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Packliste für den Kasten

Packliste für den Kasten

Obgleich wir schon Campingerfahrung mit dem Zelt haben, stellte sich auch bei uns die Frage, was eigentlich alles mit muss. Hier mal unsere Packliste für zwei Erwachsene und ein Kind. In der Regel ist der Wagen immer so gepackt. Wir laden jedes Mal lediglich Anziehsachen und frische Lebensmittel ein.

Rund ums Fahrzeug

Wasser

Strom

  • Adapter Kasten auf Stromleitung
  • Adapter Stromleitung auf Zapfsäule
  • langes Stromkabel
  • Adapter für 12 V Steckdose mit diversen Steckern für Handy, Tablet und Co
  • Netzteil für Laptop, wenn er denn dabei ist. Normal bleibt der zu Hause
  • Powerbank

Sicherheit

Kochen

Wir kochen auch gerne mal auf dem Lagerfeuer, weswegen wir gusseisernes Kochgeschirr mitnehmen. Besonders lieben wir unseren Dutch Oven, den wir aber nicht immer auf dem offenen Feuer z. B. auf dem Campingplatz betreiben dürfen. Somit müssen wir über die Brikett Variante ausweichen. Wer also nicht grillen möchte, tauscht den Dutch Oven und die gusseisernen Töpfe und Pfanenn gegen leichtes Kochgeschirr – wir bevorzugen Edelstahl. Es können dann auch der Kamin, Handschuhe und der Grill gestrichen werden. Ab der Position Wasserkessel geht´s  normal weiter.

  • Gusseiserne Pfanne
  • Dutch Oven + Handschuh + Deckelheber
  • kleiner Grill zum zusammenklappen als Basis für den Dutch Oven – Achtung, dass ist das super China Billigmodell was auch sofort rostet, aber als Feuerschale für den Dutch Oven ist es voll und ganz ausreichend. Damit gab es bisher nie Probleme auf dem Campingplatz. Ist klein und schmal und passt in jede Lücke.
  • Profibriketts und Anzünder
  • Weber Kamin
  • Grillzange aus Metall um Briketts zu bewegen
  • Gusseiserner kleiner Topf
  • Wasserkessel 1,8 l mit großer Öffnung aus Edelstahl (dann kann man auch mal Milch oder Tee direkt drin machen und er nimmt keinen Geschmack an und lässt sich gut reinigen) Achtet auf den klappbaren Griff, damit er sich gut verstauen lässt.
  • Stapelbare Schüsseln 3 Stück mit Sieb zum Abgießen
  • 3 kleine Dosen mit Klickverschluß für Butter, Käse und Wurst…solten dicht schließen, damit man sie im Kühlschrank oder Schrank auch hochkant stellen kann
  • größere Dosen für Mehl, Zucker, Tee, Kaffee, kleinen Vorrat an Backpulver, Fertighefe, Vanillezucker…
  • Schneidebrett groß und klein aus Kunststoff (da reicht sicher auch ein großes Brett, aber wir schnibbeln als Familie gemeinsam)
  • Holzbrett zum Abstellen vom Kochtopf auf z.B. dem Tisch
  • großes Küchenmesser
  • kleines Schälmesser
  • Brotmesser (etwas Luxus muss sein)
  • Küchenreibe
  • Flaschenöffner mit Korkenzieher
  • Knoblauchpresse
  • Dosenöffner
  • Küchenhelfer mit Kelle, Löffel und Co
  • Holzkochlöffel (wird nicht heiß, wenn man ihn im Topf stehen lässt und brennt im Dutch Oven auch nicht an)
  • Schneebesen
  • Große Schere und kleine Schere (zum basteln bei Schlechtwetter)
  • 3 Teller aus Edelstahl
  • 3 Becher aus Edelstahl
  • 3 kleine Schüsseln aus Edelstahl
  • 3 Bundeswehrbesteck aus Edelstahl
  • 3 „Wein“ Gläser für Saft, Nachtisch
  • Handtücher zum Spülen
  • Spülbürste
  • Spülschwamm
  • Spülmittel
  • faltbare Wanne wenn man doch mal die Infrastruktur des CP nutzt
  • Zewa
  • Müllbeutel
  • Mülleimer

Lebensmittel

Immer an Bord haben wir für spontane Fahrten und schnelles Brot backen:

  • Gewürze wie Salz, Pfeffer schwarz und weiß, Paprika, Kräutermischung, Zimt, italienische Mischung
  • Mehl
  • Zucker
  • Hefeersatz (mit dem Dutch Oven kann man z.B. Brot backen)
  • Backpulver
  • Vanillezucker & ein paar Aromen
  • Müsli (ein ordentliches, was satt macht – nicht so ne Zuckermischung)
  • Honig
  • Tee
  • Kaffee
  • H-Milch
  • Saft
  • Sprudelwasser
  • Kakaopulver
  • Öl zum braten und ein gutes für Salat
  • Essig
  • Ketchup
  • Nudeln, Reis
  • Tomaten passiert
  • Pesto
  • Dose Thunfisch
  • Cracker
  • Nüsse
  • Dauerwurst / Salami
  • Popcorn

Schlafen

Draußen sitzen

  • Picknickdecke isoliert gegen Wasser möglichst klein und leicht, damit man sie auch beim Wandern mitnehmen kann
  • Klappsessel 3 Stück ganz kleine, da man die auch mal mitnehmen kann, wenn man auf den Beginn eines Feuerwerks wartet oder z.B.  den Kasten gegen ein Zweirad eintauscht.
  • Rolltisch 1 Stück (muss im Zweifel auch auf das Motorrad passen)
  • Anti-Mücken-Kerze
  • Anti-Brum oder Insektenschutz vom DM

Sonstiger Kleinkram

  • 2 Zeltheringe / Sandheringe zum Abspannen der Markise
  • Gummihammer oder manchmal geht auch der Spaten je nach Modell
  • 12 Meter stabiles Seil z. B. zum Abspannen der Markise
  • dünnes Seil als Wäscheleine
  • Wäscheklammern
  • Universal Outdoor Klebeband
  • Nähset
  • Waschmittel
  • Stoffbeutel zum Einkaufen oder für den Campingplatz
  • Kehrblech und Handfeger
  • Adapter für Gasflaschen
  • Klapphocker Höhe 40 cm (damit man besser ins Hochbett kommt, wahlweise auch zum Beine hoch legen oder als Tisch nutzbar, wenn man keine Lust hat den Rolltisch aufzubauen)

Outdoor erleben und bewegen

  • Geeignetes Kartenmaterial
  • Tagesrucksack
  • Siggflaschen 3 Stück a 1 l
  • Taschenlampen, Trillerpfeife (im Moor nötig)
  • Aquaschuhe aus Neopren schützen die Füße an steinigen Stränden und in unbekannten Bächen und Flüssen vor Schnitten und komischen Tieren
  • 1,5 l Kunststoffbox mit Klickverschluß für Obst und Co, damit das beim Wandern nicht zerdötscht. Außerdem sammelt man mit Kind immer irgend einen Kram ein, den man nicht lose im Rucksack haben möchte.
  • Blasenpflaster
  • Kleinen Pack Erste-Hilfe mit Pflastern, Stützverband, Kompresse, Zeckenzange, Pinzette
  • Power Nahrung für den Notfall – Nussmischung, Energieriegel
  • Badesachen
  • Funktionshandtücher 3 Stück für den Strand (da bleibt kein Sand drin hängen und die trocknen schneller)
  • Sonnencreme
  • Regenschirme
  • Flipflops / Crogs für den Campingplatz, Dusche und Co

Kleidung nach Wetterlage. Immer mit dabei sind unsere geliebten Hosen aus dem Hause Maier Sports. Da ich ein wenig größer und kräftiger bin, ist das einer der wenigen Anbieter, der hier passende funktionale, langlebige Kleidung liefert. Meine Lieblingshosen sind die Lulaka zum hoch rollen und die Arolla zum zippen. Mit entsprechender Unterwäsche haben mich die Hosen bisher in jede Klimaregion begleitet. Herr Mann hat ebenfalls zwei Hosen aus dem Haus Maier Sports. Herr Sohn < 1,60 hat derzeit noch eine Treckinghose aus dem Hause Jakoo mit Kevlar Besatz an den Knien – ebenfalls zum abzippen. Mit dabei sind bei den langen Urlauben auch ordentliche hohe Wanderschuhe aus dem Hause Meindl, Berghaus, Lowa oder Scarpa sowie Halbschuhe von Brütting. Die Sandalen sind bei uns aus dem Hause Keen mit Zehenschutz. Hier nutzen wir gerne die wasserfesten Schuhe.

Badezimmer

  • Handtuch und  Duschtücher für die Körperhygiene (zusätzlich zu den Mikrofaserhandtüchern für den Strand und Co)
  • Waschlappen
  • Zahnbürsten + Zahncreme + Becher
  • Haarbürsten
  • Nagelset
  • Duschzeug
  • Haargel
  • Damenhygiene
  • Taschentücher
  • WC-Papier (ganz normales aus dem Handel)
  • Hand-Seife
  • Fön (im Notfall auch fürs enteisen nutzbar)

Reiseapotheke

Hier sind wir durch unsere Saharatour recht gut ausgestattet und packen die Sachen gerade bei langen Reisen einfach ein. Es gibt nichts blöderes, als wenn man für Hustensaft in z.B. Österreich ein Rezept von einem Arzt besorgen muss. Die schwarz geschriebenen Dinge sind immer mit an Bord. Die farbig markierten nur bei längeren Reisen.

  • Hygienespray / Desinfektionsspray
  • Pinzette
  • Zeckenzange
  • Pflaster
  • Blasenpflaster
  • Kompresse
  • Verband / Tape
  • Kühlakku
  • Wundspray
  • Antibiotika
  • Augentropfen mit Antibiotika
  • Spülmittel für Augen
  • Schmerzmittel
  • Fieber senkende Mittel
  • Hustensaft
  • Cortisoncreme Dermatop gegen Stiche, Ausschlag, Sonnenallergie
  • Antihystamin bei allergischen Reaktionen
  • Creme / Tabletten gegen Pilze – die Frauen wissen wovon ich rede
  • Smecta Heilerde gegen Erbrechen und Übelkeit haben wir in Marokko sehr zu schätzen gelernt. Geeignet auch für Babys!!! Gibt es in Deutschland nur in der Onlineapotheke zu kaufen.
  • Mittel gegen Durchfall
  • Elektrolyte
  • Einwegspritzen und Nadeln

Was man sonst noch so braucht

  • Spielesammlung & Kartenspiel
  • Federball
  • Frisbee
  • Ball
  • Reiseführer
  • Tagebuch
  • Stifte, Bleistift, Radiergummi, Spitzer
  • Bücher
  • Musik auf CD, Stick
  • Stellplatz App
  • Stellplatzführer wie BritStops oder Landvergnügen
  • Navigationssystem und Straßenkarten, Wanderkarten, Tideplan
  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung
  • Reisedaten und Ausweise, Tickets auf Cloude gesichert

Ich hoffe Ihr konnten noch ein paar Ideen mit nehmen. Ich freue mich natürlich immer über Eure Kommentare.

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England 2018 – Tag 2 & 3 – Das Lotti-Mobil ist defekt

Das Lotti-Mobil ist defekt!

Schon bei der Hinfahrt (ausschließlich Autobahn und lange Strecken) haben wir uns gewundert, dass unser Lotti-Mobil nicht auf die gewohnte Endgeschwindigkeit kam. Wir haben es auf das Gewicht und die Landschaft geschoben und uns weiter keine Gedanken gemacht. Jetzt auf der Landstraße und in den kleinen Dörfern müssen wir ständig abbremsen und jedes Mal, wenn wir in den niedrigen Gängen vor einem Kreisel abbremsen, geht Lotti auf Notbetrieb. Will heißen 1000 Umdrehungen und Schritttempo. Also im Kreisel Motor aus, neu zünden und fahren, bis man wieder abbremsen muss. Nicht wirklich komfortabel und auch für die restliche Reise quer durch die Moore und die kleinen Dörfer praktikabel.

Also halten wir an einer Tankstelle und lassen uns die nächste Werkstatt von VW benennen. Wir haben Glück. In Salisbury gibt es einen VW-Händler. Das sind gerade mal 8 km von Stonehenge entfernt – überwiegend Landstraße. Somit fahren wir also los.

VW-Händler in Salisbury

Wir kommen um 17:30 beim VW-Händler an und haben vermeintlich Glück. Heute werden die Modelle der Saison vorgeführt und es sind tatsächlich noch Verkäufer vor Ort. Wir versuchen unser Problem zu schildern, als die Dame an der Rezeption auf Deutsch umschwenkt. Sie ist Deutsche und somit wird die technische Schilderung um einiges leichter. Da kein Techniker im Haus ist, müssen wir bis zum nächsten Tag warten. So wirklich will uns hier aber niemand helfen. So dürfen wir weder auf dem Gelände stehen bleiben (auch nicht auf dem nicht eingezäunten Teil) noch hat man wirklich Lust den Speicher auszulesen. Man wiegelt bereits am Sonntag ab. Außerdem wären sie voll ausgebucht und sie hätten gar keine Zeit und vermutlich wäre auch die Halle zu klein für uns. Da wir für heute keinen Plan mehr haben, beschließen wir morgen mit einem Techniker zu sprechen.

Ein toller Platz für eine Nacht

Wir schauen uns im Industrie-Mischgebiet um und finden auf einem Firmengelände einen Parkplatz direkt an einem kleinen Bach. Wir finden, dass der Platz besser ist, als die Straße und beschließen hier zu bleiben. Natürlich fallen wir auf und ein Mitarbeiter der Firma beäugt uns skeptisch. Schnell erklären wir ihm unser Problem, woraufhin er uns offiziell erlaubt hier stehen zu bleiben.

Idyllischer Stellplatz im Industriegebiet

Während wir unser Abendessen vorbereiten, kommen zahlreiche Leute vorbei. Unter anderem auch eine englische Familie mit einer Tochter, die so alt ist wie Herr Sohn. Die Mutter hat ein deutsches Abitur in England gemacht und auch die Tochter muss Deutsch lernen. Sie geht die Woche drauf auf Klassenfahrt nach Köln. Wir unterhalten uns eine Weile nett im Sprachkauderwelsch zwischen Englisch und Deutsch und bekommen den Hinweis, dass ein paar Meter weiter hoch eine Einstiegsstelle in den Bach sei und man hier gut schwimmen könne. Das lassen wir uns bei den Temperaturen nicht zweimal sagen. Zudem sind wir von Stonehenge ziemlich verstaubt.

Kalt – eiskalt – aber wunderbar an so einem heißen Tag

VW glänzt durch nicht vorhandenen Service

Die Nacht ist ruhig und wir stehen morgens ganz früh erneut bei VW auf der Matte. Die deutsch sprechende Dame von gestern hat unser Problem nicht im Haus kommuniziert. Die hiesigen Techniker haben keine Lust auf das Lotti-Mobil (halten wir fest der VW LT wird in England massenhaft gefahren, sodass der hier keine Besonderheit ist, sondern Tagesgeschäft). Zudem fühlen sie sich nicht zuständig, da das ein Commercial Vehicle sei. Da müssten wir zu VW Commercial Vehicle fahren. Auf unser Fragen hin, wo wir da hin müssten nur die Antwort: nach Westbury. Keine Adresse, keine Telefonnummer, keine Ankündigung und vor allen Dingen ist das besagte Westbury fast 140 km weit entfernt. Und das mit einem Fahrzeug, das nicht wirklich fahren will. Super Idee – Danke für den umwerfenden Service.

Not macht erfinderisch

Mittlerweile haben wir auf dem Nachbargrundstück einen VW LT 35 entdeckt. Wir laufen durch das Industriegebiet und finden die dazu gehörende Firma. Irgendwo muss der ja sein Fahrzeug warten lassen. Und mit Sicherheit fährt der dafür keine 140 km. Wir warten also, dass der Betrieb die Pforten öffnet und stellen dem Inhaber die Frage nach seiner Werkstatt. Der schaut uns nur völlig entgeistert an. Ich kann mir auch was Besseres vorstellen, als am Montag morgen als erstes irren Touristen zu begegnen. Schließlich sucht er uns eine Adresse von seinem Schrauber raus. Dieser sitzt im Salisbury in einem angrenzenden Industriegebiet. Strecke 3 km. Geht doch!

Die Schrauberbude schlechthin

Wir landen in einem Areal, bestehend aus vielen kleinen Hallen im Charme der 70er. So wirklich modern wirkt da kein Handwerksbetrieb. Alles ist ein wenig rummelig und der mit Abstand rummeligste Laden ist der von uns gesuchte Schrauber. Nach ein paar Wortwechseln stellen wir fest, dass auch er keine wirkliche Lust hat und seine Kapazitäten am Ende sind und und und… aber zwei Boxen weiter gäbe es noch eine Werkstatt. Somit rollen wir 30 Meter weiter und tragen erneut unser Problem vor.

OFFERING YOU THE BEST SOLUTION FOR YOU CAR

Hier treffen wir auf Mark & Elaine Carter und Team von https://www.newgarageharnhamltd.co.uk/ und stellen schnell fest, dass dieses Unternehmen voll und ganz hinter seinem Motto steht.


Sofort kommt man ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass Elaine selbst Wohnmobilist ist und im nächsten Sommer Deutschland bereisen möchte. Sie kann voll und ganz nachvollziehen, dass wir gerne unsere Tour weiter fortsetzen wollen. Somit wird der Techniker geholt. Der soll den Speicher auslesen. Leider kommt er mit dem vorhandenen Gerät nicht in die letzte Ebene hinein. Somit wird herum telefoniert bis ein geeignetes Diagnosegerät bei einer befreundeten Werkstatt gefunden wird. Ein Mitarbeiter fährt los, um es zu holen. Schnell wird daraufhin der Fehler diagnostiziert – das elektronische Gaspedal scheint defekt zu sein. Ein kleines schwarzes unscheinbares Kästchen im Motorraum.

Wenn es doch so einfach wär…

Leider gibt es das kleine schwarze Kästchen nicht in England und muss über VW Deutschland bestellt werden. VW ruft hierfür rund 480 Pfund zuzüglich MwSt auf. Damit wären wir mit Einbau bei rund 900 Euro gelandet. Viel schlimmer als das Geld war aber die Lieferzeit von über 14 Tagen!!!. Während mein Mann schon gedanklich die Heimfahrt antritt, überlege ich wie wir den Urlaub weiter gestalten. Immerhin haben wir alles bis auf ein Zelt dabei. Somit könnte man einen Mietwagen nehmen und weiter fahren. Das Lotti-Mobil würde im Zweifel der ADAC zurück holen. Aber bevor wir aufgeben telefoniert Elaine alle Schrotthändler ab, während wir zu Mercedes rollen und versuchen hier das gewünschte Teil zu bekommen. Aber auch hier ähnlich lange Lieferzeiten.

Der Techniker gibt derweil nicht auf und baut das Teil aus. Sprüht ordentlich Kontaktspray rein und baut es wieder ein. Der Fehler scheint erst einmal behoben, aber so richtig glücklich ist er nicht. Während Elaine die Schrotthändler weiter abtelefoniert, beschließen wir unsere Fahrt weiter fortzusetzen. Elaine wird uns kontaktieren, sobald sie das Teil hat und uns dieses dann zuschicken.

Als wir die Arbeit bezahlen wollen, werden wir erneut positiv überrascht.
Da Elaine das Problem nicht beheben konnte, möchte Sie kein Geld nehmen. Wir bieten dafür eine Übernachtungsmöglichkeit an, sobald sie in Deutschland sind und werden uns noch etwas überlegen, wie wir unser Glück weiter reichen können. Wir haben an diesem Tag viele tolle Menschen kennen gelernt, welche uns mit ihrer liebenswerten Art reich beschenkt haben. Dafür sind wir sehr dankbar!

Somit geht unsere Reise weiter – im übrigen problemlos!!!! – und ihr könnt uns weiter begleiten. Wir starten durch in Richtung Dartmoor.

Dear Elaine, dear Mark, you have saved our holiday. Thank you very, very much for your great effort! You are always welcome with us.

 

 

England 2018 – Tag 2 – Stonehenge der Touristenmagnet

Stonehenge der Touristenmagnet

… lässt natürlich auch uns nicht vorbeifahren. Schließlich hat man über die alten Steine schon viel gehört und den einen oder anderen Bericht im TV gesehen. Jetzt wollen wir uns natürlich selbst ein Bild von dem Sagen umwobenen Ort machen.

Geplant ist der Besuch für 11:oo Uhr. Wer glaubt, dass er einfach so an diesen heiligen Ort fährt, hat sich getäuscht. Seit geraumer Zeit gibt es ein Besucherzentrum, welches die Besuchermassen kanalisiert. Hier muss man vorab online seinen Besuch ankündigen und buchen. Bereits von Deutschland aus haben wir dieses gemacht. Man hat zum Einchecken ein Zeitfenster von 30 Minuten.
Je nach Uhrzeit gestaltet sich die Anfahrt stauig und man muss für die letzten 500 Meter schon mal 30 Minuten und mehr einplanen. Wir haben Glück um Unglück (unser Lotti-Mobil schaltet bei jeder Bremsung seit heute morgen in den Notbetrieb) und fahren durch. Da heute Sonntag ist, hat eh keine Werkstatt offen und in Stonehenge findet uns im Zweifel auch der ADAC schneller als irgendwo im Niemandsland. Außerdem wollen wir Stinehenge nicht noch mal buchen, auf die Gefahr hin, dass wir keine Tickets mehr bekommen.

Reisemobile parken bei den Bussen. Das ist recht entspannt.

Wie immer ist bei den Engländern und dem Heritage alles bestens organisiert. Dank unserer Mitgliedschaft können wir kostenlos parken und die Anlage kostenlos besichtigen. Auch der Audioguide ist inklusive.

Früher Vogel fängt den Wurm

Wie bei allen Attraktionen auf unserer Reise – der frühe Vogel fängt dieses Mal den Wurm oder hat die schönsten Aussichten und ein wenig die Gelegenheit zu genießen. Mit unserem 11:00 Uhr Ticket gehören wir noch zu den frühen Besuchern und genießen ein relativ leeres Gelände. Der richtige Ansturm kommt ca. 1-1,5 Stunden später. Und wenn wir hier von Ansturm reden, dann meinen wir das auch so. Immerhin besichtigen diesen Ort mehrere Millionen Besucher im Jahr.

Das Besucherzentrum als Ausgangspunkt für den Tag

Zu Fuß ist es einfach am schönsten

Vom Besucherzentrum sind es ca. 2 km bis zu den Steinen. Man kann wahlweise einen kostenlosen Busshuttle nutzen oder über einen Feldweg das begehrte Ziel erreichen. Wir wählen den Feldweg, welcher ebenfalls interessante Informationen bereithält und noch weitere Besonderheiten der gesamten Anlage preisgibt.

Ein schöner Weg abseits des Trubels vorbei an Hügelgräbern

Da es wenig Schatten gibt, ist es ratsam Sonnencreme, Kopfbedeckung zu nutzen und ausreichend Wasser mitzuführen, denn auch bei dem Steinkreis angekommen wird man einige Zeit verbringen.

Der Audioguide – unser Reiseleiter

Wer ein wenig mehr über Stonehenge und die Vergangenheit erfahren möchte, nutzt den Audioguide, den es auch in deutscher Sprache gibt und welcher für Kinder geeignet ist. Alle paar Meter erfährt man so Besonderheiten zu Stonehenge und wird auf Kleinigkeiten hin gewiesen, welche einem so entgangen wären. Mit dem Guide dauert die Runde um die Steine herum rund 1,5 Stunden. In Summe kann man schon einmal 4-5 Stunden einplanen.

Wirklich nah kommt man nicht mehr ran an die Steine

Es gibt überall auf dem Weg die Möglichkeit zu einem Picknick. Allerdings gibt es auch hier so gut wie keinen Schatten.

Alleine ist man hier nie. Das ist hier eine sehr gut organisierte Massenveranstaltung. Wer morgens bucht, hat noch ein wenig Ruhe. Der Andrang ist so ab 13:00 Uhr richtig groß. Dennoch ist der Platz ausreichend und man kann in Ruhe stehen bleiben und sich alles anschauen.  Obgleich ich auf Massenveranstaltungen echt allergisch reagiere und schnell überfordert bin (Mein Alptraum ist das Eden Projekt – dazu aber später mehr) war der Tag an sich recht entspannt.

Eine handwerklich beeindruckende Leistung

Zum Abschluß in die Ausstellung

Zum Abschluß werfen wir noch einen Blick in die Ausstellung, denn hier ist es klimatisiert und man kann der Sonne ein wenig entkommen. Zudem sind die Menschenmassen alle draußen bei den Steinen. Da man sich leider nicht durch die echten Steinkreise bewegen darf, gibt es hier die Möglichkeit sich in die Mitte auf den Fußboden zu setzen und den Steinkreis via Projektion auf sich wirken zu lassen. Wer einmal in einem echten Steinkreis sitzen möchte, hat zum Beispiel in Minion die Gelegenheit dazu. Hier gibt es gleich drei Kreise. Aber auch in der Nähe von Stonehenge gibt es noch ein Dorf, welches mit den Kreisen lebt.

So könnten sie damals gewohnt haben die Erbauer des Kreises. Eigentlich recht komfortabel.

Leider geht unsere Reise nicht so weiter, wie geplant.  Somit kümmern wir uns jetzt erst einmal um unser Lotti-Mobil und suchen nach einer Werkstatt. Da Sonntag ist, haben wir noch genug Zeit. Ob und wie es weiter geht, könnt Ihr hier in den nächsten Tagen lesen.

Fazit

Wir finden, dass man sich Stonehenge angesehen haben sollte. Jedoch sind die Steine nicht so beeindruckend, wie wir es vorher gedacht haben. Dennoch sehr interessant aufbereitet. Stonehenge ist touristisch voll erschlossen, Rollstuhl geeignet und wie immer von Heritage gut organisiert. Ältere Kinder ab 10 Jahren haben hier ihren Spaß.

Wer sparen mag, nutzt die Kurzmitgliedschaft von Englisch Heritage oder National Trust. Hier haben wir schon berichtet.

Wer mehr über England erfahren möchte, folgt einfach den weiteren Beiträgen auf unserem Blog unter England 2018

Die ganze Reiseroute könnt ihr ebenfalls hier verfolgen.

Natürlich freuen wir uns über Eure Kommentare!

 

DIY – Tempomat einbauen beim Kasten

Das einzige was fehlt ist der Tempomat

Lotti ist mit ihren 17 Jahren wirklich gut ausgestattet – das einzige, was zu Schraubers Glück noch fehlt ist ein Tempomat. Frei nach dem Motto selbst ist der Mann durchstöbert er also das Sprinterforum nebst dem restlichen Internet, und kommt schon recht schnell zu dem Ergebnis, dass wir diesen ganz einfach nachrüsten können. (VW und Co hatten da eher keine Lust  oder zu wahnsinns Abwehr-Preisen)

Also bestellt der Schrauber über Ebay einen Einbausatz. Hört sich auch alles ganz einfach an. Hebel einbauen, Kabelstrang an Buchse stecken, frei schalten und fertig.

Das Märchen von der Buchse und dem Stecker

Kurz darauf kommt der Hebel hier mit zahlreichen Kabeln und Schrauben per Post an. Mein Vater ist als alter Bastler gleich dabei und so machen sich die beiden Männer im Winter dran den Tempomaten einzubauen.

Der Hebel (Design Mercedes) findet auch schnell den richtigen Platz – aber das Märchen von der Buchse und dem Stecker bleibt eins. Liebe Schrauber, beim VW LT gab es diese Buchse nie! Dies ist lediglich dem Sprinter vergönnt.

Also fangen der Schrauber und der Techniker an Kabel durch das Fahrzeug zu ziehen und vertängeln diese fachgerecht.

Nach einem Tag Bastelei ist das Werk vollbracht!

Ganz ehrlich – ich habe keine Ahnung, was die Zwei so rauchen, während sie basteln – hauptsache glücklich 😉

Jetzt nur noch frei schalten.

Der erste Weg führt zu unseren beiden Werkstätten hier im Ort. Diesen mangelt es jedoch an der richtigen Software. Also kontalktieren wir die VW-Händler im Umkreis. Von diversen Werkstätten kommt gar keine Rückmeldung – die halten unsere Anfrage schlicht für einen Scherz. Die VW Werkstatt in Alzey ruft glatte 300 Euro für das Freischalten auf (sie müssten ja auch die Kabel alle überprüfen). Die Werkstatt in Egelsbach ist mit knapp 70 Euro moderat dabei, dafür braucht man aber vier Wochen im Voraus einen Termin und wir fahren zudem noch 70 km.

Über das Kastenwagenforum erhalte ich den Tipp mal im VCDS-Forum nachzufragen, ob uns da jemand weiter helfen kann. Ich schreibe die Mitglieder in unserer Nähe an und ja, es meldet sich ziemlich schnell Andi zurück. Gleich am nächsten Abend fahren wir mit unserer Lotti hin.

Wenn es denn so einfach wäre….

Motiviert holt Andi den Laptop, will gerade den Diagnosestecker anschließen und stutzt…. unser VW-LT hat tatsächlich einen runden Stecker aus dem Hause Mercedes. Somit wird es heute nichts mit der Freischaltung. Mit Andis Hilfe finden wir den passenden Adapter und bestellen diesen wie immer über das Netz.

Eine Woche später ist der Stecker da und wir vereinbaren einen neuen Termin mit Andi. Die meiste Zeit nahm bei diesem Termin das Hochfahren des Laptops in Anspruch. Stecker eingestöpselt – Freischaltcode 11463 eingegeben (bei alten Diagnosegeräten Kanal 6 von 255 auf 1 setze) nund freuen!

Wir haben Tempomat!!! –  und das  für umgerechnet 170 Euro, einer Bastelstunde unter Männern, und einem neuen Kontakt im Nachbarort.

 

 

DIY – Papiergirlande basteln

Kleine Bastelei für Zwischendurch

Für mich gehört zum richtigen Urlaubsfeeing einfach eine Girlande. Da wir im Wagen vermehrt Kreise vorfinden, habe ich das Thema auch bei der Girlande aufgegriffen. Eine kleine Bastelei für Zwischendurch.

Zutaten:

festes Papier
Schere
Nähmaschine
Kreisvorlage (Becher oder ähnliches) alternativ Zirkel oder Kreisschneider

Und so wirds gemacht:

  1. Kreise ausschneiden
  2. Kreise nach Gefallen sortieren
  3. mit einem großen geraden Stich mit der Nähmaschine zusammen nähen
  4. aufhängen
  5. freuen!

Zeitaufwand ca. eine Stunde. Ich finde eine schnelle und preiswerte Methode, um den Kasten oder auch eine Party zu dekorieren.

Ich freue mich wie immer über Eure Kommentare unter dem Beitrag!

Mehr  DIY-Ideen rund um den Kastenwagen erhaltet Ihr in der Rubrik Pimp my Womo. Hier erfahrt Ihr, wie ich die Küche neu eingekleidet und den Thermovorhang genäht habe. Zudem macht der neue Teppich unsere Lotti jetzt richtig gemütlich.

Eure Alexandra

Es geht los! – Die erste Ausfahrt!

Es geht endlich los!

Nach langem schrauben, lackieren, abdichten und dekorieren geht es nun endlich los!

Die erste Ausfahrt ist für diesen Freitag mit Übernachtung geplant. Wir haben eine Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert. Hier bietet es sich ja förmlich an, nach einem zauberhaften Abend einfach direkt ins Bett zu fallen.

Darfs ein bisschen mehr sein?

Ja, es darf ein bisschen mehr sein! Nachdem ich eifrig alles eingepackt habe, was man so standardmäßig benötigt, es auch geschafft habe das Wasser nachzufüllen, den Boiler zum laufen zu bekommen und der Kühlschrank brummt, fahre ich schnell zum Landhandel und lass uns wiegen. Seit Tagen mein großer Alptraum, dass wir mit der Zuladung nicht hin kommen und Biotuning betreiben müssen.
Das Ergebnis 3,017 t. Wunderbar! Ich rechne noch großzügig die Töpfe, den Grill, die Beifahrer, 20 kg je Person Gepäck, die Fahrräder, eine weitere Gasflasche drauf und habe noch satte 54kg Luft. Perfekt!

Alles einsteigen!

17:00 Uhr – alles einsteigen! (Katze wieder raus setzen) Türen schließen! Los gehts!

Alles startklar

So weit läuft die Fahrt auch ganz hervorragend. Lotti schafft 120 km/h spielend. Die Fahrgeräusche sind ein wenig gewöhnungsbedürftig und an der einen oder anderen Stelle müssen wohl noch ein paar Filzpuffer angebracht werden. Auch die Weingläser klappern noch verdächtig. Handtücher schaffen hier erst einmal Abhilfe.

Das Navi haben wir vom Vorbesitzer übernommen – die Wegführung sehr kreativ! Da wird sich wohl noch mal jemand mit der Einrichtung beschäftigen müssen. Anstelle den komfortablen Weg um Wiesbaden herum, werden wir zur Hauptverkehrszeit mitten durch die Stadt gelotst und dann über den Neroberg über den Taunuskamm dem Ziel entgegen.

Oh Schreck – der Turbolader ist defekt!

Den Neroberg meistert Lotti noch sehr gut, doch auf dem dann folgenden Stück verliert sie schlagartig an Geschwindigkeit.  Da hilft kein Schalten – es tut sich einfach nichts – Wir halten nach Rauch und nem qualmenden Motor ausschau – nix – aber auch keine Reaktion auf irgendwas *peinlich* … wenn man sich mit 30km/h die Hühnerleiter hoch kämpft und 10 Minuten lang erschrocken glaubt, dass der Turbolader den Geist aufgegeben hat….

Dann aber die Erleichterung, als bergab das Fahrzeug wieder das macht, was es soll. Resümee dieses Erlebnisses: Weltreise ja, aber nicht über die Alpen 😉

Das Konzert war hervorragend! Und müde kippen wir einfach an Ort und Stelle ins Bett. Mittlerweile haben wir auch raus, wie man den Schlafplatz von Herrn Sohn rasch umbaut.

Schlafplatz von Herrn Sohn

Der Platz neben dem Bett ausreichend, um sich umzuziehen und aneinander vorbei zu bewegen.Wir krabbeln oben ins Bett und es dauert keine drei Minuten und ich höre ein gleichmäßiges, zufriedenes Schnarchen von meinen beiden Lieben.

Wie unsere erste Nacht war, erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

Dachschaden beseitigen – neue Dichtung für den Kasten

Leider hatten wir im Winter einen Wassereinbruch. Die Dichtung zwischen Karosserie und GFK-Dach war im Laufe der Jahre porös geworden. Bei dem Dauerregen Ende 2017 nicht wirklich toll. Somit haben wir als Kastenneulinge gleich eine neue Herausforderung, der wir uns stellen müssen.

Dank Kastenwagenforum haben wir schnell alle Tipps beisammen – hier unsere Erfahrungen mit DIY-Anleitung.

Arbeitsmaterialien

  • Teppichmesser, Dremel, scharfe Werkzeuge – wir haben kleine Messer mit verschiedenen Formen zur Holzbearbeitung genommen
  • Gutes glattes Abklebband, welches auch nach ein paar Tagen noch ab geht
  • Sika Primer oder Waschbenzin – es muss halt entfetten
  • Sika flex 221i
  • Sika Glättmittel + kleine Schüssel
  • Einmalhandschuhe im 100er Pack
  • festeres Plastik zum Abziehen
  • Holzspatel vom Hausarzt zum abziehen
  • Küchenrolle zum abwischen
  • Leiter oder Gerüst oder irgend etwas anderes, um einen guten Stand in entsprechender Arbeitshöhe zu haben
  • Einen starken Mann

Alles muss raus

Vorne weg – diese Arbeit macht nicht wirklich Freude und man kann getrost mehrere Stunden einplanen. Am besten verteilt man diese auf mehrere lange Abende, um die Motivation ein wenig zu halten. Vermutlich wird dem eher normal trainierten Menschen nach jedem Abend so ziemlich jeder mögliche und unmögliche Muskel weh tun – aber es ist schaffbar!!!

Mittels Dremel, Teppichmesser und was ihr halt noch so findet, versucht Ihr die alte Dichtmasse so gut es geht heraus zu bekommen. Wie so oft sind leider 98% so fest, dass man manchmal glaubt, den Kampf zu verlieren. Bleibt dran – es nützt alles nichts – das alte Zeug muss raus. Stückeln hilft nicht – schließlich wollt ihr ja nicht in einem Jahr wieder anfangen.

Ein Glück hat der Schrauber bei uns die Nerven für derartige brachiale Arbeiten und widmet sich voller Hingabe begleitet von diversen Schimpfwörtern und Flüchen dieser Arbeit.

Nach nur drei Abenden hat er es aber geschafft und die Masse ist weitestgehend raus. So richtig sauber bekommt man die Rinne jedoch nie.

Arbeitsvorbereitung

Jetzt kommt mein Einsatz – bevor es mit dem SIKA weiter geht reinige ich die Rinne mit Benzin. Die neue Dichtmasse braucht eine gute Angriffsfläche.

Danach klebe ich mit einem breiten Klebeband aus dem Hause Tesa die Kanten ab, an denen die neue Dichtung lang laufen soll. Ich habe das ganz glatte Klebeband genommen, welches man in der Malerabteilung erwerben kann. Das Band ist stabil genug, um später ohne Probleme wieder abgezogen zu werden. Achtet hier auf Qualität, das spart Euch viel Ärger.

abgeklebte Rinne

 

Klebt immer Stück für Stück und nicht in einem durch. Wenn ihr das Band mit der noch nassen Dichtmasse abzieht, müsst ihr es nicht zwischendurch abreißen. Das erspart Euch einige Manscherei. Sika ist einfach nur klebrig und eine Kombi aus altem Kaugummi und Zahnpasta. Ihr seid froh, wenn das Zeug nur da drauf kommt, wo es hin soll.

Als nächstes schneidet Ihr Euch passendes Abziehwerkzeug zurecht. Hierzu könnt Ihr entweder ein festeres Kunststoff z. B. aus einer Lebensmittelverpackung oder Holzspatel vom Hausarzt verwenden. Schneidet Euch gleich mehrere Abzieher zurecht. Ihr könnt diese nur schwer reinigen, so dass es einfacher ist alle paar Meter einen neuen zur Hand zu haben.

Daneben braucht Ihr jetzt noch unenedlich viele Handschuhe – legt sie am besten ganz in Eure Nähe. Die Handschuhe werdet Ihr häufiger tauschen, um die Dichtmasse nicht an ungewollte Orte zu verteilen. Dazu noch Küchenrolle um ggf. daneben gelaufenes Sika direkt zu entfernen.

SIKA-Wetter – Jetzt geht´s los!

Jetzt kann es endlich los gehen. Das Wetter ist gut, die Temperaturen auch nachts über 5 Grad. Ihr seid ausgeschlafen und hoch motiviert und alle Arbeitsmittel liegen griffbereit….

Mein Papa hat mir die Tage noch diese Düse mit Gelenk zugeschickt. Tolle Erfindung. Trägt ungemein zu einer halbwegs komfortablen Arbeitshaltung bei.

Ich arbeite mich Meterweise vorwärts – eben so weit es mit den Paletten unter mir möglich ist. Ihr zieht dann auch direkt die Masse mit dem Spatel ab und formt grob die neue Rinne vor. So lange die SIKA Masse noch feucht ist, solltet Ihr dann auch mit dem SIKA-Glättmittel nacharbeiten. Ich habe den Fehler gemacht und mich erst ums halbe Auto gearbeitet, bevor ich angefangen habe die Masse zu glätten. Da hatte die Masse leider schon angezogen. Daher also auch relativ schnell das Klebeband entfernen. Nach dem Abziehen des Klebebands habe ich noch einmal mit dem Glättmittel die Kanten „angedrückt“.

Bitte immer die Handschuhe anziehen! Das Zeug geht von den Händen wirklich nur schwer wieder ab.

Weiter gehts – Palette schieben – Masse einsprühen – abziehen – glätten – Klebeband entfernen – noch mal glätten  – Palette schieben – Masse einsprühen – abziehen – glätten –  Klebeband entfernen ……

Nach 10 Metern fällt mir die Hand ab und ich bekomme die Kartusche kaum noch gedrückt. Daher muss also der starke Mann für die letzten zwei Meter her ;o)

Nach dem Abziehen sieht das Ergebnis dann so aus. Ich finde es ist ganz gut geworden.

Jetzt können wir nur hoffen, dass es auch wirklich dicht ist. Je nach Temperatur braucht SIKA  Drei bis fünf Tage zum aushärten. Am Wochenende werden wir dann mal den Test wagen.

Feinschliff zum Schluß

Malen nach Zahlen hat sich in diesem Fall bewährt. Herr Sohn ist mit seine 10 Jahren somit in der Lage die Kante der Rinne noch einmal mit Lack nachzuarbeiten und so vor Rost zu schützen. Die Rinne haben wir vorher auf Rost geprüft und entsprechend behandelt. Hier geht es nur noch um die Optik.

Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig mit diesem Beitrag weiter helfen. Die Arbeiten sind echt anstrengend, aber kein Hexenwerk. Fangt einfach an.

Wenn es Euch gefalle hat, dann freue ich mich über Eure Kommentare!

Vorhang für die Schiebetür vom Kasten

Innen warm und leise

.. so das Ziel, welches mit dem neuen Vorhang erreicht werden soll. Der originale Vorhang ist nach 17 Jahren nicht mehr so schön und passt auch farblich nicht zum neuen Innendesign. Also soll ein neuer Vorhang her, der a) im Winter die Kälte sicher aussperrt b) im Sommer die Hitze abhält und c) Fahrgeräusche und Außenlärm schluckt.

Daher haben wir uns für einen weichen, schweren Wärmestoff entschieden, der sich wie ein Lodenstoff anfühlt und leicht filzig ist. Diesen möchte ich mit einem Thermofutter kombinieren. Angeblich kann ein Wärmeverlust durch das Fenster von bis zu 80% verhindert und bis zu 46% Heizkosten gespart werden. Im Sommer kann man den Vorhang einfach umdrehen (glänzende Seite nach außen) und die Sommerhitze bleibt draußen.

Der alte Vorgang dient als grobe Vorlage – spannend ist hier der Aufbau der Aufhängung, welche bündig mit der Isolation des Kastens abschließt und so keine Kälte rein kann.

Wärmevorhang nähen Schritt für Schritt

Die Hauptarbeit bereitet der Vorhang aus dem Wärmestoff, da dieser später auch der Träger für den Isolierstoff wird. Da der Lodenstoff nicht ausfranst, reicht es diesen einfach umzunähen, und hinterher die Kante sauber beizuschneiden.

Als nächstes wird das Gardinenband aufgenäht. Der Abstand zur oberen Kante beträgt 4 cm, damit der „Überstand“ hinterher mit der Isolierung des Wagens abschließt.

Unter dem Gardinenband befestigt Ihr ein Klettband (die Hakenseite). An diesem Band wird hinterher der Isolierungsstoff befestigt.

Da die ganzen Bänder auf der Rückseite einfach nicht hübsch aussehen, schneidet Ihr eine Blende zurecht. Ich habe aus dem Lodenstoff einen 15 ca. breiten Streifen geschnitten. Diesen ebenfalls zweimal a 1 cm eingefasst.

Den Streifen legt ihr nun links auf links auf den Hauptvorhang. Er überdeckt nun das Gardinenband und den Klettstreifen.

Fixiert den Streifen auf der ganzen Länge mit Nadeln. Dann näht Ihr knapp zur unteren Kante des Gardinenbandes die Blende auf dem Vorhang fest. Als Ergebnis habt Ihr jetzt zwei hübsche Seiten.

Endspurt!!!

Noch seid Ihr nicht ganz fertig. Damit die obere Kante auch nicht weg knickt, muss hier noch alle ca. 10 cm im oberen bereich der Stoff verbunden werden, so dass Taschen entstehen. Ich habe hierfür einfach den Zickzackstich genommen und das Füßchen ein paar Stiche vor und zurück bewegt.

Jetzt seid Ihr so weit und könnt die Haken einhängen. (die Kreide muss ich noch raus bürsten)

und auf der anderen Seite der Blende habt Ihr nun das Klettband versteckt, so dass ma den Vorhang auch ohne zweite Schicht nutzen kann.

Als nächstes muss der Isolierstoff angepasst werden. Ich lege ihn schon mal ein, um die Maße zu nehmen und zu sehen, wie das Endergebnis wohl werden wird. So ähnlich sollte es dann aussehen….ich finde das Ergebnis schon jetzt ganz schön cool.


Der Isoliervorhang wird ganz normal eingefasst und bekommt dann auf beiden Seiten oben ein Flauschband angenäht, damit Ihr den Vorhang je nach Wetter wenden könnt. Im Sommer glänzende  Seite nach außen. Im Winter soll die glänzende Seite nach innen, damit möglichst wenig Wärme nach außen entweichen kann.

Die richtige Länge messe ich ganz zum Schluß am Fahrzeug aus. Ich möchte den Vorhang so lang wie möglich machen und, wenn irgendwie realisierbar über die ganze Breite der Schiebetür. Das Original hat einen Ausschnitt für den Thekenbereich. Ich würde ihn gerne zwischen Theke und Tür schieben.

Klettband zum wenden

Das untere Ende vom Silberstoff habe ich in den unteren Saum gesteckt. So ist er halbwegs mit dem schweren Lodenstoff verbunden und flattert nicht herum.

Fertiger Vorhang.

So weit für heute. Ich hoffe, Ihr könnt mit der Beschreibung auch Euer Projekt realisieren. Ich freue mich auf Eure Kommentare. Und wenn ihr mehr lesen mögt, dann schaut doch mal unter der Rubrik Pimp my Womo nach weiteren DIY oder unter Kulinarisches nach neuen Rezepten. Wenn Ihr einfach mit uns die Welt erkunden wollt, seid Ihr herzlich eingeladen unseren Touren zu folgen.

Eure Alexandra

Deko-Queen und Schrauber-Held

Auch, wenn wir als Familienmitglieder mit recht unterschiedlichen Temperamenten und Fähigkeiten ausgestattet sind (achtung Diskussionen vorprogrammiert), ergänzen wir uns unterm Strich recht gut bei unseren Projekten. Die Aufgaben sind meistens recht klar aufgeteilt.

Während mein Mann sich gleich mit voller Hingabe auf alle technischen Aspekte stürzt, bin ich als Deko-Queen aktuell voll in meinem Element. Seit Tagen überlege ich mir, wie wir unser neues mobiles Heim gemütlich einrichten können und stelle schon einmal fleißg Moodboards zusammen.

Die Entscheidung der Familie fällt auf einen Misch aus Blau, Grün und Grau. Gegen den Wunsch von Herrn Sohn alles in British-Stile zu gestalten konnte ich mich erfolgreich durchsetzen. Ich glaube der Kompromiss ist für alle tragbar.

Am liebsten würde ich sofort los dekorieren. Aber wie so oft kommt erst die Arbeit und dann das Vergnügen. Während ich hier schreibe, hat sich Herr Mann mit einem ca. 500 Seiten dicken Werkstatthandbuch, allerlei Werkzeug und seinen besten Freund dem WD40 bewaffnet und steuert zielstrebig auf unser neues Gefährt zu….

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