Der erste Werkstatttermin

Wir haben Freitag. Seit Montag ist unser Womo nun in der Werkstatt für einen ersten Check und es ist so verdächtig still.

Normaler Weise meldet sich so eine Werkstatt bereits nach ein paar Stunden, um einem mitzuteilen, was noch so alles defekt ist und dringend ausgetauscht werden muss. Meistens begleitet mit den schwer wiegenden Worten “ohohoh, das wird teuer….” Hier kein Mucks. Stille. Tage lang!

Auf dem Weg in die Stadt schauen wir am Mittwoch heimlich, ob der Wagen noch auf dem Parkplatz der Werkstatt steht oder zumindest schon einmal in die Halle geholt wurde. Der Parkplatz ist leer. Was um alles in der Welt machen die so lange mit dem Fahrzeug? Haben wir uns etwa falsch ausgedrückt, als es um die Ausführung der Arbeiten ging? Der Auftrag am Montag war eigentlich ganz simpel. Zahnriemen wechseln, Bremsen entlüften, Getriebe- und Motoröl neu. Nach unserem Kostenvoranschlag ein Umfang von etwa 6-8 Stunden.

Wir warten. Haben ja Zeit und brauchen das Womo aktuell nicht wirklich. Dennoch werden wir das Gefühl nicht los, dass der Kauf vielleicht doch nicht so optimistisch zu bewerten ist.

Der erlösende Anruf

Dann heute doch noch endlich der erlösende Anruf – das Fahrzeug ist fertig. Sie hätten unser Womo noch auf der Bühne – der sähe gar nicht so schlecht aus, ob sie es noch mit einem Unterbodenschutz versehen sollen? Die zwei kleinen Roststellen hätten sie schon weg gemacht….da sagen wir nicht nein, schließlich hatten wir nach der langen Zeit der Stille fast mit dem Schlimmsten gerechnet – man weiß ja bei einem Gebrauchtwagenkauf nicht wirklich, was man sich da eingehandelt hat.

Darfs noch ein wenig mehr sein?

Am Samstag Mittag können wir es dann endlich abholen, unser kleines fahrendes Nest. Die Sache mit dem Zahnriemen war doch etwas aufwändiger als gedacht, da bei dem Vorhaben diesen zu tauschen ein Zahnrad abgerissen ist, welches komplett festgefressen war. (wie gut, dass wir auf einen ersten Ausflug verzichtet haben) Also musste der halbe Motor auseinander gebaut werde, um alles auf Null zu setzen. Mehraufwand ein ganzer Tag.

Bei der Gelegenheit hat die Werkstatt sich auch den Weg zu den Glühkerzen gebahnt und festgestellt, dass nur noch eine ihren Zweck erfüllte und alle anderen bereits den Geist aufgegeben hatten. Da es bei dem Modell wohl etwas umständlicher ist die Glühkerzen frei zu legen, hat es sich die Werkstatt ohne Rücksprache erlaubt alle fünf auszutauschen. Jetzt springt unser rollendes Heim wieder an wie am ersten Tag! Das wird mein Lieblingssound!!!