhefe

Wasser ca. 200-300 ml

Salz 1 Esslöffel

Ihr setzt wie gewohnt die Hefe mit ein wenig Mehl, Wasser und einen Löffel Zucker an. Alternativ kippt Ihr alle Zutaten zusammen und knetet den Teig ca. 5 Minuten kräftig durch, damit sich alle Klebestoffe im Mehl lösen. Ihr merkt, dass der Teig richtig ist, wenn er sich zu einer festen Kugel formen lässt und kein Mehl mehr an den Fingern klebt oder noch bröselige Teigreste in der Schüssel zu finden sind. Wasser gebe ich nach Bedarf hinzu. Meistens fange ich mit 200 ml an und arbeite mich dann vor. Was noch rein muss, hängt von meiner Kreativität ab.

Den Teig lasst Ihr gehen. Ich stelle ihn hierfür in den Backofen und nutze die Gährstufe. Um so länger Ihr den Teig gehen lasst, desto mehr Stoffe im Getreide werden durch die Hefe fermentiert. Das ist gut, denn so entgeht Ihr dem Blähbauch oder Bauchschmerzen, welche oft nach dem Genuss von Industriebrot auftreten. (hier wirkt Chemie schnell, sodass der Teig nicht mehr gehen muss und der Industriebäcker Zeit spart.) Mehr Infos gibt es unter dem Link.

Im Normalfall steht bei mir der Teig zwischen 2 und 4 Stunden. Zwischendrin knete ich ihn noch mal durch, damit Sauerstoff rein kommt.

Varianten zum Grundrezept

Wenn Ihr einmal verstanden und gefühlt habt, wie sich Euer Teig anfühlen muss, ist Eurer Kreativität beim Brot backen keine Grenze gesetzt. So finden sich bei uns im Brot häufig die Nudeln oder die Kartoffeln vom Vortag wieder. Auch Karotten machen sich ganz fein gerieben sehr gut. Natürlich könnt Ihr auch diverse Körner und Nüsse hineingeben. Chiasamen, Sonnenblumenkerne, Haferflocken oder Nüsse sind eine leckere Abwechslung.

Wer mag, kann auch mit Gewürzen experimentieren. Achtung manche Gewürze sorgen dafür, dass das Brot unansehnlich grün oder gelb wird. Leider findet die Farbe keine Gegenliebe bei den Familienmitgliedern, obgleich der Geschmack super ist.

Freunde des deftigeren Geschmacks tauschen das Dinkelmehl gegen Roggenvollkornmehl und geben noch etwas Sauerteig hinzu. Da Roggenmehl recht kompakt ist, braucht es meistens auch noch ein Stück Hefe mehr. Hier benötigt Ihr ggf. ein wenig mehr Flüssigkeit. Das merkt Ihr aber spätestens beim nochmaligen Kneten nach einer Stunde. Wer den Roggengeschmack mag, das Brot aber zu kompakt ist – ich knete meistens eine Hand voll feiner Haferflocken mit ein. Das macht das Brot etwas luftiger. Zudem streue ich die Flocken auf den Teig. Dann klebt er nicht so an der Form.

Zusätzlich könnt Ihr auch die Flüssigkeiten austauschen. Anstelle von Wasser schmeckt Buttermilch sehr lecker. Auch Malzbier ist eine Option.

Backen und fertig

Den Teig gebe ich dann in eine geölte Kastenform. 200 Grad ca. 45 Minuten und Euer Brot ist fertig. Wenn Euer Brot schön knusprig werden soll, dann direkt nach dem Backen so lange es heiß ist, das Brot mit einem feuchten Handtuch abtupfen oder mit Wasser einsprühen. Achtung kein kaltes Wasser auf heiße emaillierte Bleche und den Ofen tropfen lassen. Die Emaille kann so Schaden nehmen.

Schade, dass ich hier gerade kein Geruchs-Internet habe. Das ganze Haus duftet nach dem Brot.

Besonderer Hinweis

Wenn Ihr Sauerteig verbackt, dann wird das über kurz oder lang eine normale Kastenform nicht mitmachen und die Beschichtungen werden sich ablösen. Die meisten Formen sind weder auf die Temperatur von 200 Grad noch auf Säuren ausgelegt. Somit solltet Ihr Euch überlegen, ob es denn eine neue Form sein darf. Ich bin jetzt an dem Punkt angekommen und werde Euch gerne demnächst meine Erfahrungen berichten.

So, jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Experimentieren. Bei uns gibt es heute Roggen-Haferflocken-Brot und Haselnussbrot.

Wenn Euch der Beitrag gefallen hat, dann freue ich mich über Eure Kommentare und natürlich dürft Ihr den Beitrag auch teilen. Mehr Rezepte findet Ihr in der Rubrik „kulinarisches“

 

England 2018 – Tag 7 – Ein Besuch bei den Minions & den Hurlers

Heute verlassen wir Tintagel und bewegen uns durch das Bodmin Moor in Richtung St.Ives. Auf unserem Plan stehen: Minions & The Hurlers und das Jamaica Inn.

Das Bodmin Moor

Wie so oft geht die Fahrt über enge von hohen Hecken begleitete Straßen auf denen man maximal mit Tempo 60 voran kommt. Immer gespannt, wer einem entgegen kommen mag. Der Beifahrer ist hier ständig mit einem Blick in die Kurve gefragt und muss aktiv mit fahren. Das Bodmin Moor ist eine 208 km² große Hochmoorlandschaft. Ähnlich wie das Dartmoor ist die Vegetation von Gräsern und Farnen geprägt. An den südlichen Hängen des Moors liegt der Dozmary Pool, in den, nach der Überlieferung der Artussage, Sir Bedivere das Schwert Excalibur warf.

Zur Bronzezeit und auch später war das Gebiet dicht besiedelt. Die Menschen versuchten dem Land metallische Bodenschätze abzuringen. Später auch das wertvolle Granit, welcher sich sogar in dem königlichen Palast wieder finden lässt. Heute begegnet man hier kaum einem Menschen

Ein Dorf namens Minions

Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir das kleine Örtchen Minions. Den Ort gibt es seit ca. 1613 und wenn man sich die Gegend so anschaut, kann man sich gut vorstellen, dass hier auch die kleinen gelben Minions die wir alle aus dem Kino kennen her kommen könnten. Für die Dorfbewohner ist die Kinoproduktion auf jeden Fall ein ganz willkommener Zufall, macht sie ihren Ort doch nun interessant.

The Hurlers

Wirklich interessant ist aber nicht der kleine Ort selbst, sondern die Hurlers. Diese kann man etwas außerhalb finden. Es gibt einen kleinen Parkplatz, von dem man hin laufen kann.

Bereits von weitem sieht man eines der vielen Maschinenhäuser, welche damals die Energie für den Bergbau lieferten. Heute sind sie Landmarken. Das Gebäude bei den Hurlers ist ausgebaut und beherbergt eine kleine feine Ausstellung mit Informationen über die Region, den Bergbau, den Steinbruch. Wir staunen sehr, als wir lesen und im Film sehen, wie besiedelt diese Region war und bekommen einen ganz neuen Eindruck von der Geschichte Englands. Das Gebäude ist immer geöffnet und kostet keinen Eintritt. Die Ausstellung ist überschaubar auf einer Etage und für Kinder geeignet. Man sollte unbedingt vor einem Spaziergang oder einer Wanderung die Ausstellung besucht haben. Hier erhält man einfach alle wichtigen Informationen zu dieser historisch bedeutsamen Gegend.

Von hier aus kann man nun weiter gehen in Richtung Steinbruch mit dem Namen Cheesewring. Dieser kann beklettert werden. Uns faszinieren die gestapelten Steine, welche einen spannenden Kontrast zu der sonst sehr weichen Umgebung bilden. Es sieht aus, als habe ein Riese sie versucht meditativ zu stapeln.

Auf dem Weg zu dem Steinbruch fallen die vielen Krater auf, welche das Gebiet durchziehen. Es sieht aus, als hätte sich hier ein Riesenkaninchen ausgetobt.

The Hurlers sind drei Steinkreise, die annähernd auf einer Linie von SSW nach NNO liegen. Sie haben einen Durchmesser von 32, 42 und 33 m. So genau weiß man nicht, welche Bedeutung sie hatten. Wenn man sich in einen der Kreise hinein stellt und die Umgebung betrachtet, ist das hier aber sicherlich so hoch gelegen ein magischer Ort.

Wir drehen noch eine Runde und genießen die einmalig schöne Landschaft und den einen oder anderen spannenden Ausblick, bevor wir weiter fahren. Als Zeitaufwand sollte man mindestens 3 Stunden einplanen. Wer noch den Steinbruch beklettern will, kann sicherlich mit 6 Stunden rechnen. Wir finden, dass dieser Ausflug wunderschön war und für jeden zu empfehlen ist, der in die Geschichte Englands einsteigen möchte und die Landschaft und Ruhe mag.

Das Jamaica Inn – der Ort für lichtscheues Gesinde

 

Unmittelbar mit dem Bodmin Moor ist das Sagen umwobene Jamaica Inn verbunden. Hier sollen Schmuggler über die Jahrhunderte ihre Waren versteckt und getauscht haben. Gut vorstellbar, denn immerhin liegt es strategisch günstig am Meer, ist aber so einsam und verlassen im Moor, dass hier sicherlich niemand freiwillig raus gekommen ist. Auch soll es hier spuken.

Heute ist das Jamaica Inn ein heller freundlicher Ort, der den Massentourismus auf sich zieht, leider aber bis auf den Namen nicht viel zu bieten hat. Die denkmal geschützte Anlage besteht aus einem großen Souvenierladen. Das ist der größte Souvenierladen, den wir auf unserer Reise gesehen haben.
Wer Handtücher etc. kaufen möchte, sollte hier mal rein schauen.
Neben dem Souveniergeschäft gibt es einen kleinen Lebensmittelladen mit regionalen Produkten. Mit ein wenig Glück bekommt man hier leckeres Brot, welches sich ein wenig von dem typischen englischen Brot abhebt.
Nebenan geht es weiter mit einem urigen Pub, der seine Waren aber zu irrwitzigen Preisen anbietet. Der Außenbereich ist nicht beschattet. Das ist schade, denn bei den aktuellen Temperaturen und der Wanderung bei den Hurlers hätten wir gerne eine Rast gemacht und etwas getrunken. Da die Sonne unterträglich war, und wir bei dem schönen Wetter nicht im dunklen Pub sitzen wollten, haben wir es uns im Lotti-Mobil bequem gemacht.

Einen ganz kleiner Teil des Essembels wird durch eine Ausstellung belegt. Hier gibt es eine großen Bereich über Daphne du Maurier und eine Ausstellung über die Zeit des Schmuggels.

Das Jamaica Inn ist Handlungsort des 1936 erschienenen gleichnamigen Romans (deutscher Titel Gasthaus Jamaika) von Daphne du Maurier und seiner Verfilmung durch Alfred Hitchcock von 1939 (deutsche Titel Riff-Priraten und Die Taverne von Jamaika).

Wir hatten uns aufgrund der Berichterstattung etwas mehr von diesem Ort erwartet. Das Jamaica Inn ist komplett auf Tourismus ausgelegt ohne jedoch das Gefühl zu vermitteln, dass der Tourist an sich ein Gast ist. Hier geht es einzig ums Geld verdienen. Das Gebäude an sich ist sehenswert! Die Ausstellungen sind bei unserem Sohn und auch bei uns nicht auf Gegenliebe gestoßen. Für den aufgerufenen Preis hätten wir eine spannendere Präsentation erwartet. Im Vergleich hierzu war das Prison Museum im Dartmoor einen richtig langen Aufenthalt wert.

Ursprünglich wollten wir hier übernachten.  Da aber der Charme des Moores, der Geruch der Schmuggler und der kalte Hauch der Geister an diesem Ort nicht mehr zu spüren ist, beschließen wir weiter in Richtung Küste zu fahren. Ihr merkt, wir sind Meister im Weglassen und Routen ändern.

Das Hinterland von St. Ives

Unser Weg führt weiter in sonnige Gefilde. Innerhalb weniger Kilometer verändert sich die Landschaft und wir werden begleitet von Palmen und exotischen Pflanzen, wie man sie sonst nur aus dem Mittelmeerraum kennt.

Mit unserem Brit Stops Stellplatzführer finden wir den gemütlichen und mediterran maritim anmutenden  Pub Balnoon Inn.

Die Inhaber begrüßen uns herzlich und sind wirklich sehr gastfreundlich. Neben netten Gesprächen erfreut das Balnoon Inn durch einen wunderschönen Außenbereich.

Natürlich gibt es hier wieder Burger und Nachos mit mega viel Käse.

Das ist so viel Käse, dass wir die Hälfte an die Katze verfüttern. Es wundert uns, dass die noch so schlank ist. Aber kann man bei dem Blick NEIN sagen?

Unser Stellplatz für heute Nacht – ein Traum! Spanien oder Frankreich könnten kaum schöner sein. Durch die Nähe zum Meer ist das Klima hier angenehm.

Wenn Ihr mehr über Cornwall lesen wollt, dann folgt uns doch auf unserer Reise. Hier findet Ihr eine Übersicht unserer Reiseziele in diesem Sommer.

England 2018 – Tag 6 – Wanderung von Tintagel nach Boscastle

Cornwalls Küste ruft

Heute erkunden wir zu Fuß die wundervolle Küste von Cornwall. Der Weg führt uns von Tintagel nach Boscastle. Direkt hinter unserem Zeltplatz führt der Küstenwanderweg vorbei. Mit einem Sprung über die Mauer stehen wir beim angrenzenden Landwirt auf der Kuhweide. Queren diese Richtung Norden und nur wenige Meter weiter bewundern wir die Atem beraubende Schönheit dieser Küstenlandschaft.

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Steile Klippen, das weite Meer in den tollsten Blautönen, das Kreischen der Möwen, grüne Wiesen…. ich liebe das Meer. Hier zeigt es sich von seiner vielfältigsten und beeindruckendsten Seite. Aber lest selbst.

Der Wanderweg von Tintagel nach Boscastle

Wir haben heute ein wunderbares Wetter. Strahlend blauer Himmel und Temperaturen von 35 Grad und mehr werden uns begleiten. Bestes Wetter für diesen Streckenabschnitt, denn der Weg führt mehrmals über Klippen zum Teil bis hinunter zum Meer und über unebene Steintreppen steil hinauf. Bei nasser Witterung sicherlich eine rutschige Angelegenheit.

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Geeignet ist der Weg für Kinder mit guter Kondition ab ca. 8 Jahren. Wer mehr Zeit einplanen will und größere Pausen einlegen kann, bezwingt den Weg sicherlich auch mit jüngeren Kindern. Die Kinder sollten Risiken einschätzen können und zuverlässig auf dem Weg bleiben. Der Weg ist auf langen Stücken nicht abgesichert. Einzupacken sind ausreichend Trinkwasser, Schwimmsachen!!!!, Sonnenhut und Creme haben sich bewährt. Es gibt auf der ganzen Strecke keinen Schatten.

Karibik lässt grüßen

Die ersten 3 Kilometer folgen wir dem Küstenpfad bis zu einer kleinen Bucht. Hier steigen wir die steilen Treppen hinunter und werden eine Badepause einlegen. Türkis-blaues Wasser wohin das Auge schaut, weicher heller Sandstrand. Karibik-Feeling pur.

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Der Atlantik lässt uns allerdings mit seinem eiskalten Wasser schnell in die Realität zurückkommen. Dennoch lohnt sich ein Bad in den kalten Fluten. Ich habe selten so klares Wasser gesehen. Meter weit draußen kann man noch bis auf den Grund sehen. Es gibt blaue Quallen und Seenadeln zu entdecken. Herr Sohn fängt eine Seenadel und baute ihr am Strand ein Wasserschloss.

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Nur ungern lassen wir Nadel zurück, aber wir haben ja noch ein paar km vor uns.

So geht es die steilen Klippen vorbei am mini Wasserfall hoch, zurück auf den Küstenpfad. Wir umrunden in luftiger Höhe unsere Bucht und wandern durch Heideflächen und karge Wiesenlandschaft weiter bis zum nächsten Tal.

Hier ändert sich schlagartig die Vegetation und man steht in einer ganz anderen Welt. In dem Einschnitt sammelt sich das Süßwasser aus dem Umland, welches dann in einem großen Bach dem Meer entgegen fließt. Hier ist es auf einmal ganz kühl, es wachsen prachtvolle Lilien und andere Pflanzen, welche wir eher aus den heimischen Gärten kennen.

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Auch der Untergrund besteht auf einmal aus Schiefer, welcher prächtig glänzt. Hier möchte ich am liebsten gar nicht mehr weg. Aus dem Tal klettern wir über einen Holzsteg und in Stein gehauene Stufen wieder hoch. Oben angekommen fühlen wir uns vom Wetter her eher in der Toscana. Es ist stickig und staubig. Der Weg wieder karg steinig.

Das schönste Fenster der Cornwalls

Das nächste Highlight auf dieser Tour ist The Women Window. Eine Öffnung in einer Felsformation, welche einen interessanten Blick auf das Meer gewährt.

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Hier überrascht uns die Natur mit grünen Flächen und vielen kleinen weißen blühenden Blumen. Wir machen auf einer Bank eine kleine Pause und genießen die tolle Aussicht. Doch so langsam sollten wir weiter, wenn wir am Ziel noch das Cafe und das Museum of Witchcraft besuchen wollen.

Es geht wider bergab und bergauf. Und irgendwie ist für uns der Weg auf einmal nicht mehr gekennzeichnet. Wir landen auf einer Weide und sind ganz froh, dass es den Bewohnern auch viel zu heiß ist und die Wiederkäuer lieber im Schatten liegen und sich für uns nur minimal interessieren. Die männlichen Tiere sind schon recht beeindruckend….

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wir irren also über die Weide und suchen und suchen. Auch andere Wanderer scheinen nicht wirklich weiter zu kommen. Schließlich entdecken wir am Ende der Weide den Weg und über Stacheldraht und Brombeerranken hinweg gelangen wir wieder auf den richtigen Pfad.

Boscastle

Es geht wieder hinunter. Dann über zahlreiche Steintreppen hinauf.

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Erneut wechselt die Vegetation. Dann die nächste Landmarke vor unserem Ziel. Der Leuchtturm. Nun sind es nur noch wenige Kilometer. Schon von Ferne sehen wir den ehemaligen Hafen, welcher durch einen Sturm vor ein paar Jahren in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch in diesem Jahr hat sich das Dorf noch nicht von diesem Ereignis gänzlich erholt, so dass es nicht wirklich das Touristenherz höher schlagen lässt.

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Dafür entschädigt jedoch die Wanderung und das Cafe im Hafen.  Mit letzter Energie gelangen wir nach Boscastel und sind froh, dass wir hier den letzten Terrassenplatz im hiesigen Hafencafe erobern.

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Bei Scones and Tee und selbstgemachter Limonde erholen wir uns von der Sonne und der Hitze und beschließen lieber noch eine Limonade zu trinken und das Museum nicht zu besuchen. Ein Rezept für Scones findet Ihr unter „kulinarisches“ auf diesem Blog.

Über die Englische Höflichkeit in öffentlichen Verkehrsmitteln

Zurück geht es mit dem regulären Bus, der alle Stunde fährt. Die Rückfahrt kostet ca. 12 Euro für uns Drei.

Besonders ist hier die englische Höflichkeit in Erinnerung geblieben. Was in Deutschland schier unmöglich scheint, ist hier der Standard. Es steigen zuerst alle Personen der Reihe nach vorne beim Busfahrer aus. Erst dann steigen der Reihe nach alle ein. Jeder grüßt den Busfahrer höflich. Der Busfaher stellt die Tickets aus und berät seine Kundschaft. Wenn alle versorgt sind, geht die Fahrt los durch das Hinterland. Kleine Dörfer, einsame Höfe, viel Weidefläche…. immer wieder stoppt der Fahrer, um eines der Schulkinder an einer Kreuzung raus zu lassen. Und man mag es nicht glauben. Jedes Kind bedankt sich artig beim Fahrer, dass es mitfahren durfte.

Zur WM im Pub den Abend ausklingen lassen

Schließlich hält unser Bus auch in Tintagel in der Ortsmitte. Wir steigen mit einem Gruß aus und gehen flink zum Zeltplatz. Abendessen und Popcorn machen im Dutch Oven. Weitere Rezepte findet Ihrauf diesem Blog unter „kulinarisches“ – „Dutch Oven“

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Später ist in den Pubs Fußball angesagt. Es spielt England! Solltet ihr jemals die Chance haben in einem Pub zur WM die Engländer spielen zu sehen – lasst euch das nicht entgehen. Deutsche Fans sind dagegen eine lahme Seniorentruppe.

Morgen geht’s dann weiter in Richtung Süden. In Erinnerung bleibt für mich ein zauberhafter, atemberaubender Küstenbaschnitt, den man unbedingt gewandert sein muss.

Uns wir ebenfalls der englische Rentner mit dem Golden Retriver und dem großen Wohnmobil in Erinnerung bleiben, der uns ab und an mit einem Plausch die Zeit vertrieb, jeder Zeit eine offene Tür hatte und herzlich zu jedem Fußballspiel in seinen Wagen einlud. Von ihm haben wir auch den tollen Satz mitgenommen: „This dog is not under Control!“ Der bei uns in abgewandelter Form zum Dauerbrenner in diesem Sommer wurde.

Wenn Ihr mehr über Cornwall lesen wollt, dann folgt uns doch auf unserer Reise. Hier findet Ihr eine Übersicht unserer Reiseziele in diesem Sommer.

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