Schlagwort: Reparatur

DIY – Tempomat einbauen beim Kasten

Das einzige was fehlt ist der Tempomat

Lotti ist mit ihren 17 Jahren wirklich gut ausgestattet – das einzige, was zu Schraubers Glück noch fehlt ist ein Tempomat. Frei nach dem Motto selbst ist der Mann durchstöbert er also das Sprinterforum nebst dem restlichen Internet, und kommt schon recht schnell zu dem Ergebnis, dass wir diesen ganz einfach nachrüsten können. (VW und Co hatten da eher keine Lust  oder zu wahnsinns Abwehr-Preisen)

Also bestellt der Schrauber über Ebay einen Einbausatz. Hört sich auch alles ganz einfach an. Hebel einbauen, Kabelstrang an Buchse stecken, frei schalten und fertig.

Das Märchen von der Buchse und dem Stecker

Kurz darauf kommt der Hebel hier mit zahlreichen Kabeln und Schrauben per Post an. Mein Vater ist als alter Bastler gleich dabei und so machen sich die beiden Männer im Winter dran den Tempomaten einzubauen.

Der Hebel (Design Mercedes) findet auch schnell den richtigen Platz – aber das Märchen von der Buchse und dem Stecker bleibt eins. Liebe Schrauber, beim VW LT gab es diese Buchse nie! Dies ist lediglich dem Sprinter vergönnt.

Also fangen der Schrauber und der Techniker an Kabel durch das Fahrzeug zu ziehen und vertängeln diese fachgerecht.

Nach einem Tag Bastelei ist das Werk vollbracht!

Ganz ehrlich – ich habe keine Ahnung, was die Zwei so rauchen, während sie basteln – hauptsache glücklich 😉

Jetzt nur noch frei schalten.

Der erste Weg führt zu unseren beiden Werkstätten hier im Ort. Diesen mangelt es jedoch an der richtigen Software. Also kontalktieren wir die VW-Händler im Umkreis. Von diversen Werkstätten kommt gar keine Rückmeldung – die halten unsere Anfrage schlicht für einen Scherz. Die VW Werkstatt in Alzey ruft glatte 300 Euro für das Freischalten auf (sie müssten ja auch die Kabel alle überprüfen). Die Werkstatt in Egelsbach ist mit knapp 70 Euro moderat dabei, dafür braucht man aber vier Wochen im Voraus einen Termin und wir fahren zudem noch 70 km.

Über das Kastenwagenforum erhalte ich den Tipp mal im VCDS-Forum nachzufragen, ob uns da jemand weiter helfen kann. Ich schreibe die Mitglieder in unserer Nähe an und ja, es meldet sich ziemlich schnell Andi zurück. Gleich am nächsten Abend fahren wir mit unserer Lotti hin.

Wenn es denn so einfach wäre….

Motiviert holt Andi den Laptop, will gerade den Diagnosestecker anschließen und stutzt…. unser VW-LT hat tatsächlich einen runden Stecker aus dem Hause Mercedes. Somit wird es heute nichts mit der Freischaltung. Mit Andis Hilfe finden wir den passenden Adapter und bestellen diesen wie immer über das Netz.

Eine Woche später ist der Stecker da und wir vereinbaren einen neuen Termin mit Andi. Die meiste Zeit nahm bei diesem Termin das Hochfahren des Laptops in Anspruch. Stecker eingestöpselt – Freischaltcode 11463 eingegeben (bei alten Diagnosegeräten Kanal 6 von 255 auf 1 setze) nund freuen!

Wir haben Tempomat!!! –  und das  für umgerechnet 170 Euro, einer Bastelstunde unter Männern, und einem neuen Kontakt im Nachbarort.

 

 

Neues Kleid für den Frühling

Über das neue Make Up für Lotti habe ich mich so gefreut. Hell und freundlich – das hat meinen Entschluß gefestigt, die Küche noch ein wenig mehr zu pimpen und dem Holz den Gar aus zu machen.

Da wir an dem eigentlichen Fahrzeug so wenig wie möglich ändern wollen, haben wir uns für eine Möbelfolie entschieden. Die Kissenparade und unser Mood-Board gibt bereits den Ton und das Muster an. Somit sind Kreise das Hauptmotto.

Ein dezentes und helles Muster ist schnell gefunden. Diese grafische Folie soll es werden.

Aber zuvor muss die Abzughaube raus montiert werden, was bei den kleinen verschachtelten Kastenwagen manchmal gar nicht so einfach ist.

Wie gut, dass ich tapezieren kann

Wie gut, dass mir mein Papa alles Wichtige beigebracht hat. Unter anderem auch tapezieren. Daher ist das Vorgehen schnell klar und das Maß nach links und rechts sehr einfach bestimmt- eine Schneidebrettchenlänge. Frau muss auch mal Glück haben. Schnell ist die Anschlagslinie angezeichnet, damit die Folie auch schön gerade klebt.
Die erste Bahn ist dann ratzfatz zugeschnitten und an ihren Platz geklebt. Ging einfacher als gedacht und ich freu mich schon jetzt über den neuen Look und die tolle Struktur der Folie.

Bahn zwei und drei sind leider kniffeliger und ein Glück habe ich zwei Rollen der Folie gekauft. Auf den letzten Schnitt ist doch tatsächlich eine kleine Ecke zu viel mit raus gerissen, so dass ich die komplette zweite Bahn noch einmal abmachen und von vorne anfangen durfte. 🙁

Beim zweiten Versuch klappt es dann – mich wundert nur, dass das Muster über 2/3 der Länge wunderbar zusammen passt und dann anfängt minimal abzuweichen. In diesem Fall nicht schlimm, da hier eh noch die Gewürzregale davor kommen, aber dennoch eigenartig.

Bahn drei klappt wieder wunderbar. Auch die Nähte sind kaum zu sehen. Schnell noch die Abzughaube eingebaut. Ein wenig aufgeräumt und freuen! Sobald es draußen wärmer wird, gibt es noch einen sauberen Abschluß aus Silikon. Dann kann das Wasser auch nicht unter die Folie laufen und sie hält dann hoffentlich auch recht lange.

Ihhhhhhhhhhh – ich werd verrückt!

Der Traum einer jeden Deko-Queen. Heute war ich kurz in einem für mich neuen Geschäft, um das Angebot zu bewundern. Und was glaubt Ihr, was ich gefunden habe???? Handtücher mit dem gleichen Muster! Klar, dass ich diese sofort einpacken musste, oder?

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Pimp my Womo

Erster Check in der Werkstatt!

 Der erste Werkstatttermin

Wir haben Freitag. Seit Montag ist unser Womo nun in der Werkstatt für einen ersten Check und es ist so verdächtig still.

Normaler Weise meldet sich so eine Werkstatt bereits nach ein paar Stunden, um einem mitzuteilen, was noch so alles defekt ist und dringend ausgetauscht werden muss. Meistens begleitet mit den schwer wiegenden Worten „ohohoh, das wird teuer….“ Hier kein Mucks. Stille. Tage lang!

Auf dem Weg in die Stadt schauen wir am Mittwoch heimlich, ob der Wagen noch auf dem Parkplatz der Werkstatt steht oder zumindest schon einmal in die Halle geholt wurde. Der Parkplatz ist leer. Was um alles in der Welt machen die so lange mit dem Fahrzeug? Haben wir uns etwa falsch ausgedrückt, als es um die Ausführung der Arbeiten ging? Der Auftrag am Montag war eigentlich ganz simpel. Zahnriemen wechseln, Bremsen entlüften, Getriebe- und Motoröl neu. Nach unserem Kostenvoranschlag ein Umfang von etwa 6-8 Stunden.

Wir warten. Haben ja Zeit und brauchen das Womo aktuell nicht wirklich. Dennoch werden wir das Gefühl nicht los, dass der Kauf vielleicht doch nicht so optimistisch zu bewerten ist.

Der erlösende Anruf

Dann heute doch noch endlich der erlösende Anruf – das Fahrzeug ist fertig. Sie hätten unser Womo noch auf der Bühne – der sähe gar nicht so schlecht aus, ob sie es noch mit einem Unterbodenschutz versehen sollen? Die zwei kleinen Roststellen hätten sie schon weg gemacht….da sagen wir nicht nein, schließlich hatten wir nach der langen Zeit der Stille fast mit dem Schlimmsten gerechnet – man weiß ja bei einem Gebrauchtwagenkauf nicht wirklich, was man sich da eingehandelt hat.

Darfs noch ein wenig mehr sein?

Am Samstag Mittag können wir es dann endlich abholen, unser kleines fahrendes Nest. Die Sache mit dem Zahnriemen war doch etwas aufwändiger als gedacht, da bei dem Vorhaben diesen zu tauschen ein Zahnrad abgerissen ist, welches komplett festgefressen war. (wie gut, dass wir auf einen ersten Ausflug verzichtet haben) Also musste der halbe Motor auseinander gebaut werde, um alles auf Null zu setzen. Mehraufwand ein ganzer Tag.

Bei der Gelegenheit hat die Werkstatt sich auch den Weg zu den Glühkerzen gebahnt und festgestellt, dass nur noch eine ihren Zweck erfüllte und alle anderen bereits den Geist aufgegeben hatten. Da es bei dem Modell wohl etwas umständlicher ist die Glühkerzen frei zu legen, hat es sich die Werkstatt ohne Rücksprache erlaubt alle fünf auszutauschen. Jetzt springt unser rollendes Heim wieder an wie am ersten Tag! Das wird mein Lieblingssound!!!

 

 

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