Ein Jugendtraum geht in Erfüllung!

Was man als Jugendlicher nicht alles werden möchte – bei mir stand der Pyrotechniker eine Zeit lang ganz oben auf der Liste der Traumberufe. Leider konnte oder wollte mir aber damals niemand verraten, was man machen muss, um Pyrotechniker zu werden. Somit schwingt bei jedem Feuerwerk immer auch ein wenig Wehmut mit, über eine mögliche verpasste Chance.

Vor zwei Jahren hat mir mein Mann nun diesen Jugendtraum erfüllt und mir einen Tag als Pyrotechniker zum Geburtstag geschenkt. Leider musste in 2018 zweimal hintereinander der Termin wegen Unwetter und einmal wegen Trockenheit verschoben werden. An diesem Wochenende sollte es aber glücken. Ein Tag als Pyrotechniker unter der Anleitung von dem motivierten Team von EVENTservice Mario Bachmeier. 

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung konnte es auch schon losgehen. Rund zehn Personen machten sich auf zu unserem Zielort in Stahlhofen. Hier durften wir das Feuerwerk für die hiesige Kirmes zusammen basteln.

Damit der Zündfunke überspringt

Pyrotechniker dürfen in BRD nur noch fertige von der BAM zugelassene Produkte kombinieren und kreativ zusammen stellen. Mit Pulver und Chemie hantiert hier schon lange niemand mehr selbst, was natürlich der Sicherheit aller beteiligten Personen dient. Immerhin kann so ein Geschoss eine Kraft von rund vier Tonnen frei setzen. Da sollte maximale Sicherheit an erster Stelle stehen.
Somit bedienen wir uns aus einem Fundus aus vorgefertigten Kugelbomben und Batterien der Kategorie II bis IV. Die Produkte der Kategorie II sind frei verkäuflich. Damit an Silvester nichts passiert, sind diese mit einem langsamen Zünder ausgestattet. Dieser ist für uns zu langsam. Also werden diese Zünder modifiziert.

Alle Batterien mit elektrischen Zündern versehen und Mörser und Fächer mit Kugelbomben unserer Wahl befüllt und entsprechend verkabelt.