… ist es aber leider nicht.

Nachdem wir uns fast ein Jahr lang mit dem Gedanken getragen haben unsere Abenteuer demnächste mit dem Reisemobil bestreiten zu wollen, haben wir unsere Bedürfnisse konkretisiert und vor zwei Wochen unser perfektes Traummobil gefunden und anbezahlt.

Erst mal voll tanken.

Letztes Wochenende durften wir es dann endlich abholen. Aufgeregt bin ich gleich am Montag zu unserer Zulassungsstelle gefahren, um das Fahrzeug umzumelden. Welch Schock, als die Dame von der Zulassung uns mitteilte, dass unser Womo nur eine rote Plakette erhalten würde. Hatten wir doch die grüne Plakette in der Scheibe kleben sehen und auch Einsicht in alle Unterlagen nebst Nachrüstung Partikelfilter und Förderung durch die Bafa erhalten.
Nach einigen Diskussionen mit der Dame kam die Einsicht, dass dann wohl die gelbe Plakette möglich sei, denn es gäbe immer nur eine Steigerung um eine Schadstoffklasse bei Einbau eines Filters. Da dies ein Mangel am Fahrzeug bedeutet, habe ich das Fahrzeug erst einmal nicht zugelassen.

Die DEKRA liefert die rettende Erklärung

Nachdem die Verkäuferin des Fahrzeugs genauso irritiert war wie ich, haben wir beide Himmel und Hölle in Bewegung gesetzt, um heraus zu bekommen, warum das Fahrzeug denn in 2013 ohne Probleme eine grüne Plakette erhalten habe.

Das vermeintlich rettende Dokument zaubert die DEKRA herbei.

Es darf nicht sein, was nicht sein kann!

Siegessicher laufe ich also heute in aller Frühe erneut zur Zulassungsstelle, um nun ausgerüstet mit dem Dokument der DEKRA das Fahrzeug anzumelden und hierfür auch die grüne Plakette mitzunehmen.

Aber getreu dem Motto “es darf nicht sein, was nicht sein kann!” verweigert auch dieses Mal die Zulassung die Plakette. Der Chef der Abteilung hat ebenfalls einen LT 35 und bekommt auch keine grüne Plakette, daher bekomme ich auch keine. Das Schreiben der DEKRA interessiert ihn recht wenig. Für ihn zählt nur sein System (ja, das hat auch bei der DEKRA schon die falsche Farbe hervor gezaubert) und eine Tabelle die er habe. Auf meine Bitte hin, die Jungs von der DEKRA anzurufen reagiert er nicht. Anstelle dessen ruft er den Techniker vom hiesigen TÜV an und entlockt diesem mit einer Suggestivfrage “Da liege ich doch richtig, dass es immer nur eine Schadstoffklasse besser wird?” ein pauschales Ja . Seiner Meinung nach drei Meinungen die richtig sind. Die DEKRA hat keine Ahnung, die Bafa auch nicht und die Verkäuferin und das Finanzamt erst recht nicht.

Als ginge es um Menschenleben verweigert er die grüne Plakette.

Wie gehts weiter?

Wir haben jetzt die DEKRA erneut kontaktiert und hoffen auf ein Schreiben, an dem auch die Zulassungsstelle nicht vorbei kommt. Ansonsten müssen wir uns von unserem Traummobil wieder trennen.