Innen warm und leise

.. so das Ziel, welches mit dem neuen Vorhang erreicht werden soll. Der originale Vorhang ist nach 17 Jahren nicht mehr so schön und passt auch farblich nicht zum neuen Innendesign. Also soll ein neuer Vorhang her, der a) im Winter die Kälte sicher aussperrt b) im Sommer die Hitze abhält und c) Fahrgeräusche und Außenlärm schluckt.

Daher haben wir uns für einen weichen, schweren Wärmestoff entschieden, der sich wie ein Lodenstoff anfühlt und leicht filzig ist. Diesen möchte ich mit einem Thermofutter kombinieren. Angeblich kann ein Wärmeverlust durch das Fenster von bis zu 80% verhindert und bis zu 46% Heizkosten gespart werden. Im Sommer kann man den Vorhang einfach umdrehen (glänzende Seite nach außen) und die Sommerhitze bleibt draußen.

Der alte Vorgang dient als grobe Vorlage – spannend ist hier der Aufbau der Aufhängung, welche bündig mit der Isolation des Kastens abschließt und so keine Kälte rein kann.

Wärmevorhang nähen Schritt für Schritt

Die Hauptarbeit bereitet der Vorhang aus dem Wärmestoff, da dieser später auch der Träger für den Isolierstoff wird. Da der Lodenstoff nicht ausfranst, reicht es diesen einfach umzunähen, und hinterher die Kante sauber beizuschneiden.

Als nächstes wird das Gardinenband aufgenäht. Der Abstand zur oberen Kante beträgt 4 cm, damit der „Überstand“ hinterher mit der Isolierung des Wagens abschließt.

Unter dem Gardinenband befestigt Ihr ein Klettband (die Hakenseite). An diesem Band wird hinterher der Isolierungsstoff befestigt.

Da die ganzen Bänder auf der Rückseite einfach nicht hübsch aussehen, schneidet Ihr eine Blende zurecht. Ich habe aus dem Lodenstoff einen 15 ca. breiten Streifen geschnitten. Diesen ebenfalls zweimal a 1 cm eingefasst.

Den Streifen legt ihr nun links auf links auf den Hauptvorhang. Er überdeckt nun das Gardinenband und den Klettstreifen.

Fixiert den Streifen auf der ganzen Länge mit Nadeln. Dann näht Ihr knapp zur unteren Kante des Gardinenbandes die Blende auf dem Vorhang fest. Als Ergebnis habt Ihr jetzt zwei hübsche Seiten.

Endspurt!!!

Noch seid Ihr nicht ganz fertig. Damit die obere Kante auch nicht weg knickt, muss hier noch alle ca. 10 cm im oberen bereich der Stoff verbunden werden, so dass Taschen entstehen. Ich habe hierfür einfach den Zickzackstich genommen und das Füßchen ein paar Stiche vor und zurück bewegt.

Jetzt seid Ihr so weit und könnt die Haken einhängen. (die Kreide muss ich noch raus bürsten)

und auf der anderen Seite der Blende habt Ihr nun das Klettband versteckt, so dass ma den Vorhang auch ohne zweite Schicht nutzen kann.

Als nächstes muss der Isolierstoff angepasst werden. Ich lege ihn schon mal ein, um die Maße zu nehmen und zu sehen, wie das Endergebnis wohl werden wird. So ähnlich sollte es dann aussehen….ich finde das Ergebnis schon jetzt ganz schön cool.


Der Isoliervorhang wird ganz normal eingefasst und bekommt dann auf beiden Seiten oben ein Flauschband angenäht, damit Ihr den Vorhang je nach Wetter wenden könnt. Im Sommer glänzende  Seite nach außen. Im Winter soll die glänzende Seite nach innen, damit möglichst wenig Wärme nach außen entweichen kann.

Die richtige Länge messe ich ganz zum Schluß am Fahrzeug aus. Ich möchte den Vorhang so lang wie möglich machen und, wenn irgendwie realisierbar über die ganze Breite der Schiebetür. Das Original hat einen Ausschnitt für den Thekenbereich. Ich würde ihn gerne zwischen Theke und Tür schieben.

Klettband zum wenden

Das untere Ende vom Silberstoff habe ich in den unteren Saum gesteckt. So ist er halbwegs mit dem schweren Lodenstoff verbunden und flattert nicht herum.

Fertiger Vorhang.

So weit für heute. Ich hoffe, Ihr könnt mit der Beschreibung auch Euer Projekt realisieren. Ich freue mich auf Eure Kommentare. Und wenn ihr mehr lesen mögt, dann schaut doch mal unter der Rubrik Pimp my Womo nach weiteren DIY oder unter Kulinarisches nach neuen Rezepten. Wenn Ihr einfach mit uns die Welt erkunden wollt, seid Ihr herzlich eingeladen unseren Touren zu folgen.

Eure Alexandra