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Rundwanderung Hermersberg Straußenfarm

Startpunkt Hermersberg Straußenfarm

Wir übernachten mit dem Lotti-Mobil auf der Straußenfarm in Hermersberg.

Hier wird auch unser Startpunkt für unsere Rundwanderung sein. Wir starten auf dem grün/gelb markierten Weg in Richtung Waldfischbach direkt hinter der Straußenfarm.

Es geht entlang an Pferdekoppeln mit wundervoller Aussicht auf die Pfalz.

Der Weg ist dicht gesäumt von Mehlbeeren, welche in diesem Jahr besonders viel tragen und mit ihrem knalligen orange-rot den Tag gleich noch viel sonniger erscheinen lassen.

Bereits nach wenigen Metern halten wir inne und bleiben stehen. Denn es summt in unserer unmittelbaren Nähe. In einem toten Baum haben sich Hornissen einquartiert. Fasziniert schauen wir den Insekten zu, wie sie den Baum anfliegen. Die Türsteherin jede einzelne einfliegende Hornisse prüft, bevor sie in den Bau darf.

Dieser Teilabschnitt mit seiner Vegetation und dem Fernblick ist so schön, dass wir am liebsten gar nicht weiter gehen wollen, aber wir haben ja die Rundwanderung geplant und müssen uns losreißen, um die Strecke zu schaffen. Wir laufen um die Straußenfarm herum und bekommen zum ersten Mal freien Blick auf die großen Vögel. Mehr hierzu erfahrt ihr in unserem Beitrag über die Straußenfarm.

Weiter geht es bis zur Straße. Ein kleines Stück auf der Straße entlang, bis linke Hand kurz nach der Hochspannungsleitung der Weg mit dem blauen Punkt in Richtung Osten führt. Diesem folgen wir immer weiter geradeaus.

Die Landschaft wandelt sich. Aus den Feldern und Weiden wird eine mit Ginster bewachsene Landschaft. Der Ginster duftet intensiv in der Spätsommerhitze.

Wir folgen diesem Weg und nach einer ganzen Weile geht er in einen alten Buchenwald über. Der Schatten tut uns bei der Hitze gut. Hier ist es kühl und das Farbspiel von Licht und Schatten zieht uns in den Bann.

Der Weg ist im Wald abwechslungsreich. Immer wieder gibt es etwas zu entdecken.

Und im Herbst dürfen natürlich auch die Pilze nicht fehlen.

Immer Richtung Waldfischbach

Wir halten uns immer weiter in Richtung Waldfischbach. Allerdings kann man hier auch diverse andere Variationen der Rundwanderung laufen. Je nach Zeit und Kondition. Die Wege sind gut ausgebaut und beschildert. Der Schwierigkeitsgrad ist einfach bis mittel.

Nach 4 km erreichen wir den Abzweig nach Waldfischbach und verlieren leider den geplanten Weg, da durch Forstarbeiten die Markierung verschwunden ist. Anstelle des blauen Weges, welcher unten am Bach lang laufen sollte, gehen wir an der Lichtung nicht weiter bergab rein in den Ort, sondern folgen dem Weg und laufen oberhalb des Baches den geschwungenen nicht markierten schwarzen Weg weiter. Manchmal zieht es einen einfach in eine andere Richtung.

Zurück nach Hermersberg

Nach rund 11 km haben wir es fast geschafft. Aber irgendwie passt auf einmal die Karte nebst digitales Kartenmaterial nicht mehr zur Realität. Der von uns anvisierte Weg über die Schneise endet in einer Holunderhecke und auf der Schneise hat ein Landwirt einen Weidezaun errichtet. Wir überlegen kurz, ob wir über die Weide weiter laufen sollen, da uns von der Straße und damit den letzten Wegabschnitt nun mehr 500 Meter trennen. Wir testen noch einmal andere Wege, kommen aber immer wieder zu dem Weg an der Weide zurück.

Dieses Mal sehen wir, wer diese Weide sein Eigen nennt. Mittlerweile ist die Herde auf uns aufmerksam geworden und hat sich an das untere Ende begeben.

Da brauchen wir nicht mehr lange zu überlegen. Kühe mit Jungtieren – no go. Wir nutzen noch einmal die elektronischen Karten und finden so einen schmalen Waldweg oberhalb von der Weide. Wir klettern knapp 50 Meter auf allen Vieren quer durch den Wald den Hang hoch und erreichen über den kleinen Pfad schließlich wieder den Wanderweg mit dem blauen Punkt. Dieser bringt uns zur Straße zurück.

Jetzt noch einmal rund um die Straußenfarm und den wunderschönen Weg entlang der Pferdekoppeln laufen. Die goldene Abendsonne und die warme Luft streichelt ein letztes Mal unsere Seelen. Und schon ist unsere Rundwanderung zu Ende und wir sind wieder zurück.

Für die rund 13 km  haben wir ca. 5 Stunden benötigt. Normales griffiges Schuhwerk ist für die Rundwanderung ausreichend. Ein Tagesrucksack mit ausreichend Wasser und ein wenig Proviant sollte mitgeführt werden.

Den Abend haben wir im Lotti-Mobil ausklingen lassen. Mit dabei ein leckerer Wein aus Deidesheim. Dort haben wir die Nacht zuvor in einem Weingut übernachten dürfen und natürlich ein paar gute Tropfen genossen. In der Straußenfarm selbst haben wir leckere Straußenfilets und Würstchen gekauft. Die wir aber an dem Abend nicht mehr gegrillt haben. Die Ruhe hier oben auf der Farm war so schön, dass wir lieber den Abend ohne große Essenszubereitung genossen haben.

Ihr wollt mehr über die Straußenfarm erfahren? Dann lest doch hier nach, wie unsere Begegnung mit den großen Vögeln war.

 

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About Alexandra Gerhardt-Botzian

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