Schlagwort: Quality-Time (Seite 1 von 4)

von 0 auf 4444 – Auf dem Weg nach Florli

Unsere Norwegenreise nähert sich dem Ende und so steuern wir in der letzten Woche wieder den Lysefjord an, um das Projekt von 0 auf 4444 zu vollenden.

Wir fahren vom Norden kommend bei Ardal ab und biegen die kleine einspurige Straße nach Songesand in den Süden ab. Der Weg führt uns durch Heidelandschaften vorbei an kleinen Seen und tobenden Bächen.

Wer diesen Weg wählt, sollte maximal einen Kastenwagen besitzen. Die Straßen und Kurven sind zum Teil sehr eng, nicht einsehbar und bei Gegenverkehr gibt es im ersten Drittel der Straße keine Ausweichbuchten. Auch für Gespanne dürfte die Straße aufgrund der Neigung und Steigung eine Herausforderung sein.

Im mittleren Abschnitt der Strecke wird es freundlich und übersichtlich.

Erster Blick auf die Stufen von Florli

An einem kleinen Rastplatz hoch oben auf dem Plateau erhalte ich einen ersten Blick auf die Treppe in Florli und mir wird zum ersten Mal flau im Magen, bei dem Gedanken, dass ich da hoch laufen möchte. Zum ersten Mal überkommen mich Zweifel, ob ich das wirklich will, denn das ist ganz schön hoch und steil.

 

Der Weg nach Florli gestaltet sich nicht ganz so trivial, da Florli ausschließlich zu Fuß und mit der Fähre zu erreichen ist. Autos sind dort nicht erwünscht und auch nicht wirklich nützlich, da es dort keine Straße gibt. Daher ist es sinnvoll sich vorher Gedanken zu machen, wie man die Zeit dort verbringen möchte.
Florli selbst bietet für Zelte eine kleine Wiese, sowie ein paar Betten in der Jugendherberge. Mittlerweile kann man auch eines der wenigen Häuser buchen. Wer hier nicht übernachten möchte, kann in Songesand auf einem neuen kleinen Campingplatz übernachten und für den Treppenlauf mit der Fähre als Fußgänger hinüberfahren. Dies ist mit Abstand die günstigste und einfachste Variante.

Da wir mit Kind unterwegs sind und nicht klar ist, inwieweit die Tour für Kinder geeignet ist (und dann leider auf Grund eines Muskelfaserrisses dann auch nicht gelaufen werden darf), klären wir bereits sehr früh im Vorfeld mit den Besitzern von Florli ab, ob wir das Lotti-Mobil mit  nehmen dürfen.  Wir dürfen für zwei Nächte am Anleger von Florli stehen. Das erleichtert uns das Vorhaben ungemein, da wir nicht noch ein Zelt und Kram zum Übernachten mit nehmen müssen. Auch nimmt es uns den Druck zwischen zwei Fähren die Strecke laufen zu müssen, damit das Kind im Zweifel nicht die Nacht alleine auf der anderen Fjordseite verbringen muss. Somit steuern wir unmittelbar den Anleger von Songesand an. Gemäß dem uns bekannten Fahrplan soll unsere Fähre gleich kommen.

Links liegen gelassen

Die Fähre kommt auch keine 5 Minuten später – aber sie hält nicht am Anleger und macht auch ansonsten keinerlei Anstalten uns mitzunehmen. Auch andere Touristen sind etwas irritiert. Fahren doch sonst immer die Fähren alle Stellen an. Was also stimmt hier nicht? Wir studieren den Fährplan und werden so langsam die Vermutung nicht los, dass man hier im Lysefjord die Fähren bestellen muss – quasi Ruffähre, damit man eingesammelt wird. Aber wie bitte order ich diese Fähren? Per Formular hatte ich das bereits aus Deutschland versucht, aber die Buchung verworfen, da die Termine zu unsicher waren. Zudem war das Formular sehr unübersichtlich.

Nach einigem hin und her dann die Information, dass es am Tag 4 Fährverbindungen gibt. Zwei Fährverbindungen von der staatlich geförderten Linie und zwei von einer privaten Fähre. Da uns die kleine staatlich geförderte Fähre gerade links liegen lassen hat, war für heute nur noch die private Fähre eine Option für uns. Eine entsprechende Telefonnummer für die Buchung der Fähre konnte uns eine schwedische Touristin geben, welche hier sofort einen Ansprechpartner erreichen konnte. Auf deutsche Handynummern scheint dieser Anbieter eher keine Lust zu haben. Wir stecken 15 Minuten in der Warteschleife fest, ohne dass sich etwas tut.

Wir haken innerlich diese Fähre  für heute Nachmittag schon einmal ab und versuchen die staatliche geförderte Fähre zu erreichen. Hier scheint für die nächsten Tage alles ausgebucht zu sein. Sollten wir so kurz vor dem Ziel an einer Überfahrt scheitern? Während ich mich noch einmal in die Warteschleife der privaten Fähre hänge, läuft Herr Mann über den Anleger und trifft einen Einheimischen. Er kommt mit ihm ins Gespräch und siehe da – der Gesprächspartner ist super hilfsbereit, ruft den Kapitän der privaten Fährgesellschaft direkt an und ordert ihn an den Anleger. Gespannt sehen wir den Fjord hinauf. Wird die Eid uns einsammeln?

Während ich gespannt nach der Eid Ausschau halte, werde ich das Gefühl nicht los, dass mich irgendwer beobachtet…… Ich richte den Blick auf das Wasser vor mir. Dort steht keine 25 Meter vor mir ein Seehund im Wasser und guckt mich interessiert an. Vermutlich hat er noch nie so einen verzweifelten und aufgeregten Touri gesehen.

Die EID rettet unseren Tag

Und dann kommt sie tatsächlich, die Eid und legt an. Und da wir es geschafft haben sie zu ordern, kommen auch alle anderen Touris in den Genuss der gewünschten Überfahrten nach Lysebotn. Die waren gleichfalls ein wenig an der Buchung verzweifelt und hatten wie wir geglaubt, dass man einfach zusteigen könne, wie bei den gefühlten 60 Fähren zuvor auch.

Und so stehen wir auf der Fähre und sind super erleichtert, dass unser Projekt jetzt doch zu gelingen scheint. Auf dem Schiff vereinbaren wir noch mit dem Kapitän, dass er uns bitte wieder mit zurücknimmt, wenn wir am Dienstag winkend am Anleger von Florli stehen und wir keine Buchung bis dahin hinbekommen sollten.

Keine 10 Minuten später sind wir in Florli. Wie es weiter geht mit Florli und dem Projekt von 0 auf 4444 könnt Ihr im nächsten Beitrag lesen. Wenn Ihr uns ein wenig auf der Norwegenreise begleiten wollt, dann schaut doch einfach in das Tagebuch hinein. Hier erhaltet Ihr auch erste Tipps für die Planung Eurer Norwegenreise.

Wie buche ich die Fähre durch den Lysefjord?

Wenn Ihr die Möglichkeit habt, dann bucht die Fähre online. Dann könnt Ihr auch gleich sehen, wann Ihr die Möglichkeit für die Rückfahrt habt, nicht dass Ihr in Florli fest sitzt. Die Fährgesellschaft Kolumbus wird durch den Staat subventioniert und kostet nur einen Bruchteil der privaten Fähre The Fjord AS. Wir haben für die kleine Strecke nach Florli mit The Fjord AS um die 90 Euro gezahlt. Die viel längere Strecke nach Lysebotn hat mit Kolumbus hingegen gerade mal 25 Euro gekostet.

Welche Anbieter für Euch in Frage kommt, wenn Ihr zum Beispiel von Lauvik nach Lysebotn übersetzen wollt, um Euch die Autofahrerei zu sparen, hängt auch von Eurer Größe ab. Die staatlichen Fähren sind sehr klein und haben nur bei rechtzeitiger Buchung Platz.

Die Fahrt mit Kolumbus macht richtig Spaß und Ihr solltet die Fahrzeuge verlassen und auf die Brücke hochgehen. Der Katamaran kann bis zu 40 Knoten schnell werden und es ist fantastisch wie schnell und präzise der Kapitän sein Schiff beherrscht. Zudem ist die Fahrt durch den Fjord zutiefst beeindruckend.

Was muss man noch wissen?

Wer den Lysefjord auf dem Seeweg erkunden möchte, sollte rückwärts fahren können. Die Boote werden rückwärts angefahren bzw. man muss rückwärts wieder herunterrollen. Dabei sind die Gangways nicht sehr breit.

Besonders große und/oder schwere Gespanne können nicht mitgenommen werden. Daher bitte rechtzeitig informieren, ob Ihr die Voraussetzungen erfüllt.

Auch gibt es ein No-Go für Fahrzeuge mit zu geringer Bodenfreiheit. Die Ausfahrtrampe sorgt nur zu gerne dafür, dass Fahrzeuge mit Wassertanks oder Trittstufen komplett aufsetzen und sich fest fahren. Wer rauf darf, entscheidet die Crew vor Ort.

Reisevorbereitungen Norwegen – Literatur, Karten und Links

„Nur wer umherschweift, findet neue Wege.“
Norwegisches Sprichwort

 

Auch, wenn wir gerne umherschweifen und uns treiben lassen, ohne eine grobe Vorbereitung geht fast gar nichts, zumindest nicht, wenn man ganze
6 Wochen Reisezeit mit rund 12.000 –  15.000 km vor sich hat und zu der arbeitenden Bevölkerung gehört. Da muss doch ein wenig vor gearbeitet und der eine oder andere Kunde auf sein Schicksal vorbereitet werden. Zu Hause sollten alle Tiere, der Garten und das Haus versorgt sein. Wir haben Glück, dass durch die Firma immer jemand da ist und wir tolle Nachbarn haben, die auch mal die Katze streicheln.

Unsere Reise hat neben der Dauer und der Länge noch eine kleine Besonderheit. Wir fahren in zwei großen Etappen jeweils zu Dritt im kleinen Kasten mit nur knapp 5,60m Länge. Da sind Stauraum und Zuladung neben der Zeit ein weiteres knapp bemessenes Gut. Auf der ersten Strecke begleiten mich mein Vater und Herr Sohn. In Tromsö gibt es einen Männertausch. Mein Vater wird uns hier verlassen und dafür Herr Mann weiter mitfahren. Somit gibt es verschiedene Packlisten und es muss im Voraus überlegt werden, wer wann was einpackt und mitbringt oder mitnimmt. Zudem brauchen wir Aktivitäten, die für alle Altersgruppen von 11 bis 67 geeignet sind.

Literatur zur groben Orientierung

Ich weiß nicht, wie es Euch geht, aber ich brauche immer ein wenig Literatur und handfestes Material, um mich mit einem Land ein wenig vertraut zu machen. Einen guten Einstieg in die Besonderheiten des Landes Norwegen bieten uns zwei Bücher:

Hier überzeugt besonders die Reisekarte, da diese einen sehr guten Überblick über die Touristischen attraktiven Reiserouten und das gesamte Land gibt ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Im Buch selbst sind die Regionen sehr gut beschrieben. Der Süden ausführlicher als der Nord-Osten. Für einen Einstieg perfekt!

Da wir uns auch zu Fuß und gerne auf Nebenwegen bewegen und der Ansicht sind, dass man alleine auf das Navi gestützt zu viele schöne kleine Ecken verpasst, haben wir zudem einmal eingekauft und uns mit einem Satz Landkarten eingedeckt. Diese werden wir auch noch einmal im Winter benötigen, da hier die gesperrten Pässe und Straßen aufgelistet sind und die Wege für Schneefahrzeuge eingezeichnet wurden. Wir haben uns für den Satz von Kümmerly & Frey * entschieden. In Summe sind das mit Schweden und Dänemark 6 oder 7 Karten in einem sehr feinen Maßstab. Den Atlas fanden wir nicht so praktisch, da die Seiten schnell raus reißen und es zum Teil keine Überschneidungen der Karten gibt, sodass Wegstücke im Bereich der Heftung fehlen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Zudem hat sich das gute alte Tourset vom ADAC bewährt. Hier bekommt man Landesinfos, eine grobe Planung der gewünschten Tour und vieles mehr. Das Tourset ist für Mitglieder kostenlos.

 

Wer absolut auf Navigation abfährt und alles ganz genau planen möchte, kann zum Beispiel die kostenlose Software BaseCamp nutzen. Hier lassen sich auch viele Attraktionen und Wegmarken finden und Routen und Wanderungen planen.  Ich finde die Karte ab und an ganz hilfreich, um zu sehen, wo Wanderwege lang führen. Die Daten können dann auch auf das Navi übertragen werden. Da wir uns oft vor Ort überraschen und treiben lassen ist die genaue Art der Planung eher nicht für uns geeignet.

 

Die kostbaren Dinge, die ein Mensch sammeln kann, sind nicht Gold und Edelsteine. Es sind die Erinnerungen, die Erfahrungen und die kleinen Muscheln vom Strand.

 

Online Links für noch mehr Freude beim Vorbereiten

Natürlich gibt es auch ein paar wunderbare Onlinelinks, welche ich Euch nicht vorenthalten möchte.

https://www.visitnorway.de/
ist die offizielle Seite von Norwegen auf der Ihr alle Attraktionen, Hotels, Zeltplätze, Traumrouten etc. findet. Ihr habt die Möglichkeit die von Euch gewünschten Punkte in einer Merkliste zu speichern und Euch dann auf einer Übersichtskarte anzeigen zu lassen, wo Ihr diese findet. Damit lässt sich eine erste Reiseplanung vornehmen.

Auf dem Nordlandblog von Sirko und Cornelia findet ihr Informationen über das Land, für das ihr Herz schlägt. Der Blog ist professionell und Sirko und Cornelia geben auch gerne Auskunft, wenn Ihr spezielle Fragen habt, welche auf der Seite nicht beantwortet werden.

Auch Katja ist begeistert von dem kühlen Norden. Ihr könnt Katja auf dem Blog Hin-fahren wo es schön ist folgen.

Und dann einfach der Nase nach….

Abenteuer beginnt, wo Pläne enden.

Gerne könnt Ihr uns auf unserem Weg folgen. Weitere Infos findet Ihr auf unserem Blog unter der Rubrik Norwegen 2019.  
Dort könnt Ihr auch erfahren, wie es mit meinem Projekt von 0 auf 4444 oder der längsten Holztreppe der Welt weiter geht und ob ich es schaffen werde die Stufen in Florli zu bezwingen.

 

Die Links zu den Produkten die wir verwenden und mit * gekennzeichnet wurden, sind Affiliate Links. Die Nutzung dieser Links ist für Euch mit keinem Nachteil verbunden. Mehr zu diesen Links könnt Ihr hier lesen.

von 0 auf 4444 – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht


Von 0 auf 4444 – Gestern war es nach 4 Monaten Training endlich so weit – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht und ich habe auf der Endlostreppe die 4500 Stufen in drei Stunden gemeistert. *total stolz bin*

Somit ist der Aufstieg nach Florli gesichert. Jetzt bleiben noch 8 Wochen, um noch ein wenig an der Ausdauer zu arbeiten und auch den Abstieg (noch mal 3-4 Stunden) zu sichern. Denn dafür hätte gestern die Energie nicht mehr gereicht.

4500 Stufen, entsprechen so ungefähr 270 Stockwerken. Somit bin ich jetzt in der Lage wirklich alle Hochhäuser dieser Welt zu erklimmen 😉

Ich wünsche Euch ein tolles langes WE! Vielleicht greift ihr ja auch mal wieder nach den Turnschuhen

PhoeniX-Reisemobilhafen Bad Windsheim

Auch wenn ich gerne frei stehe, manchmal lohnt es sich doch einen festen Stellplatz anzufahren, insbesondere dann, wenn er so hübsch und gut gelegen ist, wie der PhoeniX-Reisemobilhafen in Bad Windsheim.

Der PhoeniX-Reisemobilhafen

Nennt sich selbst das zu Hause für alle Reisemobile und ist tatsächlich bestens ausgestattet. Alle Plätze sind geschottert, die Zuwege geteert. Es gibt neben der üblichen Infrastruktur (Dusche, WC, Abwasser, Wasser, Strom) einen zentralen Versammlungsplatz, schöne Wege und große Stellplätze.


Ich hätte mich bei meiner Ankunft am Abend beinahe zwischen zwei bereits stehende Fahrzeuge gestellt, weil die Plätze so groß bemessen waren, dass ich erst dachte, das sein  noch eine offizielle Lücke. Somit hat man mit einem kleinen Fahrzeug auch ausreichend Abstand zu den weißen Riesen und auch die Chance ein wenig Sonne ab zu bekommen.

Mit einem Klick gelangt ihr zu der Homepage des Reisemobilhafens.

11 Euro für die Nacht sind nicht zu viel, wenn man bedenkt, welche Attraktionen einem direkt in Laufweite winken.

Attraktionen in Laufweite

Die Hauptattraktion ist sicherlich die Franken-Therme mit dem Salzwassersee, welcher einen Auftrieb bietet, den man nur im Toten Meer hat. Ertrinken fast unmöglich. Ein wirkliches Erlebnis, wenn man beim Sprung in den See direkt wie ein Korken nach oben ploppt.

Daneben befindet sich der Klettergarten, der Jung und Alte einlädt eine andere Perspektive einzunehmen.

Die Altstadt ist einfach pittoresk und bietet sich zum Bummeln und Verweilen an. Hatte ich erwähnt, dass die Franken verdammt gut kochen und es überall wirklich gute Qualität zum angemessenen Preis gibt? Sehr gut essen kann man in gemütlichem modernen Ambiente im Genusswerk Franken. Dieses befindet sich direkt neben dem Stellplatz. Hier gibt es auch einen kleinen Laden mit Spezialitäten wie Brot, Würste, Liköre….
Die Weinstube Drei Kronen bietet moderne fränkische Küche. Hier kocht der Inhaber auf Sterne Niveau zum fairen Preis. Die Kombinationen sind spannend. Beste Qualität paart sich hier mit asiatischem Einschlag – eine wahre Genussexplosion!  Die Auswahl an Weinen und anderen erlesenen Getränken ist groß. Man merkt, hier wird richtig mit Liebe und Hingabe gezaubert.

Fazit PhoeniX-Reisemobilhafen

Der Stellplatz lohnt sich, wenn man mal etwas mehr Kultur um sich herum haben möchte. Als ich dort war, war es trotz 80% Auslastung Mux Mäuschen still. Das dürfte am Klientel liegen, welches die Ruhe eines Kur Ortes genießen möchte. Morgens um 8:00 Uhr war ich wohl die Einzige, die schon wach und wieder reisebereit war. Hier wird ausgeschlafen. Kein Wunder, denn der Abend in der Therme kann lang werden.

Von 0 auf 4444 – Flørli und die längste Holztreppe der Welt

Von 0 auf 4444 – lautet mein neues Projekt für dieses Jahr. Eine echte Herausforderung, da ich nicht gerade  unter Idealgewicht leide. Je nach Rechnung dürfte ich locker 30 kg zu viel mit mir herum schleppen. Somit staunt die Familie nicht schlecht über meine Ambitionen. Hinzu kommt, dass  es um meine Kondition im Bereich Bergauf als Niederrheiner und geborener Flachländer noch nie sonderlich gut bestellt war (ganz unabhängig vom Gewicht – es gab auch mal dünne Zeiten).

Wie alles begann

Wir planen Urlaub. Dieses Jahr steht Norwegen auf dem Programm. Da Herr Sohn mitfährt, sind einige populäre Ziele nicht wirklich erreichbar, wie die Trollzunge. Somit suchen wir nach Kinder geeigneten Zielen und durchforsten diverse Medien nach attraktiven Zielen. Und da ist es das Ziel (vermutlich nicht Kinder geeignet), das mich einfach fuchst – die Flørli Treppen.

Quelle https://www.florli.no/

Die Wanderung ist recht einfach beschrieben. Man wandert 4444 Stufen (eigentlich sind das 4500 aber 4444 vermarktet sich besser ) auf eine Höhe von 780 Metern und einer Länge von rund 1400 Metern von einem Wasserkraftwerk hoch zum Stausee. Zurück geht es über ein Steinfeld und Waldwegen. Die Herausforderung: Es gibt bei 500 Stufen einen Ausstieg für Familien und ansonsten gibt es kein Zurück mehr.

Quelle https://de.fjordnorway.com/aktivitaten/wandern/florli-treppen-und-rallarstien-p1801993

Ich lese mich durch die Berichte. Scheinbar haben selbst drahtige Bergsteiger so ihre Probleme mit der Treppe. Das widerspricht aber irgendwie den Angaben, dass die Treppe angeblich in 1,5 Stunden gut zu bewältigen ist. Ich frage mich weiter durch. Halbwegs gut trainierte Männer geben 6 Stunden für den Aufstieg an. Der Betreiber des 4444 ist der Ansicht, dass der Aufstieg in 3 Stunden ohne Pause machbar sei. Nun gut – der läuft das vermutlich schon vorm Frühstück schnell mal rauf. Gibt ja sonst nicht viel zu unternehmen in Florli. Das Fazit: dass Ganze muss eine Sache des richtigen Trainings sein. Ich lese mich also in das Treppensteigen ein. Aber so richtig sind meine Zweifel noch nicht beseitigt.

Den Profi fragen

Wenn Du etwas neues Wagst, dann frage den Profi, der das was Du vor hast schon geschafft hat. Ich kontaktiere Thomas Dold und löchre ihn mit meinen Fragen. Er ist Spitzensportler und hat bereits 44 Siege im Treppenlaufen errungen. Netter Weise meldet er sich nach wenigen Stunden bei mir und gibt mir den einen oder anderen Tipp. Nach dem Austausch mit ihm scheint das Ziel machbar.

Der erste Testlauf

Auf dem Land ist es so eine Sache mit den Treppenhäusern. Die längste Treppe, die ich hier in unmittelbarer Nähe finden kann ist die Treppe zur Kirche hoch. Immerhin 13 Stufen am Stück.

Ich mache einen ersten Testlauf und schaue, wie weit ich komme. 540 Stufen sind die Ausgangsbasis. Ich rechne mir mein Trainingspensum hoch. Jede Woche 200 Stufen mehr und ich schaffe es bis zum Sommer an mein Ziel.  Hatte ich erwähnt, dass ich vor Muskelkater fast gestorben wäre. Am nächsten Tag war das Laufen kaum möglich und auch den Rest der Woche hatte ich Freude. Zwei Tage später stand „Bergtraining“ an. Der Hausberg ruft. Mit dem Muskelkater eine echte Qual. Das zweite Training mit über 700 Stufen ging spurlos an mir vorbei. Mein Vorhaben scheint also durchaus im möglichen Rahmen zu liegen….

Sport, Sport, Sport

Angespornt von dem neuen Ziel, habe ich mein Bewegungspensum deutlich in den letzten Wochen erhöht. Bisher habe ich versucht einmal in der Woche Nordic Walking zu betreiben. Das wird jetzt je nach Wetter und Lust ergänzt von einem lockeren Kraft- und Koordinationstraining im Sportverein und einer wöchentlichen Tour auf den Hausberg mit meinem Mann. Und dann jede Woche einmal Treppen steigen. Das Ganze geht immer noch nach Lust und Laune und ohne wirklich festen Trainingsplan. Nebenher habe ich noch einen Beruf als Unternehmensberater und so recht sind die Trainings nicht zu planen, wenn man Kundentermine hat, die weiter weg sind.

Ich brauche mehr Treppen!

Bis jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mehr Treppen brauche. Die Kirchentreppe ist zwar recht nett, aber nach 13 Stufen kommt jedes Mal der Weg zurück und der bedeutet Entlastung für die Kondition und Belastung für die Knie. Somit suche ich nach neuen Gebäuden. Der Vermieter des höchsten Hauses im Ort mit Aufzug verweigert mir die Unterstützung für die nächsten 6 Wochen. Danke für die Nachbarschaftshilfe! Somit suche ich immer noch nach netten Wegen, Gebäuden und Trainingsmöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe. Die Familie und Job müssen ja schließlich auch noch gebührend berücksichtigt werden und lange Fahrten zum Sport sind da kontraproduktiv.

Nach einigem Suchen habe ich ein Sportstudio mit einer Endlostreppe gefunden. Nächste Woche werde ich dort vorbei fahren und mir die Konditionen anhören. Für diese Woche muss ich leider aussetzen. Mich hat eine Erkältung ans Bett gefesselt. Die Zeit nutze ich und kreiere mir ein Motivationsshirt.

Wie es weiter geht? Das könnt Ihr hier auf diesem Blog und auf der Seite Quality-Time-For.me auf FB nachlesen.

 

 

Brotzeit – einfach, lecker, gut! – mit selbst gebackenen Brot

Allen Ernährungstrends zum Trotz lieben wir Brot und eine ordentliche Brotzeit. Ob Süß am Morgen oder herzhaft am Abend.  Brot ist bei uns eine willkommene Alternative, wenn einfach niemand Lust zum Kochen hat oder die Zeit zu knapp ist.

Verärgert hat uns im Zusammenhang mit dem Thema Brot lediglich, dass es immer weniger echte Bäcker gibt, die ihr Handwerk verstehen und dafür sorgen, dass Abwechslung auf den Tisch kommt. Hier auf dem Land wird die Bäckerdichte zudem immer geringer, da diesen die Supermärkte mit den Fertigwaren Konkurrenz machen. Auch finden die Bäcker oft keine Azubis. Früh aufstehen ist halt nicht immer komfortabel.

Ehrlich und ohne Zusatzstoffe

Brot backen ist gar nicht so schwer. Daher backen wir unser Brot für eine gute und abwechslungsreiche Brotzeit immer häufiger auch mal selbst. Das geht dank Home-Office bzw. Büro im Anschluss an das häusliche Umfeld quasi nebenbei. Einzig 15 Minuten müssen für das Anmischen und Kneten investiert werden. Den Rest macht der Backofen.

Ich verzichte bei Brot backen dankend auf einen Brotbackautomaten. Dieser braucht viel zu lange. Zudem ist das Backen hier manchmal etwas kritisch, wenn man sich nicht genau an die Mengen hält oder der Teig mehr aufgeht als gedacht. Da für mich backen und kochen immer auch etwas mit Experimentieren zu tun hat, weiß man nie so genau, was am Ende passiert. Rezepte sind für mich Leitlinien und Ideengeber.
Auch ist bei uns bis heute noch keine Küchenmaschine eingezogen. Somit knete ich per Hand, was auch nicht wirklich schlecht ist, da man ein Gespür für den Teig bekommt.

Zum Brot backen verwende ich normales Mehl über alle Sorten, wie es im Handel erhältlich ist. Wer eine Großfamilie sein Eigen nennt, kann sich überlegen, ob er Getreide in 10 kg Säcken kauft und vorher frisch mahlt. Für uns reicht der normale Kauf im Supermarkt. Achtet aber darauf, dass ihr das Mehl nicht zu lange stehen lasst. So verliert es schon gemahlen einfach zu viele Vitamine.

Das Grundrezept – total simpel

Für den Alltag backe ich ganz gerne mit Vollkorn. Das Brot sättigt länger und hält sehr gut die Feuchtigkeit. Daher hier die Basics für das Kastenbrot.

500 g Weizenvollkornmehl

500 g Dinkelvollkornmehl

Hefe / Alternativ eine gute Trockenhefe

Wasser ca. 200-300 ml

Salz 1 Esslöffel

Ihr setzt wie gewohnt die Hefe mit ein wenig Mehl, Wasser und einen Löffel Zucker an. Alternativ kippt Ihr alle Zutaten zusammen und knetet den Teig ca. 5 Minuten kräftig durch, damit sich alle Klebestoffe im Mehl lösen. Ihr merkt, dass der Teig richtig ist, wenn er sich zu einer festen Kugel formen lässt und kein Mehl mehr an den Fingern klebt oder noch bröselige Teigreste in der Schüssel zu finden sind. Wasser gebe ich nach Bedarf hinzu. Meistens fange ich mit 200 ml an und arbeite mich dann vor. Was noch rein muss, hängt von meiner Kreativität ab.

Den Teig lasst Ihr gehen. Ich stelle ihn hierfür in den Backofen und nutze die Gährstufe. Um so länger Ihr den Teig gehen lasst, desto mehr Stoffe im Getreide werden durch die Hefe fermentiert. Das ist gut, denn so entgeht Ihr dem Blähbauch oder Bauchschmerzen, welche oft nach dem Genuss von Industriebrot auftreten. (hier wirkt Chemie schnell, sodass der Teig nicht mehr gehen muss und der Industriebäcker Zeit spart.) Mehr Infos gibt es unter dem Link.

Im Normalfall steht bei mir der Teig zwischen 2 und 4 Stunden. Zwischendrin knete ich ihn noch mal durch, damit Sauerstoff rein kommt.

Varianten zum Grundrezept

Wenn Ihr einmal verstanden und gefühlt habt, wie sich Euer Teig anfühlen muss, ist Eurer Kreativität beim Brot backen keine Grenze gesetzt. So finden sich bei uns im Brot häufig die Nudeln oder die Kartoffeln vom Vortag wieder. Auch Karotten machen sich ganz fein gerieben sehr gut. Natürlich könnt Ihr auch diverse Körner und Nüsse hineingeben. Chiasamen, Sonnenblumenkerne, Haferflocken oder Nüsse sind eine leckere Abwechslung.

Wer mag, kann auch mit Gewürzen experimentieren. Achtung manche Gewürze sorgen dafür, dass das Brot unansehnlich grün oder gelb wird. Leider findet die Farbe keine Gegenliebe bei den Familienmitgliedern, obgleich der Geschmack super ist.

Freunde des deftigeren Geschmacks tauschen das Dinkelmehl gegen Roggenvollkornmehl und geben noch etwas Sauerteig hinzu. Da Roggenmehl recht kompakt ist, braucht es meistens auch noch ein Stück Hefe mehr. Hier benötigt Ihr ggf. ein wenig mehr Flüssigkeit. Das merkt Ihr aber spätestens beim nochmaligen Kneten nach einer Stunde. Wer den Roggengeschmack mag, das Brot aber zu kompakt ist – ich knete meistens eine Hand voll feiner Haferflocken mit ein. Das macht das Brot etwas luftiger. Zudem streue ich die Flocken auf den Teig. Dann klebt er nicht so an der Form.

Zusätzlich könnt Ihr auch die Flüssigkeiten austauschen. Anstelle von Wasser schmeckt Buttermilch sehr lecker. Auch Malzbier ist eine Option.

Backen und fertig

Den Teig gebe ich dann in eine geölte Kastenform. 200 Grad ca. 45 Minuten und Euer Brot ist fertig. Wenn Euer Brot schön knusprig werden soll, dann direkt nach dem Backen so lange es heiß ist, das Brot mit einem feuchten Handtuch abtupfen oder mit Wasser einsprühen. Achtung kein kaltes Wasser auf heiße emaillierte Bleche und den Ofen tropfen lassen. Die Emaille kann so Schaden nehmen.

Schade, dass ich hier gerade kein Geruchs-Internet habe. Das ganze Haus duftet nach dem Brot.

Besonderer Hinweis

Wenn Ihr Sauerteig verbackt, dann wird das über kurz oder lang eine normale Kastenform nicht mitmachen und die Beschichtungen werden sich ablösen. Die meisten Formen sind weder auf die Temperatur von 200 Grad noch auf Säuren ausgelegt. Somit solltet Ihr Euch überlegen, ob es denn eine neue Form sein darf. Ich bin jetzt an dem Punkt angekommen und werde Euch gerne demnächst meine Erfahrungen berichten.

So, jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Experimentieren. Bei uns gibt es heute Roggen-Haferflocken-Brot und Haselnussbrot.

Wenn Euch der Beitrag gefallen hat, dann freue ich mich über Eure Kommentare und natürlich dürft Ihr den Beitrag auch teilen. Mehr Rezepte findet Ihr in der Rubrik „kulinarisches“

 

England 2018 – Tag 7 – Ein Besuch bei den Minions & den Hurlers

Heute verlassen wir Tintagel und bewegen uns durch das Bodmin Moor in Richtung St.Ives. Auf unserem Plan stehen: Minions & The Hurlers und das Jamaica Inn.

Das Bodmin Moor

Wie so oft geht die Fahrt über enge von hohen Hecken begleitete Straßen auf denen man maximal mit Tempo 60 voran kommt. Immer gespannt, wer einem entgegen kommen mag. Der Beifahrer ist hier ständig mit einem Blick in die Kurve gefragt und muss aktiv mit fahren. Das Bodmin Moor ist eine 208 km² große Hochmoorlandschaft. Ähnlich wie das Dartmoor ist die Vegetation von Gräsern und Farnen geprägt. An den südlichen Hängen des Moors liegt der Dozmary Pool, in den, nach der Überlieferung der Artussage, Sir Bedivere das Schwert Excalibur warf.

Zur Bronzezeit und auch später war das Gebiet dicht besiedelt. Die Menschen versuchten dem Land metallische Bodenschätze abzuringen. Später auch das wertvolle Granit, welcher sich sogar in dem königlichen Palast wieder finden lässt. Heute begegnet man hier kaum einem Menschen

Ein Dorf namens Minions

Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir das kleine Örtchen Minions. Den Ort gibt es seit ca. 1613 und wenn man sich die Gegend so anschaut, kann man sich gut vorstellen, dass hier auch die kleinen gelben Minions die wir alle aus dem Kino kennen her kommen könnten. Für die Dorfbewohner ist die Kinoproduktion auf jeden Fall ein ganz willkommener Zufall, macht sie ihren Ort doch nun interessant.

The Hurlers

Wirklich interessant ist aber nicht der kleine Ort selbst, sondern die Hurlers. Diese kann man etwas außerhalb finden. Es gibt einen kleinen Parkplatz, von dem man hin laufen kann.

Bereits von weitem sieht man eines der vielen Maschinenhäuser, welche damals die Energie für den Bergbau lieferten. Heute sind sie Landmarken. Das Gebäude bei den Hurlers ist ausgebaut und beherbergt eine kleine feine Ausstellung mit Informationen über die Region, den Bergbau, den Steinbruch. Wir staunen sehr, als wir lesen und im Film sehen, wie besiedelt diese Region war und bekommen einen ganz neuen Eindruck von der Geschichte Englands. Das Gebäude ist immer geöffnet und kostet keinen Eintritt. Die Ausstellung ist überschaubar auf einer Etage und für Kinder geeignet. Man sollte unbedingt vor einem Spaziergang oder einer Wanderung die Ausstellung besucht haben. Hier erhält man einfach alle wichtigen Informationen zu dieser historisch bedeutsamen Gegend.

Von hier aus kann man nun weiter gehen in Richtung Steinbruch mit dem Namen Cheesewring. Dieser kann beklettert werden. Uns faszinieren die gestapelten Steine, welche einen spannenden Kontrast zu der sonst sehr weichen Umgebung bilden. Es sieht aus, als habe ein Riese sie versucht meditativ zu stapeln.

Auf dem Weg zu dem Steinbruch fallen die vielen Krater auf, welche das Gebiet durchziehen. Es sieht aus, als hätte sich hier ein Riesenkaninchen ausgetobt.

The Hurlers sind drei Steinkreise, die annähernd auf einer Linie von SSW nach NNO liegen. Sie haben einen Durchmesser von 32, 42 und 33 m. So genau weiß man nicht, welche Bedeutung sie hatten. Wenn man sich in einen der Kreise hinein stellt und die Umgebung betrachtet, ist das hier aber sicherlich so hoch gelegen ein magischer Ort.

Wir drehen noch eine Runde und genießen die einmalig schöne Landschaft und den einen oder anderen spannenden Ausblick, bevor wir weiter fahren. Als Zeitaufwand sollte man mindestens 3 Stunden einplanen. Wer noch den Steinbruch beklettern will, kann sicherlich mit 6 Stunden rechnen. Wir finden, dass dieser Ausflug wunderschön war und für jeden zu empfehlen ist, der in die Geschichte Englands einsteigen möchte und die Landschaft und Ruhe mag.

Das Jamaica Inn – der Ort für lichtscheues Gesinde

 

Unmittelbar mit dem Bodmin Moor ist das Sagen umwobene Jamaica Inn verbunden. Hier sollen Schmuggler über die Jahrhunderte ihre Waren versteckt und getauscht haben. Gut vorstellbar, denn immerhin liegt es strategisch günstig am Meer, ist aber so einsam und verlassen im Moor, dass hier sicherlich niemand freiwillig raus gekommen ist. Auch soll es hier spuken.

Heute ist das Jamaica Inn ein heller freundlicher Ort, der den Massentourismus auf sich zieht, leider aber bis auf den Namen nicht viel zu bieten hat. Die denkmal geschützte Anlage besteht aus einem großen Souvenierladen. Das ist der größte Souvenierladen, den wir auf unserer Reise gesehen haben.
Wer Handtücher etc. kaufen möchte, sollte hier mal rein schauen.
Neben dem Souveniergeschäft gibt es einen kleinen Lebensmittelladen mit regionalen Produkten. Mit ein wenig Glück bekommt man hier leckeres Brot, welches sich ein wenig von dem typischen englischen Brot abhebt.
Nebenan geht es weiter mit einem urigen Pub, der seine Waren aber zu irrwitzigen Preisen anbietet. Der Außenbereich ist nicht beschattet. Das ist schade, denn bei den aktuellen Temperaturen und der Wanderung bei den Hurlers hätten wir gerne eine Rast gemacht und etwas getrunken. Da die Sonne unterträglich war, und wir bei dem schönen Wetter nicht im dunklen Pub sitzen wollten, haben wir es uns im Lotti-Mobil bequem gemacht.

Einen ganz kleiner Teil des Essembels wird durch eine Ausstellung belegt. Hier gibt es eine großen Bereich über Daphne du Maurier und eine Ausstellung über die Zeit des Schmuggels.

Das Jamaica Inn ist Handlungsort des 1936 erschienenen gleichnamigen Romans (deutscher Titel Gasthaus Jamaika) von Daphne du Maurier und seiner Verfilmung durch Alfred Hitchcock von 1939 (deutsche Titel Riff-Priraten und Die Taverne von Jamaika).

Wir hatten uns aufgrund der Berichterstattung etwas mehr von diesem Ort erwartet. Das Jamaica Inn ist komplett auf Tourismus ausgelegt ohne jedoch das Gefühl zu vermitteln, dass der Tourist an sich ein Gast ist. Hier geht es einzig ums Geld verdienen. Das Gebäude an sich ist sehenswert! Die Ausstellungen sind bei unserem Sohn und auch bei uns nicht auf Gegenliebe gestoßen. Für den aufgerufenen Preis hätten wir eine spannendere Präsentation erwartet. Im Vergleich hierzu war das Prison Museum im Dartmoor einen richtig langen Aufenthalt wert.

Ursprünglich wollten wir hier übernachten.  Da aber der Charme des Moores, der Geruch der Schmuggler und der kalte Hauch der Geister an diesem Ort nicht mehr zu spüren ist, beschließen wir weiter in Richtung Küste zu fahren. Ihr merkt, wir sind Meister im Weglassen und Routen ändern.

Das Hinterland von St. Ives

Unser Weg führt weiter in sonnige Gefilde. Innerhalb weniger Kilometer verändert sich die Landschaft und wir werden begleitet von Palmen und exotischen Pflanzen, wie man sie sonst nur aus dem Mittelmeerraum kennt.

Mit unserem Brit Stops Stellplatzführer finden wir den gemütlichen und mediterran maritim anmutenden  Pub Balnoon Inn.

Die Inhaber begrüßen uns herzlich und sind wirklich sehr gastfreundlich. Neben netten Gesprächen erfreut das Balnoon Inn durch einen wunderschönen Außenbereich.

Natürlich gibt es hier wieder Burger und Nachos mit mega viel Käse.

Das ist so viel Käse, dass wir die Hälfte an die Katze verfüttern. Es wundert uns, dass die noch so schlank ist. Aber kann man bei dem Blick NEIN sagen?

Unser Stellplatz für heute Nacht – ein Traum! Spanien oder Frankreich könnten kaum schöner sein. Durch die Nähe zum Meer ist das Klima hier angenehm.

Wenn Ihr mehr über Cornwall lesen wollt, dann folgt uns doch auf unserer Reise. Hier findet Ihr eine Übersicht unserer Reiseziele in diesem Sommer.

England 2018 – Tag 6 – Wanderung von Tintagel nach Boscastle

Cornwalls Küste ruft

Heute erkunden wir zu Fuß die wundervolle Küste von Cornwall. Der Weg führt uns von Tintagel nach Boscastle. Direkt hinter unserem Zeltplatz führt der Küstenwanderweg vorbei. Mit einem Sprung über die Mauer stehen wir beim angrenzenden Landwirt auf der Kuhweide. Queren diese Richtung Norden und nur wenige Meter weiter bewundern wir die Atem beraubende Schönheit dieser Küstenlandschaft.

IMG_0830

Steile Klippen, das weite Meer in den tollsten Blautönen, das Kreischen der Möwen, grüne Wiesen…. ich liebe das Meer. Hier zeigt es sich von seiner vielfältigsten und beeindruckendsten Seite. Aber lest selbst.

Der Wanderweg von Tintagel nach Boscastle

Wir haben heute ein wunderbares Wetter. Strahlend blauer Himmel und Temperaturen von 35 Grad und mehr werden uns begleiten. Bestes Wetter für diesen Streckenabschnitt, denn der Weg führt mehrmals über Klippen zum Teil bis hinunter zum Meer und über unebene Steintreppen steil hinauf. Bei nasser Witterung sicherlich eine rutschige Angelegenheit.

IMG_0839

Geeignet ist der Weg für Kinder mit guter Kondition ab ca. 8 Jahren. Wer mehr Zeit einplanen will und größere Pausen einlegen kann, bezwingt den Weg sicherlich auch mit jüngeren Kindern. Die Kinder sollten Risiken einschätzen können und zuverlässig auf dem Weg bleiben. Der Weg ist auf langen Stücken nicht abgesichert. Einzupacken sind ausreichend Trinkwasser, Schwimmsachen!!!!, Sonnenhut und Creme haben sich bewährt. Es gibt auf der ganzen Strecke keinen Schatten.

Karibik lässt grüßen

Die ersten 3 Kilometer folgen wir dem Küstenpfad bis zu einer kleinen Bucht. Hier steigen wir die steilen Treppen hinunter und werden eine Badepause einlegen. Türkis-blaues Wasser wohin das Auge schaut, weicher heller Sandstrand. Karibik-Feeling pur.

IMG_0850

Der Atlantik lässt uns allerdings mit seinem eiskalten Wasser schnell in die Realität zurückkommen. Dennoch lohnt sich ein Bad in den kalten Fluten. Ich habe selten so klares Wasser gesehen. Meter weit draußen kann man noch bis auf den Grund sehen. Es gibt blaue Quallen und Seenadeln zu entdecken. Herr Sohn fängt eine Seenadel und baute ihr am Strand ein Wasserschloss.

IMG_0847

Nur ungern lassen wir Nadel zurück, aber wir haben ja noch ein paar km vor uns.

So geht es die steilen Klippen vorbei am mini Wasserfall hoch, zurück auf den Küstenpfad. Wir umrunden in luftiger Höhe unsere Bucht und wandern durch Heideflächen und karge Wiesenlandschaft weiter bis zum nächsten Tal.

Hier ändert sich schlagartig die Vegetation und man steht in einer ganz anderen Welt. In dem Einschnitt sammelt sich das Süßwasser aus dem Umland, welches dann in einem großen Bach dem Meer entgegen fließt. Hier ist es auf einmal ganz kühl, es wachsen prachtvolle Lilien und andere Pflanzen, welche wir eher aus den heimischen Gärten kennen.

IMG_0864

Auch der Untergrund besteht auf einmal aus Schiefer, welcher prächtig glänzt. Hier möchte ich am liebsten gar nicht mehr weg. Aus dem Tal klettern wir über einen Holzsteg und in Stein gehauene Stufen wieder hoch. Oben angekommen fühlen wir uns vom Wetter her eher in der Toscana. Es ist stickig und staubig. Der Weg wieder karg steinig.

Das schönste Fenster der Cornwalls

Das nächste Highlight auf dieser Tour ist The Women Window. Eine Öffnung in einer Felsformation, welche einen interessanten Blick auf das Meer gewährt.

IMG_0894

Hier überrascht uns die Natur mit grünen Flächen und vielen kleinen weißen blühenden Blumen. Wir machen auf einer Bank eine kleine Pause und genießen die tolle Aussicht. Doch so langsam sollten wir weiter, wenn wir am Ziel noch das Cafe und das Museum of Witchcraft besuchen wollen.

Es geht wider bergab und bergauf. Und irgendwie ist für uns der Weg auf einmal nicht mehr gekennzeichnet. Wir landen auf einer Weide und sind ganz froh, dass es den Bewohnern auch viel zu heiß ist und die Wiederkäuer lieber im Schatten liegen und sich für uns nur minimal interessieren. Die männlichen Tiere sind schon recht beeindruckend….

IMG_0901

wir irren also über die Weide und suchen und suchen. Auch andere Wanderer scheinen nicht wirklich weiter zu kommen. Schließlich entdecken wir am Ende der Weide den Weg und über Stacheldraht und Brombeerranken hinweg gelangen wir wieder auf den richtigen Pfad.

Boscastle

Es geht wieder hinunter. Dann über zahlreiche Steintreppen hinauf.

IMG_0905

Erneut wechselt die Vegetation. Dann die nächste Landmarke vor unserem Ziel. Der Leuchtturm. Nun sind es nur noch wenige Kilometer. Schon von Ferne sehen wir den ehemaligen Hafen, welcher durch einen Sturm vor ein paar Jahren in Mitleidenschaft gezogen wurde. Auch in diesem Jahr hat sich das Dorf noch nicht von diesem Ereignis gänzlich erholt, so dass es nicht wirklich das Touristenherz höher schlagen lässt.

IMG_0906

Dafür entschädigt jedoch die Wanderung und das Cafe im Hafen.  Mit letzter Energie gelangen wir nach Boscastel und sind froh, dass wir hier den letzten Terrassenplatz im hiesigen Hafencafe erobern.

IMG_0909

Bei Scones and Tee und selbstgemachter Limonde erholen wir uns von der Sonne und der Hitze und beschließen lieber noch eine Limonade zu trinken und das Museum nicht zu besuchen. Ein Rezept für Scones findet Ihr unter „kulinarisches“ auf diesem Blog.

Über die Englische Höflichkeit in öffentlichen Verkehrsmitteln

Zurück geht es mit dem regulären Bus, der alle Stunde fährt. Die Rückfahrt kostet ca. 12 Euro für uns Drei.

Besonders ist hier die englische Höflichkeit in Erinnerung geblieben. Was in Deutschland schier unmöglich scheint, ist hier der Standard. Es steigen zuerst alle Personen der Reihe nach vorne beim Busfahrer aus. Erst dann steigen der Reihe nach alle ein. Jeder grüßt den Busfahrer höflich. Der Busfaher stellt die Tickets aus und berät seine Kundschaft. Wenn alle versorgt sind, geht die Fahrt los durch das Hinterland. Kleine Dörfer, einsame Höfe, viel Weidefläche…. immer wieder stoppt der Fahrer, um eines der Schulkinder an einer Kreuzung raus zu lassen. Und man mag es nicht glauben. Jedes Kind bedankt sich artig beim Fahrer, dass es mitfahren durfte.

Zur WM im Pub den Abend ausklingen lassen

Schließlich hält unser Bus auch in Tintagel in der Ortsmitte. Wir steigen mit einem Gruß aus und gehen flink zum Zeltplatz. Abendessen und Popcorn machen im Dutch Oven. Weitere Rezepte findet Ihrauf diesem Blog unter „kulinarisches“ – „Dutch Oven“

IMG_0916

Später ist in den Pubs Fußball angesagt. Es spielt England! Solltet ihr jemals die Chance haben in einem Pub zur WM die Engländer spielen zu sehen – lasst euch das nicht entgehen. Deutsche Fans sind dagegen eine lahme Seniorentruppe.

Morgen geht’s dann weiter in Richtung Süden. In Erinnerung bleibt für mich ein zauberhafter, atemberaubender Küstenbaschnitt, den man unbedingt gewandert sein muss.

Uns wir ebenfalls der englische Rentner mit dem Golden Retriver und dem großen Wohnmobil in Erinnerung bleiben, der uns ab und an mit einem Plausch die Zeit vertrieb, jeder Zeit eine offene Tür hatte und herzlich zu jedem Fußballspiel in seinen Wagen einlud. Von ihm haben wir auch den tollen Satz mitgenommen: „This dog is not under Control!“ Der bei uns in abgewandelter Form zum Dauerbrenner in diesem Sommer wurde.

Wenn Ihr mehr über Cornwall lesen wollt, dann folgt uns doch auf unserer Reise. Hier findet Ihr eine Übersicht unserer Reiseziele in diesem Sommer.

England 2018 – Tag 5 – Besuch bei König Artus in Tintagel Castel

Zauberhaftes Tintagel

Tintagel ist ein kleines historisches Dörfchen direkt an der Küste. Es gibt hier alles was man zum leben braucht. Einen kleinen Tante Emma Laden, einige Souvenirgeschäfte, einen Süßigkeitenladen, Friseur, zwei Pubs, einige Bäckereien. Niedliche Häuser aus Stein und natürlich auch das eine oder andere historische Sagen umwobene Gebäude.

Wir übernachten hier drei Nächte auf dem kleinen Zeltplatz direkt im Ort (The Headland Caravan Park). Dieser wird von einer Familie geführt. Ist sauber, übersichtlich und in erster Linie auch für die kleinen Fahrzeuge geeignet. Diese dürfen sich frei auf der großen Wiese einen Platz suchen. Gewünschter Abstand zum Nachbarn mindestens 6 Meter. Der Platz bietet das Notwendige. Keine Animation. Kinder finden hier schnell Anschluß und toben einfach bis in den Sonnenuntergang auf der Wiese. Ein wenig Spielzeug wie einen Ball, Frisbee, Federball, langes Springseil sollte man also dabei haben.

Mehrmals in der Woche kommt hier ein Foodtruck vorbei. Im kleinen Shop gibt es alles was das Camperherz begehrt. Gegen eine kleine Spende werden Akkus für Camera und Co aufgeladen. Direkt hinter dem Platz liegt der Küstenwanderweg und mit einem Sprung über die Mauer steht man schon am Meer und ist in einer anderen Welt.

König Artus wir kommen

Heute steht der Besuch bei König Artus auf dem Programm. Bevor ihr jedoch los wandert, solltet Ihr Euch über die Öffnungszeiten und den Gezeitenplan informieren. Mehr über die Geschichte des Ortes erfahrt ihr beim Hertitage.

Die Tour ist geeignet für Kinder die noch getragen werden oder aber für Kinder,  die schon sicher klettern und Treppen mit unterschiedlichen Höhen laufen können. Alter ca. ab 7/8 Jahren, wenn die Kinder es gewohnt sind von der Kondition 6-8km zu laufen. Die Strecke ist nicht so lang, besticht aber durch die Höhenunterschiede.

ACHTUNG SICHERHEITSHINWEIS: Die Treppen sind gesichert aber nicht gleichmäßig und können durch Sand und Wasser rutschig sein. Das Plateau ist nicht gesichert. In England darf man noch für sich selbst Verantwortung übernehmen. Kleine Kinder sind an der Hand zu führen und bei quirligen kleinen Abenteurern würde ich mir überlegen diese anzuseilen. Im Castle die Kinder auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen. Sie können die Abbruchkante einfach nicht einschätzen. Auch in den Höhlen kann Gefahr durch ausrutschen und Ertrinken bestehen. Bitte erst die Situation vor Ort checken, bevor man hier die Kleinen alleine rein laufen lässt.

Wir laufen von unserem Zeltplatz bis zum Ziel. Der Platz ist so gut gelegen, dass der Weg ca. 1 km beträgt. Mit unserer Heritage Karte ist der Eintritt auch hier abgegolten. Wer früh am Morgen kommt, hat diesen magischen Ort fast für sich alleine.

Tintagel Castle oder was davon übrig ist

Dass Tintagel ein Ort mit besonderer Kraft ist, liegt außer Frage. Wer es bis hier rauf geschafft hat, wird begeistert sein von diesem Ort.

So empfanden es auch Generationen vor uns und es verwundert nicht, dass dieser Ort umwoben ist von Sagen, und über die letzten 2000 Jahre verschiedene Funktionen erfüllt hat. Neben den Kelten die hier eine frühchristliche keltischen Klosteranlage im 5. – 8. Jahrhundert errichtete, fanden wohl auch die Römer Gefallen an diesem Ort.
Im frühen Mittelalter gab es hier eine kleine Siedlung. Die Burg wie sie jetzt noch zu sehen ist, wurde ca. 1233 von  Richard von Cornwall, einem jüngeren Bruder des englischen Königs Heinrich III zu Repräsentationszwecken erbaut. Bereits kurze Zeit nach der Erbauung konnte das Bauwerk jedoch Sturm und Wetter nicht trotzen und verfiel.
1337 wurde die Anlage erneut auf- und umgebaut. Sie wurde für verschiedene Zwecke (Repräsentation, Gefängnis, Festung)  genutzt und 1600 endgültig aufgegeben.
Heute besteht Tintagel Castle aus zwei Teilen, welche über eine Brücke miteinander verbunden sind. Im Mittelalter muss hier ein Weg über die Felsen existiert haben, so dass es durchaus gut möglich war vom Festland aus zur Siedlung zu gelangen.

Treppen, Treppen und noch mal Treppen

Wer Artus besuchen möchte muss gut zu Fuß sein oder ein paar Verschnaufpausen einplanen. Festes Schuhwerk ist auf jedem Fall zu empfehlen. Wasser ist bei heißem Wetter sinnvoll mitzunehmen, vor allen Dingen Kinder brauchen doch ab und an mal einen Schluck. Vor Ort gibt es neben einer Ausstellung jedoch auch noch ein Kaffee in dem man gemütlich sitzen kann.

Wir starten mit dem linken Teil der Anlage von welchem man einen sehr schönen Blick auf das Castel hat.

Danach geht es einmal Treppe abwärts, Treppe aufwärts rüber zur Festungsanlage. Belohnt wird man nach der Anstrengung durch eine wunderbare Aussicht und die eine oder andere nette Kleinigkeit.

Wo ist Merlin? – Merlin´s Cave

Wo Artus ist, kann Merlin nicht weit sein. Natürlich machen wir uns auf die Suche nach dem Zauberer. Dieser soll angeblich in den Höhlen unterhalb des Castle sein Reich haben.

Wir haben uns mit unserem Besuch nach den Gezeiten gerichtet. Den Gezeitenplan bekommt Ihr in der Touristeninformation. Solltet Ihr länger an der Küste unterwegs sein, ein MUSS! Die Höhlen erreicht man nur bei Ebbe und sollte hier auch rein gehen, wenn das Wasser am weitesten weg ist. Bereits bei beginnender Flut laufen die Höhlen rasant schnell mit dem eiskalten Wasser voll und der Strand verschwindet im Wasser, so dass man von der linken Höhle nicht mehr trockenen Fußes zur Treppe gelangen kann, da man noch an einem Felsen vorbei muss.

Wir haben unsere Badesachen und die Entenfüße dabei. Schließlich kann man hier hervorragend schwimmen und eine Erfrischung haben wir uns bei den Temperaturen (Jahrhundertsommer) wirklich verdient. Die Entenfüße schützen die Füße und geben auf den nassen Steinen guten Halt.

Wir schaffen es zwei Höhlen zu besichtigen. Finden magische Flecken im Wasser – von Merlin heute jedoch leider keine Spur.

Nun ja, er kann ja auch nicht immer zu Hause sein. Schließlich ist er ein gefragter Mann. Vielleicht habt Ihr ja bei Eurem Besuch mehr Glück. Wir verlassen auf jeden Fall jetzt flink die Höhle. Die Flut kommt und das Wasser reicht uns bereits bis zu den Knien.

Wir haben hier auf jeden Fall ein paar sehr schöne Stunden verbracht. Wer mag kann seine Picknick-Sachen mit hoch nehmen. Wir wollten zurück zum Kasten und dort ein wenig vor uns hin trödeln und Energie für den nächsten Tag sammeln. Auf dem Plan steht eine Wanderung den Küstenpfad entlang Richtung Norden nach Boscastle. Bei den Temperaturen sicherlich nicht ganz einfach.

Pasteten wohin das Auge schaut

Auf dem Rückweg müssen wir wieder durch das kleine Dorf. Eigentlich wollten wir kochen, doch der Geruch von frischen Pasteten und Gebäck verführt uns. Kurzer Hand plündern wir die Bäckerei und decken uns mit den verschiedenen Köstlichkeiten ein.

Wenn Ihr uns weiter begleiten wollt, dann folgt doch einfach dem Link zur Gesamtübersicht unserer Tour und sucht Euch aus, was für Euch interessant ist.

Hier gelangt Ihr zu weiteren Informationen, wie man Geld sparen kann: Die Heritage Karte und andere Pässe für Vergünstigungen

Eine Stadt im Weihnachtsfieber

Eine Stadt im Weihnachtsfieber – oder Straßburg im Lichtermeer.

Mit Weihnachten verbinden die meisten Leute Weihnachtsmärkte, Glühwein und ein wenig Deko. Meistens beschränkt auf wenige Tage / Wochenenden im Jahr. Wer einmal staunen möchte, der sei eingeladen den französischen Nachbarn zu besuchen. Denn hier findet er eine Stadt im Weihnachtsfieber.

In Straßburg hat sich die komplette Innenstadt fein gemacht und wirklich alle machen mit. Man könnte meinen, dass es gar einen Wettstreit gibt.

Komm mit mir in eine zauberhafte Welt

Sobald die Dunkelheit anbricht, versinkt eine Stadt im Weihnachtsfieber. Es funkelt und blinkt an jeder Ecke. Selbst die Spitze des Münsters glitzert mit 1000 kleinen Lichtlein.

Die Gassen und Läden sind geschmückt und es lohnt sich in die eine oder andere Hofeinfahrt hineinzuschauen. Doch schaut selbst:

Kulinarisch immer eine Reise wert

Auch kulinarisch hat die Stadt so einiges zu bieten. Denn wenn die Franzosen eines können, dann Genuss und qualitativ gute Lebensmittel.

So verwundert es wohl wenig, dass wir immer wieder in einem der kleinen Speziallädchen verschwunden sind, um uns etwas Proviant mitzunehmen.

Wie kommt man hin?

Als Deutscher kommt man am besten mit der Straßenbahn nach Straßburg. Straßburg unterhält eine Umweltzone, sodass man vorher eine Vignette kaufen müsste, welche Geld kostet. Da die halbe Stadt in der Weihnachtszeit abgesperrt ist, lohnt sich die Anreise mit der Tram. Startpunkt ist die Tramstelle vor dem Hauptbahnhof in Kehl. Parken kann man hinter dem Hauptbahnhof auf dem Parkplatz der alten Kaserne bzw. an der Moschee. Man läuft durch die Bahnhofsunterführung und sieht dann auch schon die Haltestelle. Für rund 8,50 Euro erhält man als Familie mit einem Kind ein Tagesticket, mit dem man dann auch wieder zurückfahren kann. Achtung entwerten nicht vergessen.

Wo kann ich schlafen?

Kehl hat in ca. 1 km Laufweite zum Bahnhof einen Stellplatz für Reisemobile. Ihr findet diesen unter dem Namen Stellplatz am Wasserturm. Für 8 Euro a 24 Stunden kann man hier stehen und sich gegen kleines Taschengeld auch mit Strom und Frischwasser versorgen.  Von hier aus kann man gut zum Gelände der Gartenschau oder in die Altstadt von Kehl laufen. Das Schwimmbad ist ebenfalls in der Nähe.

Fazit: Fahrt mal hin! Wirklich wunderschön hier!

 

Seite 1 von 4

Präsentiert von WordPress & Theme erstellt von Anders Norén