Schlagwort: Reisen mit Kindern (Seite 1 von 2)

Packliste für den Kasten

Packliste für den Kasten

Obgleich wir schon Campingerfahrung mit dem Zelt haben, stellte sich auch bei uns die Frage, was eigentlich alles mit muss. Hier mal unsere Packliste für zwei Erwachsene und ein Kind. In der Regel ist der Wagen immer so gepackt. Wir laden jedes Mal lediglich Anziehsachen und frische Lebensmittel ein.

Rund ums Fahrzeug

Wasser

Strom

  • Adapter Kasten auf Stromleitung
  • Adapter Stromleitung auf Zapfsäule
  • langes Stromkabel
  • Adapter für 12 V Steckdose mit diversen Steckern für Handy, Tablet und Co
  • Netzteil für Laptop
  • Powerbank

Sicherheit

Kochen

Lebensmittel

Immer an Bord haben wir:

  • Gewürze wie Salz, Pfeffer schwarz und weiß, Paprika, Kräutermischung, Zimt, italienische Mischung
  • Mehl
  • Zucker
  • Hefeersatz (mit dem Dutch Oven kann man z.B. Brot backen)
  • Backpulver
  • Vanillezucker & ein paar Aromen
  • Müsli (ein ordentliches, was satt macht – nicht so ne Zuckermischung)
  • Honig
  • Tee
  • Kaffee
  • H-Milch
  • Saft
  • Sprudelwasser
  • Kakaopulver
  • Öl zum braten und ein gutes für Salat
  • Essig
  • Ketchup
  • Nudeln, Reis
  • Tomaten passiert
  • Pesto
  • Dose Thunfisch
  • Cracker
  • Nüsse
  • Dauerwurst / Salami
  • Popcorn

Schlafen

Draußen sitzen

  • Picknickdecke isoliert gegen Wasser möglichst klein und leicht, damit man sie auch beim Wandern mitnehmen kann
  • Klappsessel 3 Stück
  • Rolltisch 1 Stück
  • Anti-Mücken-Kerze
  • Anti-Brum oder Insektenschutz vom DM

Sonstiger Kleinkram

  • Zeltheringe / Sandheringe zum Abspannen der Markise
  • 12 Meter stabiles Seil z. B. zum Abspannen der Markise
  • dünnes Seil als Wäscheleine
  • Wäscheklammern
  • Universal Outdoor Klebeband
  • Nähset
  • Waschmittel
  • Stoffbeutel zum Einkaufen oder für den Campingplatz
  • Kehrblech und Handfeger
  • Adapter für Gasflaschen
  • Klapphocker Höhe 40 cm (damit man besser ins Hochbett kommt, wahlweise auch zum Beine hoch legen oder als Tisch nutzbar)

Outdoor erleben und bewegen

  • Geeignetes Kartenmaterial
  • Tagesrucksack
  • Siggflaschen 3 Stück a 1 l
  • Taschenlampen, Trillerpfeife (im Moor nötig)
  • Aquaschuhe aus Neopren schützen die Füße an steinigen Stränden und in unbekannten Bächen und Flüssen vor S
  • 1,5 l Kunststoffbox mit Klickverschluß für Obst und Co
  • Blasenpflaster
  • Kleinen Pack Erste-Hilfe mit Pflastern, Stützverband, Kompresse, Zeckenzange, Pinzette
  • Power Nahrung für den Notfall – Nussmischung, Energieriegel
  • Badesachen
  • Funktionshandtücher 3 Stück für den Strand (da bleibt kein Sand drin hängen und die trocknen schneller)
  • Sonnencreme
  • Regenschirme
  • Flipflops / Crogs für den Campingplatz, Dusche und Co

Kleidung nach Wetterlage. Immer mit dabei sind unsere geliebten Hosen aus dem Hause Maier Sports. Da ich ein wenig größer und kräftiger bin, ist das einer der wenigen Anbieter, der hier passende funktionale, langlebige Kleidung liefert. Meine Lieblingshosen sind die Lulaka zum hoch rollen und die Arolla zum zippen. Mit entsprechender Unterwäsche haben mich die Hosen bisher in jede Klimaregion begleitet. Herr Mann hat ebenfalls zwei Hosen aus dem Haus Maier Sports. Herr Sohn < 1,60 hat derzeit noch eine Treckinghose aus dem Hause Jakoo mit Kevlar Besatz an den Knien – ebenfalls zum abzippen. Mit dabei sind bei den langen Urlauben auch ordentliche hohe Wanderschuhe aus dem Hause Meindl, Berghaus, Lowa oder Scarpa sowie Halbschuhe von Brütting. Die Sandalen sind bei uns aus dem Hause Keen mit Zehenschutz. Hier nutzen wir gerne die wasserfesten Schuhe.

Badezimmer

  • Handtuch und  Duschtücher für die Körperhygiene (zusätzlich zu den Mikrofaserhandtüchern für den Strand und Co)
  • Waschlappen
  • Zahnbürsten + Zahncreme + Becher
  • Haarbürsten
  • Nagelset
  • Duschzeug
  • Haargel
  • Damenhygiene
  • Taschentücher
  • WC-Papier (ganz normales aus dem Handel)
  • Hand-Seife
  • Fön (im Notfall auch fürs enteisen nutzbar)

Reiseapotheke

Hier sind wir durch unsere Saharatour recht gut ausgestattet und packen die Sachen gerade bei langen Reisen einfach ein. Es gibt nichts blöderes, als wenn man für Hustensaft in z.B. Österreich ein Rezept von einem Arzt besorgen muss. Die schwarz geschriebenen Dinge sind immer mit an Bord. Die farbig markierten nur bei längeren Reisen.

  • Hygienespray / Desinfektionsspray
  • Pinzette
  • Zeckenzange
  • Pflaster
  • Blasenpflaster
  • Kompresse
  • Verband / Tape
  • Kühlakku
  • Wundspray
  • Antibiotika
  • Augentropfen mit Antibiotika
  • Spülmittel für Augen
  • Schmerzmittel
  • Fieber senkende Mittel
  • Hustensaft
  • Cortisoncreme Dermatop gegen Stiche, Ausschlag, Sonnenallergie
  • Antihystamin bei allergischen Reaktionen
  • Creme / Tabletten gegen Pilze – die Frauen wissen wovon ich rede
  • Smecta Heilerde gegen Erbrechen und Übelkeit haben wir in Marokko sehr zu schätzen gelernt. Geeignet auch für Babys!!! Gibt es in Deutschland nur in der Onlineapotheke zu kaufen.
  • Mittel gegen Durchfall
  • Elektrolyte
  • Einwegspritzen und Nadeln

Was man sonst noch so braucht

  • Spielesammlung & Kartenspiel
  • Federball
  • Frisbee
  • Ball
  • Reiseführer
  • Tagebuch
  • Stifte, Bleistift, Radiergummi, Spitzer
  • Bücher
  • Musik auf CD, Stick
  • Stellplatz App
  • Stellplatzführer wie BritStops oder Landvergnügen
  • Navigationssystem und Straßenkarten, Wanderkarten, Tideplan
  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung
  • Reisedaten und Ausweise, Tickets auf Cloude gesichert

Ich hoffe Ihr konnten noch ein paar Ideen mit nehmen. Ich freue mich natürlich immer über Eure Kommentare.

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England 2018 – Tag 3 – Das ungezähmte Dartmoor

Das ungezähmte Dartmoor

Einer meiner Lieblingsorte ist das Dartmoor mit seinen Weiten und seinem wilden Charme. Da ich mich 2016 ziemlich in diese Gegend verguckt habe, nutzen wir die Gelegenheit für einen kleinen Abstecher auf unseren Weg in den Westen.
Nach unserem Werkstattmarathon am Vormittag in Salisbury und dem reparierten Lotti-Mobil schaffen wir es heute bis in den östlichen Teil des Hochmoors. Wir möchten den Rest des Tages noch ein wenig die Füße vertreten und den Abend gemütlich ausklingen lassen.

Wir finden ein kleines Waldstück in Liverton und lassen uns von den knorrigen alten Bäumen und dem Farbspiel verzaubern. Die Bäume im Dartmoor sind wirkliche Charaktäre.

Ein herzliches Willkommen im The Star Inn

Übernachten werden wir mit BritStops. Wir werden herzlich vom Team des The Star Inn begrüßt und bestens mit allem versorgt, was das Camperherz begehrt.

The Star Inn

Das Star Inn in wurde vor gerade mal einem Jahr von der sehr jungen Besitzerin übernommen und vollständig saniert. Die Handschrift der Inhaberin ist ein Misch zwischen englischer Tradition und Moderne. Das steht dem Haus ausgesprochen gut und man fühlt sich hier gleich wohl. Hinzu kommt das tolle Personal. Gut gelaunt, kommunikativ, informativ – eben so wie man sich den Pub-Wirt vorstellt.

Wir werden durch das reichhaltige Angebot an Getränken geführt und dürfen, wie es sich in einem guten Pub gehört testen, bevor wir uns für unseren Favoriten entscheiden. Da das Wetter einfach zu gut ist, nutzen wir den Biergarten.

Mit Abstand das beste Pub-Essen auf der Reise

Hier kocht die Chefin selbst. Und auch wenn das englische Pubessen überwiegend aus Burgern, Pommes und Pies besteht, schafft sie es  eine ganz besondere Note zu setzen und Geschmack an die Gerichte zu zaubern. Wir haben hier mit Abstand den besten Burger und den leckersten Kuchen auf unserer Reise genießen dürfen. So sieht gutes, regionales, frisches mit Passion zubereitetes Essen aus!

Das Kinderherz schlägt höher – England das Land der Burger und Pommes

Herr Mann weicht auf Seegetier aus und ich entscheide mich für die Lasagne mit heimischen Rindfleisch

Schoko, Schoko und noch mal Schoko…. mhhhhh

Wir genießen noch ein wenig den Abend. Morgen fahren wir dann durchs Dartmoor und besichtigen das Dartmoor Prison Museum in Princetown.

Wenn Ihr mehr über England erfahren wollt, dann könnt Ihr dem Blog weiter folgen. Wir nehmen Euch die kommenden Tage mit an die Westküste Cornwalls.

 

 

England 2018 – Tag 2 & 3 – Das Lotti-Mobil ist defekt

Das Lotti-Mobil ist defekt!

Schon bei der Hinfahrt (ausschließlich Autobahn und lange Strecken) haben wir uns gewundert, dass unser Lotti-Mobil nicht auf die gewohnte Endgeschwindigkeit kam. Wir haben es auf das Gewicht und die Landschaft geschoben und uns weiter keine Gedanken gemacht. Jetzt auf der Landstraße und in den kleinen Dörfern müssen wir ständig abbremsen und jedes Mal, wenn wir in den niedrigen Gängen vor einem Kreisel abbremsen, geht Lotti auf Notbetrieb. Will heißen 1000 Umdrehungen und Schritttempo. Also im Kreisel Motor aus, neu zünden und fahren, bis man wieder abbremsen muss. Nicht wirklich komfortabel und auch für die restliche Reise quer durch die Moore und die kleinen Dörfer praktikabel.

Also halten wir an einer Tankstelle und lassen uns die nächste Werkstatt von VW benennen. Wir haben Glück. In Salisbury gibt es einen VW-Händler. Das sind gerade mal 8 km von Stonehenge entfernt – überwiegend Landstraße. Somit fahren wir also los.

VW-Händler in Salisbury

Wir kommen um 17:30 beim VW-Händler an und haben vermeintlich Glück. Heute werden die Modelle der Saison vorgeführt und es sind tatsächlich noch Verkäufer vor Ort. Wir versuchen unser Problem zu schildern, als die Dame an der Rezeption auf Deutsch umschwenkt. Sie ist Deutsche und somit wird die technische Schilderung um einiges leichter. Da kein Techniker im Haus ist, müssen wir bis zum nächsten Tag warten. So wirklich will uns hier aber niemand helfen. So dürfen wir weder auf dem Gelände stehen bleiben (auch nicht auf dem nicht eingezäunten Teil) noch hat man wirklich Lust den Speicher auszulesen. Man wiegelt bereits am Sonntag ab. Außerdem wären sie voll ausgebucht und sie hätten gar keine Zeit und vermutlich wäre auch die Halle zu klein für uns. Da wir für heute keinen Plan mehr haben, beschließen wir morgen mit einem Techniker zu sprechen.

Ein toller Platz für eine Nacht

Wir schauen uns im Industrie-Mischgebiet um und finden auf einem Firmengelände einen Parkplatz direkt an einem kleinen Bach. Wir finden, dass der Platz besser ist, als die Straße und beschließen hier zu bleiben. Natürlich fallen wir auf und ein Mitarbeiter der Firma beäugt uns skeptisch. Schnell erklären wir ihm unser Problem, woraufhin er uns offiziell erlaubt hier stehen zu bleiben.

Idyllischer Stellplatz im Industriegebiet

Während wir unser Abendessen vorbereiten, kommen zahlreiche Leute vorbei. Unter anderem auch eine englische Familie mit einer Tochter, die so alt ist wie Herr Sohn. Die Mutter hat ein deutsches Abitur in England gemacht und auch die Tochter muss Deutsch lernen. Sie geht die Woche drauf auf Klassenfahrt nach Köln. Wir unterhalten uns eine Weile nett im Sprachkauderwelsch zwischen Englisch und Deutsch und bekommen den Hinweis, dass ein paar Meter weiter hoch eine Einstiegsstelle in den Bach sei und man hier gut schwimmen könne. Das lassen wir uns bei den Temperaturen nicht zweimal sagen. Zudem sind wir von Stonehenge ziemlich verstaubt.

Kalt – eiskalt – aber wunderbar an so einem heißen Tag

VW glänzt durch nicht vorhandenen Service

Die Nacht ist ruhig und wir stehen morgens ganz früh erneut bei VW auf der Matte. Die deutsch sprechende Dame von gestern hat unser Problem nicht im Haus kommuniziert. Die hiesigen Techniker haben keine Lust auf das Lotti-Mobil (halten wir fest der VW LT wird in England massenhaft gefahren, sodass der hier keine Besonderheit ist, sondern Tagesgeschäft). Zudem fühlen sie sich nicht zuständig, da das ein Commercial Vehicle sei. Da müssten wir zu VW Commercial Vehicle fahren. Auf unser Fragen hin, wo wir da hin müssten nur die Antwort: nach Westbury. Keine Adresse, keine Telefonnummer, keine Ankündigung und vor allen Dingen ist das besagte Westbury fast 140 km weit entfernt. Und das mit einem Fahrzeug, das nicht wirklich fahren will. Super Idee – Danke für den umwerfenden Service.

Not macht erfinderisch

Mittlerweile haben wir auf dem Nachbargrundstück einen VW LT 35 entdeckt. Wir laufen durch das Industriegebiet und finden die dazu gehörende Firma. Irgendwo muss der ja sein Fahrzeug warten lassen. Und mit Sicherheit fährt der dafür keine 140 km. Wir warten also, dass der Betrieb die Pforten öffnet und stellen dem Inhaber die Frage nach seiner Werkstatt. Der schaut uns nur völlig entgeistert an. Ich kann mir auch was Besseres vorstellen, als am Montag morgen als erstes irren Touristen zu begegnen. Schließlich sucht er uns eine Adresse von seinem Schrauber raus. Dieser sitzt im Salisbury in einem angrenzenden Industriegebiet. Strecke 3 km. Geht doch!

Die Schrauberbude schlechthin

Wir landen in einem Areal, bestehend aus vielen kleinen Hallen im Charme der 70er. So wirklich modern wirkt da kein Handwerksbetrieb. Alles ist ein wenig rummelig und der mit Abstand rummeligste Laden ist der von uns gesuchte Schrauber. Nach ein paar Wortwechseln stellen wir fest, dass auch er keine wirkliche Lust hat und seine Kapazitäten am Ende sind und und und… aber zwei Boxen weiter gäbe es noch eine Werkstatt. Somit rollen wir 30 Meter weiter und tragen erneut unser Problem vor.

OFFERING YOU THE BEST SOLUTION FOR YOU CAR

Hier treffen wir auf Mark & Elaine Carter und Team von https://www.newgarageharnhamltd.co.uk/ und stellen schnell fest, dass dieses Unternehmen voll und ganz hinter seinem Motto steht.


Sofort kommt man ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass Elaine selbst Wohnmobilist ist und im nächsten Sommer Deutschland bereisen möchte. Sie kann voll und ganz nachvollziehen, dass wir gerne unsere Tour weiter fortsetzen wollen. Somit wird der Techniker geholt. Der soll den Speicher auslesen. Leider kommt er mit dem vorhandenen Gerät nicht in die letzte Ebene hinein. Somit wird herum telefoniert bis ein geeignetes Diagnosegerät bei einer befreundeten Werkstatt gefunden wird. Ein Mitarbeiter fährt los, um es zu holen. Schnell wird daraufhin der Fehler diagnostiziert – das elektronische Gaspedal scheint defekt zu sein. Ein kleines schwarzes unscheinbares Kästchen im Motorraum.

Wenn es doch so einfach wär…

Leider gibt es das kleine schwarze Kästchen nicht in England und muss über VW Deutschland bestellt werden. VW ruft hierfür rund 480 Pfund zuzüglich MwSt auf. Damit wären wir mit Einbau bei rund 900 Euro gelandet. Viel schlimmer als das Geld war aber die Lieferzeit von über 14 Tagen!!!. Während mein Mann schon gedanklich die Heimfahrt antritt, überlege ich wie wir den Urlaub weiter gestalten. Immerhin haben wir alles bis auf ein Zelt dabei. Somit könnte man einen Mietwagen nehmen und weiter fahren. Das Lotti-Mobil würde im Zweifel der ADAC zurück holen. Aber bevor wir aufgeben telefoniert Elaine alle Schrotthändler ab, während wir zu Mercedes rollen und versuchen hier das gewünschte Teil zu bekommen. Aber auch hier ähnlich lange Lieferzeiten.

Der Techniker gibt derweil nicht auf und baut das Teil aus. Sprüht ordentlich Kontaktspray rein und baut es wieder ein. Der Fehler scheint erst einmal behoben, aber so richtig glücklich ist er nicht. Während Elaine die Schrotthändler weiter abtelefoniert, beschließen wir unsere Fahrt weiter fortzusetzen. Elaine wird uns kontaktieren, sobald sie das Teil hat und uns dieses dann zuschicken.

Als wir die Arbeit bezahlen wollen, werden wir erneut positiv überrascht.
Da Elaine das Problem nicht beheben konnte, möchte Sie kein Geld nehmen. Wir bieten dafür eine Übernachtungsmöglichkeit an, sobald sie in Deutschland sind und werden uns noch etwas überlegen, wie wir unser Glück weiter reichen können. Wir haben an diesem Tag viele tolle Menschen kennen gelernt, welche uns mit ihrer liebenswerten Art reich beschenkt haben. Dafür sind wir sehr dankbar!

Somit geht unsere Reise weiter – im übrigen problemlos!!!! – und ihr könnt uns weiter begleiten. Wir starten durch in Richtung Dartmoor.

Dear Elaine, dear Mark, you have saved our holiday. Thank you very, very much for your great effort! You are always welcome with us.

 

 

England 2018 – Tag 2 – Stonehenge der Touristenmagnet

Stonehenge der Touristenmagnet

… lässt natürlich auch uns nicht vorbeifahren. Schließlich hat man über die alten Steine schon viel gehört und den einen oder anderen Bericht im TV gesehen. Jetzt wollen wir uns natürlich selbst ein Bild von dem Sagen umwobenen Ort machen.

Geplant ist der Besuch für 11:oo Uhr. Wer glaubt, dass er einfach so an diesen heiligen Ort fährt, hat sich getäuscht. Seit geraumer Zeit gibt es ein Besucherzentrum, welches die Besuchermassen kanalisiert. Hier muss man vorab online seinen Besuch ankündigen und buchen. Bereits von Deutschland aus haben wir dieses gemacht. Man hat zum Einchecken ein Zeitfenster von 30 Minuten.
Je nach Uhrzeit gestaltet sich die Anfahrt stauig und man muss für die letzten 500 Meter schon mal 30 Minuten und mehr einplanen. Wir haben Glück um Unglück (unser Lotti-Mobil schaltet bei jeder Bremsung seit heute morgen in den Notbetrieb) und fahren durch. Da heute Sonntag ist, hat eh keine Werkstatt offen und in Stonehenge findet uns im Zweifel auch der ADAC schneller als irgendwo im Niemandsland. Außerdem wollen wir Stinehenge nicht noch mal buchen, auf die Gefahr hin, dass wir keine Tickets mehr bekommen.

Reisemobile parken bei den Bussen. Das ist recht entspannt.

Wie immer ist bei den Engländern und dem Heritage alles bestens organisiert. Dank unserer Mitgliedschaft können wir kostenlos parken und die Anlage kostenlos besichtigen. Auch der Audioguide ist inklusive.

Früher Vogel fängt den Wurm

Wie bei allen Attraktionen auf unserer Reise – der frühe Vogel fängt dieses Mal den Wurm oder hat die schönsten Aussichten und ein wenig die Gelegenheit zu genießen. Mit unserem 11:00 Uhr Ticket gehören wir noch zu den frühen Besuchern und genießen ein relativ leeres Gelände. Der richtige Ansturm kommt ca. 1-1,5 Stunden später. Und wenn wir hier von Ansturm reden, dann meinen wir das auch so. Immerhin besichtigen diesen Ort mehrere Millionen Besucher im Jahr.

Das Besucherzentrum als Ausgangspunkt für den Tag

Zu Fuß ist es einfach am schönsten

Vom Besucherzentrum sind es ca. 2 km bis zu den Steinen. Man kann wahlweise einen kostenlosen Busshuttle nutzen oder über einen Feldweg das begehrte Ziel erreichen. Wir wählen den Feldweg, welcher ebenfalls interessante Informationen bereithält und noch weitere Besonderheiten der gesamten Anlage preisgibt.

Ein schöner Weg abseits des Trubels vorbei an Hügelgräbern

Da es wenig Schatten gibt, ist es ratsam Sonnencreme, Kopfbedeckung zu nutzen und ausreichend Wasser mitzuführen, denn auch bei dem Steinkreis angekommen wird man einige Zeit verbringen.

Der Audioguide – unser Reiseleiter

Wer ein wenig mehr über Stonehenge und die Vergangenheit erfahren möchte, nutzt den Audioguide, den es auch in deutscher Sprache gibt und welcher für Kinder geeignet ist. Alle paar Meter erfährt man so Besonderheiten zu Stonehenge und wird auf Kleinigkeiten hin gewiesen, welche einem so entgangen wären. Mit dem Guide dauert die Runde um die Steine herum rund 1,5 Stunden. In Summe kann man schon einmal 4-5 Stunden einplanen.

Wirklich nah kommt man nicht mehr ran an die Steine

Es gibt überall auf dem Weg die Möglichkeit zu einem Picknick. Allerdings gibt es auch hier so gut wie keinen Schatten.

Alleine ist man hier nie. Das ist hier eine sehr gut organisierte Massenveranstaltung. Wer morgens bucht, hat noch ein wenig Ruhe. Der Andrang ist so ab 13:00 Uhr richtig groß. Dennoch ist der Platz ausreichend und man kann in Ruhe stehen bleiben und sich alles anschauen.  Obgleich ich auf Massenveranstaltungen echt allergisch reagiere und schnell überfordert bin (Mein Alptraum ist das Eden Projekt – dazu aber später mehr) war der Tag an sich recht entspannt.

Eine handwerklich beeindruckende Leistung

Zum Abschluß in die Ausstellung

Zum Abschluß werfen wir noch einen Blick in die Ausstellung, denn hier ist es klimatisiert und man kann der Sonne ein wenig entkommen. Zudem sind die Menschenmassen alle draußen bei den Steinen. Da man sich leider nicht durch die echten Steinkreise bewegen darf, gibt es hier die Möglichkeit sich in die Mitte auf den Fußboden zu setzen und den Steinkreis via Projektion auf sich wirken zu lassen. Wer einmal in einem echten Steinkreis sitzen möchte, hat zum Beispiel in Minion die Gelegenheit dazu. Hier gibt es gleich drei Kreise. Aber auch in der Nähe von Stonehenge gibt es noch ein Dorf, welches mit den Kreisen lebt.

So könnten sie damals gewohnt haben die Erbauer des Kreises. Eigentlich recht komfortabel.

Leider geht unsere Reise nicht so weiter, wie geplant.  Somit kümmern wir uns jetzt erst einmal um unser Lotti-Mobil und suchen nach einer Werkstatt. Da Sonntag ist, haben wir noch genug Zeit. Ob und wie es weiter geht, könnt Ihr hier in den nächsten Tagen lesen.

Fazit

Wir finden, dass man sich Stonehenge angesehen haben sollte. Jedoch sind die Steine nicht so beeindruckend, wie wir es vorher gedacht haben. Dennoch sehr interessant aufbereitet. Stonehenge ist touristisch voll erschlossen, Rollstuhl geeignet und wie immer von Heritage gut organisiert. Ältere Kinder ab 10 Jahren haben hier ihren Spaß.

Wer sparen mag, nutzt die Kurzmitgliedschaft von Englisch Heritage oder National Trust. Hier haben wir schon berichtet.

Wer mehr über England erfahren möchte, folgt einfach den weiteren Beiträgen auf unserem Blog unter England 2018

Die ganze Reiseroute könnt ihr ebenfalls hier verfolgen.

Natürlich freuen wir uns über Eure Kommentare!

 

England 2018 – Dartmoor-Cornwall-Devon

England wir kommen!

Endlich ist es so weit – Lotti ist durch den TÜV, gepackt und startklar und irgendwann sitzt auch die Familie im Wagen. Wir starten von der Mitte Deutschlands und legen die Strecke von 600 km bis zur Fähre an einem Stück zurück. Dünkirchen (F) bietet die Möglichkeit der Übernachtung im Infobereich. Somit können wir am nächsten Morgen ganz früh übersetzen und haben noch einen ganzen Tag voller Abenteuer vor uns.

Die Reiseplanung

Wie immer haben wir nur eine ungefähre Idee, was wir alles sehen wollen und lassen uns auch gerne mal überraschen. Letzten Endes haben wir einige Ziele verworfen, weil entweder die Zeit zu knapp war oder das Wetter zu gut oder man einfach nicht jeden alten Stein gesehen haben kann, welcher vermeintlich magische Wirkung hat (das Leben ungemein verlängert oder die Fruchtbarkeit steigert).

  • Dover Castle
  • Stonehenge
  • Diverse KfZ-Werkstätten in Salisbury
  • Dartmoor – Princetown Prison
  • Tintagel
  • Küstenpfad nach Boscastle
  • Minion and the Hurlers
  • Bodwin Moor und das Jamaica In
  • Mousehole
  • Lands End – Küstenpfad von Sennen Cove über Lands End und zurück
  • Eden Project
  • The Lizard – Kynance Cove
  •  Jurasic Coast – Chesil Beach Weymouth
  • Jurasic Coast – the Fleet
  • Durdle Door
  • Dover

Die Rundreise ist geprägt von vielen landschaftlichen Eindrücken und vielen Wanderungen. Am Tag sind wir mindestens 6 km gelaufen. Natürlich geht es in England immer bergauf. Begeitet wurden wir von Sonne, Sonne und Temperaturen weit über 25 Grad. Wie auch in 2016 haben wir keine Idee, wie man England und Regen in einem Atemzug erwähnen kann. Wir hatten viel Spaß und haben auf unserer Reise überwiegend viele nette und hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Besonders schätzen wir an den Engländen die Gelassenheit, welche sie immer wieder im Straßenverkehr und an Supermarktkassen zum Besten geben. Wer entschleunigen möchte, ist in Cornwall und dem Dartmoor bestens aufgehoben.

Reisevorbereitung England – Sightseeing Pässe die sich lohnen

Sightseeing Pässe als Basis für die Urlaubsplanung

Wer in England nicht nur die bekannte Sehenswürdigkeiten ansteuern möchte, ist gut beraten sich bei Visit Britain  die Sightseeing-Pässe anzuschauen.

Die bekanntesten sind die Kurzmitgliedschaften bei National Trust und English Heritage. Das sind quasie die beiden Denkmalschutzverbände in England und vergleichbar mit unserem deutschen Denkmalschutz. Beide Verbände haben eine Liste erstellt, welche Sehenswürdigkeiten sie verwalten. Somit kann man entlang seiner Reiseroute immer wieder das eine oder andere nette Kleinod besichtigen (oft irgendwelche alten Steine und Formationen oder kleine nette Bauwerke), welche zum Teil Eintrittsfrei sind.

Mit Sightseeing-Pässen sparen

Wer mit Familie unterwegs ist und die großen Sehenswüdigkeiten auf der Reiseroute stehen hat, sollte sich ausrechnen, ob er nicht sogar einen der Pässe kauft. Immerhin kosten Sehenswürdigkeiten wir Dover Castel, Tintagel oder Stonehenge zwischen 35 und 70 Euro für zwei Erwachsene mit Kind. Die Sightseeing-Pässe sind jedoch schon für 70 Euro für eine Familie zu haben. Somit rechnen sich diese relativ schnell.

Vergleichen und dann planen

Die beiden Pässe decken zum Teil die gleichen großen Sehenswürdigkeiten ab, doch dann unterscheiden sie sich relaiv schnell. Die einen legen Wert auf Gärten, während die anderen sich scheinbar mehr auf alte Siedlungen und Steine in der Landschaft sowie Schlösser und Burgen spezialisiert haben. Beide Anbieter haben Karten und Listen mit allen Sehenswürdigkeiten, so dass man hier schon vorab schauen kann, was man sehen möchte. Die Sehenswürdigkeiten sind alle im Internet dokumentiert. Je nachdem wie viel Zeit man hat, lohnen sich ggf. auch beide Pässe.

Und noch mehr Pässe

Neben den Sightseeing-Pässen gibt es natürlich auch einen Gourmet-Passs, London-Pass, drei-Schlösser-Pass, Schottland-Pass, Musical-Pass…….

Und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Planen Eures Urlaubs! Wenn Euch die Seite gefällt, dann hinterlasst einen Kommentar.

Weitere Reiseberichte und Tipps zum Urlaub erhaltet Ihr hier auf dieser Seite.

Eure Alexandra

Landschaftspark Duisburg-Nord

Landschaftspark Duisburg-Nord

Als Ruhrpottperle (so werde ich seit gestern von Herrn Sohn gerufen) zieht es mich natürlich immer wieder in die alte Heimat zurück. Für mich gibt es nichts beeindruckenderes als die Industrielanschaft und das was der Mensch als unscheinbares Wesen hier so erschaffen hat.

Während der Pott bei vielen noch als ausgesprochen hässlich in Erinnerung ist, muss ich hier mal Stellung beziehen. In den letzten Jahren hat sich die einst graue Region richtig gemausert – an vielen Stellen spannende Freiflächen geschaffen, welche zum Verweilen und Staunen einladen. So auch der Landschaftspark Duisburg-Nord.

Übernachten wo einst der Hochofen qualmte

Der Landschaftspark verfügt über einen großen Parkplatz mit Entsorgungsstation. Wir parken etwas weiter hinten an einer ruhigen Stelle und hoffen, dass uns die Nacht niemand weckt. Im Hintergrund die bunt beleuchteten Schlote der Hütte.

Da wir den Tag viel gefahren sind, suchen wir heute Abend nur noch das Restaurant am Parkeingang auf. Hier gibt es leckere Speisen. Solides Handwerk zu fairen Preisen. Das Ambiente draußen auf der Terrasse einfach umwerfend.

Morgens um 6:00 ist die Welt noch in Ordnung

Nach einer ruhigen Nacht, werfen wir Herrn Sohn zeitig raus. Das stößt wenig auf Begeisterung, aber wir sind der Ansicht, dass es früh morgens einfach am schönsten ist, wenn der Park noch menschenleer und der Tag ganz jung ist. Noch vor dem Frühstück steuern wir die Hütte an und klettern den Hochofen hinauf.

Die Aussicht ist einfach großartig – das muss auch Herr Sohn zugeben.

Zurück geht es vorbei an der Kletterwand (wird natürlich ausgiebig beklettert), der Konzertbühne, dem Spielplatz, dem Koksspeicher der so langsam von der Natur zurück erobert wird, der Tauchbasis und dem Tauchbecken….

Und auf einmal hat auch Herr Sohn die Zeit vergessen und nur das Grummeln in der Magengegend lässt uns zum Kasten zurück kehren. Das Frühstück wartet.

Der Landschaftspark bietet noch viel mehr tolle Attraktionen – ich würde sagen: Fahrt einfach mal hin. landschaftspark-duisburg-nord

 

Landvergnügen – Die Chilli-Manufaktur in Soltau

Unterwegs mit dem Landvergnügen

Das Ziel an diesem Wochenende – der Heidepark in Soltau. Da wir hier nicht auf dem Parkplatz stehen möchten, nutzen wir unseren alternativen Stellplatzführer „Landvergnügen“ und schauen, wo es sich nett übernachten lässt.

Das Ziel ist schnell aus gemacht, weil spannend und ganz in der Nähe.

Die Chili-Manufaktur – Soltau

Nach kurzer telefonischer Ankündigung dürfen wir heute Nacht bei der Familie Menke auf dem Hof stehen. Ein sehr liebevoll gestaltetes Anwesen mit einem komfortabel angelegten Stellplatz vor der Scheune.

Blick aus dem Fenster

Gerade angekommen, werden wir auch schon von Frau Menke begrüßt. Schnell kommt man ins Gespräch und erfährt von Ihr auch die besten Restaurants in der Nähe. Da wir heute nur gefrühstückt haben, machen wir uns noch einmal auf den Weg in das hiesige Brauhaus.

Dieses überzeugt durch ein sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis ein tolles Ambiente und sehr nettes Personal. Der Biergarten unter den alten Bäumen ist einfach zauberhaft. Da es etwas kühl ist, gehen wir jedoch rein.

Zu empfehlen ist das dunkle selbst hergestellte Bier und die Fassbrause.

Als wir später am Abend zurück kehren, bietet sich uns ein tolles Schauspiel. In Minutenschnelle zieht vom nahe gelegenen Wald der Nebel über die angrenzende Wiese und bewegt sich direkt auf uns zu. Wir sind erstaunt wie schnell man auf einmal im Nebel steht.

3-2-1-Nebel

Herr Sohn – gerade von den Drei ??? ein wenig angegruselt – verschwindet schnell im sicheren und kuscheligen Kasten. Die Nacht hier draußen wird sehr ruhig und geweckt werden wir früh morgens von dem schönsten Wetterchen und Vogegezwitscher.

Nach dem Frühstück besuchen wir Frau Menkes kleinen Hofladen und die Chili-Manufaktur. Die meisten Produkte folgen dem Ruf des Chilis.

Liebevoll gestalteter Hofladen.

Alles Handarbeit. Von der Aufzucht der Pflanzen, den austopfen bis hin zur Ernte und der Verarbeitung zu den kreativen Produktsortiment.

Wir erfahren einiges über den Hof und seine Geschichte und das Leben unserer Gastgeberin und sind froh, dass wir diese Nacht hier verbringen durften.

Mitgenommen haben wir natürlich auch ein Reiseandenken in Form von einigen tollen Chiliaufstrichen.

Zusammenfassung: Tolle Gastgeberin, sehr guter Stellplatz, tolle Lage mit vielen Freizeitmöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe. Von uns gibt es hiermit eine volle Empfehlung für Die Chili-Manufaktur in Soltau.

Tipps für mollig warme Nächte

Mollig warm auch bei Minusgraden

Wer mit Kindern in der Natur unterwegs ist, kommt nicht umhin, einen guten Schlafsack zu kaufen, welcher im Zweifel lieber etwas wärmer sein darf. Da wir gerne draußen schlafen und Sterne schauen und es natürlich auch auf diversen Expeditionen im Zelt schon einmal etwas kühler werden kann, war für uns klar, dass ein Schlafsack her muss, der auch Minusgraden stand hält.

Nach langem Suchen haben wir ihn gefunden. Den Lieblingsschlafsack unseres Sohnes, den er nicht mehr her geben möchte.

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Doch ein warmer Schlafsack alleine sorgt nicht für warme Nächte. Hier ein paar Tipps, wie Ihr gut durch die kälteste Nacht kommt.

Den Lagerplatz vorbereiten

Im Winter ist es besonders wichtig den Schafplatz gut vorzubereiten. Neben einer guten Isomatte (keine Luftmatratze – die hält keine Bodenkälte ab) kann es sinnvoll sein zur weiteren Isolation ein Unterbett aus trockenen Blättern zu bauen. Diese bilden eine zusätzliche Luftschicht und können ein wenig isolieren. Als Isomatte haben sich in den letzten Jahren selbstaufblasende Matten am Markt durchgesetzt. Ich bin kein Fan von diesen Matten, da sie gerade im Outdoorbereich schnell Löcher bekommen, die Luft verlieren und dann keinerlei Schlafkomfort mehr vorhanden ist. Für Outdoorabenteuer nehme ich seit Jahrzehnten meine rollbare Isomatte aus dem Hause Therm a Rest mit. Auch als schwerer Mensch liege ich auf der Therm a Rest Ridgerest  ausgesprochen weich. Wer sich eine solche Matte zulegen will, muss auf die unterschiedlichen Dicken und Isolierungen achten. Diese reichen von Sommer- bis Wintergeeignet. Die Investition in die wärmere Isomatte ist auf jeden Fall ein lohnendes Invest.

Vor Feuchtigkeit schützen

Gerade im Herbst oder auch bei romantischen Schlafplätzen am See oder Meer ist Feuchtigkeit ein Thema. Diese kondensiert häufig am Schlafsack, so dass dieser unnötig nass wird und somit Wärmeleistung einbüßen kann. Selbst im Zelt ist man manchmal nicht vor der feuchten Luft geschützt. Daher nehme ich gerne eine Kothenplane, eine Wolldecke oder eine Erste-Hilfe-Decke mit, um diese über den Schlafsack zu legen. Gerade die Erste-Hilfe-Decken sorgen für eine zusätzliche Isolation und schützen auch vor Wind.

Sonne speichern

Wenn Ihr die Möglichkeit habt, und es tagsüber noch schön warm ist, dann legt den Schlafsack in die Sonne, damit er trocknen und sich aufwärmen kann. Schließt ihn dann zu und legt ihn klein zusammen, damit sich die Wärme gut hält und die kühle, feuchte Nachtluft nicht hinein kann. Faltet den Schlafsack erst unmittelbar vor dem Schlafen auseinander und krabbelt schnell hinein.

Den Körper auf trab bringen

Der Schlafsack kann alleine nicht wärmen, sondern nur die Wärme speichern, welche der Schläfer abgibt. Daher solltet Ihr vor dem Schlafen noch einmal ein – zwei Runden um den Schlafplatz rennen, damit der Körper schön warm ist. Insbesondere Hände und Füße sollten noch einmal gut durchblutet werden.

unbedingt die Wäsche wechseln

Die Unterwäsche (Hemd, Hose, Socken) nehmen tagsüber unsere Körperfeuchtigkeit auf. Nachts führt die Feuchtigkeit (auch, wenn sie von uns nicht wahr genommen wird) dazu, dass der Körper auskühlt. Daher ist es wichtig (auch, wenn es super hart ist bei -10 Grad) vor dem Schlafen die Unterwäsche gegen einen frischen, trockenen Satz zu wechseln.

Die gute alte Schlafmütze

Oft belächelt, aber bei kälteren Temperaturen unerlässlich. Der größte Teil der Wärme geht tatsächlich über den Kopf weg. Daher ist es eine gute Idee nachts eine leichte Mütze anzuziehen.

Trinkflasche = Wärmflasche

Wer oft über kalte Füße klagt kann z. B. seine Trinkflasche abends noch einmal mit heißen Tee auffüllen und sie unten in den Schlafsack packen. Ich habe eine SIGG-Flasche mit Schaumstoffhülle – so ist die Flasche nicht zu hart und man kann sich nicht verbrennen.
ACHTUNG: Niemals nie Handwärmer auf Basis von Benzin oder Brennstäben zum Wärmen in den Schlafsack nehmen. Der Schlafsack wird in der Regel nicht abbrenne, es besteht jedoch sehr große Gefahr des Erstickens durch Einatmen von Kohlenmonoxid.

Ein perfekter Start in den Tag

Ich bin eine echte Frostbeule. Bis hierher habe ich die Nacht in der Regel überstanden – aber das aufstehen, am nächsten Morgen… um so schlimmer, wenn auch noch der Drachenatem zu sehen ist. Brrrrrr. Aber wer vorsorgt hat es leichter – die Unterwäsche haben wir ja bereits am Abend ersetzt, somit muss nur die Tageswäsche angewärmt sein. Ich packe mir in der Regel ein T-Shirt und die zweite Schicht in den Schlafsack hinein. So sind diese morgens auch schön warm.

Ich hoffe, dass Ihr wieder ein paar Ideen mitnehmen konntet und würde mich natürlich freuen, wenn Ihr meine Seite teilt und mir Eure Erfahrungen mitteilt.

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Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

Kurztrip in die Eifel – Teil III

Heute früh werden wir vom Zwitschern der Vögel geweckt. Der Blick nach draußen gibt ein grünes Blätterdach frei. Nach einem leckeren Frühstück geht es weiter in Richtung Monschau.

Parken kann man hier mit dem Kasten auf dem Stellplatz am Schwimmbad. Die Stunde kostet 2 Euro. Tagesticket liegt bei 8 Euro. Es gibt Strom und Abwasser kann entsorgt werden. Gegen weitere 5 Euro Aufschlag darf man hier auf 4 Stellplätzen übernachten. Für den Weg in die Altstadt eine gute Ausgangsbasis – ansonsten liegt der Parkplatz an einer Hauptstraße und ist sicherlich auch nachts nicht besonders ruhig. Wir starten hier unsere Entdeckunsgsrunde und freuen uns riesig, dass ein Niederländer früher abreist als geplant und uns sein Parkticket bis zum frühen Nachmittag schenkt.

Monschau – hier steht die Zeit still

Die Altstadt erreicht man über einen Fußweg entlang des Berges bis runter zum Bach. Hier läuft man vorbei an einer Halle mit allerlei Kuriositäten, welche mich schon nach fünf Minuten erschlagen. Neben einem Handwerkermarkt gibt es eine Modellbahnausstellung, eine Sandskulpturenausstellung, ein Geschäft in dem der Modellbauliebhaber allerhand erstehen kann und eine Glasbläserei. Alles auf engem Raum präsentiert und im Charme der 70er Jahre.

Hier findet man in Sichtweite auch eine alte Brauerei mit einem Brauereimuseum. Die Brauerei ist selbst nicht mehr in Betrieb. Auch diese Attraktion lassen wir liegen, da wir Brauereien zu Genüge kennen und unser Ziel eher die Altstadt ist.

Die Altstadt ist wirklich zauberhaft schön, wenn man nur von der Bausubstanz und der eigenwilligen Lage der Stadt am Hang spricht.

Es lohnt sich morgens sehr früh vor Ort zu sein und in Ruhe durch die kleinen Gassen zu streifen. Ab 10:00 Uhr füllt sich die Stadt mit Touristen und im nu ist jedes Cafe an den größeren Plätzen belegt. Einheimische kann man so gut wie gar nicht antreffen, es sei denn sie betreiben eines der zahlreichen Cafes oder Souveniergeschäfte.

In Souveniergeschäfte haben sich irgendwie die Restbestände aus allen Souvenierläden in ganz Deutschland angesammelt. Eine besondere Vorliebe haben die Monschauer derzeit wohl für Plastikbadeenten in allen Varianten. Eine eigene Kreation an Souveniers haben sie irgendwie nicht vorzuweisen.

Neben den Souveniergeschäften gibt es keine richtige Infrastruktur, welche zum shoppen einläd. Häufig zu finden sind Antikquitätengeschäfte in denen die Monschauer alles zusammen tragen, was sie wohl auf dem Dachboden finden können. Wir treffen auf eine alte eingesessene Pafümerie. Die Ware wird auch hier im Look der 70er Jahre im Schaufenster gestapelt. Auch drinnen steht die Zeit still. Wir stolpern durch Zufall rein, da es hier tatsächlich noch das gute Tabac Original und 4711 kölnisch Wasser gibt und wir unserm Sohn dieses Geruchserlebnis nicht vorenthalten wollen.

Sicher interessant sind das rote Haus und die Burg. Wir sehen uns diese heute nicht an, da das Wetter zu schön ist und wir noch weiter fahren wollen.

Die Senfmühle

Ein kurzer Abstecher führt uns noch vorbei zur Senfmühle. Hier füllen wir den Einkaufskorb mit diversen Allerlei. Leider ist auch die Senfmühle mittlerweile touristisch voll erschlossen und ganze Busladungen aus dem Rhein-Main mit Touris werden hier angekarrt.

Abfahrt zum Nachtquartier

Da wir auf die Menschemassen so gar keine Lust haben, fahren wir also weiter zu unserem Nachtquartier. Wir habe uns in Simmerath das Seeufer als Standort ausgesucht. Hier gibt es neben dem Stellplatz die Möglichkeit auch den Badestrand zu nutzen. Leider ist der Stellplatz aber schon am frühen Nachmittag mit weißen Riesen voll belegt und den letzten Stellplatz verteidigt eine alte Dame mit dem Argument, dass sie ihre Markise ausrollen wolle… also fahren wir weiter.

Eine Nacht am See

Wir irren noch ein wenig durch den Ort und versuchen den heimischen Campingplatz zu finden. Dieser ist aber eher für Dauercamper ausgelegt und für unseren Geschmack viel zu groß. Wir fahren also weiter und überlegen uns noch einmal am Badestrand vorbei zu schauen, als wir uns in einer Sackgasse wieder finden. Und man mag es nicht glauben – hier gibt es tatsächlich Stellplätze für Womos. Mit 8 Euro die Nacht sind wir dabei und sind keine 20 Meter vom See entfernt. Lediglich ein paar Sträucher trennen uns von dem Wasser.


Den Tag genießen wir im und am See in der Sonne und schauen den zahlreichen Seglern, Ausflugsschiffen und Kanufahrern zu.

Bei einer Runde Karten und einem leckeren Ingwerbier lassen wir den Abend dann ausklingen.

Ein wirklich schönes, ruhiges Plätzchen.

Hier endet dann auch unsere kleine Tour durch die Eifel, denn am nächsten Morgen geht es dann wieder nach Hause.

Ihr möchtet mehr über die Eifel lesen? Wirklich zauberhafte Orte gibt es im Nationalpark.
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