DIY – Tempomat einbauen beim Kasten

Das einzige was fehlt ist der Tempomat

Lotti ist mit ihren 17 Jahren wirklich gut ausgestattet – das einzige, was zu Schraubers Glück noch fehlt ist ein Tempomat. Frei nach dem Motto selbst ist der Mann durchstöbert er also das Sprinterforum nebst dem restlichen Internet, und kommt schon recht schnell zu dem Ergebnis, dass wir diesen ganz einfach nachrüsten können. (VW und Co hatten da eher keine Lust  oder zu wahnsinns Abwehr-Preisen)

Also bestellt der Schrauber über Ebay einen Einbausatz. Hört sich auch alles ganz einfach an. Hebel einbauen, Kabelstrang an Buchse stecken, frei schalten und fertig.

Das Märchen von der Buchse und dem Stecker

Kurz darauf kommt der Hebel hier mit zahlreichen Kabeln und Schrauben per Post an. Mein Vater ist als alter Bastler gleich dabei und so machen sich die beiden Männer im Winter dran den Tempomaten einzubauen.

Der Hebel (Design Mercedes) findet auch schnell den richtigen Platz – aber das Märchen von der Buchse und dem Stecker bleibt eins. Liebe Schrauber, beim VW LT gab es diese Buchse nie! Dies ist lediglich dem Sprinter vergönnt.

Also fangen der Schrauber und der Techniker an Kabel durch das Fahrzeug zu ziehen und vertängeln diese fachgerecht.

Nach einem Tag Bastelei ist das Werk vollbracht!

Ganz ehrlich – ich habe keine Ahnung, was die Zwei so rauchen, während sie basteln – hauptsache glücklich 😉

Jetzt nur noch frei schalten.

Der erste Weg führt zu unseren beiden Werkstätten hier im Ort. Diesen mangelt es jedoch an der richtigen Software. Also kontalktieren wir die VW-Händler im Umkreis. Von diversen Werkstätten kommt gar keine Rückmeldung – die halten unsere Anfrage schlicht für einen Scherz. Die VW Werkstatt in Alzey ruft glatte 300 Euro für das Freischalten auf (sie müssten ja auch die Kabel alle überprüfen). Die Werkstatt in Egelsbach ist mit knapp 70 Euro moderat dabei, dafür braucht man aber vier Wochen im Voraus einen Termin und wir fahren zudem noch 70 km.

Über das Kastenwagenforum erhalte ich den Tipp mal im VCDS-Forum nachzufragen, ob uns da jemand weiter helfen kann. Ich schreibe die Mitglieder in unserer Nähe an und ja, es meldet sich ziemlich schnell Andi zurück. Gleich am nächsten Abend fahren wir mit unserer Lotti hin.

Wenn es denn so einfach wäre….

Motiviert holt Andi den Laptop, will gerade den Diagnosestecker anschließen und stutzt…. unser VW-LT hat tatsächlich einen runden Stecker aus dem Hause Mercedes. Somit wird es heute nichts mit der Freischaltung. Mit Andis Hilfe finden wir den passenden Adapter und bestellen diesen wie immer über das Netz.

Eine Woche später ist der Stecker da und wir vereinbaren einen neuen Termin mit Andi. Die meiste Zeit nahm bei diesem Termin das Hochfahren des Laptops in Anspruch. Stecker eingestöpselt – Freischaltcode 11463 eingegeben (bei alten Diagnosegeräten Kanal 6 von 255 auf 1 setze) nund freuen!

Wir haben Tempomat!!! –  und das  für umgerechnet 170 Euro, einer Bastelstunde unter Männern, und einem neuen Kontakt im Nachbarort.

 

 

Tipps für mollig warme Nächte

Mollig warm auch bei Minusgraden

Wer mit Kindern in der Natur unterwegs ist, kommt nicht umhin, einen guten Schlafsack zu kaufen, welcher im Zweifel lieber etwas wärmer sein darf. Da wir gerne draußen schlafen und Sterne schauen und es natürlich auch auf diversen Expeditionen im Zelt schon einmal etwas kühler werden kann, war für uns klar, dass ein Schlafsack her muss, der auch Minusgraden stand hält.

Nach langem Suchen haben wir ihn gefunden. Den Lieblingsschlafsack unseres Sohnes, den er nicht mehr her geben möchte.

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Doch ein warmer Schlafsack alleine sorgt nicht für warme Nächte. Hier ein paar Tipps, wie Ihr gut durch die kälteste Nacht kommt.

Den Lagerplatz vorbereiten

Im Winter ist es besonders wichtig den Schafplatz gut vorzubereiten. Neben einer guten Isomatte (keine Luftmatratze – die hält keine Bodenkälte ab) kann es sinnvoll sein zur weiteren Isolation ein Unterbett aus trockenen Blättern zu bauen. Diese bilden eine zusätzliche Luftschicht und können ein wenig isolieren. Als Isomatte haben sich in den letzten Jahren selbstaufblasende Matten am Markt durchgesetzt. Ich bin kein Fan von diesen Matten, da sie gerade im Outdoorbereich schnell Löcher bekommen, die Luft verlieren und dann keinerlei Schlafkomfort mehr vorhanden ist. Für Outdoorabenteuer nehme ich seit Jahrzehnten meine rollbare Isomatte aus dem Hause Therm a Rest mit. Auch als schwerer Mensch liege ich auf der Therm a Rest Ridgerest  ausgesprochen weich. Wer sich eine solche Matte zulegen will, muss auf die unterschiedlichen Dicken und Isolierungen achten. Diese reichen von Sommer- bis Wintergeeignet. Die Investition in die wärmere Isomatte ist auf jeden Fall ein lohnendes Invest.

Vor Feuchtigkeit schützen

Gerade im Herbst oder auch bei romantischen Schlafplätzen am See oder Meer ist Feuchtigkeit ein Thema. Diese kondensiert häufig am Schlafsack, so dass dieser unnötig nass wird und somit Wärmeleistung einbüßen kann. Selbst im Zelt ist man manchmal nicht vor der feuchten Luft geschützt. Daher nehme ich gerne eine Kothenplane, eine Wolldecke oder eine Erste-Hilfe-Decke mit, um diese über den Schlafsack zu legen. Gerade die Erste-Hilfe-Decken sorgen für eine zusätzliche Isolation und schützen auch vor Wind.

Sonne speichern

Wenn Ihr die Möglichkeit habt, und es tagsüber noch schön warm ist, dann legt den Schlafsack in die Sonne, damit er trocknen und sich aufwärmen kann. Schließt ihn dann zu und legt ihn klein zusammen, damit sich die Wärme gut hält und die kühle, feuchte Nachtluft nicht hinein kann. Faltet den Schlafsack erst unmittelbar vor dem Schlafen auseinander und krabbelt schnell hinein.

Den Körper auf trab bringen

Der Schlafsack kann alleine nicht wärmen, sondern nur die Wärme speichern, welche der Schläfer abgibt. Daher solltet Ihr vor dem Schlafen noch einmal ein – zwei Runden um den Schlafplatz rennen, damit der Körper schön warm ist. Insbesondere Hände und Füße sollten noch einmal gut durchblutet werden.

unbedingt die Wäsche wechseln

Die Unterwäsche (Hemd, Hose, Socken) nehmen tagsüber unsere Körperfeuchtigkeit auf. Nachts führt die Feuchtigkeit (auch, wenn sie von uns nicht wahr genommen wird) dazu, dass der Körper auskühlt. Daher ist es wichtig (auch, wenn es super hart ist bei -10 Grad) vor dem Schlafen die Unterwäsche gegen einen frischen, trockenen Satz zu wechseln.

Die gute alte Schlafmütze

Oft belächelt, aber bei kälteren Temperaturen unerlässlich. Der größte Teil der Wärme geht tatsächlich über den Kopf weg. Daher ist es eine gute Idee nachts eine leichte Mütze anzuziehen.

Trinkflasche = Wärmflasche

Wer oft über kalte Füße klagt kann z. B. seine Trinkflasche abends noch einmal mit heißen Tee auffüllen und sie unten in den Schlafsack packen. Ich habe eine SIGG-Flasche mit Schaumstoffhülle – so ist die Flasche nicht zu hart und man kann sich nicht verbrennen.
ACHTUNG: Niemals nie Handwärmer auf Basis von Benzin oder Brennstäben zum Wärmen in den Schlafsack nehmen. Der Schlafsack wird in der Regel nicht abbrenne, es besteht jedoch sehr große Gefahr des Erstickens durch Einatmen von Kohlenmonoxid.

Ein perfekter Start in den Tag

Ich bin eine echte Frostbeule. Bis hierher habe ich die Nacht in der Regel überstanden – aber das aufstehen, am nächsten Morgen… um so schlimmer, wenn auch noch der Drachenatem zu sehen ist. Brrrrrr. Aber wer vorsorgt hat es leichter – die Unterwäsche haben wir ja bereits am Abend ersetzt, somit muss nur die Tageswäsche angewärmt sein. Ich packe mir in der Regel ein T-Shirt und die zweite Schicht in den Schlafsack hinein. So sind diese morgens auch schön warm.

Ich hoffe, dass Ihr wieder ein paar Ideen mitnehmen konntet und würde mich natürlich freuen, wenn Ihr meine Seite teilt und mir Eure Erfahrungen mitteilt.

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Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

Kurztrip in die Eifel – Teil III

Heute früh werden wir vom Zwitschern der Vögel geweckt. Der Blick nach draußen gibt ein grünes Blätterdach frei. Nach einem leckeren Frühstück geht es weiter in Richtung Monschau.

Parken kann man hier mit dem Kasten auf dem Stellplatz am Schwimmbad. Die Stunde kostet 2 Euro. Tagesticket liegt bei 8 Euro. Es gibt Strom und Abwasser kann entsorgt werden. Gegen weitere 5 Euro Aufschlag darf man hier auf 4 Stellplätzen übernachten. Für den Weg in die Altstadt eine gute Ausgangsbasis – ansonsten liegt der Parkplatz an einer Hauptstraße und ist sicherlich auch nachts nicht besonders ruhig. Wir starten hier unsere Entdeckunsgsrunde und freuen uns riesig, dass ein Niederländer früher abreist als geplant und uns sein Parkticket bis zum frühen Nachmittag schenkt.

Monschau – hier steht die Zeit still

Die Altstadt erreicht man über einen Fußweg entlang des Berges bis runter zum Bach. Hier läuft man vorbei an einer Halle mit allerlei Kuriositäten, welche mich schon nach fünf Minuten erschlagen. Neben einem Handwerkermarkt gibt es eine Modellbahnausstellung, eine Sandskulpturenausstellung, ein Geschäft in dem der Modellbauliebhaber allerhand erstehen kann und eine Glasbläserei. Alles auf engem Raum präsentiert und im Charme der 70er Jahre.

Hier findet man in Sichtweite auch eine alte Brauerei mit einem Brauereimuseum. Die Brauerei ist selbst nicht mehr in Betrieb. Auch diese Attraktion lassen wir liegen, da wir Brauereien zu Genüge kennen und unser Ziel eher die Altstadt ist.

Die Altstadt ist wirklich zauberhaft schön, wenn man nur von der Bausubstanz und der eigenwilligen Lage der Stadt am Hang spricht.

Es lohnt sich morgens sehr früh vor Ort zu sein und in Ruhe durch die kleinen Gassen zu streifen. Ab 10:00 Uhr füllt sich die Stadt mit Touristen und im nu ist jedes Cafe an den größeren Plätzen belegt. Einheimische kann man so gut wie gar nicht antreffen, es sei denn sie betreiben eines der zahlreichen Cafes oder Souveniergeschäfte.

In Souveniergeschäfte haben sich irgendwie die Restbestände aus allen Souvenierläden in ganz Deutschland angesammelt. Eine besondere Vorliebe haben die Monschauer derzeit wohl für Plastikbadeenten in allen Varianten. Eine eigene Kreation an Souveniers haben sie irgendwie nicht vorzuweisen.

Neben den Souveniergeschäften gibt es keine richtige Infrastruktur, welche zum shoppen einläd. Häufig zu finden sind Antikquitätengeschäfte in denen die Monschauer alles zusammen tragen, was sie wohl auf dem Dachboden finden können. Wir treffen auf eine alte eingesessene Pafümerie. Die Ware wird auch hier im Look der 70er Jahre im Schaufenster gestapelt. Auch drinnen steht die Zeit still. Wir stolpern durch Zufall rein, da es hier tatsächlich noch das gute Tabac Original und 4711 kölnisch Wasser gibt und wir unserm Sohn dieses Geruchserlebnis nicht vorenthalten wollen.

Sicher interessant sind das rote Haus und die Burg. Wir sehen uns diese heute nicht an, da das Wetter zu schön ist und wir noch weiter fahren wollen.

Die Senfmühle

Ein kurzer Abstecher führt uns noch vorbei zur Senfmühle. Hier füllen wir den Einkaufskorb mit diversen Allerlei. Leider ist auch die Senfmühle mittlerweile touristisch voll erschlossen und ganze Busladungen aus dem Rhein-Main mit Touris werden hier angekarrt.

Abfahrt zum Nachtquartier

Da wir auf die Menschemassen so gar keine Lust haben, fahren wir also weiter zu unserem Nachtquartier. Wir habe uns in Simmerath das Seeufer als Standort ausgesucht. Hier gibt es neben dem Stellplatz die Möglichkeit auch den Badestrand zu nutzen. Leider ist der Stellplatz aber schon am frühen Nachmittag mit weißen Riesen voll belegt und den letzten Stellplatz verteidigt eine alte Dame mit dem Argument, dass sie ihre Markise ausrollen wolle… also fahren wir weiter.

Eine Nacht am See

Wir irren noch ein wenig durch den Ort und versuchen den heimischen Campingplatz zu finden. Dieser ist aber eher für Dauercamper ausgelegt und für unseren Geschmack viel zu groß. Wir fahren also weiter und überlegen uns noch einmal am Badestrand vorbei zu schauen, als wir uns in einer Sackgasse wieder finden. Und man mag es nicht glauben – hier gibt es tatsächlich Stellplätze für Womos. Mit 8 Euro die Nacht sind wir dabei und sind keine 20 Meter vom See entfernt. Lediglich ein paar Sträucher trennen uns von dem Wasser.


Den Tag genießen wir im und am See in der Sonne und schauen den zahlreichen Seglern, Ausflugsschiffen und Kanufahrern zu.

Bei einer Runde Karten und einem leckeren Ingwerbier lassen wir den Abend dann ausklingen.

Ein wirklich schönes, ruhiges Plätzchen.

Hier endet dann auch unsere kleine Tour durch die Eifel, denn am nächsten Morgen geht es dann wieder nach Hause.

Ihr möchtet mehr über die Eifel lesen? Wirklich zauberhafte Orte gibt es im Nationalpark.
Kurztrip in die Eifel II – wilder Weg und wilder Kermeter

Kurztrip in die Eifel I – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Wilder Kermeter und Wilder Weg

Kurztrip in die Eifel – Teil II

Heute morgen erwachen wir zwischen alten Apfelbäumen mit Blick auf den Vulkan im schönen Wershofen.

Nach einem leckeren Frühstück bei unseren Freunden auf dem Hof starten wir zum nächsten Ziel, welches ich mir zum bevorstehenden Muttertag aussuchen durfte. Dem wilden Weg im Nationalpark Eifel.

Wilder Weg – ein Urwald entsteht

Nach großem Protest von Herrn Sohn und einem weiteren Versuch vom Schrauber das Reiseziel zu ändern, kommen wir eine knappe Stunde später am Zielparkplatz an. Hier zeigt sich der Nationalpark von seiner wilden und Familien freundlichsten Seite. Vor uns liegen knapp 9,7 km leicht begehbarer, spannender und unterhaltsamer Wanderweg, welche komplett barrierefrei geplant wurde und sogar für Rolli-Fahrer nutzbar ist.

Wir laufen zuerst den Wilden Weg, welcher bereits nach den ersten 50 Metern volle Zustimmung von allen Familienmitgliedern erhält.

Über einen breiten Holzsteg lassen sich mit Hilfe von verschiedenen Anschauungsmaterialien Informationen über den Urwald sammeln. Alle Themen gibt es zum Anfassen, hören und in einfacher Sprache. Gut gestaltete Tafeln und Audiobeiträge lassen keine lange Weile aufkommen.


Es gibt Orte zum Verweilen, zahlreiche Liegeplätze und hinter wirklich jeder weiteren Wegbiegung bietet sich eine neue Überraschung. Das Highlight bildet am Ende der Kletter-Trail. Herr Sohn läuf diesen heute gleich drei Mal. Rollstuhlfahrer können unter den Kletterstämmen her fahren.

Wilder Kermeter ganz zahm

Dem Wilden Weg schließt sich der wilde Kermeter an. Neben dem breiten befestigten Sandweg kann man parallel einen gewachsenen Waldweg entlang wandern. Auch hier gibt es viele tolle Informationen zum Wald und dem Rursee. Das Highlight hier ist der Aussichtspunkt Kermeter mit einem tollen Blick über einen Teil des Sees.

Hier oben bietet es sich an bei einem Picknick zu verweilen. Es gibt mehrere große Tische. Zurück geht es dann stetig Berg auf durch den Urwald. Auch hier lässt sich wieder einiges entdecken.

Wir geben diesem Wanderweg 5*****. Ein tolller Ort für Jung und Alt, den man mit viel Muße auf sich wirken lassen sollte.

Übernachtet haben wir ganz in der Nähe…..

Mehr zu lesen gibt es hier:

Kurztrip in die Eifel – Nürburgring

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Kurztrip in die Eifel – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Teil I

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?
Also packen wir unsere Lotti und machen uns an diesem langen Wochenende auf und erkunden die Eifel. Da heute Vatertag ist, darf der Schrauber bestimmen, wo er hin möchte…

24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring

Klar, Männer und Autos gehören irgendwie zusammen. Also ist das erste Ziel der Nürburgring. Schon bei der Anfahrt wird klar, was für ein Zirkus. Kilometer weit vor dem eigentlichen Ziel:  Campingplätze und Wohnmobilisten so weit das Auge reicht zwischen riesigen Zeltburgen. Eine riesen Party!

Da wir nur ein wenig Schnuppern wollen, wählen wir zum Parken das Industriegebiet an der Nordschleife und laufen ca. drei Kilometer zur Rennstrecke. Alleine das Industriegebiet ist es wert besichtigt zu werden. Hier sind so ziemlich alle Firmen vertreten, welche in irgendeiner Art und Weise Aktien im Rennzirkus haben. Somit sind die collsten Fahrzeuge zu sehen – für unseren Sohn ein echtes High Light.

Über einen Feldweg, durchs Fahrerlager gelangen wir schließlich an die Rennstrecke und auf den Parkplatz der etwas anderen Art.

Hier muss jemand seinen Clio genauso lieben wie ich meinen damals geliebt habe – leider bin ich nicht auf die Idee gekommen ihn beim Autorennen zu opfern…

… und auch Blondinen können mit diversen Hilfsmitteln so ein Rennen bewältigen 😉

Boxenstop im Devil´s

Den Besuch vor Ort beenden wir mit einem kurzen Pit Stop in Devil´s Diner. Ein Restaurant im amerikanischen Look mit wirklich guten Essen, zu einem ertäglichen Preis-Leistungs-Verhältnis, direkt mit Blick auf die Rennstrecke.

Übernachten werden wir heute Nacht bei Freunden in der Eifel. Hier dürfen wir zwischen alten Apfelbäumen mit Blick auf den Vulkan parken. Nach sehr sehr guten Essen im heimischen Landgasthof Pfahl   lassen wir den Abend bei selbst gebrannten Calvados und Kräuterlikör auf der Terrasse ausklingen.

Mehr lesen könnt Ihr hier:

Kurztrip in die Eifel – Wilder Weg und Wilder Kermeter

Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

 

Landvergnügen…

Gerade per Post angekommen – der neue Stellplatzführer für das Jahr 2018.

Mit der gekauften Vignette kann man für 24 Stunden kostenlos bei einem Gastgeber stehen. Gastgeber sind in der Regel landwirtschaftliche Betriebe.

Ich bin schon sehr gespannt, was uns alles erwartet und werde in der Rubrik Schöne Orte / Zeltplätze in den kommenden Wochen berichten.

DIY – Papiergirlande basteln

Kleine Bastelei für Zwischendurch

Für mich gehört zum richtigen Urlaubsfeeing einfach eine Girlande. Da wir im Wagen vermehrt Kreise vorfinden, habe ich das Thema auch bei der Girlande aufgegriffen. Eine kleine Bastelei für Zwischendurch.

Zutaten:

festes Papier
Schere
Nähmaschine
Kreisvorlage (Becher oder ähnliches) alternativ Zirkel oder Kreisschneider

Und so wirds gemacht:

  1. Kreise ausschneiden
  2. Kreise nach Gefallen sortieren
  3. mit einem großen geraden Stich mit der Nähmaschine zusammen nähen
  4. aufhängen
  5. freuen!

Zeitaufwand ca. eine Stunde. Ich finde eine schnelle und preiswerte Methode, um den Kasten oder auch eine Party zu dekorieren.

Ich freue mich wie immer über Eure Kommentare unter dem Beitrag!

Mehr  DIY-Ideen rund um den Kastenwagen erhaltet Ihr in der Rubrik Pimp my Womo. Hier erfahrt Ihr, wie ich die Küche neu eingekleidet und den Thermovorhang genäht habe. Zudem macht der neue Teppich unsere Lotti jetzt richtig gemütlich.

Eure Alexandra

Die erste Nacht im mobilen Heim

Die erste Nacht…

…ist ja immer etwas besonderes, ganz egal ob im neuen Haus oder im mobilen Heim. Alles ist neu und noch ungewohnt.

Wir nutzen die Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert für einen ersten kleinen Ausflug und zum Probeschlafen. Unsere erste Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz vor dem Vereinsheim des Fußballvereins in Taunusstein.

Können wir hier stehen bleiben?

Ein wirklich netter Platz, da direkt angrenzend ein schöner Wanderweg zur Aar-Quelle los geht. Es gibt eine große Spielwiese mit Trimmdichgeräten und Schaukeln.

Klein aber oho!

Unsere Lotti ist klein, aber auf den 5,5 Metern Länge und 1,95 Metern Breite ist wirklich an alles gedacht worden. Schnell ist für Herrn Sohn das Bett aus dem hinteren Sitzplatz umgebaut. Ein Topper und ein Kuschellaken sorgen für den nötigen Schlafkomfort. Wir haben uns entschieden die Schlafsäcke mitzunehmen. So kann man bei schönem Wetter auch mal draußen schlafen oder gut eingepackt länger am Lagerfeuer sitzen. Zudem müssen wir so nicht immer die Bettdecken hin und her schleppen.

Schlafplatz von Herrn Sohn

Schlafen auf zwei Ebenen

Wir Eltern schlafen in der zweiten Etage. Das Hubbett muss nur herunter gezogen werden. Auf einer Fläche von 2 Metern x 1,54 Metern haben wir auch als große Personen ausreichend Platz. Durch das große HEKI können wir heute Nacht sogar die Sterne beobachten. Oh wie romantisch!

Während die Männer nach drei Minuten eingeschlafen sind, liege ich wach und versuche die unterschiedlichen Geräusche zuzuordnen. Noch blubbert der Kühlschrank und natürlich macht man sich als KAWA-Neuling so seine Gedanken über offene Fenster, Regen, seine Mitmenschen außerhalb des Fahrzeugs….

Der Morgen danach

Während Herr Sohn hervorragend geschlafen hat, muss sich der Schrauber noch an die neue Matratze gewöhnen. Ich habe eher kein Auge zu gemacht, freue mich jetzt aber total auf das Frühstück. Der Kühlschrank läuft immer noch (es scheint also zu stimmen, dass wir halbwegs autark sind). Und nun das Beste… Knopf drücken und Feuer an! Ich muss nicht mehr wie beim Zelten Feuer mittels Kohle oder Holz machen und kann ganz gemütlich im stehen das Frühstück zubereiten. Alles hat hier seinen Platz und muss nicht erst in einer großen Kiste gesucht werden.

Das untere Bett ist schnell wieder zurück gebaut und schon sitzen der Schrauber und Herr Sohn am Frühstückstisch. Aus dem Radio tönt leise Musik, die Sonne scheint herein, der Kaffee duftet… was für ein toller Morgen!

Mhhhh, lecker Frühstück

Wir haben die Haarbürste vergessen

Wie man unschwer erkennen kann, haben wir tatsächlich etwas vergessen einzupacken….

schön kuschelig hier

nicht wirklich schlimm, denn auf dem Waldspaziergang sieht uns keiner und dann sind wir ja am Nachmittag auch schon wieder zurück von unserem kleinen Ausflug.

Fazit: Die erste Nacht war ganz ok, aber es bedarf jetzt doch noch ein wenig Feintuning rund ums Fahrzeug und der Ausstattung. Eins steht jedoch fest – schnell geht im Kasten mal gar nichts. Das Tempo wird drastisch gedrosselt – dafür steigt aber die Qualitätszeit und Nähe zur Familie ungemein.

Es geht los! – Die erste Ausfahrt!

Es geht endlich los!

Nach langem schrauben, lackieren, abdichten und dekorieren geht es nun endlich los!

Die erste Ausfahrt ist für diesen Freitag mit Übernachtung geplant. Wir haben eine Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert. Hier bietet es sich ja förmlich an, nach einem zauberhaften Abend einfach direkt ins Bett zu fallen.

Darfs ein bisschen mehr sein?

Ja, es darf ein bisschen mehr sein! Nachdem ich eifrig alles eingepackt habe, was man so standardmäßig benötigt, es auch geschafft habe das Wasser nachzufüllen, den Boiler zum laufen zu bekommen und der Kühlschrank brummt, fahre ich schnell zum Landhandel und lass uns wiegen. Seit Tagen mein großer Alptraum, dass wir mit der Zuladung nicht hin kommen und Biotuning betreiben müssen.
Das Ergebnis 3,017 t. Wunderbar! Ich rechne noch großzügig die Töpfe, den Grill, die Beifahrer, 20 kg je Person Gepäck, die Fahrräder, eine weitere Gasflasche drauf und habe noch satte 54kg Luft. Perfekt!

Alles einsteigen!

17:00 Uhr – alles einsteigen! (Katze wieder raus setzen) Türen schließen! Los gehts!

Alles startklar

So weit läuft die Fahrt auch ganz hervorragend. Lotti schafft 120 km/h spielend. Die Fahrgeräusche sind ein wenig gewöhnungsbedürftig und an der einen oder anderen Stelle müssen wohl noch ein paar Filzpuffer angebracht werden. Auch die Weingläser klappern noch verdächtig. Handtücher schaffen hier erst einmal Abhilfe.

Das Navi haben wir vom Vorbesitzer übernommen – die Wegführung sehr kreativ! Da wird sich wohl noch mal jemand mit der Einrichtung beschäftigen müssen. Anstelle den komfortablen Weg um Wiesbaden herum, werden wir zur Hauptverkehrszeit mitten durch die Stadt gelotst und dann über den Neroberg über den Taunuskamm dem Ziel entgegen.

Oh Schreck – der Turbolader ist defekt!

Den Neroberg meistert Lotti noch sehr gut, doch auf dem dann folgenden Stück verliert sie schlagartig an Geschwindigkeit.  Da hilft kein Schalten – es tut sich einfach nichts – Wir halten nach Rauch und nem qualmenden Motor ausschau – nix – aber auch keine Reaktion auf irgendwas *peinlich* … wenn man sich mit 30km/h die Hühnerleiter hoch kämpft und 10 Minuten lang erschrocken glaubt, dass der Turbolader den Geist aufgegeben hat….

Dann aber die Erleichterung, als bergab das Fahrzeug wieder das macht, was es soll. Resümee dieses Erlebnisses: Weltreise ja, aber nicht über die Alpen 😉

Das Konzert war hervorragend! Und müde kippen wir einfach an Ort und Stelle ins Bett. Mittlerweile haben wir auch raus, wie man den Schlafplatz von Herrn Sohn rasch umbaut.

Schlafplatz von Herrn Sohn

Der Platz neben dem Bett ausreichend, um sich umzuziehen und aneinander vorbei zu bewegen.Wir krabbeln oben ins Bett und es dauert keine drei Minuten und ich höre ein gleichmäßiges, zufriedenes Schnarchen von meinen beiden Lieben.

Wie unsere erste Nacht war, erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

Dachschaden beseitigen – neue Dichtung für den Kasten

Leider hatten wir im Winter einen Wassereinbruch. Die Dichtung zwischen Karosserie und GFK-Dach war im Laufe der Jahre porös geworden. Bei dem Dauerregen Ende 2017 nicht wirklich toll. Somit haben wir als Kastenneulinge gleich eine neue Herausforderung, der wir uns stellen müssen.

Dank Kastenwagenforum haben wir schnell alle Tipps beisammen – hier unsere Erfahrungen mit DIY-Anleitung.

Arbeitsmaterialien

  • Teppichmesser, Dremel, scharfe Werkzeuge – wir haben kleine Messer mit verschiedenen Formen zur Holzbearbeitung genommen
  • Gutes glattes Abklebband, welches auch nach ein paar Tagen noch ab geht
  • Sika Primer oder Waschbenzin – es muss halt entfetten
  • Sika flex 221i
  • Sika Glättmittel + kleine Schüssel
  • Einmalhandschuhe im 100er Pack
  • festeres Plastik zum Abziehen
  • Holzspatel vom Hausarzt zum abziehen
  • Küchenrolle zum abwischen
  • Leiter oder Gerüst oder irgend etwas anderes, um einen guten Stand in entsprechender Arbeitshöhe zu haben
  • Einen starken Mann

Alles muss raus

Vorne weg – diese Arbeit macht nicht wirklich Freude und man kann getrost mehrere Stunden einplanen. Am besten verteilt man diese auf mehrere lange Abende, um die Motivation ein wenig zu halten. Vermutlich wird dem eher normal trainierten Menschen nach jedem Abend so ziemlich jeder mögliche und unmögliche Muskel weh tun – aber es ist schaffbar!!!

Mittels Dremel, Teppichmesser und was ihr halt noch so findet, versucht Ihr die alte Dichtmasse so gut es geht heraus zu bekommen. Wie so oft sind leider 98% so fest, dass man manchmal glaubt, den Kampf zu verlieren. Bleibt dran – es nützt alles nichts – das alte Zeug muss raus. Stückeln hilft nicht – schließlich wollt ihr ja nicht in einem Jahr wieder anfangen.

Ein Glück hat der Schrauber bei uns die Nerven für derartige brachiale Arbeiten und widmet sich voller Hingabe begleitet von diversen Schimpfwörtern und Flüchen dieser Arbeit.

Nach nur drei Abenden hat er es aber geschafft und die Masse ist weitestgehend raus. So richtig sauber bekommt man die Rinne jedoch nie.

Arbeitsvorbereitung

Jetzt kommt mein Einsatz – bevor es mit dem SIKA weiter geht reinige ich die Rinne mit Benzin. Die neue Dichtmasse braucht eine gute Angriffsfläche.

Danach klebe ich mit einem breiten Klebeband aus dem Hause Tesa die Kanten ab, an denen die neue Dichtung lang laufen soll. Ich habe das ganz glatte Klebeband genommen, welches man in der Malerabteilung erwerben kann. Das Band ist stabil genug, um später ohne Probleme wieder abgezogen zu werden. Achtet hier auf Qualität, das spart Euch viel Ärger.

abgeklebte Rinne

 

Klebt immer Stück für Stück und nicht in einem durch. Wenn ihr das Band mit der noch nassen Dichtmasse abzieht, müsst ihr es nicht zwischendurch abreißen. Das erspart Euch einige Manscherei. Sika ist einfach nur klebrig und eine Kombi aus altem Kaugummi und Zahnpasta. Ihr seid froh, wenn das Zeug nur da drauf kommt, wo es hin soll.

Als nächstes schneidet Ihr Euch passendes Abziehwerkzeug zurecht. Hierzu könnt Ihr entweder ein festeres Kunststoff z. B. aus einer Lebensmittelverpackung oder Holzspatel vom Hausarzt verwenden. Schneidet Euch gleich mehrere Abzieher zurecht. Ihr könnt diese nur schwer reinigen, so dass es einfacher ist alle paar Meter einen neuen zur Hand zu haben.

Daneben braucht Ihr jetzt noch unenedlich viele Handschuhe – legt sie am besten ganz in Eure Nähe. Die Handschuhe werdet Ihr häufiger tauschen, um die Dichtmasse nicht an ungewollte Orte zu verteilen. Dazu noch Küchenrolle um ggf. daneben gelaufenes Sika direkt zu entfernen.

SIKA-Wetter – Jetzt geht´s los!

Jetzt kann es endlich los gehen. Das Wetter ist gut, die Temperaturen auch nachts über 5 Grad. Ihr seid ausgeschlafen und hoch motiviert und alle Arbeitsmittel liegen griffbereit….

Mein Papa hat mir die Tage noch diese Düse mit Gelenk zugeschickt. Tolle Erfindung. Trägt ungemein zu einer halbwegs komfortablen Arbeitshaltung bei.

Ich arbeite mich Meterweise vorwärts – eben so weit es mit den Paletten unter mir möglich ist. Ihr zieht dann auch direkt die Masse mit dem Spatel ab und formt grob die neue Rinne vor. So lange die SIKA Masse noch feucht ist, solltet Ihr dann auch mit dem SIKA-Glättmittel nacharbeiten. Ich habe den Fehler gemacht und mich erst ums halbe Auto gearbeitet, bevor ich angefangen habe die Masse zu glätten. Da hatte die Masse leider schon angezogen. Daher also auch relativ schnell das Klebeband entfernen. Nach dem Abziehen des Klebebands habe ich noch einmal mit dem Glättmittel die Kanten „angedrückt“.

Bitte immer die Handschuhe anziehen! Das Zeug geht von den Händen wirklich nur schwer wieder ab.

Weiter gehts – Palette schieben – Masse einsprühen – abziehen – glätten – Klebeband entfernen – noch mal glätten  – Palette schieben – Masse einsprühen – abziehen – glätten –  Klebeband entfernen ……

Nach 10 Metern fällt mir die Hand ab und ich bekomme die Kartusche kaum noch gedrückt. Daher muss also der starke Mann für die letzten zwei Meter her ;o)

Nach dem Abziehen sieht das Ergebnis dann so aus. Ich finde es ist ganz gut geworden.

Jetzt können wir nur hoffen, dass es auch wirklich dicht ist. Je nach Temperatur braucht SIKA  Drei bis fünf Tage zum aushärten. Am Wochenende werden wir dann mal den Test wagen.

Feinschliff zum Schluß

Malen nach Zahlen hat sich in diesem Fall bewährt. Herr Sohn ist mit seine 10 Jahren somit in der Lage die Kante der Rinne noch einmal mit Lack nachzuarbeiten und so vor Rost zu schützen. Die Rinne haben wir vorher auf Rost geprüft und entsprechend behandelt. Hier geht es nur noch um die Optik.

Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig mit diesem Beitrag weiter helfen. Die Arbeiten sind echt anstrengend, aber kein Hexenwerk. Fangt einfach an.

Wenn es Euch gefalle hat, dann freue ich mich über Eure Kommentare!

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