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Reisevorbereitung England – Sightseeing Pässe die sich lohnen

Sightseeing Pässe als Basis für die Urlaubsplanung

Wer in England nicht nur die bekannte Sehenswürdigkeiten ansteuern möchte, ist gut beraten sich bei Visit Britain  die Sightseeing-Pässe anzuschauen.

Die bekanntesten sind die Kurzmitgliedschaften bei National Trust und English Heritage. Das sind quasie die beiden Denkmalschutzverbände in England und vergleichbar mit unserem deutschen Denkmalschutz. Beide Verbände haben eine Liste erstellt, welche Sehenswürdigkeiten sie verwalten. Somit kann man entlang seiner Reiseroute immer wieder das eine oder andere nette Kleinod besichtigen (oft irgendwelche alten Steine und Formationen oder kleine nette Bauwerke), welche zum Teil Eintrittsfrei sind.

Mit Sightseeing-Pässen sparen

Wer mit Familie unterwegs ist und die großen Sehenswüdigkeiten auf der Reiseroute stehen hat, sollte sich ausrechnen, ob er nicht sogar einen der Pässe kauft. Immerhin kosten Sehenswürdigkeiten wir Dover Castel, Tintagel oder Stonehenge zwischen 35 und 70 Euro für zwei Erwachsene mit Kind. Die Sightseeing-Pässe sind jedoch schon für 70 Euro für eine Familie zu haben. Somit rechnen sich diese relativ schnell.

Vergleichen und dann planen

Die beiden Pässe decken zum Teil die gleichen großen Sehenswürdigkeiten ab, doch dann unterscheiden sie sich relaiv schnell. Die einen legen Wert auf Gärten, während die anderen sich scheinbar mehr auf alte Siedlungen und Steine in der Landschaft sowie Schlösser und Burgen spezialisiert haben. Beide Anbieter haben Karten und Listen mit allen Sehenswürdigkeiten, so dass man hier schon vorab schauen kann, was man sehen möchte. Die Sehenswürdigkeiten sind alle im Internet dokumentiert. Je nachdem wie viel Zeit man hat, lohnen sich ggf. auch beide Pässe.

Und noch mehr Pässe

Neben den Sightseeing-Pässen gibt es natürlich auch einen Gourmet-Passs, London-Pass, drei-Schlösser-Pass, Schottland-Pass, Musical-Pass…….

Und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Planen Eures Urlaubs! Wenn Euch die Seite gefällt, dann hinterlasst einen Kommentar.

Weitere Reiseberichte und Tipps zum Urlaub erhaltet Ihr hier auf dieser Seite.

Eure Alexandra

Landschaftspark Duisburg-Nord

Landschaftspark Duisburg-Nord

Als Ruhrpottperle (so werde ich seit gestern von Herrn Sohn gerufen) zieht es mich natürlich immer wieder in die alte Heimat zurück. Für mich gibt es nichts beeindruckenderes als die Industrielanschaft und das was der Mensch als unscheinbares Wesen hier so erschaffen hat.

Während der Pott bei vielen noch als ausgesprochen hässlich in Erinnerung ist, muss ich hier mal Stellung beziehen. In den letzten Jahren hat sich die einst graue Region richtig gemausert – an vielen Stellen spannende Freiflächen geschaffen, welche zum Verweilen und Staunen einladen. So auch der Landschaftspark Duisburg-Nord.

Übernachten wo einst der Hochofen qualmte

Der Landschaftspark verfügt über einen großen Parkplatz mit Entsorgungsstation. Wir parken etwas weiter hinten an einer ruhigen Stelle und hoffen, dass uns die Nacht niemand weckt. Im Hintergrund die bunt beleuchteten Schlote der Hütte.

Da wir den Tag viel gefahren sind, suchen wir heute Abend nur noch das Restaurant am Parkeingang auf. Hier gibt es leckere Speisen. Solides Handwerk zu fairen Preisen. Das Ambiente draußen auf der Terrasse einfach umwerfend.

Morgens um 6:00 ist die Welt noch in Ordnung

Nach einer ruhigen Nacht, werfen wir Herrn Sohn zeitig raus. Das stößt wenig auf Begeisterung, aber wir sind der Ansicht, dass es früh morgens einfach am schönsten ist, wenn der Park noch menschenleer und der Tag ganz jung ist. Noch vor dem Frühstück steuern wir die Hütte an und klettern den Hochofen hinauf.

Die Aussicht ist einfach großartig – das muss auch Herr Sohn zugeben.

Zurück geht es vorbei an der Kletterwand (wird natürlich ausgiebig beklettert), der Konzertbühne, dem Spielplatz, dem Koksspeicher der so langsam von der Natur zurück erobert wird, der Tauchbasis und dem Tauchbecken….

Und auf einmal hat auch Herr Sohn die Zeit vergessen und nur das Grummeln in der Magengegend lässt uns zum Kasten zurück kehren. Das Frühstück wartet.

Der Landschaftspark bietet noch viel mehr tolle Attraktionen – ich würde sagen: Fahrt einfach mal hin. landschaftspark-duisburg-nord

 

Landvergnügen – Die Chilli-Manufaktur in Soltau

Unterwegs mit dem Landvergnügen

Das Ziel an diesem Wochenende – der Heidepark in Soltau. Da wir hier nicht auf dem Parkplatz stehen möchten, nutzen wir unseren alternativen Stellplatzführer „Landvergnügen“ und schauen, wo es sich nett übernachten lässt.

Das Ziel ist schnell aus gemacht, weil spannend und ganz in der Nähe.

Die Chili-Manufaktur – Soltau

Nach kurzer telefonischer Ankündigung dürfen wir heute Nacht bei der Familie Menke auf dem Hof stehen. Ein sehr liebevoll gestaltetes Anwesen mit einem komfortabel angelegten Stellplatz vor der Scheune.

Blick aus dem Fenster

Gerade angekommen, werden wir auch schon von Frau Menke begrüßt. Schnell kommt man ins Gespräch und erfährt von Ihr auch die besten Restaurants in der Nähe. Da wir heute nur gefrühstückt haben, machen wir uns noch einmal auf den Weg in das hiesige Brauhaus.

Dieses überzeugt durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis ein tolles Ambiente und sehr nettes Personal. Der Biergarten unter den alten Bäumen ist einfach zauberhaft. Da es etwas kühl ist, gehen wir jedoch rein.

Zu empfehlen ist das dunkle selbst hergestellte Bier und die Fassbrause.

Als wir später am Abend zurück kehren, bietet sich uns ein tolles Schauspiel. In Minutenschnelle zieht vom nahe gelegenen Wald der Nebel über die angrenzende Wiese und bewegt sich direkt auf uns zu. Wir sind erstaunt wie schnell man auf einmal im Nebel steht.

3-2-1-Nebel

Herr Sohn – gerade von den Drei ??? ein wenig angegruselt – verschwindet schnell im sicheren und kuscheligen Kasten. Die Nacht hier draußen wird sehr ruhig und geweckt werden wir früh morgens von dem schönsten Wetterchen und Vogegezwitscher.

Nach dem Frühstück besuchen wir Frau Menkes kleinen Hofladen und die Chili-Manufaktur. Die meisten Produkte folgen dem Ruf des Chilis.

Liebevoll gestalteter Hofladen.

Alles Handarbeit. Von der Aufzucht der Pflanzen, den austopfen bis hin zur Ernte und der Verarbeitung zu den kreativen Produktsortiment.

Wir erfahren einiges über den Hof und seine Geschichte und das Leben unserer Gastgeberin und sind froh, dass wir diese Nacht hier verbringen durften.

Mitgenommen haben wir natürlich auch ein Reiseandenken in Form von einigen tollen Chiliaufstrichen.

Zusammenfassung: Tolle Gastgeberin, sehr guter Stellplatz, tolle Lage mit vielen Freizeitmöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe. Von uns gibt es hiermit eine volle Empfehlung für Die Chili-Manufaktur in Soltau.

Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

Kurztrip in die Eifel – Teil III

Heute früh werden wir vom Zwitschern der Vögel geweckt. Der Blick nach draußen gibt ein grünes Blätterdach frei. Nach einem leckeren Frühstück geht es weiter in Richtung Monschau.

Parken kann man hier mit dem Kasten auf dem Stellplatz am Schwimmbad. Die Stunde kostet 2 Euro. Tagesticket liegt bei 8 Euro. Es gibt Strom und Abwasser kann entsorgt werden. Gegen weitere 5 Euro Aufschlag darf man hier auf 4 Stellplätzen übernachten. Für den Weg in die Altstadt eine gute Ausgangsbasis – ansonsten liegt der Parkplatz an einer Hauptstraße und ist sicherlich auch nachts nicht besonders ruhig. Wir starten hier unsere Entdeckunsgsrunde und freuen uns riesig, dass ein Niederländer früher abreist als geplant und uns sein Parkticket bis zum frühen Nachmittag schenkt.

Monschau – hier steht die Zeit still

Die Altstadt erreicht man über einen Fußweg entlang des Berges bis runter zum Bach. Hier läuft man vorbei an einer Halle mit allerlei Kuriositäten, welche mich schon nach fünf Minuten erschlagen. Neben einem Handwerkermarkt gibt es eine Modellbahnausstellung, eine Sandskulpturenausstellung, ein Geschäft in dem der Modellbauliebhaber allerhand erstehen kann und eine Glasbläserei. Alles auf engem Raum präsentiert und im Charme der 70er Jahre.

Hier findet man in Sichtweite auch eine alte Brauerei mit einem Brauereimuseum. Die Brauerei ist selbst nicht mehr in Betrieb. Auch diese Attraktion lassen wir liegen, da wir Brauereien zu Genüge kennen und unser Ziel eher die Altstadt ist.

Die Altstadt ist wirklich zauberhaft schön, wenn man nur von der Bausubstanz und der eigenwilligen Lage der Stadt am Hang spricht.

Es lohnt sich morgens sehr früh vor Ort zu sein und in Ruhe durch die kleinen Gassen zu streifen. Ab 10:00 Uhr füllt sich die Stadt mit Touristen und im nu ist jedes Cafe an den größeren Plätzen belegt. Einheimische kann man so gut wie gar nicht antreffen, es sei denn sie betreiben eines der zahlreichen Cafes oder Souveniergeschäfte.

In Souveniergeschäfte haben sich irgendwie die Restbestände aus allen Souvenierläden in ganz Deutschland angesammelt. Eine besondere Vorliebe haben die Monschauer derzeit wohl für Plastikbadeenten in allen Varianten. Eine eigene Kreation an Souveniers haben sie irgendwie nicht vorzuweisen.

Neben den Souveniergeschäften gibt es keine richtige Infrastruktur, welche zum shoppen einläd. Häufig zu finden sind Antikquitätengeschäfte in denen die Monschauer alles zusammen tragen, was sie wohl auf dem Dachboden finden können. Wir treffen auf eine alte eingesessene Pafümerie. Die Ware wird auch hier im Look der 70er Jahre im Schaufenster gestapelt. Auch drinnen steht die Zeit still. Wir stolpern durch Zufall rein, da es hier tatsächlich noch das gute Tabac Original und 4711 kölnisch Wasser gibt und wir unserm Sohn dieses Geruchserlebnis nicht vorenthalten wollen.

Sicher interessant sind das rote Haus und die Burg. Wir sehen uns diese heute nicht an, da das Wetter zu schön ist und wir noch weiter fahren wollen.

Die Senfmühle

Ein kurzer Abstecher führt uns noch vorbei zur Senfmühle. Hier füllen wir den Einkaufskorb mit diversen Allerlei. Leider ist auch die Senfmühle mittlerweile touristisch voll erschlossen und ganze Busladungen aus dem Rhein-Main mit Touris werden hier angekarrt.

Abfahrt zum Nachtquartier

Da wir auf die Menschemassen so gar keine Lust haben, fahren wir also weiter zu unserem Nachtquartier. Wir habe uns in Simmerath das Seeufer als Standort ausgesucht. Hier gibt es neben dem Stellplatz die Möglichkeit auch den Badestrand zu nutzen. Leider ist der Stellplatz aber schon am frühen Nachmittag mit weißen Riesen voll belegt und den letzten Stellplatz verteidigt eine alte Dame mit dem Argument, dass sie ihre Markise ausrollen wolle… also fahren wir weiter.

Eine Nacht am See

Wir irren noch ein wenig durch den Ort und versuchen den heimischen Campingplatz zu finden. Dieser ist aber eher für Dauercamper ausgelegt und für unseren Geschmack viel zu groß. Wir fahren also weiter und überlegen uns noch einmal am Badestrand vorbei zu schauen, als wir uns in einer Sackgasse wieder finden. Und man mag es nicht glauben – hier gibt es tatsächlich Stellplätze für Womos. Mit 8 Euro die Nacht sind wir dabei und sind keine 20 Meter vom See entfernt. Lediglich ein paar Sträucher trennen uns von dem Wasser.


Den Tag genießen wir im und am See in der Sonne und schauen den zahlreichen Seglern, Ausflugsschiffen und Kanufahrern zu.

Bei einer Runde Karten und einem leckeren Ingwerbier lassen wir den Abend dann ausklingen.

Ein wirklich schönes, ruhiges Plätzchen.

Hier endet dann auch unsere kleine Tour durch die Eifel, denn am nächsten Morgen geht es dann wieder nach Hause.

Ihr möchtet mehr über die Eifel lesen? Wirklich zauberhafte Orte gibt es im Nationalpark.
Kurztrip in die Eifel II – wilder Weg und wilder Kermeter

Kurztrip in die Eifel I – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Wilder Kermeter und Wilder Weg

Kurztrip in die Eifel – Teil II

Heute morgen erwachen wir zwischen alten Apfelbäumen mit Blick auf den Vulkan im schönen Wershofen.

Nach einem leckeren Frühstück bei unseren Freunden auf dem Hof starten wir zum nächsten Ziel, welches ich mir zum bevorstehenden Muttertag aussuchen durfte. Dem wilden Weg im Nationalpark Eifel.

Wilder Weg – ein Urwald entsteht

Nach großem Protest von Herrn Sohn und einem weiteren Versuch vom Schrauber das Reiseziel zu ändern, kommen wir eine knappe Stunde später am Zielparkplatz an. Hier zeigt sich der Nationalpark von seiner wilden und Familien freundlichsten Seite. Vor uns liegen knapp 9,7 km leicht begehbarer, spannender und unterhaltsamer Wanderweg, welche komplett barrierefrei geplant wurde und sogar für Rolli-Fahrer nutzbar ist.

Wir laufen zuerst den Wilden Weg, welcher bereits nach den ersten 50 Metern volle Zustimmung von allen Familienmitgliedern erhält.

Über einen breiten Holzsteg lassen sich mit Hilfe von verschiedenen Anschauungsmaterialien Informationen über den Urwald sammeln. Alle Themen gibt es zum Anfassen, hören und in einfacher Sprache. Gut gestaltete Tafeln und Audiobeiträge lassen keine lange Weile aufkommen.


Es gibt Orte zum Verweilen, zahlreiche Liegeplätze und hinter wirklich jeder weiteren Wegbiegung bietet sich eine neue Überraschung. Das Highlight bildet am Ende der Kletter-Trail. Herr Sohn läuf diesen heute gleich drei Mal. Rollstuhlfahrer können unter den Kletterstämmen her fahren.

Wilder Kermeter ganz zahm

Dem Wilden Weg schließt sich der wilde Kermeter an. Neben dem breiten befestigten Sandweg kann man parallel einen gewachsenen Waldweg entlang wandern. Auch hier gibt es viele tolle Informationen zum Wald und dem Rursee. Das Highlight hier ist der Aussichtspunkt Kermeter mit einem tollen Blick über einen Teil des Sees.

Hier oben bietet es sich an bei einem Picknick zu verweilen. Es gibt mehrere große Tische. Zurück geht es dann stetig Berg auf durch den Urwald. Auch hier lässt sich wieder einiges entdecken.

Wir geben diesem Wanderweg 5*****. Ein tolller Ort für Jung und Alt, den man mit viel Muße auf sich wirken lassen sollte.

Übernachtet haben wir ganz in der Nähe…..

Mehr zu lesen gibt es hier:

Kurztrip in die Eifel – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

Kurztrip in die Eifel – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Teil I

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?
Also packen wir unsere Lotti und machen uns an diesem langen Wochenende auf und erkunden die Eifel. Da heute Vatertag ist, darf der Schrauber bestimmen, wo er hin möchte…

24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring

Klar, Männer und Autos gehören irgendwie zusammen. Also ist das erste Ziel der Nürburgring. Schon bei der Anfahrt wird klar, was für ein Zirkus. Kilometer weit vor dem eigentlichen Ziel:  Campingplätze und Wohnmobilisten so weit das Auge reicht zwischen riesigen Zeltburgen. Eine riesen Party!

Da wir nur ein wenig Schnuppern wollen, wählen wir zum Parken das Industriegebiet an der Nordschleife und laufen ca. drei Kilometer zur Rennstrecke. Alleine das Industriegebiet ist es wert besichtigt zu werden. Hier sind so ziemlich alle Firmen vertreten, welche in irgendeiner Art und Weise Aktien im Rennzirkus haben. Somit sind die collsten Fahrzeuge zu sehen – für unseren Sohn ein echtes High Light.

Über einen Feldweg, durchs Fahrerlager gelangen wir schließlich an die Rennstrecke und auf den Parkplatz der etwas anderen Art.

Hier muss jemand seinen Clio genauso lieben wie ich meinen damals geliebt habe – leider bin ich nicht auf die Idee gekommen ihn beim Autorennen zu opfern…

… und auch Blondinen können mit diversen Hilfsmitteln so ein Rennen bewältigen 😉

Boxenstop im Devil´s

Den Besuch vor Ort beenden wir mit einem kurzen Pit Stop in Devil´s Diner. Ein Restaurant im amerikanischen Look mit wirklich guten Essen, zu einem ertäglichen Preis-Leistungs-Verhältnis, direkt mit Blick auf die Rennstrecke.

Übernachten werden wir heute Nacht bei Freunden in der Eifel. Hier dürfen wir zwischen alten Apfelbäumen mit Blick auf den Vulkan parken. Nach sehr sehr guten Essen im heimischen Landgasthof Pfahl   lassen wir den Abend bei selbst gebrannten Calvados und Kräuterlikör auf der Terrasse ausklingen.

Mehr lesen könnt Ihr hier:

Kurztrip in die Eifel – Wilder Weg und Wilder Kermeter

Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

 

Landvergnügen…

Gerade per Post angekommen – der neue Stellplatzführer für das Jahr 2018.

Mit der gekauften Vignette kann man für 24 Stunden kostenlos bei einem Gastgeber stehen. Gastgeber sind in der Regel landwirtschaftliche Betriebe.

Ich bin schon sehr gespannt, was uns alles erwartet und werde in der Rubrik Schöne Orte / Zeltplätze in den kommenden Wochen berichten.

Die erste Nacht im mobilen Heim

Die erste Nacht…

…ist ja immer etwas besonderes, ganz egal ob im neuen Haus oder im mobilen Heim. Alles ist neu und noch ungewohnt.

Wir nutzen die Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert für einen ersten kleinen Ausflug und zum Probeschlafen. Unsere erste Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz vor dem Vereinsheim des Fußballvereins in Taunusstein.

Können wir hier stehen bleiben?

Ein wirklich netter Platz, da direkt angrenzend ein schöner Wanderweg zur Aar-Quelle los geht. Es gibt eine große Spielwiese mit Trimmdichgeräten und Schaukeln.

Klein aber oho!

Unsere Lotti ist klein, aber auf den 5,5 Metern Länge und 1,95 Metern Breite ist wirklich an alles gedacht worden. Schnell ist für Herrn Sohn das Bett aus dem hinteren Sitzplatz umgebaut. Ein Topper und ein Kuschellaken sorgen für den nötigen Schlafkomfort. Wir haben uns entschieden die Schlafsäcke mitzunehmen. So kann man bei schönem Wetter auch mal draußen schlafen oder gut eingepackt länger am Lagerfeuer sitzen. Zudem müssen wir so nicht immer die Bettdecken hin und her schleppen.

Schlafplatz von Herrn Sohn

Schlafen auf zwei Ebenen

Wir Eltern schlafen in der zweiten Etage. Das Hubbett muss nur herunter gezogen werden. Auf einer Fläche von 2 Metern x 1,54 Metern haben wir auch als große Personen ausreichend Platz. Durch das große HEKI können wir heute Nacht sogar die Sterne beobachten. Oh wie romantisch!

Während die Männer nach drei Minuten eingeschlafen sind, liege ich wach und versuche die unterschiedlichen Geräusche zuzuordnen. Noch blubbert der Kühlschrank und natürlich macht man sich als KAWA-Neuling so seine Gedanken über offene Fenster, Regen, seine Mitmenschen außerhalb des Fahrzeugs….

Der Morgen danach

Während Herr Sohn hervorragend geschlafen hat, muss sich der Schrauber noch an die neue Matratze gewöhnen. Ich habe eher kein Auge zu gemacht, freue mich jetzt aber total auf das Frühstück. Der Kühlschrank läuft immer noch (es scheint also zu stimmen, dass wir halbwegs autark sind). Und nun das Beste… Knopf drücken und Feuer an! Ich muss nicht mehr wie beim Zelten Feuer mittels Kohle oder Holz machen und kann ganz gemütlich im stehen das Frühstück zubereiten. Alles hat hier seinen Platz und muss nicht erst in einer großen Kiste gesucht werden.

Das untere Bett ist schnell wieder zurück gebaut und schon sitzen der Schrauber und Herr Sohn am Frühstückstisch. Aus dem Radio tönt leise Musik, die Sonne scheint herein, der Kaffee duftet… was für ein toller Morgen!

Mhhhh, lecker Frühstück

Wir haben die Haarbürste vergessen

Wie man unschwer erkennen kann, haben wir tatsächlich etwas vergessen einzupacken….

schön kuschelig hier

nicht wirklich schlimm, denn auf dem Waldspaziergang sieht uns keiner und dann sind wir ja am Nachmittag auch schon wieder zurück von unserem kleinen Ausflug.

Fazit: Die erste Nacht war ganz ok, aber es bedarf jetzt doch noch ein wenig Feintuning rund ums Fahrzeug und der Ausstattung. Eins steht jedoch fest – schnell geht im Kasten mal gar nichts. Das Tempo wird drastisch gedrosselt – dafür steigt aber die Qualitätszeit und Nähe zur Familie ungemein.

Es geht los! – Die erste Ausfahrt!

Es geht endlich los!

Nach langem schrauben, lackieren, abdichten und dekorieren geht es nun endlich los!

Die erste Ausfahrt ist für diesen Freitag mit Übernachtung geplant. Wir haben eine Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert. Hier bietet es sich ja förmlich an, nach einem zauberhaften Abend einfach direkt ins Bett zu fallen.

Darfs ein bisschen mehr sein?

Ja, es darf ein bisschen mehr sein! Nachdem ich eifrig alles eingepackt habe, was man so standardmäßig benötigt, es auch geschafft habe das Wasser nachzufüllen, den Boiler zum laufen zu bekommen und der Kühlschrank brummt, fahre ich schnell zum Landhandel und lass uns wiegen. Seit Tagen mein großer Alptraum, dass wir mit der Zuladung nicht hin kommen und Biotuning betreiben müssen.
Das Ergebnis 3,017 t. Wunderbar! Ich rechne noch großzügig die Töpfe, den Grill, die Beifahrer, 20 kg je Person Gepäck, die Fahrräder, eine weitere Gasflasche drauf und habe noch satte 54kg Luft. Perfekt!

Alles einsteigen!

17:00 Uhr – alles einsteigen! (Katze wieder raus setzen) Türen schließen! Los gehts!

Alles startklar

So weit läuft die Fahrt auch ganz hervorragend. Lotti schafft 120 km/h spielend. Die Fahrgeräusche sind ein wenig gewöhnungsbedürftig und an der einen oder anderen Stelle müssen wohl noch ein paar Filzpuffer angebracht werden. Auch die Weingläser klappern noch verdächtig. Handtücher schaffen hier erst einmal Abhilfe.

Das Navi haben wir vom Vorbesitzer übernommen – die Wegführung sehr kreativ! Da wird sich wohl noch mal jemand mit der Einrichtung beschäftigen müssen. Anstelle den komfortablen Weg um Wiesbaden herum, werden wir zur Hauptverkehrszeit mitten durch die Stadt gelotst und dann über den Neroberg über den Taunuskamm dem Ziel entgegen.

Oh Schreck – der Turbolader ist defekt!

Den Neroberg meistert Lotti noch sehr gut, doch auf dem dann folgenden Stück verliert sie schlagartig an Geschwindigkeit.  Da hilft kein Schalten – es tut sich einfach nichts – Wir halten nach Rauch und nem qualmenden Motor ausschau – nix – aber auch keine Reaktion auf irgendwas *peinlich* … wenn man sich mit 30km/h die Hühnerleiter hoch kämpft und 10 Minuten lang erschrocken glaubt, dass der Turbolader den Geist aufgegeben hat….

Dann aber die Erleichterung, als bergab das Fahrzeug wieder das macht, was es soll. Resümee dieses Erlebnisses: Weltreise ja, aber nicht über die Alpen 😉

Das Konzert war hervorragend! Und müde kippen wir einfach an Ort und Stelle ins Bett. Mittlerweile haben wir auch raus, wie man den Schlafplatz von Herrn Sohn rasch umbaut.

Schlafplatz von Herrn Sohn

Der Platz neben dem Bett ausreichend, um sich umzuziehen und aneinander vorbei zu bewegen.Wir krabbeln oben ins Bett und es dauert keine drei Minuten und ich höre ein gleichmäßiges, zufriedenes Schnarchen von meinen beiden Lieben.

Wie unsere erste Nacht war, erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

Reiseplanung 2018 – Cornwall erleben

Bis ans Ende der Welt

Bereits in 2016 waren wir der zauberhaften Küste im Süden Englands gefolgt, mussten dann aber leider bei Plymouth mangels Urlaub umkehren und den Heimweg antreten.

In diesem Jahr soll es also weiter in den Westen gehen. Diesen Sonntag hat die Familie getagt und jeder hat seine Wunschziele raus gesucht (die es noch ein wenig zu verfeinern gilt – aber so ungefähr passt unser Urlaub zu der geplanten Runde).

Auf dem Hinweg statten wir Stonehenge und dem Dartmoor (oh wie ich es liebe) einen kleinen Besuch ab und starten dann im Norden Cornwalls mit dem Bodmin Moor. Von hier aus gehts dann  über Tintagel die Küste runter in den sonnigen Süden.

Das Ende der Welt darf natürlich nicht fehlen. Genauso wenig wie Lizard Point und das Eden Projekt. Immerhin ist unser 10jähriger Sohn mit dabei und den kann ich bestimmt für einen Garten in XXL begeistern, wenn er erfährt, dass hier „James Bond – Stirb an einem anderen Tag“ gedreht wurde.

und zurück – immer rechts das Meer

Zurück gehts dann immer entlang der Küste.

Zeltplätze haben wir in diesem Jahr nur drei Stück ausgesucht. Wie auch bei unserem letzten Besuch werden wir an der Jurassic Coast einen Zwischenstopp einlegen. Tintagel hat einen sehr schönen Platz und auch an Lands End werden wir wohl zwei oder drei Tage stehen und von hier aus unsere Wanderungen und Erkundungstouren starten.

Dazwischen lassen wir uns treiben und schauen einfach mal, was wir alles so entdecken werden. Ich bin sicher, dass wir wie in jedem Urlaub hinterher nur einen Bruchteil der Dinge sehen werde, die auf unserer Liste stehen. Dafür aber die anderen Dinge um so mehr genießen und gegen die üblichten Touri-Attraktionen eintauschen werden.

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