Entrecôte mit Ziegenkäse auf fruchtigem Salat mit Himbeerdressing

Schnelle Herbstküche!

Quality-time-for.me bedeutet für mich auch im Alltag gutes Essen ohne viel Aufwand und Tamtam. Da darf es auch gerne mal schneller gehen. Schließlich hat man neben Job und Familie nicht ewig Zeit und Lust sich in der Küche zu verewigen. Aktuell bin ich Strohwitwe – somit sinkt die Motivation etwas Richtiges zu kochen noch ein wenig mehr gegen null. Aber immer nur Brot ist auch langweilig.
Daher hier mal ein leckeres Abendessen mit den Dingen, die ich so in Haus und Garten finden konnte. Heraus gekommen ist ein Entrecôte mit Ziegenkäse auf fruchtigem Salat mit Himbeerdressing.
Zubereitungsdauer 15 Minuten.
Wie immer ein live Bild aus dem echten Leben ohne Fooddesign.

Entrecôte mit Ziegenkäse auf fruchtigem Salat mit Himbeerdressing

Zutaten:

 
  • Gebratenes karamellisiertes Entrecôte oder ein anderes schönes Stück vom Rind (nach dem Braten mit frischen schwarzen Pfeffer würzen),
  • Ziegenkäse mit Honig in Sesam gerollt und kurz angebraten,
  • Salat bestehend aus Spinat-, Rucola- und Rote Beete- Blättern (gibt es bereits fertig zu kaufen, wenn man nur kleine Mengen braucht und kein Markt in Reichweite ist),
  • Feigen  & Birnen
  • frischen Basilikum
  • rote Kresse
  • Dazu ein frisches, fruchtiges Dressing aus Himbeeren.
 
Lasst es Euch schmecken!
Über Kommentare freue ich mich natürlich wie immer.

Apfelglück mit Döppekooche – Eifelleben

Apfelglück mit Döppekooche

Dieses Wochenende steht bei Freunden die Apfelernte auf dem Programm. Getreu dem Motto „Viele Hände, schnelles Ende“ packen wir zwei Tage mit an und helfen bei der Ernte und der anschließenden Verarbeitung.

Erst einmal die Äpfel für das Apfelmus ernten.

Wer den ganzen Tag an der frischen Luft arbeitet, braucht natürlich auch eine kleine Stärkung zur Mittagszeit. Was gibt es da besseres als bodenständige Hausmannskost, welche sich auch noch gut vorbereiten lässt und es auch nicht zu übel nimmt, wenn die Erntehelfer nicht pünktlich am Tisch sitzen? Wir werden von unseren Freunden mit Döppekooche aus dem gusseisernen Topf verwöhnt.

Dazu gibt es natürlich selbst gemachten Apfelmus von den eigenen Bäumen. Einfach kann sooooo gut sein. Der Döppekooche wird mit Sicherheit einer meiner Favoriten werden, zumal er sich auch problemlos mit dem Dutch Oven zu breiten lässt.

Etwas farblos aber super lecker!

Zutaten für Döppekooche

Im Prinzip ist der Döppekooche nichts anderes als Reibekuchen für Faule und die Herstellung des Teigs ist identisch. Für 4 Portionen benötigt man:

2500 g Kartoffeln
3 Zwiebeln
3 Eier
250 g durchwachsenen Speck oder Blutwurst
Salz & Pfeffer
Öl

Zubereitung Döppekooche

Die rohen Kartoffeln nicht zu fein reiben und eine Weile austropfen lassen. Dann die Masse mit den geriebenen Zwiebeln, den Eiern, Speck, Salz und Pfeffer verrühren.

Den Topf ordentlich einölen und die Masse hinein geben.

Das Ganze dann ca. 2-3 Stunden bei 220 Grad im Backofen stehen lassen, bis die Masse am Boden und an den Wänden braun ansetzt und sich eine Kruste bildet. Nach ca. einer Stunde den Deckel vom Topf nehmen, damit sich auch oben eine schöne Kruste bilden kann.

Dazu gibt es ganz Rheinländisch Rübenkraut oder selbst gemachtes Apfelmus.

Lasst es Euch schmecken!

 

Packliste für den Kasten

Packliste für den Kasten

Obgleich wir schon Campingerfahrung mit dem Zelt haben, stellte sich auch bei uns die Frage, was eigentlich alles mit muss. Hier mal unsere Packliste für zwei Erwachsene und ein Kind. In der Regel ist der Wagen immer so gepackt. Wir laden jedes Mal lediglich Anziehsachen und frische Lebensmittel ein.

Rund ums Fahrzeug

Wasser

Strom

  • Adapter Kasten auf Stromleitung
  • Adapter Stromleitung auf Zapfsäule
  • langes Stromkabel
  • Adapter für 12 V Steckdose mit diversen Steckern für Handy, Tablet und Co
  • Netzteil für Laptop, wenn er denn dabei ist. Normal bleibt der zu Hause
  • Powerbank

Sicherheit

Kochen

Wir kochen auch gerne mal auf dem Lagerfeuer, weswegen wir gusseisernes Kochgeschirr mitnehmen. Besonders lieben wir unseren Dutch Oven, den wir aber nicht immer auf dem offenen Feuer z. B. auf dem Campingplatz betreiben dürfen. Somit müssen wir über die Brikett Variante ausweichen. Wer also nicht grillen möchte, tauscht den Dutch Oven und die gusseisernen Töpfe und Pfanenn gegen leichtes Kochgeschirr – wir bevorzugen Edelstahl. Es können dann auch der Kamin, Handschuhe und der Grill gestrichen werden. Ab der Position Wasserkessel geht´s  normal weiter.

  • Gusseiserne Pfanne
  • Dutch Oven + Handschuh + Deckelheber
  • kleiner Grill zum zusammenklappen als Basis für den Dutch Oven – Achtung, dass ist das super China Billigmodell was auch sofort rostet, aber als Feuerschale für den Dutch Oven ist es voll und ganz ausreichend. Damit gab es bisher nie Probleme auf dem Campingplatz. Ist klein und schmal und passt in jede Lücke.
  • Profibriketts und Anzünder
  • Weber Kamin
  • Grillzange aus Metall um Briketts zu bewegen
  • Gusseiserner kleiner Topf
  • Wasserkessel 1,8 l mit großer Öffnung aus Edelstahl (dann kann man auch mal Milch oder Tee direkt drin machen und er nimmt keinen Geschmack an und lässt sich gut reinigen) Achtet auf den klappbaren Griff, damit er sich gut verstauen lässt.
  • Stapelbare Schüsseln 3 Stück mit Sieb zum Abgießen
  • 3 kleine Dosen mit Klickverschluß für Butter, Käse und Wurst…solten dicht schließen, damit man sie im Kühlschrank oder Schrank auch hochkant stellen kann
  • größere Dosen für Mehl, Zucker, Tee, Kaffee, kleinen Vorrat an Backpulver, Fertighefe, Vanillezucker…
  • Schneidebrett groß und klein aus Kunststoff (da reicht sicher auch ein großes Brett, aber wir schnibbeln als Familie gemeinsam)
  • Holzbrett zum Abstellen vom Kochtopf auf z.B. dem Tisch
  • großes Küchenmesser
  • kleines Schälmesser
  • Brotmesser (etwas Luxus muss sein)
  • Küchenreibe
  • Flaschenöffner mit Korkenzieher
  • Knoblauchpresse
  • Dosenöffner
  • Küchenhelfer mit Kelle, Löffel und Co
  • Holzkochlöffel (wird nicht heiß, wenn man ihn im Topf stehen lässt und brennt im Dutch Oven auch nicht an)
  • Schneebesen
  • Große Schere und kleine Schere (zum basteln bei Schlechtwetter)
  • 3 Teller aus Edelstahl
  • 3 Becher aus Edelstahl
  • 3 kleine Schüsseln aus Edelstahl
  • 3 Bundeswehrbesteck aus Edelstahl
  • 3 „Wein“ Gläser für Saft, Nachtisch
  • Handtücher zum Spülen
  • Spülbürste
  • Spülschwamm
  • Spülmittel
  • faltbare Wanne wenn man doch mal die Infrastruktur des CP nutzt
  • Zewa
  • Müllbeutel
  • Mülleimer

Lebensmittel

Immer an Bord haben wir für spontane Fahrten und schnelles Brot backen:

  • Gewürze wie Salz, Pfeffer schwarz und weiß, Paprika, Kräutermischung, Zimt, italienische Mischung
  • Mehl
  • Zucker
  • Hefeersatz (mit dem Dutch Oven kann man z.B. Brot backen)
  • Backpulver
  • Vanillezucker & ein paar Aromen
  • Müsli (ein ordentliches, was satt macht – nicht so ne Zuckermischung)
  • Honig
  • Tee
  • Kaffee
  • H-Milch
  • Saft
  • Sprudelwasser
  • Kakaopulver
  • Öl zum braten und ein gutes für Salat
  • Essig
  • Ketchup
  • Nudeln, Reis
  • Tomaten passiert
  • Pesto
  • Dose Thunfisch
  • Cracker
  • Nüsse
  • Dauerwurst / Salami
  • Popcorn

Schlafen

Draußen sitzen

  • Picknickdecke isoliert gegen Wasser möglichst klein und leicht, damit man sie auch beim Wandern mitnehmen kann
  • Klappsessel 3 Stück ganz kleine, da man die auch mal mitnehmen kann, wenn man auf den Beginn eines Feuerwerks wartet oder z.B.  den Kasten gegen ein Zweirad eintauscht.
  • Rolltisch 1 Stück (muss im Zweifel auch auf das Motorrad passen)
  • Anti-Mücken-Kerze
  • Anti-Brum oder Insektenschutz vom DM

Sonstiger Kleinkram

  • 2 Zeltheringe / Sandheringe zum Abspannen der Markise
  • Gummihammer oder manchmal geht auch der Spaten je nach Modell
  • 12 Meter stabiles Seil z. B. zum Abspannen der Markise
  • dünnes Seil als Wäscheleine
  • Wäscheklammern
  • Universal Outdoor Klebeband
  • Nähset
  • Waschmittel
  • Stoffbeutel zum Einkaufen oder für den Campingplatz
  • Kehrblech und Handfeger
  • Adapter für Gasflaschen
  • Klapphocker Höhe 40 cm (damit man besser ins Hochbett kommt, wahlweise auch zum Beine hoch legen oder als Tisch nutzbar, wenn man keine Lust hat den Rolltisch aufzubauen)

Outdoor erleben und bewegen

  • Geeignetes Kartenmaterial
  • Tagesrucksack
  • Siggflaschen 3 Stück a 1 l
  • Taschenlampen, Trillerpfeife (im Moor nötig)
  • Aquaschuhe aus Neopren schützen die Füße an steinigen Stränden und in unbekannten Bächen und Flüssen vor Schnitten und komischen Tieren
  • 1,5 l Kunststoffbox mit Klickverschluß für Obst und Co, damit das beim Wandern nicht zerdötscht. Außerdem sammelt man mit Kind immer irgend einen Kram ein, den man nicht lose im Rucksack haben möchte.
  • Blasenpflaster
  • Kleinen Pack Erste-Hilfe mit Pflastern, Stützverband, Kompresse, Zeckenzange, Pinzette
  • Power Nahrung für den Notfall – Nussmischung, Energieriegel
  • Badesachen
  • Funktionshandtücher 3 Stück für den Strand (da bleibt kein Sand drin hängen und die trocknen schneller)
  • Sonnencreme
  • Regenschirme
  • Flipflops / Crogs für den Campingplatz, Dusche und Co

Kleidung nach Wetterlage. Immer mit dabei sind unsere geliebten Hosen aus dem Hause Maier Sports. Da ich ein wenig größer und kräftiger bin, ist das einer der wenigen Anbieter, der hier passende funktionale, langlebige Kleidung liefert. Meine Lieblingshosen sind die Lulaka zum hoch rollen und die Arolla zum zippen. Mit entsprechender Unterwäsche haben mich die Hosen bisher in jede Klimaregion begleitet. Herr Mann hat ebenfalls zwei Hosen aus dem Haus Maier Sports. Herr Sohn < 1,60 hat derzeit noch eine Treckinghose aus dem Hause Jakoo mit Kevlar Besatz an den Knien – ebenfalls zum abzippen. Mit dabei sind bei den langen Urlauben auch ordentliche hohe Wanderschuhe aus dem Hause Meindl, Berghaus, Lowa oder Scarpa sowie Halbschuhe von Brütting. Die Sandalen sind bei uns aus dem Hause Keen mit Zehenschutz. Hier nutzen wir gerne die wasserfesten Schuhe.

Badezimmer

  • Handtuch und  Duschtücher für die Körperhygiene (zusätzlich zu den Mikrofaserhandtüchern für den Strand und Co)
  • Waschlappen
  • Zahnbürsten + Zahncreme + Becher
  • Haarbürsten
  • Nagelset
  • Duschzeug
  • Haargel
  • Damenhygiene
  • Taschentücher
  • WC-Papier (ganz normales aus dem Handel)
  • Hand-Seife
  • Fön (im Notfall auch fürs enteisen nutzbar)

Reiseapotheke

Hier sind wir durch unsere Saharatour recht gut ausgestattet und packen die Sachen gerade bei langen Reisen einfach ein. Es gibt nichts blöderes, als wenn man für Hustensaft in z.B. Österreich ein Rezept von einem Arzt besorgen muss. Die schwarz geschriebenen Dinge sind immer mit an Bord. Die farbig markierten nur bei längeren Reisen.

  • Hygienespray / Desinfektionsspray
  • Pinzette
  • Zeckenzange
  • Pflaster
  • Blasenpflaster
  • Kompresse
  • Verband / Tape
  • Kühlakku
  • Wundspray
  • Antibiotika
  • Augentropfen mit Antibiotika
  • Spülmittel für Augen
  • Schmerzmittel
  • Fieber senkende Mittel
  • Hustensaft
  • Cortisoncreme Dermatop gegen Stiche, Ausschlag, Sonnenallergie
  • Antihystamin bei allergischen Reaktionen
  • Creme / Tabletten gegen Pilze – die Frauen wissen wovon ich rede
  • Smecta Heilerde gegen Erbrechen und Übelkeit haben wir in Marokko sehr zu schätzen gelernt. Geeignet auch für Babys!!! Gibt es in Deutschland nur in der Onlineapotheke zu kaufen.
  • Mittel gegen Durchfall
  • Elektrolyte
  • Einwegspritzen und Nadeln

Was man sonst noch so braucht

  • Spielesammlung & Kartenspiel
  • Federball
  • Frisbee
  • Ball
  • Reiseführer
  • Tagebuch
  • Stifte, Bleistift, Radiergummi, Spitzer
  • Bücher
  • Musik auf CD, Stick
  • Stellplatz App
  • Stellplatzführer wie BritStops oder Landvergnügen
  • Navigationssystem und Straßenkarten, Wanderkarten, Tideplan
  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung
  • Reisedaten und Ausweise, Tickets auf Cloude gesichert

Ich hoffe Ihr konnten noch ein paar Ideen mit nehmen. Ich freue mich natürlich immer über Eure Kommentare.

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England 2018 – Tag 3 – Das ungezähmte Dartmoor

Das ungezähmte Dartmoor

Einer meiner Lieblingsorte ist das Dartmoor mit seinen Weiten und seinem wilden Charme. Da ich mich 2016 ziemlich in diese Gegend verguckt habe, nutzen wir die Gelegenheit für einen kleinen Abstecher auf unseren Weg in den Westen.
Nach unserem Werkstattmarathon am Vormittag in Salisbury und dem reparierten Lotti-Mobil schaffen wir es heute bis in den östlichen Teil des Hochmoors. Wir möchten den Rest des Tages noch ein wenig die Füße vertreten und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Wir finden ein kleines Waldstück in Liverton und lassen uns von den knorrigen alten Bäumen und dem Farbspiel verzaubern. Die Bäume im Dartmoor sind wirkliche Charaktäre.

Ein herzliches Willkommen im The Star Inn

Übernachten werden wir mit BritStops. Wir werden herzlich vom Team des The Star Inn begrüßt und bestens mit allem versorgt, was das Camperherz begehrt.

The Star Inn

Das Star Inn in wurde vor gerade mal einem Jahr von der sehr jungen Besitzerin übernommen und vollständig saniert. Die Handschrift der Inhaberin ist ein Misch zwischen englischer Tradition und Moderne. Das steht dem Haus ausgesprochen gut und man fühlt sich hier gleich wohl. Hinzu kommt das tolle Personal. Gut gelaunt, kommunikativ, informativ – eben so wie man sich den Pub-Wirt vorstellt.

Wir werden durch das reichhaltige Angebot an Getränken geführt und dürfen, wie es sich in einem guten Pub gehört testen, bevor wir uns für unseren Favoriten entscheiden. Da das Wetter einfach zu gut ist, nutzen wir den Biergarten.

Mit Abstand das beste Pub-Essen auf der Reise

Hier kocht die Chefin selbst. Und auch wenn das englische Pubessen überwiegend aus Burgern, Pommes und Pies besteht, schafft sie es  eine ganz besondere Note zu setzen und Geschmack an die Gerichte zu zaubern. Wir haben hier mit Abstand den besten Burger und den leckersten Kuchen auf unserer Reise genießen dürfen. So sieht gutes, regionales, frisches mit Passion zubereitetes Essen aus!

Das Kinderherz schlägt höher – England das Land der Burger und Pommes

Herr Mann weicht auf Seegetier aus und ich entscheide mich für die Lasagne mit heimischen Rindfleisch

Schoko, Schoko und noch mal Schoko…. mhhhhh

Wir genießen noch ein wenig den Abend. Morgen fahren wir dann durchs Dartmoor und besichtigen das Dartmoor Prison Museum in Princetown.

Wenn Ihr mehr über England erfahren wollt, dann könnt Ihr dem Blog weiter folgen. Wir nehmen Euch die kommenden Tage mit an die Westküste Cornwalls.

 

 

England 2018 – Tag 2 & 3 – Das Lotti-Mobil ist defekt

Das Lotti-Mobil ist defekt!

Schon bei der Hinfahrt (ausschließlich Autobahn und lange Strecken) haben wir uns gewundert, dass unser Lotti-Mobil nicht auf die gewohnte Endgeschwindigkeit kam. Wir haben es auf das Gewicht und die Landschaft geschoben und uns weiter keine Gedanken gemacht. Jetzt auf der Landstraße und in den kleinen Dörfern müssen wir ständig abbremsen und jedes Mal, wenn wir in den niedrigen Gängen vor einem Kreisel abbremsen, geht Lotti auf Notbetrieb. Will heißen 1000 Umdrehungen und Schritttempo. Also im Kreisel Motor aus, neu zünden und fahren, bis man wieder abbremsen muss. Nicht wirklich komfortabel und auch für die restliche Reise quer durch die Moore und die kleinen Dörfer praktikabel.

Also halten wir an einer Tankstelle und lassen uns die nächste Werkstatt von VW benennen. Wir haben Glück. In Salisbury gibt es einen VW-Händler. Das sind gerade mal 8 km von Stonehenge entfernt – überwiegend Landstraße. Somit fahren wir also los.

VW-Händler in Salisbury

Wir kommen um 17:30 beim VW-Händler an und haben vermeintlich Glück. Heute werden die Modelle der Saison vorgeführt und es sind tatsächlich noch Verkäufer vor Ort. Wir versuchen unser Problem zu schildern, als die Dame an der Rezeption auf Deutsch umschwenkt. Sie ist Deutsche und somit wird die technische Schilderung um einiges leichter. Da kein Techniker im Haus ist, müssen wir bis zum nächsten Tag warten. So wirklich will uns hier aber niemand helfen. So dürfen wir weder auf dem Gelände stehen bleiben (auch nicht auf dem nicht eingezäunten Teil) noch hat man wirklich Lust den Speicher auszulesen. Man wiegelt bereits am Sonntag ab. Außerdem wären sie voll ausgebucht und sie hätten gar keine Zeit und vermutlich wäre auch die Halle zu klein für uns. Da wir für heute keinen Plan mehr haben, beschließen wir morgen mit einem Techniker zu sprechen.

Ein toller Platz für eine Nacht

Wir schauen uns im Industrie-Mischgebiet um und finden auf einem Firmengelände einen Parkplatz direkt an einem kleinen Bach. Wir finden, dass der Platz besser ist, als die Straße und beschließen hier zu bleiben. Natürlich fallen wir auf und ein Mitarbeiter der Firma beäugt uns skeptisch. Schnell erklären wir ihm unser Problem, woraufhin er uns offiziell erlaubt hier stehen zu bleiben.

Idyllischer Stellplatz im Industriegebiet

Während wir unser Abendessen vorbereiten, kommen zahlreiche Leute vorbei. Unter anderem auch eine englische Familie mit einer Tochter, die so alt ist wie Herr Sohn. Die Mutter hat ein deutsches Abitur in England gemacht und auch die Tochter muss Deutsch lernen. Sie geht die Woche drauf auf Klassenfahrt nach Köln. Wir unterhalten uns eine Weile nett im Sprachkauderwelsch zwischen Englisch und Deutsch und bekommen den Hinweis, dass ein paar Meter weiter hoch eine Einstiegsstelle in den Bach sei und man hier gut schwimmen könne. Das lassen wir uns bei den Temperaturen nicht zweimal sagen. Zudem sind wir von Stonehenge ziemlich verstaubt.

Kalt – eiskalt – aber wunderbar an so einem heißen Tag

VW glänzt durch nicht vorhandenen Service

Die Nacht ist ruhig und wir stehen morgens ganz früh erneut bei VW auf der Matte. Die deutsch sprechende Dame von gestern hat unser Problem nicht im Haus kommuniziert. Die hiesigen Techniker haben keine Lust auf das Lotti-Mobil (halten wir fest der VW LT wird in England massenhaft gefahren, sodass der hier keine Besonderheit ist, sondern Tagesgeschäft). Zudem fühlen sie sich nicht zuständig, da das ein Commercial Vehicle sei. Da müssten wir zu VW Commercial Vehicle fahren. Auf unser Fragen hin, wo wir da hin müssten nur die Antwort: nach Westbury. Keine Adresse, keine Telefonnummer, keine Ankündigung und vor allen Dingen ist das besagte Westbury fast 140 km weit entfernt. Und das mit einem Fahrzeug, das nicht wirklich fahren will. Super Idee – Danke für den umwerfenden Service.

Not macht erfinderisch

Mittlerweile haben wir auf dem Nachbargrundstück einen VW LT 35 entdeckt. Wir laufen durch das Industriegebiet und finden die dazu gehörende Firma. Irgendwo muss der ja sein Fahrzeug warten lassen. Und mit Sicherheit fährt der dafür keine 140 km. Wir warten also, dass der Betrieb die Pforten öffnet und stellen dem Inhaber die Frage nach seiner Werkstatt. Der schaut uns nur völlig entgeistert an. Ich kann mir auch was Besseres vorstellen, als am Montag morgen als erstes irren Touristen zu begegnen. Schließlich sucht er uns eine Adresse von seinem Schrauber raus. Dieser sitzt im Salisbury in einem angrenzenden Industriegebiet. Strecke 3 km. Geht doch!

Die Schrauberbude schlechthin

Wir landen in einem Areal, bestehend aus vielen kleinen Hallen im Charme der 70er. So wirklich modern wirkt da kein Handwerksbetrieb. Alles ist ein wenig rummelig und der mit Abstand rummeligste Laden ist der von uns gesuchte Schrauber. Nach ein paar Wortwechseln stellen wir fest, dass auch er keine wirkliche Lust hat und seine Kapazitäten am Ende sind und und und… aber zwei Boxen weiter gäbe es noch eine Werkstatt. Somit rollen wir 30 Meter weiter und tragen erneut unser Problem vor.

OFFERING YOU THE BEST SOLUTION FOR YOU CAR

Hier treffen wir auf Mark & Elaine Carter und Team von https://www.newgarageharnhamltd.co.uk/ und stellen schnell fest, dass dieses Unternehmen voll und ganz hinter seinem Motto steht.


Sofort kommt man ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass Elaine selbst Wohnmobilist ist und im nächsten Sommer Deutschland bereisen möchte. Sie kann voll und ganz nachvollziehen, dass wir gerne unsere Tour weiter fortsetzen wollen. Somit wird der Techniker geholt. Der soll den Speicher auslesen. Leider kommt er mit dem vorhandenen Gerät nicht in die letzte Ebene hinein. Somit wird herum telefoniert bis ein geeignetes Diagnosegerät bei einer befreundeten Werkstatt gefunden wird. Ein Mitarbeiter fährt los, um es zu holen. Schnell wird daraufhin der Fehler diagnostiziert – das elektronische Gaspedal scheint defekt zu sein. Ein kleines schwarzes unscheinbares Kästchen im Motorraum.

Wenn es doch so einfach wär…

Leider gibt es das kleine schwarze Kästchen nicht in England und muss über VW Deutschland bestellt werden. VW ruft hierfür rund 480 Pfund zuzüglich MwSt auf. Damit wären wir mit Einbau bei rund 900 Euro gelandet. Viel schlimmer als das Geld war aber die Lieferzeit von über 14 Tagen!!!. Während mein Mann schon gedanklich die Heimfahrt antritt, überlege ich wie wir den Urlaub weiter gestalten. Immerhin haben wir alles bis auf ein Zelt dabei. Somit könnte man einen Mietwagen nehmen und weiter fahren. Das Lotti-Mobil würde im Zweifel der ADAC zurück holen. Aber bevor wir aufgeben telefoniert Elaine alle Schrotthändler ab, während wir zu Mercedes rollen und versuchen hier das gewünschte Teil zu bekommen. Aber auch hier ähnlich lange Lieferzeiten.

Der Techniker gibt derweil nicht auf und baut das Teil aus. Sprüht ordentlich Kontaktspray rein und baut es wieder ein. Der Fehler scheint erst einmal behoben, aber so richtig glücklich ist er nicht. Während Elaine die Schrotthändler weiter abtelefoniert, beschließen wir unsere Fahrt weiter fortzusetzen. Elaine wird uns kontaktieren, sobald sie das Teil hat und uns dieses dann zuschicken.

Als wir die Arbeit bezahlen wollen, werden wir erneut positiv überrascht.
Da Elaine das Problem nicht beheben konnte, möchte Sie kein Geld nehmen. Wir bieten dafür eine Übernachtungsmöglichkeit an, sobald sie in Deutschland sind und werden uns noch etwas überlegen, wie wir unser Glück weiter reichen können. Wir haben an diesem Tag viele tolle Menschen kennen gelernt, welche uns mit ihrer liebenswerten Art reich beschenkt haben. Dafür sind wir sehr dankbar!

Somit geht unsere Reise weiter – im übrigen problemlos!!!! – und ihr könnt uns weiter begleiten. Wir starten durch in Richtung Dartmoor.

Dear Elaine, dear Mark, you have saved our holiday. Thank you very, very much for your great effort! You are always welcome with us.

 

 

England 2018 – Tag 2 – Stonehenge der Touristenmagnet

Stonehenge der Touristenmagnet

… lässt natürlich auch uns nicht vorbeifahren. Schließlich hat man über die alten Steine schon viel gehört und den einen oder anderen Bericht im TV gesehen. Jetzt wollen wir uns natürlich selbst ein Bild von dem Sagen umwobenen Ort machen.

Geplant ist der Besuch für 11:oo Uhr. Wer glaubt, dass er einfach so an diesen heiligen Ort fährt, hat sich getäuscht. Seit geraumer Zeit gibt es ein Besucherzentrum, welches die Besuchermassen kanalisiert. Hier muss man vorab online seinen Besuch ankündigen und buchen. Bereits von Deutschland aus haben wir dieses gemacht. Man hat zum Einchecken ein Zeitfenster von 30 Minuten.
Je nach Uhrzeit gestaltet sich die Anfahrt stauig und man muss für die letzten 500 Meter schon mal 30 Minuten und mehr einplanen. Wir haben Glück um Unglück (unser Lotti-Mobil schaltet bei jeder Bremsung seit heute morgen in den Notbetrieb) und fahren durch. Da heute Sonntag ist, hat eh keine Werkstatt offen und in Stonehenge findet uns im Zweifel auch der ADAC schneller als irgendwo im Niemandsland. Außerdem wollen wir Stinehenge nicht noch mal buchen, auf die Gefahr hin, dass wir keine Tickets mehr bekommen.

Reisemobile parken bei den Bussen. Das ist recht entspannt.

Wie immer ist bei den Engländern und dem Heritage alles bestens organisiert. Dank unserer Mitgliedschaft können wir kostenlos parken und die Anlage kostenlos besichtigen. Auch der Audioguide ist inklusive.

Früher Vogel fängt den Wurm

Wie bei allen Attraktionen auf unserer Reise – der frühe Vogel fängt dieses Mal den Wurm oder hat die schönsten Aussichten und ein wenig die Gelegenheit zu genießen. Mit unserem 11:00 Uhr Ticket gehören wir noch zu den frühen Besuchern und genießen ein relativ leeres Gelände. Der richtige Ansturm kommt ca. 1-1,5 Stunden später. Und wenn wir hier von Ansturm reden, dann meinen wir das auch so. Immerhin besichtigen diesen Ort mehrere Millionen Besucher im Jahr.

Das Besucherzentrum als Ausgangspunkt für den Tag

Zu Fuß ist es einfach am schönsten

Vom Besucherzentrum sind es ca. 2 km bis zu den Steinen. Man kann wahlweise einen kostenlosen Busshuttle nutzen oder über einen Feldweg das begehrte Ziel erreichen. Wir wählen den Feldweg, welcher ebenfalls interessante Informationen bereithält und noch weitere Besonderheiten der gesamten Anlage preisgibt.

Ein schöner Weg abseits des Trubels vorbei an Hügelgräbern

Da es wenig Schatten gibt, ist es ratsam Sonnencreme, Kopfbedeckung zu nutzen und ausreichend Wasser mitzuführen, denn auch bei dem Steinkreis angekommen wird man einige Zeit verbringen.

Der Audioguide – unser Reiseleiter

Wer ein wenig mehr über Stonehenge und die Vergangenheit erfahren möchte, nutzt den Audioguide, den es auch in deutscher Sprache gibt und welcher für Kinder geeignet ist. Alle paar Meter erfährt man so Besonderheiten zu Stonehenge und wird auf Kleinigkeiten hin gewiesen, welche einem so entgangen wären. Mit dem Guide dauert die Runde um die Steine herum rund 1,5 Stunden. In Summe kann man schon einmal 4-5 Stunden einplanen.

Wirklich nah kommt man nicht mehr ran an die Steine

Es gibt überall auf dem Weg die Möglichkeit zu einem Picknick. Allerdings gibt es auch hier so gut wie keinen Schatten.

Alleine ist man hier nie. Das ist hier eine sehr gut organisierte Massenveranstaltung. Wer morgens bucht, hat noch ein wenig Ruhe. Der Andrang ist so ab 13:00 Uhr richtig groß. Dennoch ist der Platz ausreichend und man kann in Ruhe stehen bleiben und sich alles anschauen.  Obgleich ich auf Massenveranstaltungen echt allergisch reagiere und schnell überfordert bin (Mein Alptraum ist das Eden Projekt – dazu aber später mehr) war der Tag an sich recht entspannt.

Eine handwerklich beeindruckende Leistung

Zum Abschluß in die Ausstellung

Zum Abschluß werfen wir noch einen Blick in die Ausstellung, denn hier ist es klimatisiert und man kann der Sonne ein wenig entkommen. Zudem sind die Menschenmassen alle draußen bei den Steinen. Da man sich leider nicht durch die echten Steinkreise bewegen darf, gibt es hier die Möglichkeit sich in die Mitte auf den Fußboden zu setzen und den Steinkreis via Projektion auf sich wirken zu lassen. Wer einmal in einem echten Steinkreis sitzen möchte, hat zum Beispiel in Minion die Gelegenheit dazu. Hier gibt es gleich drei Kreise. Aber auch in der Nähe von Stonehenge gibt es noch ein Dorf, welches mit den Kreisen lebt.

So könnten sie damals gewohnt haben die Erbauer des Kreises. Eigentlich recht komfortabel.

Leider geht unsere Reise nicht so weiter, wie geplant.  Somit kümmern wir uns jetzt erst einmal um unser Lotti-Mobil und suchen nach einer Werkstatt. Da Sonntag ist, haben wir noch genug Zeit. Ob und wie es weiter geht, könnt Ihr hier in den nächsten Tagen lesen.

Fazit

Wir finden, dass man sich Stonehenge angesehen haben sollte. Jedoch sind die Steine nicht so beeindruckend, wie wir es vorher gedacht haben. Dennoch sehr interessant aufbereitet. Stonehenge ist touristisch voll erschlossen, Rollstuhl geeignet und wie immer von Heritage gut organisiert. Ältere Kinder ab 10 Jahren haben hier ihren Spaß.

Wer sparen mag, nutzt die Kurzmitgliedschaft von Englisch Heritage oder National Trust. Hier haben wir schon berichtet.

Wer mehr über England erfahren möchte, folgt einfach den weiteren Beiträgen auf unserem Blog unter England 2018

Die ganze Reiseroute könnt ihr ebenfalls hier verfolgen.

Natürlich freuen wir uns über Eure Kommentare!

 

Stress im Staudenbeet – Kiesbeet anlegen

Stress im Staudenbeet

Diesen Sommer waren wir ganze drei Wochen im Urlaub. Obwohl wir einen Natur nahen Garten haben, der an sich wenig Pflege und Wasser benötigt, hat der Jahrhundertsommer mit Temperaturen über 35 Grad und Wochen langer Trockenheit unser großes Staudenbeet in eine Wüste verwandelt. Der Lehmboden hat sich in Beton verwandelt. Schnell wird klar, dass sich die meisten Stauden wohl nicht erholen werden.

Es müssen dringend Blühpflanzen her

Der Gang in die Pflanzenabteilungen der Baumärkte, Gartencenter und den Landhandel lässt mich erschrecken. Es gibt obgleich erst Ende August in den meisten Geschäften keine Spätsommerpflanzen mehr zu kaufen. Hier hatten es die Züchter wohl schon wie bei den Frühlingsblühern zu gut gemeint und die Züchtung zu weit vor verlegt. Jetzt wird es schwierig. Wir haben zahlreiche Insekten, die gerade jetzt Hunger haben und dringend Nahrung benötigen, wie unsere Haus eigenen Wildbienen.

Präriepflanzen und ein Kiesbeet sind die Antwort auf den Klimawandel

Das wird nicht der letzte Sommer sein, der derart trocken ist. Das Gießen kostet bei einem Garten in der Größenordnung einfach zu viel Zeit und letzten Endes ist Wasser einfach zu schade, um in diesen Mengen in die Beete gekippt zu werden. Noch beziehen wir dieses aus der Drainage unseres Hauses und speichern es zwischen. Eher eine Frage der Zeit, bis bei uns nichts mehr ankommt, wenn die Trockenzeiten länger werden. Die Antwort auf den Klimawandel haben wir schnell. Wir brauchen Pflanzen, welche noch besser an die Trockenheit angepasst sind. Neben einigen heimischen Sorten mit Pfahlwurzeln sind das Pflanzen aus dem Süden (insbesondere Kräuter) und Präriepflanzen bzw. Steppenpflanzen. Diese mögen jedoch ein Kiesbeet. Weswegen wir uns dazu entscheiden, unser Beet komplett umzugestalten.

Das sind die Neuen

Das Kiesbeet gestalten

Die Tage wartet einige Arbeit auf uns. Mittlerweile hat der Landhandel 1,7 Tonnen Edelsplitt angefahren. Ich mag das Material. Das hatten wir bereits stellenweise im Kräuterbeet unter den schweren Lehmboden gemischt und als Mulchschicht eingesetzt, damit der Boden nicht so schnell hart wird und eintrocknet. Heute kommt jedoch eine weitaus größere Menge ins Beet. Zwischen 6 und 40 cm darf die Kiesschicht hoch sein. Je nachdem was man pflanzen möchte. Bei uns sind das ca. 10-12 cm Kiesschicht, die eingebacht werden. Wer sich weiter mit dem Thema auseinander setzen möchte kann hier im Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim wunderschöne Pflanzungen erleben und Vorträge genießen.

Gepflanzt werden neben den klassischen Zwiebelpflanzen wie Zierlauch und Narzissen als Stauden und Kleinbüsche: Echinacea, Schafgabe, Katzenminze, Agastache Blue Fortune, Indianernessel, Gartensalbei einmal früh und einmal spät blühend, Salbei, zottiger Zist, Astern in niedrigen Sorten, Thymian in verschiedene Sorten. Stehen bleiben darf auch das Seifenkraut, welches derzeit irgendwo im Boden verschwunden ist und sich eigentlich nicht ausmerzen lässt. Die Akeleien und Kuhschellen dürfen auch bleiben. Als Grundgerüst eine Rose, Gräser und Blauraute (russischer Salbei).

Beet ausräumen

Zuvor wird jedoch das alte Beet ausgeräumt. Bei der geliebten Kermesbeere und der Pfingstrose zögere ich noch. Denn die sind natürlich mit den dicken Knollen perfekt auf den Sommer abgestimmt. Passen aber optisch nicht zu der restlichen Gesellschaft, weswegen sie genauso wie der Winterjasmin einen neuen Platz bekommen werden. Schließlich ist das Beet bis auf ein Grundgerüst aus Gräsern, der Rose, einem Thymian und einer Malve leer.

leeres Beet mit einige Pflanzen als Grundgerüst

Kies einbringen

Wie gut, dass mir mein Mann vor einigen Jahren den Gartenporsche geschenkt hat. Ohne diesen wäre ich jetzt wirklich aufgeschmissen. Die 1,5 Tonnen Splitt finden so innerhalb eines Tages den Bestimmungsort.

Der Gartenporsche

Pflanzen verteilen und einpflanzen

Ich kann es natürlich kaum erwarten die neuen und alten Pflanzen endlich einzupflanzen. Hierzu gibt es zwei Varianten – nach Zufallsprinzip alle Pflanzen in das Beet werfen und kunterbunt zusammen pflanzen. Das ergibt eine luftig leichte Komposition wie in der Natur. Wir entscheiden uns für Variante zwei und bilden kleine Gruppen, da wir bereits in den letzten Jahren gelernt haben, dass die Echinacea nicht mit der Schwarzerle zusammen stehen möchte und sie sich einfach ein paar Meter abseits besser fühlen. Zudem gibt es einige Sonnenanbeter, die auch im lichten Schatten ganz gut gedeihen. Somit versuchen wir mit der Anordnung ein wenig auf die Gegebenheiten einzugehen. Natürlich lassen sich auch die Gartenbewohner das Spektakel nicht entgehen. Es könnte ja noch irgendwo ein Regenwurm abfallen.

Qualitätskontrolle durch die Entis

Wenn der Tag zu Ende geht….

Natürlich habe ich den Ehrgeiz mein Projekt heute zu beenden. Morgen wollen schließlich die ausgesiedelten Pflanzen auch noch einen neuen Standort erhalten und die Apfelernte steht auch noch vor der Tür. Jetzt müssen die neuen Pflänzchen nur noch angegossen werden und wachsen dann hoffentlich im nächsten Sommer schön zusammen. Bis dahin muss man sie natürlich ab und an gießen. Noch reichen die Wurzeln nicht aus. Aber durch den Splitt ist der Wasserverbauch viel geringer, das Wasser direkt bis an die Wurzeln gelangt.

Qualität ist für mich heute definitiv, dass ich am Ende des Tages körperlich genauso geschafft bin, wie die letzten Wochen auf mentaler Ebene und das Körpergefühl nach Wochen wieder stimmig ist.

 

England 2018 – Tag 1 – Dover Castle

 

Die weißen Felsen von Dover

Ich kann es jedes Mal kaum erwarten, bis die Felsen in Sichtweite kommen. Dieses Mal liegt ein leichter Dunst über dem Meer und die Felsen sehen aus wie weich gezeichnet.

Die weißen Felsen von Dover

Das Einchecken geht schnell wie immer und flux hat man sich auch an das Linksfahren gewöhnt. Wir haben knapp 9:15 Uhr. Somit starten wir direkt zu unserem ersten Ziel und stehen vor den Toren von Dover Castle, noch bevor dieses die Zugbrücke heruter lässt.

Dover Castle

Für England haben wir dieses Jahr eine Kurzmitgliedschaft bei einem der Denkmalschutzorganisationen von Deutschland aus beantragt. Dover Castle ist eine der vielen Sehenswürdigkeiten, welche unter der liebevollen Leitung von English Heritage stehen. Durch die Kurzmitgliedschaft kann man viele der Kulturschätze kostengünstig besichtigen.

Dover Castle

Nachdem wir einen wunderbaren Stellplatz auf der Rückseite eines Gebäudes zugewiesen bekommen haben (mit Blick auf das Meer) und unser erstes Frühstück genießen konnten, lösen wir den Voucher ein und gehen auf Entdeckungstour.

Im Schatten von Dover Castle

Frühstück mit Aussicht

Das Castle ist super schön instand gesetzt und es gibt viele Dinge für die ganze Familie zu erkunden. Der Heritage berücksichtigt hier insbesondere die kleinen Besucher und stellt Geschichte einfach und plastisch da. Schnell versinken wir in die Welt von Rittern und Burgfrauen. Von Eroberungszügen, Zweckehen und der Welt im vor- und mittelalterlichen England.

Wir übernehmen dann ab heute die Regierungsgeschäfte liebe Queen.

Wir tauchen ab in geheime Verteidigungsgänge und schauen uns darüber hinaus auch den Leuchtturm aus dem Jahre 0 an, welcher durch die Römer erbaut wurde. Nebenan steht eine kleine feine Kirche mit tollen und farbenprächtigen Mosaiken.

Weiter unten kann man die Verteidigungsbunker aus dem Zweiten Weltkrieg begehen. Von hier aus wurden alle Operationen gegen die Deutschen Angriffe geplant und durchgeführt. Noch heute werden die Gänge militärisch genutzt und nur drei Meter hinter den weißen Klippen von Dover verbirgt sich ein Atombunker. Wer sich für Militärgeschichte interessiert, hat hier sicherlich interessante Einblicke. Wir finden die Inszenierungen auf der Burg weitaus spannender.

Übernachten mit BRIT STOPS

Nach einem vollen Tag auf dem Castle sind wir ziemlich geschafft und fahren daher ca. 250 km weiter in Richtung Salisbury. Hier haben wir über Brit Stops einen Übernachtungsplatz ausfindig gemacht, welcher uns ziemlich nah an unser morgiges Tagesziel Stonehenge bringt.
Brit Stops ist ein Art „Stellplatzführer“. Hier bieten Landwirte und Pubs dem reisefreudigen Publikum die Möglichkeit eines kostenlosen Stellplatzes für je eine Nacht an. Dafür konsumiert der Gast netter Weise etwas und kurbelt das Geschäft an. Hier trifft man in der Regel das echte England und begegnet den urigsten Gestalten. Darüber hinaus kann man die Vielfalt der britishen Braukunst bewundern, welche keine Grenzen kennt.

Die Bedienung ist ein wenig sehr träge und so recht wollen die hier keinen Umsatz machen. Der Burger ist aber recht lecker und der Stellplatz auf der Wiese ist super ruhig und als Ausgangspunkt für den morgigen Tag einfach perfekt. Bis Stonehenge sind es nur wenige Meilen.

…. und morgen gehts dann früh los in Richtung Stonehenge.

Wenn Ihr mehr über unsere Reiseziele wissen wollt, dann könnt Ihr in der Übersicht nachschauen und Euch direkt an Euren Zielort klicken.

England 2018 – Dartmoor-Cornwall-Devon

England wir kommen!

Endlich ist es so weit – Lotti ist durch den TÜV, gepackt und startklar und irgendwann sitzt auch die Familie im Wagen. Wir starten von der Mitte Deutschlands und legen die Strecke von 600 km bis zur Fähre an einem Stück zurück. Dünkirchen (F) bietet die Möglichkeit der Übernachtung im Infobereich. Somit können wir am nächsten Morgen ganz früh übersetzen und haben noch einen ganzen Tag voller Abenteuer vor uns.

Die Reiseplanung

Wie immer haben wir nur eine ungefähre Idee, was wir alles sehen wollen und lassen uns auch gerne mal überraschen. Letzten Endes haben wir einige Ziele verworfen, weil entweder die Zeit zu knapp war oder das Wetter zu gut oder man einfach nicht jeden alten Stein gesehen haben kann, welcher vermeintlich magische Wirkung hat (das Leben ungemein verlängert oder die Fruchtbarkeit steigert).

  • Dover Castle
  • Stonehenge
  • Diverse KfZ-Werkstätten in Salisbury
  • Dartmoor – Princetown Prison
  • Tintagel
  • Küstenpfad nach Boscastle
  • Minion and the Hurlers
  • Bodwin Moor und das Jamaica In
  • Mousehole
  • Lands End – Küstenpfad von Sennen Cove über Lands End und zurück
  • Eden Project
  • The Lizard – Kynance Cove
  •  Jurasic Coast – Chesil Beach Weymouth
  • Jurasic Coast – the Fleet
  • Durdle Door
  • Dover

Die Rundreise ist geprägt von vielen landschaftlichen Eindrücken und vielen Wanderungen. Am Tag sind wir mindestens 6 km gelaufen. Natürlich geht es in England immer bergauf. Begeitet wurden wir von Sonne, Sonne und Temperaturen weit über 25 Grad. Wie auch in 2016 haben wir keine Idee, wie man England und Regen in einem Atemzug erwähnen kann. Wir hatten viel Spaß und haben auf unserer Reise überwiegend viele nette und hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Besonders schätzen wir an den Engländen die Gelassenheit, welche sie immer wieder im Straßenverkehr und an Supermarktkassen zum Besten geben. Wer entschleunigen möchte, ist in Cornwall und dem Dartmoor bestens aufgehoben.

Dauerbrenner selbst gemachte Limonade

Es gibt nichts Besseres an einem heißen Sommertag

Selbst gemachte Limonade steht bei uns ganz oben auf der Liste der Dinge, die Lebensqualität bringen. Bisher waren bei uns Zitrone und Limette der absolute Renner. In diesem Jahr habe ich Erdbeer-Basilikum ins Rennen gebracht. Wie Ihr sehen könnt, hat die Mischung zumindest bei den Erwachsenen die Nase ganz weit vorne.

Zutaten

600 g Erdbeeren
250 g Zucker
Basilikum frisch ca. 5 Zweige
Eiswürfel
Zwei Flaschen kaltes sprudeliges Mineralwasser

Und so wirds gemacht

Aus dem Zucker und ca. 1-1,5l Wasser einen Läuterzucker herstellen. Dafür den Zucker und das Wasser erhitzen, bis der Zucker aufgelöst ist. In die heiße Flüssigkeit gebt Ihr den Basilikum als Ganzes und lasst alles drei- vier Stunden stehen.

Erdbeeren säubern und mit dem Mixer passieren. Wer mag kann hier auch noch ein paar Basilikumblätter hinzu geben. Die Masse kalt stellen. Wen die Kerne der Erdbeeren stören, kann die Masse noch durch ein Sieb passieren.

Wenn der Sirup kalt geworden ist, die Blätter abseien. Und dann entweder Sirup, Erdbeermasse, Eiswürfel in ein großes Gefäß geben und mit Sprudel aufgießen oder einzeln in größeren Gläsern anrichten.

Ich wünsche Euch einen lässigen Sommer mit dieser einmalig leckeren Limonade!

Eure Alexandra

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