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von 0 auf 4444 – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht


Von 0 auf 4444 – Gestern war es nach 4 Monaten Training endlich so weit – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht und ich habe auf der Endlostreppe die 4500 Stufen in drei Stunden gemeistert. *total stolz bin*

Somit ist der Aufstieg nach Florli gesichert. Jetzt bleiben noch 8 Wochen, um noch ein wenig an der Ausdauer zu arbeiten und auch den Abstieg (noch mal 3-4 Stunden) zu sichern. Denn dafür hätte gestern die Energie nicht mehr gereicht.

4500 Stufen, entsprechen so ungefähr 270 Stockwerken. Somit bin ich jetzt in der Lage wirklich alle Hochhäuser dieser Welt zu erklimmen 😉

Ich wünsche Euch ein tolles langes WE! Vielleicht greift ihr ja auch mal wieder nach den Turnschuhen

PhoeniX-Reisemobilhafen Bad Windsheim

Auch wenn ich gerne frei stehe, manchmal lohnt es sich doch einen festen Stellplatz anzufahren, insbesondere dann, wenn er so hübsch und gut gelegen ist, wie der PhoeniX-Reisemobilhafen in Bad Windsheim.

Der PhoeniX-Reisemobilhafen

Nennt sich selbst das zu Hause für alle Reisemobile und ist tatsächlich bestens ausgestattet. Alle Plätze sind geschottert, die Zuwege geteert. Es gibt neben der üblichen Infrastruktur (Dusche, WC, Abwasser, Wasser, Strom) einen zentralen Versammlungsplatz, schöne Wege und große Stellplätze.


Ich hätte mich bei meiner Ankunft am Abend beinahe zwischen zwei bereits stehende Fahrzeuge gestellt, weil die Plätze so groß bemessen waren, dass ich erst dachte, das sein  noch eine offizielle Lücke. Somit hat man mit einem kleinen Fahrzeug auch ausreichend Abstand zu den weißen Riesen und auch die Chance ein wenig Sonne ab zu bekommen.

Mit einem Klick gelangt ihr zu der Homepage des Reisemobilhafens.

11 Euro für die Nacht sind nicht zu viel, wenn man bedenkt, welche Attraktionen einem direkt in Laufweite winken.

Attraktionen in Laufweite

Die Hauptattraktion ist sicherlich die Franken-Therme mit dem Salzwassersee, welcher einen Auftrieb bietet, den man nur im Toten Meer hat. Ertrinken fast unmöglich. Ein wirkliches Erlebnis, wenn man beim Sprung in den See direkt wie ein Korken nach oben ploppt.

Daneben befindet sich der Klettergarten, der Jung und Alte einlädt eine andere Perspektive einzunehmen.

Die Altstadt ist einfach pittoresk und bietet sich zum Bummeln und Verweilen an. Hatte ich erwähnt, dass die Franken verdammt gut kochen und es überall wirklich gute Qualität zum angemessenen Preis gibt? Sehr gut essen kann man in gemütlichem modernen Ambiente im Genusswerk Franken. Dieses befindet sich direkt neben dem Stellplatz. Hier gibt es auch einen kleinen Laden mit Spezialitäten wie Brot, Würste, Liköre….
Die Weinstube Drei Kronen bietet moderne fränkische Küche. Hier kocht der Inhaber auf Sterne Niveau zum fairen Preis. Die Kombinationen sind spannend. Beste Qualität paart sich hier mit asiatischem Einschlag – eine wahre Genussexplosion!  Die Auswahl an Weinen und anderen erlesenen Getränken ist groß. Man merkt, hier wird richtig mit Liebe und Hingabe gezaubert.

Fazit PhoeniX-Reisemobilhafen

Der Stellplatz lohnt sich, wenn man mal etwas mehr Kultur um sich herum haben möchte. Als ich dort war, war es trotz 80% Auslastung Mux Mäuschen still. Das dürfte am Klientel liegen, welches die Ruhe eines Kur Ortes genießen möchte. Morgens um 8:00 Uhr war ich wohl die Einzige, die schon wach und wieder reisebereit war. Hier wird ausgeschlafen. Kein Wunder, denn der Abend in der Therme kann lang werden.

England 2018 – Tag 7 – Ein Besuch bei den Minions & den Hurlers

Heute verlassen wir Tintagel und bewegen uns durch das Bodmin Moor in Richtung St.Ives. Auf unserem Plan stehen: Minions & The Hurlers und das Jamaica Inn.

Das Bodmin Moor

Wie so oft geht die Fahrt über enge von hohen Hecken begleitete Straßen auf denen man maximal mit Tempo 60 voran kommt. Immer gespannt, wer einem entgegen kommen mag. Der Beifahrer ist hier ständig mit einem Blick in die Kurve gefragt und muss aktiv mit fahren. Das Bodmin Moor ist eine 208 km² große Hochmoorlandschaft. Ähnlich wie das Dartmoor ist die Vegetation von Gräsern und Farnen geprägt. An den südlichen Hängen des Moors liegt der Dozmary Pool, in den, nach der Überlieferung der Artussage, Sir Bedivere das Schwert Excalibur warf.

Zur Bronzezeit und auch später war das Gebiet dicht besiedelt. Die Menschen versuchten dem Land metallische Bodenschätze abzuringen. Später auch das wertvolle Granit, welcher sich sogar in dem königlichen Palast wieder finden lässt. Heute begegnet man hier kaum einem Menschen

Ein Dorf namens Minions

Nach einer Stunde Fahrt erreichen wir das kleine Örtchen Minions. Den Ort gibt es seit ca. 1613 und wenn man sich die Gegend so anschaut, kann man sich gut vorstellen, dass hier auch die kleinen gelben Minions die wir alle aus dem Kino kennen her kommen könnten. Für die Dorfbewohner ist die Kinoproduktion auf jeden Fall ein ganz willkommener Zufall, macht sie ihren Ort doch nun interessant.

The Hurlers

Wirklich interessant ist aber nicht der kleine Ort selbst, sondern die Hurlers. Diese kann man etwas außerhalb finden. Es gibt einen kleinen Parkplatz, von dem man hin laufen kann.

Bereits von weitem sieht man eines der vielen Maschinenhäuser, welche damals die Energie für den Bergbau lieferten. Heute sind sie Landmarken. Das Gebäude bei den Hurlers ist ausgebaut und beherbergt eine kleine feine Ausstellung mit Informationen über die Region, den Bergbau, den Steinbruch. Wir staunen sehr, als wir lesen und im Film sehen, wie besiedelt diese Region war und bekommen einen ganz neuen Eindruck von der Geschichte Englands. Das Gebäude ist immer geöffnet und kostet keinen Eintritt. Die Ausstellung ist überschaubar auf einer Etage und für Kinder geeignet. Man sollte unbedingt vor einem Spaziergang oder einer Wanderung die Ausstellung besucht haben. Hier erhält man einfach alle wichtigen Informationen zu dieser historisch bedeutsamen Gegend.

Von hier aus kann man nun weiter gehen in Richtung Steinbruch mit dem Namen Cheesewring. Dieser kann beklettert werden. Uns faszinieren die gestapelten Steine, welche einen spannenden Kontrast zu der sonst sehr weichen Umgebung bilden. Es sieht aus, als habe ein Riese sie versucht meditativ zu stapeln.

Auf dem Weg zu dem Steinbruch fallen die vielen Krater auf, welche das Gebiet durchziehen. Es sieht aus, als hätte sich hier ein Riesenkaninchen ausgetobt.

The Hurlers sind drei Steinkreise, die annähernd auf einer Linie von SSW nach NNO liegen. Sie haben einen Durchmesser von 32, 42 und 33 m. So genau weiß man nicht, welche Bedeutung sie hatten. Wenn man sich in einen der Kreise hinein stellt und die Umgebung betrachtet, ist das hier aber sicherlich so hoch gelegen ein magischer Ort.

Wir drehen noch eine Runde und genießen die einmalig schöne Landschaft und den einen oder anderen spannenden Ausblick, bevor wir weiter fahren. Als Zeitaufwand sollte man mindestens 3 Stunden einplanen. Wer noch den Steinbruch beklettern will, kann sicherlich mit 6 Stunden rechnen. Wir finden, dass dieser Ausflug wunderschön war und für jeden zu empfehlen ist, der in die Geschichte Englands einsteigen möchte und die Landschaft und Ruhe mag.

Das Jamaica Inn – der Ort für lichtscheues Gesinde

 

Unmittelbar mit dem Bodmin Moor ist das Sagen umwobene Jamaica Inn verbunden. Hier sollen Schmuggler über die Jahrhunderte ihre Waren versteckt und getauscht haben. Gut vorstellbar, denn immerhin liegt es strategisch günstig am Meer, ist aber so einsam und verlassen im Moor, dass hier sicherlich niemand freiwillig raus gekommen ist. Auch soll es hier spuken.

Heute ist das Jamaica Inn ein heller freundlicher Ort, der den Massentourismus auf sich zieht, leider aber bis auf den Namen nicht viel zu bieten hat. Die denkmal geschützte Anlage besteht aus einem großen Souvenierladen. Das ist der größte Souvenierladen, den wir auf unserer Reise gesehen haben.
Wer Handtücher etc. kaufen möchte, sollte hier mal rein schauen.
Neben dem Souveniergeschäft gibt es einen kleinen Lebensmittelladen mit regionalen Produkten. Mit ein wenig Glück bekommt man hier leckeres Brot, welches sich ein wenig von dem typischen englischen Brot abhebt.
Nebenan geht es weiter mit einem urigen Pub, der seine Waren aber zu irrwitzigen Preisen anbietet. Der Außenbereich ist nicht beschattet. Das ist schade, denn bei den aktuellen Temperaturen und der Wanderung bei den Hurlers hätten wir gerne eine Rast gemacht und etwas getrunken. Da die Sonne unterträglich war, und wir bei dem schönen Wetter nicht im dunklen Pub sitzen wollten, haben wir es uns im Lotti-Mobil bequem gemacht.

Einen ganz kleiner Teil des Essembels wird durch eine Ausstellung belegt. Hier gibt es eine großen Bereich über Daphne du Maurier und eine Ausstellung über die Zeit des Schmuggels.

Das Jamaica Inn ist Handlungsort des 1936 erschienenen gleichnamigen Romans (deutscher Titel Gasthaus Jamaika) von Daphne du Maurier und seiner Verfilmung durch Alfred Hitchcock von 1939 (deutsche Titel Riff-Priraten und Die Taverne von Jamaika).

Wir hatten uns aufgrund der Berichterstattung etwas mehr von diesem Ort erwartet. Das Jamaica Inn ist komplett auf Tourismus ausgelegt ohne jedoch das Gefühl zu vermitteln, dass der Tourist an sich ein Gast ist. Hier geht es einzig ums Geld verdienen. Das Gebäude an sich ist sehenswert! Die Ausstellungen sind bei unserem Sohn und auch bei uns nicht auf Gegenliebe gestoßen. Für den aufgerufenen Preis hätten wir eine spannendere Präsentation erwartet. Im Vergleich hierzu war das Prison Museum im Dartmoor einen richtig langen Aufenthalt wert.

Ursprünglich wollten wir hier übernachten.  Da aber der Charme des Moores, der Geruch der Schmuggler und der kalte Hauch der Geister an diesem Ort nicht mehr zu spüren ist, beschließen wir weiter in Richtung Küste zu fahren. Ihr merkt, wir sind Meister im Weglassen und Routen ändern.

Das Hinterland von St. Ives

Unser Weg führt weiter in sonnige Gefilde. Innerhalb weniger Kilometer verändert sich die Landschaft und wir werden begleitet von Palmen und exotischen Pflanzen, wie man sie sonst nur aus dem Mittelmeerraum kennt.

Mit unserem Brit Stops Stellplatzführer finden wir den gemütlichen und mediterran maritim anmutenden  Pub Balnoon Inn.

Die Inhaber begrüßen uns herzlich und sind wirklich sehr gastfreundlich. Neben netten Gesprächen erfreut das Balnoon Inn durch einen wunderschönen Außenbereich.

Natürlich gibt es hier wieder Burger und Nachos mit mega viel Käse.

Das ist so viel Käse, dass wir die Hälfte an die Katze verfüttern. Es wundert uns, dass die noch so schlank ist. Aber kann man bei dem Blick NEIN sagen?

Unser Stellplatz für heute Nacht – ein Traum! Spanien oder Frankreich könnten kaum schöner sein. Durch die Nähe zum Meer ist das Klima hier angenehm.

Wenn Ihr mehr über Cornwall lesen wollt, dann folgt uns doch auf unserer Reise. Hier findet Ihr eine Übersicht unserer Reiseziele in diesem Sommer.

Die Sache mit der Zuladung…

oder wie bekomme ich meine Familie nebst Gerödel in den Kasten?

Ein Kastenwagen ist eine tolle Sache. Jedoch stellt er Familien vor eine zusätzliche Herausforderung – die Zuladung. Diese wird oft unterschätzt, da dem Kasteneinsteiger gar nicht bewußt ist, was diese Kennziffer besagt und man in der Regel auch keine Idee davon hat, was denn nun das notwendige Reisegepäck so auf die Waage bringt.

Begriffe die hier eine wichtige Rolle spielen

Das zulässige Gesamtgewicht: Der Begriff ist schnell erklärt. Das ist das Gewicht, welches das Fahrzeug im voll beladenen Zustand auf die Waage bringen darf. Im Fahrzeugschein findet Ihr diese Angabe unter dem Punkt F.1 technisch zul. Gesamtmasse in kg. Bei uns sind das 3,5t

Der zweite für Euch relevante Begriff ist die Masse im Fahrbereiten Zustand. Diese findet Ihr im Fahrzeugschein unter G Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs in kg (Leermasse). Dieser Begriff ist erklärungsbedürftig. Ein Glück übernimmt das für uns der Gesetz- und Normengeber. Das Leergewicht umfasst hierbei das Fahrzeug inklusive vollem Kraftstofftank, Fahrergewicht (75 Kilogramm), Bordwerkzeug, Ersatzrad, Verbandkasten und Warndreieck. Für Fahrzeuge, die ab Juli 2003 erstmals zugelassen wurden, wird für die Kraftstofffüllung nur noch 90 Prozent des Kraftstofftankfassungsvermögens berücksichtigt. Bei unserem Fahrzeug beträgt die Masse im fahrbereiten Zustand  2900kg.

Zuladung: Die Zuladung ist nun recht einfach berechnet. Man ziehe die Masse im Fahrbereiten Zustand vom zulässigen Gesamtgewicht ab und erhält die Zuladung. Aber Achtung!!!! es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Denn alles was Ihr an Zubehör zum Basisfahrzeug mit bestellt, wird nicht etwa dem Leergewicht hinzu gerechnet, sondern muss zusätzlich von der Zuladung abgezogen werden. So kann die Markise schnell mal 30 kg kosten und der Fahrradträger und das Solarpanel und…. Erkundigt Euch also genau beim Verkäufer, was alles an Zubehör in der Fahrbereiten Masse enthalten ist.

Wir haben Glück und der Fahrzeugschein wurde bei uns neu ausgestellt und alles neu durch gewogen. Wir dürfen 3500kg-2900kg=600kg zuladen.

Wieviel Zuladung brauchen wir als Familie?

Um heraus zu bekommen, wie viel Zuladung man theoretisch benötigt, gibt es eine einfache Formel, welche sich aus der EN 1646-2 ergibt: Diese lautet je Person 75 Kilogramm Körpergewicht plus zehn Kilo persönliches Gepäck plus zehn Kilo je Meter Fahrzeuglänge sollte der Wohnmobilhersteller einplanen. Bei unserem Lotti-Mobil wären das also:

4 Sitzplätze a 75 kg = 300 kg

4 * 10 kg Gepäck = 40 kg

5,50 m Fahrzeuglänge * 10 kg = 55 kg

das macht in Summe 395 kg Zuladung, die wir theoretisch nach der Norm benötigen.
Ggf. noch um den Fahrer korrigieren, der ja oben schon in der fahrbereiten Leermasse eingerechnet wurde. Dann würde das den Wert nach unten korrigieren auf 325 kg.  Jetzt vergleichen mit der Zuladung die Ihr oben als Differenz von Gesamtgewicht und Leergewicht ausgerechnet habt. Könnte bei uns passen. Denn leider ist die Berechnung nur graue Theorie und ein Anhaltspunkt.

Ihr merkt schon, dass die Gewichtsangaben meist sehr illusorisch sind. Bei uns wiegt faktisch bei 1,80 Größe und mehr niemand 75 kg. Also müssen wir hier noch einmal korrigieren. Berechnet hier bitte auch ein mögliches Endgewicht von Euren Kindern. Denn schließlich fahren die ja auch noch mit 16 oder gar 18 Jahren mit Euch mit. So viel Spielraum muss also sein! Denkt auch daran, dass die Kleider etc. schwerer werden und mehr Stauraum benötigen. Das Puckyrad, das heute noch in den Kofferraum passt, muss morgen durch einen Fahrradträger und ein 18 kg schweres Rad ersetzt werden.

Was muss noch bedacht werden?

Ihr müsst noch weitere Dinge einrechnen:

Frischwasser zu 90 % das sind bei uns 81 kg (der Abwassertank wird nicht gewogen)

Gas zu 90 % das sind bei uns 44 kg

Boiler & WC & Kabel 31 kg

Somit verbleiben uns 600 kg- 325 kg Zuladung nach Norm – 44 kg – 81 kg – 31 kg = 119 kg für Schnick und Schnack. Das wären dann zum Beispiel 3 Fahrräder a 20 kg und Essensvorräte und Getränke. Ihr merkt schon – nicht zu viel Kram aus dem Urlaub mitnehmen!!!!

Zuladung und Verteilung am Beispiel von unserem Lotti-Mobil

Wie gehe ich am besten vor?

Ich habe unseren Kasten einmal komplett mit den Dingen gepackt, die wir immer mitführen wie Töpfe, Auffahrkeile, Kabel, Gewürze…. Hierzu schaut mal in meinem Beitrag Packliste für den Kasten nach, was man mit Kind alles so mitschleppen muss.

Voll getankt, Wasser eingefüllt und dann auf die Wage beim Landhandel gestellt. Alles andere ist variabel und wird von uns von Urlaub zu Urlaub neu berechnet. Da könnt Ihr Euch eine Excelliste anfertigen, die euch schnell einen Überblick gibt was mit kann.

Im Sommer brauche ich nur eine Gasflasche. Also habe ich 22 kg mehr Spielraum für z.B. Fahrräder. Im Winter muss der Dutch Oven aus Gewichtsgründen weichen, da dafür die Schneeketten mit kommen. Wenn wir den Opa zum Wandern mit nehmen, muss weniger Wasser in den Tank oder die Konserven müssen weichen. Die 10 kg pro Person an Gepäck sind ganz gut bemessen. Hier sind in der Regel bei uns auch Spiele und Bücher mit dabei. Das ist ungefähr das Volumen von einer kleinen Reisetasche als Richtlinie.

Ach ja, und da war da noch die Sache mit der Achslast. Das Gewicht muss auch noch entsprechend der Vorgaben des Herstellers auf die entsprechenden Achsen verteilt werden.

Gewicht ist das eine – Platz das andere Kriterium!

Wie Ihr in meinem Beitrag Packliste für den Kasten gesehen habt, muss ganz schön viel Zeug mit. Stühle und Tische sollten möglichst klein und leicht sein, denn neben dem Gewicht limitiert Euch der Kasten ganz schön in Bezug auf Stauraum. Die meisten Kästen sind für 2 Personen ausgelegt und haben einen riesigen Stauraum unter dem Heckbett. Dieser Stauraum dürfte Euch mit Kindern nicht viel nutzen, da Euch Fächer fehlen mittels derer Ihr irgendwie Ordnung auf 9 qm herstellen könnt. Günstig ist es daher, wenn Ihr für jedes Familienmitglied mindestens ein Kleiderfach habt. Dann braucht Ihr Euch auch noch aufregen, wenn die Kinder ihr Zeug rein knüllen.

Vorteilhaft ist ein Kleiderschrank für Jacken und eine separate Dusche (kein Raumbad). Ihr könnt so schlammige und nasse Sachen in die Duschwanne stellen und trocknen lassen. Zudem ist bei uns das Badezimmer ein beliebter Rückzugsort, wenn man mal seine Ruhe haben möchte.

Versucht einfach mal alle Eure Sachen gut unter zu bekommen. Und zwar so, dass Ihr sie im Alltag auch gut erreicht ohne Verrenkungen und auf dem Boden rum zu kriechen. Ohne den Tisch oder das Bett weg schieben zu müssen oder sonstige Umbauten vorzunehmen.

Ich hoffe ich konnte Euch ein wenig bei Eurer Kaufentscheidung helfen und Euch ein paar Ideen mitgeben, worauf Ihr beim Kastenkauf für die Familie unbedingt achten solltet.

Wie so ein Urlaub mit Kindern im Kasten aussehen kann und was sich als praktisch oder unpraktisch erweist, könnt Ihr auch bei Katja und ihren zauberhaften Blog Hin-Fahren nachlesen. Die ist aus dem Kinderalter bereits heraus und darf den Platz für sich alleine nutzen.

Ich freue mich natürlich über Eure Kommentare.

Lieben Gruß,

Alexandra

PS: Mehr Reiseideen und Tipps zum Reisen mit Kindern gibt es natürlich auf diesem Blog.

England 2018 – Tag 5 – Besuch bei König Artus in Tintagel Castel

Zauberhaftes Tintagel

Tintagel ist ein kleines historisches Dörfchen direkt an der Küste. Es gibt hier alles was man zum leben braucht. Einen kleinen Tante Emma Laden, einige Souvenirgeschäfte, einen Süßigkeitenladen, Friseur, zwei Pubs, einige Bäckereien. Niedliche Häuser aus Stein und natürlich auch das eine oder andere historische Sagen umwobene Gebäude.

Wir übernachten hier drei Nächte auf dem kleinen Zeltplatz direkt im Ort (The Headland Caravan Park). Dieser wird von einer Familie geführt. Ist sauber, übersichtlich und in erster Linie auch für die kleinen Fahrzeuge geeignet. Diese dürfen sich frei auf der großen Wiese einen Platz suchen. Gewünschter Abstand zum Nachbarn mindestens 6 Meter. Der Platz bietet das Notwendige. Keine Animation. Kinder finden hier schnell Anschluß und toben einfach bis in den Sonnenuntergang auf der Wiese. Ein wenig Spielzeug wie einen Ball, Frisbee, Federball, langes Springseil sollte man also dabei haben.

Mehrmals in der Woche kommt hier ein Foodtruck vorbei. Im kleinen Shop gibt es alles was das Camperherz begehrt. Gegen eine kleine Spende werden Akkus für Camera und Co aufgeladen. Direkt hinter dem Platz liegt der Küstenwanderweg und mit einem Sprung über die Mauer steht man schon am Meer und ist in einer anderen Welt.

König Artus wir kommen

Heute steht der Besuch bei König Artus auf dem Programm. Bevor ihr jedoch los wandert, solltet Ihr Euch über die Öffnungszeiten und den Gezeitenplan informieren. Mehr über die Geschichte des Ortes erfahrt ihr beim Hertitage.

Die Tour ist geeignet für Kinder die noch getragen werden oder aber für Kinder,  die schon sicher klettern und Treppen mit unterschiedlichen Höhen laufen können. Alter ca. ab 7/8 Jahren, wenn die Kinder es gewohnt sind von der Kondition 6-8km zu laufen. Die Strecke ist nicht so lang, besticht aber durch die Höhenunterschiede.

ACHTUNG SICHERHEITSHINWEIS: Die Treppen sind gesichert aber nicht gleichmäßig und können durch Sand und Wasser rutschig sein. Das Plateau ist nicht gesichert. In England darf man noch für sich selbst Verantwortung übernehmen. Kleine Kinder sind an der Hand zu führen und bei quirligen kleinen Abenteurern würde ich mir überlegen diese anzuseilen. Im Castle die Kinder auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen. Sie können die Abbruchkante einfach nicht einschätzen. Auch in den Höhlen kann Gefahr durch ausrutschen und Ertrinken bestehen. Bitte erst die Situation vor Ort checken, bevor man hier die Kleinen alleine rein laufen lässt.

Wir laufen von unserem Zeltplatz bis zum Ziel. Der Platz ist so gut gelegen, dass der Weg ca. 1 km beträgt. Mit unserer Heritage Karte ist der Eintritt auch hier abgegolten. Wer früh am Morgen kommt, hat diesen magischen Ort fast für sich alleine.

Tintagel Castle oder was davon übrig ist

Dass Tintagel ein Ort mit besonderer Kraft ist, liegt außer Frage. Wer es bis hier rauf geschafft hat, wird begeistert sein von diesem Ort.

So empfanden es auch Generationen vor uns und es verwundert nicht, dass dieser Ort umwoben ist von Sagen, und über die letzten 2000 Jahre verschiedene Funktionen erfüllt hat. Neben den Kelten die hier eine frühchristliche keltischen Klosteranlage im 5. – 8. Jahrhundert errichtete, fanden wohl auch die Römer Gefallen an diesem Ort.
Im frühen Mittelalter gab es hier eine kleine Siedlung. Die Burg wie sie jetzt noch zu sehen ist, wurde ca. 1233 von  Richard von Cornwall, einem jüngeren Bruder des englischen Königs Heinrich III zu Repräsentationszwecken erbaut. Bereits kurze Zeit nach der Erbauung konnte das Bauwerk jedoch Sturm und Wetter nicht trotzen und verfiel.
1337 wurde die Anlage erneut auf- und umgebaut. Sie wurde für verschiedene Zwecke (Repräsentation, Gefängnis, Festung)  genutzt und 1600 endgültig aufgegeben.
Heute besteht Tintagel Castle aus zwei Teilen, welche über eine Brücke miteinander verbunden sind. Im Mittelalter muss hier ein Weg über die Felsen existiert haben, so dass es durchaus gut möglich war vom Festland aus zur Siedlung zu gelangen.

Treppen, Treppen und noch mal Treppen

Wer Artus besuchen möchte muss gut zu Fuß sein oder ein paar Verschnaufpausen einplanen. Festes Schuhwerk ist auf jedem Fall zu empfehlen. Wasser ist bei heißem Wetter sinnvoll mitzunehmen, vor allen Dingen Kinder brauchen doch ab und an mal einen Schluck. Vor Ort gibt es neben einer Ausstellung jedoch auch noch ein Kaffee in dem man gemütlich sitzen kann.

Wir starten mit dem linken Teil der Anlage von welchem man einen sehr schönen Blick auf das Castel hat.

Danach geht es einmal Treppe abwärts, Treppe aufwärts rüber zur Festungsanlage. Belohnt wird man nach der Anstrengung durch eine wunderbare Aussicht und die eine oder andere nette Kleinigkeit.

Wo ist Merlin? – Merlin´s Cave

Wo Artus ist, kann Merlin nicht weit sein. Natürlich machen wir uns auf die Suche nach dem Zauberer. Dieser soll angeblich in den Höhlen unterhalb des Castle sein Reich haben.

Wir haben uns mit unserem Besuch nach den Gezeiten gerichtet. Den Gezeitenplan bekommt Ihr in der Touristeninformation. Solltet Ihr länger an der Küste unterwegs sein, ein MUSS! Die Höhlen erreicht man nur bei Ebbe und sollte hier auch rein gehen, wenn das Wasser am weitesten weg ist. Bereits bei beginnender Flut laufen die Höhlen rasant schnell mit dem eiskalten Wasser voll und der Strand verschwindet im Wasser, so dass man von der linken Höhle nicht mehr trockenen Fußes zur Treppe gelangen kann, da man noch an einem Felsen vorbei muss.

Wir haben unsere Badesachen und die Entenfüße dabei. Schließlich kann man hier hervorragend schwimmen und eine Erfrischung haben wir uns bei den Temperaturen (Jahrhundertsommer) wirklich verdient. Die Entenfüße schützen die Füße und geben auf den nassen Steinen guten Halt.

Wir schaffen es zwei Höhlen zu besichtigen. Finden magische Flecken im Wasser – von Merlin heute jedoch leider keine Spur.

Nun ja, er kann ja auch nicht immer zu Hause sein. Schließlich ist er ein gefragter Mann. Vielleicht habt Ihr ja bei Eurem Besuch mehr Glück. Wir verlassen auf jeden Fall jetzt flink die Höhle. Die Flut kommt und das Wasser reicht uns bereits bis zu den Knien.

Wir haben hier auf jeden Fall ein paar sehr schöne Stunden verbracht. Wer mag kann seine Picknick-Sachen mit hoch nehmen. Wir wollten zurück zum Kasten und dort ein wenig vor uns hin trödeln und Energie für den nächsten Tag sammeln. Auf dem Plan steht eine Wanderung den Küstenpfad entlang Richtung Norden nach Boscastle. Bei den Temperaturen sicherlich nicht ganz einfach.

Pasteten wohin das Auge schaut

Auf dem Rückweg müssen wir wieder durch das kleine Dorf. Eigentlich wollten wir kochen, doch der Geruch von frischen Pasteten und Gebäck verführt uns. Kurzer Hand plündern wir die Bäckerei und decken uns mit den verschiedenen Köstlichkeiten ein.

Wenn Ihr uns weiter begleiten wollt, dann folgt doch einfach dem Link zur Gesamtübersicht unserer Tour und sucht Euch aus, was für Euch interessant ist.

Hier gelangt Ihr zu weiteren Informationen, wie man Geld sparen kann: Die Heritage Karte und andere Pässe für Vergünstigungen

England 2018 – Tag 4 – Auf der Spur von Napoleons Soldaten & Mad Axeman

Das Dartmoor ruft!

Klare Ansage – hier sollte man schnell sein

Gut erholt fahren wir heute vom The Star Inn rein in das Dartmoor. Ich liebe das Moor mit seiner rauen ursprünglichen Art. Schroffe Felsen werden von Farn überwuchert. Es gibt feuchte Wiesen, Heideflächen und dazwischen immer wieder halbwilde Tiere. Nicht umsonst dient das Dartmoor als Kulisse für den einen oder anderen Bestseller. Bereits die 5 Freunde im Nebel von Enid Blyton lehrten mich das Fürchten und Gruseln. Der Hund von Baskerville nach Sir Arthur Conan Doyle hat  bis heute seinen Reiz nicht verloren. Hinzu kommen diverse gruselige Geschichten die sich um das Moor ranken. Wen wundert es. Hier trieben die Jahrhunderte durch Schmuggler ihr Unwesen und das Moor war zudem ein sicherer Zufluchtsort mit seine zahlreichen Minen für Verbrecher jeglicher Colour. Auch heute ist das Moor nicht ganz ungefährlich.

Wer im Dartmoor mit dem PKW unterwegs ist, hat hier keine Gefahr zu fürchten. Kritisch und sogar gefährlich ist das Moor für Spaziergänger und Wanderer. Das Wetter hier schlägt rasch um und innerhalb von Minuten kann man sich in der Weite nicht mehr orientieren. Hierzu später mehr.

Unser Ziel heute bei bestem Wetter ist das Prison Museum in dem kleinen Örtchen Princetown. Dieses ist mitten im Moor gelegen. Der Ort besteht aus ein paar Häusern, einer Kirche sowie dem alles dominierenden über 200 Jahre alten Gefängnisses. Die Gebäude erheben sich grau und massiv über dem Ort und sind schon von weitem zu sehen. Waren vor 200 Jahren hier bis zu 6000 Kriegsgefangene (in erster Linie französische Soldaten und später amerikanische Soldaten) unter erbärmlichsten Verhältnissen untergebracht, so beherbergen die Mauern jetzt nur noch eine geringe Anzahl an Gefangenen, welche weitaus bessere Lebensbedingungen vorfinden.

Auf der Spur von Napoleons Soldaten & Mad Axeman

Die Geschichte des Gefängnisses ist ein Kuriosum an sich. Ursprünglich hatte hier ein wohlhabender Mensch das Land gekauft, um es landwirtschaftlich zu nutzen. Jedoch stellte sich schnell heraus, dass das Moor so in dieser Form nicht nutzbar war. Der Boden zu feucht und durchsetzt von Steinen und Felsen. Welch ein Glück, dass es durch die Napoleonischen Kriege um 1800 zu so vielen Kriegsgefangenen kam, dass diese nicht länger auf den Schiffen entlang der Südküste inhaftiert werden konnten und ein anderer Platz für die Gefangenen gefunden werden musste. Somit wurde das Gefängnis im Moor geplant. Besonders grotesk: Die Gefangenen durften ihr Gefängnis selbst erbauen.

Die heutige Struktur und landwirtschaftliche Nutzung des Moors haben die Einheimischen in der Tat den Soldaten zu verdanken. Diese wurden tagsüber den Landwirten als Arbeitskräfte zur Verfügung gestellt und durften Mauern errichten, Flächen von Steinen befreien, Wege anlegen.

Später dann diente das Gefängnis zahlreichen Halunken und Schurken als Zwischenquartier. Einer von Ihnen ist Frank Michel auch als Mad Axeman bekannt. Er hatte das Gemüt eines Kindes aber die Kraft eines Stieres. Von klein an war er immer wieder in Diebstähle verwickelt. Ab dem 17ten Lebensjahr verbrachte er den größten Teil seines Lebens im Gefängnis. Hier war er sehr geschätzt, wegen seiner Art und er hatte Privilegien, welche sonst kaum einer hatte. Leider ließ er sich zur Flucht anstiften, was in England Wochen lang zu einer Pressemeldung nach der anderen führte.

The Dartmoor Prison Museum

Eingang zum Gefängnis

Wir erreichen gegen Mittag das Dartmoor Prison Museum. Familien sind hier herzlich willkommen und bereits im Eingangsbereich versinken wir in der Welt des Gefängnisses. Es gibt eine Ausstellung, welche die Geschichte klein und fein an allerhand Exponaten vorstellt. Es wird vom Bau berichtet. Eine Vitrine zeigt Ausbruchswerkzeuge. Man kann in einer Musterzelle Platz nehmen, erfährt mehr über den Alltag im Gefängnis und natürlich werden uns die prominentesten Gäste vorgestellt. Hierunter auch Prince Charles und der berühmte Mad Axeman. 

Besonders schön: für die Kinder gibt es ein Quiz, welches uns Erwachsene sprachlich zum Teil an unsere Grenzen brachte. Mit der Hilfe des Personals konnten wir dennoch alle Fragen beantworten und am Ende einen kleinen Preis erhalten.

Wir hatten hier sehr viel Spaß. Für den Besuch sollte man ca. 2 Stunden einplanen. Gerade für das Rätsel muss man viel lesen, was sich aber lohnt!

Fahrt durchs Dartmoor

Wir verlassen Princetown und setzen unsere Reise durch das Dartmoor fort. Unser Übernachtugsziel ist Tintagel. Somit durchqueren wir heute das Moor vom Osten nach Westen in seiner kompletten Breite.

Während das Land seit Wochen keinen Regen gesehen hat und die Wiesen ausgedorrt sind, ist es im Moor sehr grün. Gerade, wenn man weit hinein wandert, ist die Fläche geprägt von Farn und Kniehöhen Gräsern, kleinen Büschen und knorpeligen Bäumen, welche nicht sehr hoch werden. Ich liebe die Weite und Stille im Moor und gehe hier auch gerne wandern. Allerdings sollte man hier unbedingt eine echte Wanderkarte mitnehmen, auf welcher die alten Steine eingetragen sind. Schnell kommt man mit dem GPS an seine Grenzen. Es gibt keine festen Wege. Hier folgt man den Spuren der Tiere, welche sich aber regelmäßig verschieben. Alternativ geht es Kilometer lang Querfeld ein. Neben der Karte benötigt man unbedingt einen Kompass, eine Taschenlampe, eine Trillerpfeife, eine Aludecke als Schutz vor Regen und Kälte und einen Powerriegel / Nüsse. Wasser findet man in bester Qualität ausreichend. Der Nebel kann hier innerhalb von Minute aufziehen und man ist zum Warten verdammt. Das kann sich Stunden hin ziehen. Es wird dringend davon abgeraten sich bei Nebel weiterzubewegen. Das Bild unten gibt Euch eine kleine Idee, was auf Euch zukommt.

Der Wasserspeicher Hochmoor sorgt auch im Hochsommer für gefüllte Bäche.

Immer wieder begegnet man den Schafen der Farmer, welche das Jahr über frei im ganzen Dartmoor herumlaufen dürfen.

Neugierig ohne Ende, aber wehe man kommt ihnen zu nah

Kleiner ist manchmal doch besser

Wer im Dartmoor unterwegs ist, muss mit engen Straßen rechnen. Oft sind diese nur knapp 2 Meter breit, jedoch von beiden Seiten zu befahren. Die Straßen sind in der Regel von hohen Hecken gesäumt, in welche man rein fahren muss, wenn Gegenverkehr naht. Der Engländer ist ziemlich tiefenentspannt und setzt auch gerne mal über mehrere Kilometer zurück. Zeit scheint hier relativ und ich habe keine Idee, warum ausgerechnet die Engländer die Pünktlichkeit für sich verbuchen. Problematisch sind die schmalen Brücken und Gassen in den Dörfern. Wer hier zu lang und / oder zu breit ist, hat ein echtes Problem. Idealmaße für einen Kastenwagen sind in der Breite 1,95 Meter und in der Länge maximal 6,00 Meter, 3,5 t Gewicht. Die Höhe spielt eher eine untergeordnete Rolle. Wer breiter, länger oder schwerer ist, wird in den ländlichen Gebieten in England keine Freude am Fahren haben und sollte sich auf die breiten Hauptstraßen konzentrieren. Auch hier ist eine gute Karte ratsam, aus welcher hervorgeht, wie breit die Straße ist.

Der VW LT ist in England der meist gefahrene Transporter und hier quasi in seinem Element.

Wir verlassen für heute das Dartmoor, nicht ohne uns noch einmal von den Tieren dort und der unglaubliche Weite zu verabschieden.

Manchmal hat man Glück und es sind einfach alle da.

Die Fahrt geht weiter nach Tintagel. Folgt uns doch einfach weiter auf unserer Reise. Hier kommt Ihr zu einer Übersicht von unseren einzelnen Stationen.

Packliste für den Kasten

Packliste für den Kasten

Obgleich wir schon Campingerfahrung mit dem Zelt haben, stellte sich auch bei uns die Frage, was eigentlich alles mit muss. Hier mal unsere Packliste für zwei Erwachsene und ein Kind. In der Regel ist der Wagen immer so gepackt. Wir laden jedes Mal lediglich Anziehsachen und frische Lebensmittel ein.

Rund ums Fahrzeug

Wasser

Strom

  • Adapter Kasten auf Stromleitung
  • Adapter Stromleitung auf Zapfsäule
  • langes Stromkabel
  • Adapter für 12 V Steckdose mit diversen Steckern für Handy, Tablet und Co
  • Netzteil für Laptop, wenn er denn dabei ist. Normal bleibt der zu Hause
  • Powerbank

Sicherheit

Kochen

Wir kochen auch gerne mal auf dem Lagerfeuer, weswegen wir gusseisernes Kochgeschirr mitnehmen. Besonders lieben wir unseren Dutch Oven, den wir aber nicht immer auf dem offenen Feuer z. B. auf dem Campingplatz betreiben dürfen. Somit müssen wir über die Brikett Variante ausweichen. Wer also nicht grillen möchte, tauscht den Dutch Oven und die gusseisernen Töpfe und Pfanenn gegen leichtes Kochgeschirr – wir bevorzugen Edelstahl. Es können dann auch der Kamin, Handschuhe und der Grill gestrichen werden. Ab der Position Wasserkessel geht´s  normal weiter.

Lebensmittel

Immer an Bord haben wir für spontane Fahrten und schnelles Brot backen:

  • Gewürze wie Salz, Pfeffer schwarz und weiß, Paprika, Kräutermischung, Zimt, italienische Mischung
  • Mehl
  • Zucker
  • Hefeersatz (mit dem Dutch Oven kann man z.B. Brot backen)
  • Backpulver
  • Vanillezucker & ein paar Aromen
  • Müsli (ein ordentliches, was satt macht – nicht so ne Zuckermischung)
  • Honig
  • Tee
  • Kaffee
  • H-Milch
  • Saft
  • Sprudelwasser
  • Kakaopulver
  • Öl zum braten und ein gutes für Salat
  • Essig
  • Ketchup
  • Nudeln, Reis
  • Tomaten passiert
  • Pesto
  • Dose Thunfisch
  • Cracker
  • Nüsse
  • Dauerwurst / Salami
  • Popcorn

Schlafen

Draußen sitzen

  • Picknickdecke isoliert gegen Wasser * möglichst klein und leicht, damit man sie auch beim Wandern mitnehmen kann
  • Klappsessel 3 Stück ganz kleine, da man die auch mal mitnehmen kann, wenn man auf den Beginn eines Feuerwerks wartet oder z.B.  den Kasten gegen ein Zweirad eintauscht.
  • Rolltisch 1 Stück (muss im Zweifel auch auf das Motorrad passen)
  • Anti-Mücken-Kerze
  • Anti-Brum oder Insektenschutz vom DM

Sonstiger Kleinkram

  • 2 Zeltheringe / Sandheringe zum Abspannen der Markise
  • Gummihammer oder manchmal geht auch der Spaten je nach Modell
  • 12 Meter stabiles Seil z. B. zum Abspannen der Markise
  • dünnes Seil als Wäscheleine
  • Wäscheklammern
  • Universal Outdoor Klebeband
  • Nähset
  • Waschmittel
  • Stoffbeutel zum Einkaufen oder für den Campingplatz
  • Kehrblech und Handfeger
  • Adapter für Gasflaschen
  • Klapphocker Höhe 40 cm * (damit man besser ins Hochbett kommt, wahlweise auch zum Beine hoch legen oder als Tisch nutzbar, wenn man keine Lust hat den Rolltisch aufzubauen)

Outdoor erleben und bewegen

  • Geeignetes Kartenmaterial
  • Tagesrucksack
  • Siggflaschen 3 Stück a 1 l
  • Taschenlampen, Trillerpfeife (im Moor nötig)
  • Aquaschuhe aus Neopren schützen die Füße an steinigen Stränden und in unbekannten Bächen und Flüssen vor Schnitten und komischen Tieren
  • 1,5 l Kunststoffbox mit Klickverschluß für Obst und Co, damit das beim Wandern nicht zerdötscht. Außerdem sammelt man mit Kind immer irgend einen Kram ein, den man nicht lose im Rucksack haben möchte.
  • Blasenpflaster
  • Kleinen Pack Erste-Hilfe mit Pflastern, Stützverband, Kompresse, Zeckenzange, Pinzette
  • Power Nahrung für den Notfall – Nussmischung, Energieriegel
  • Badesachen
  • Funktionshandtücher 3 Stück für den Strand (da bleibt kein Sand drin hängen und die trocknen schneller)
  • Sonnencreme
  • Regenschirme
  • Flipflops / Crogs für den Campingplatz, Dusche und Co

Kleidung nach Wetterlage. Immer mit dabei sind unsere geliebten Hosen aus dem Hause Maier Sports. Da ich ein wenig größer und kräftiger bin, ist das einer der wenigen Anbieter, der hier passende funktionale, langlebige Kleidung liefert. Meine Lieblingshosen sind die Lulaka * zum hoch rollen und die Arolla*  zum zippen. Mit entsprechender Unterwäsche haben mich die Hosen bisher in jede Klimaregion begleitet. Herr Mann hat ebenfalls zwei Hosen aus dem Haus Maier Sports. Herr Sohn < 1,60 hat derzeit noch eine Treckinghose aus dem Hause Jakoo mit Kevlar Besatz an den Knien – ebenfalls zum abzippen. Mit dabei sind bei den langen Urlauben auch ordentliche hohe Wanderschuhe aus dem Hause Meindl, Berghaus, Lowa oder Scarpa sowie Halbschuhe von Brütting. Die Sandalen sind bei uns aus dem Hause Keen mit Zehenschutz. Hier nutzen wir gerne die wasserfesten Schuhe.

Badezimmer

  • Handtuch und  Duschtücher für die Körperhygiene (zusätzlich zu den Mikrofaserhandtüchern für den Strand und Co)
  • Waschlappen
  • Zahnbürsten + Zahncreme + Becher
  • Haarbürsten
  • Nagelset
  • Duschzeug
  • Haargel
  • Damenhygiene
  • Taschentücher
  • WC-Papier (ganz normales aus dem Handel)
  • Hand-Seife
  • Fön (im Notfall auch fürs enteisen nutzbar)

Reiseapotheke

Hier sind wir durch unsere Saharatour recht gut ausgestattet und packen die Sachen gerade bei langen Reisen einfach ein. Es gibt nichts blöderes, als wenn man für Hustensaft in z.B. Österreich ein Rezept von einem Arzt besorgen muss. Die schwarz geschriebenen Dinge sind immer mit an Bord. Die farbig markierten nur bei längeren Reisen.

  • Hygienespray / Desinfektionsspray
  • Pinzette
  • Zeckenzange
  • Pflaster
  • Blasenpflaster
  • Kompresse
  • Verband / Tape
  • Kühlakku
  • Wundspray
  • Antibiotika
  • Augentropfen mit Antibiotika
  • Spülmittel für Augen
  • Schmerzmittel
  • Fieber senkende Mittel
  • Hustensaft
  • Cortisoncreme Dermatop gegen Stiche, Ausschlag, Sonnenallergie
  • Antihystamin bei allergischen Reaktionen
  • Creme / Tabletten gegen Pilze – die Frauen wissen wovon ich rede
  • Smecta Heilerde gegen Erbrechen und Übelkeit haben wir in Marokko sehr zu schätzen gelernt. Geeignet auch für Babys!!! Gibt es in Deutschland nur in der Onlineapotheke zu kaufen.
  • Mittel gegen Durchfall
  • Elektrolyte
  • Einwegspritzen und Nadeln

Was man sonst noch so braucht

  • Spielesammlung & Kartenspiel – Bei uns sind UNO und Kniffel der Dauerrenner.
  • Federball
  • Frisbee
  • Ball
  • Reiseführer
  • Tagebuch
  • Stifte, Bleistift, Radiergummi, Spitzer
  • Bücher
  • Musik auf CD, Stick
  • Stellplatz App
  • Stellplatzführer wie BritStops oder Landvergnügen
  • Navigationssystem und Straßenkarten, Wanderkarten, Tideplan
  • Vorsorgevollmacht
  • Patientenverfügung
  • Reisedaten und Ausweise, Tickets auf Cloude gesichert

Winterpaket

Für den Winter haben wir ein wenig nachgerüstet.

Da das Winterzubehör ein wenig Gewicht hat, haben wir alle Stühle und Tische raus geräumt und auch der Dutch Oven wird wohl gegen einen leichteren Topf weichen müssen.

Ich hoffe Ihr konnten noch ein paar Ideen mit nehmen. Ich freue mich natürlich immer über Eure Kommentare.

Wer noch ein paar Anregungen benötigt, was er beim Kauf des Kastens für die Familie beachten sollte erfährt im Beitrag von Katja noch einiges über Ausstattung und Zubehör. Ein Kasten für die Familie unterliegt anderen Anforderungen, als ein Fahrzeug, welches nur von zwei erwachsenen Personen genutzt wird.

Die Links zu den Produkten die wir verwenden sind Affiliate Links. Die Nutzung dieser Links ist für Euch mit keinem Nachteil verbunden. Mehr zu diesen Links könnt ihr hier lesen.

 

 

 

England 2018 – Tag 2 & 3 – Das Lotti-Mobil ist defekt

Das Lotti-Mobil ist defekt!

Schon bei der Hinfahrt (ausschließlich Autobahn und lange Strecken) haben wir uns gewundert, dass unser Lotti-Mobil nicht auf die gewohnte Endgeschwindigkeit kam. Wir haben es auf das Gewicht und die Landschaft geschoben und uns weiter keine Gedanken gemacht. Jetzt auf der Landstraße und in den kleinen Dörfern müssen wir ständig abbremsen und jedes Mal, wenn wir in den niedrigen Gängen vor einem Kreisel abbremsen, geht Lotti auf Notbetrieb. Will heißen 1000 Umdrehungen und Schritttempo. Also im Kreisel Motor aus, neu zünden und fahren, bis man wieder abbremsen muss. Nicht wirklich komfortabel und auch für die restliche Reise quer durch die Moore und die kleinen Dörfer praktikabel.

Also halten wir an einer Tankstelle und lassen uns die nächste Werkstatt von VW benennen. Wir haben Glück. In Salisbury gibt es einen VW-Händler. Das sind gerade mal 8 km von Stonehenge entfernt – überwiegend Landstraße. Somit fahren wir also los.

VW-Händler in Salisbury

Wir kommen um 17:30 beim VW-Händler an und haben vermeintlich Glück. Heute werden die Modelle der Saison vorgeführt und es sind tatsächlich noch Verkäufer vor Ort. Wir versuchen unser Problem zu schildern, als die Dame an der Rezeption auf Deutsch umschwenkt. Sie ist Deutsche und somit wird die technische Schilderung um einiges leichter. Da kein Techniker im Haus ist, müssen wir bis zum nächsten Tag warten. So wirklich will uns hier aber niemand helfen. So dürfen wir weder auf dem Gelände stehen bleiben (auch nicht auf dem nicht eingezäunten Teil) noch hat man wirklich Lust den Speicher auszulesen. Man wiegelt bereits am Sonntag ab. Außerdem wären sie voll ausgebucht und sie hätten gar keine Zeit und vermutlich wäre auch die Halle zu klein für uns. Da wir für heute keinen Plan mehr haben, beschließen wir morgen mit einem Techniker zu sprechen.

Ein toller Platz für eine Nacht

Wir schauen uns im Industrie-Mischgebiet um und finden auf einem Firmengelände einen Parkplatz direkt an einem kleinen Bach. Wir finden, dass der Platz besser ist, als die Straße und beschließen hier zu bleiben. Natürlich fallen wir auf und ein Mitarbeiter der Firma beäugt uns skeptisch. Schnell erklären wir ihm unser Problem, woraufhin er uns offiziell erlaubt hier stehen zu bleiben.

Idyllischer Stellplatz im Industriegebiet

Während wir unser Abendessen vorbereiten, kommen zahlreiche Leute vorbei. Unter anderem auch eine englische Familie mit einer Tochter, die so alt ist wie Herr Sohn. Die Mutter hat ein deutsches Abitur in England gemacht und auch die Tochter muss Deutsch lernen. Sie geht die Woche drauf auf Klassenfahrt nach Köln. Wir unterhalten uns eine Weile nett im Sprachkauderwelsch zwischen Englisch und Deutsch und bekommen den Hinweis, dass ein paar Meter weiter hoch eine Einstiegsstelle in den Bach sei und man hier gut schwimmen könne. Das lassen wir uns bei den Temperaturen nicht zweimal sagen. Zudem sind wir von Stonehenge ziemlich verstaubt.

Kalt – eiskalt – aber wunderbar an so einem heißen Tag

VW glänzt durch nicht vorhandenen Service

Die Nacht ist ruhig und wir stehen morgens ganz früh erneut bei VW auf der Matte. Die deutsch sprechende Dame von gestern hat unser Problem nicht im Haus kommuniziert. Die hiesigen Techniker haben keine Lust auf das Lotti-Mobil (halten wir fest der VW LT wird in England massenhaft gefahren, sodass der hier keine Besonderheit ist, sondern Tagesgeschäft). Zudem fühlen sie sich nicht zuständig, da das ein Commercial Vehicle sei. Da müssten wir zu VW Commercial Vehicle fahren. Auf unser Fragen hin, wo wir da hin müssten nur die Antwort: nach Westbury. Keine Adresse, keine Telefonnummer, keine Ankündigung und vor allen Dingen ist das besagte Westbury fast 140 km weit entfernt. Und das mit einem Fahrzeug, das nicht wirklich fahren will. Super Idee – Danke für den umwerfenden Service.

Not macht erfinderisch

Mittlerweile haben wir auf dem Nachbargrundstück einen VW LT 35 entdeckt. Wir laufen durch das Industriegebiet und finden die dazu gehörende Firma. Irgendwo muss der ja sein Fahrzeug warten lassen. Und mit Sicherheit fährt der dafür keine 140 km. Wir warten also, dass der Betrieb die Pforten öffnet und stellen dem Inhaber die Frage nach seiner Werkstatt. Der schaut uns nur völlig entgeistert an. Ich kann mir auch was Besseres vorstellen, als am Montag morgen als erstes irren Touristen zu begegnen. Schließlich sucht er uns eine Adresse von seinem Schrauber raus. Dieser sitzt im Salisbury in einem angrenzenden Industriegebiet. Strecke 3 km. Geht doch!

Die Schrauberbude schlechthin

Wir landen in einem Areal, bestehend aus vielen kleinen Hallen im Charme der 70er. So wirklich modern wirkt da kein Handwerksbetrieb. Alles ist ein wenig rummelig und der mit Abstand rummeligste Laden ist der von uns gesuchte Schrauber. Nach ein paar Wortwechseln stellen wir fest, dass auch er keine wirkliche Lust hat und seine Kapazitäten am Ende sind und und und… aber zwei Boxen weiter gäbe es noch eine Werkstatt. Somit rollen wir 30 Meter weiter und tragen erneut unser Problem vor.

OFFERING YOU THE BEST SOLUTION FOR YOU CAR

Hier treffen wir auf Mark & Elaine Carter und Team von https://www.newgarageharnhamltd.co.uk/ und stellen schnell fest, dass dieses Unternehmen voll und ganz hinter seinem Motto steht.


Sofort kommt man ins Gespräch und es stellt sich heraus, dass Elaine selbst Wohnmobilist ist und im nächsten Sommer Deutschland bereisen möchte. Sie kann voll und ganz nachvollziehen, dass wir gerne unsere Tour weiter fortsetzen wollen. Somit wird der Techniker geholt. Der soll den Speicher auslesen. Leider kommt er mit dem vorhandenen Gerät nicht in die letzte Ebene hinein. Somit wird herum telefoniert bis ein geeignetes Diagnosegerät bei einer befreundeten Werkstatt gefunden wird. Ein Mitarbeiter fährt los, um es zu holen. Schnell wird daraufhin der Fehler diagnostiziert – das elektronische Gaspedal scheint defekt zu sein. Ein kleines schwarzes unscheinbares Kästchen im Motorraum.

Wenn es doch so einfach wär…

Leider gibt es das kleine schwarze Kästchen nicht in England und muss über VW Deutschland bestellt werden. VW ruft hierfür rund 480 Pfund zuzüglich MwSt auf. Damit wären wir mit Einbau bei rund 900 Euro gelandet. Viel schlimmer als das Geld war aber die Lieferzeit von über 14 Tagen!!!. Während mein Mann schon gedanklich die Heimfahrt antritt, überlege ich wie wir den Urlaub weiter gestalten. Immerhin haben wir alles bis auf ein Zelt dabei. Somit könnte man einen Mietwagen nehmen und weiter fahren. Das Lotti-Mobil würde im Zweifel der ADAC zurück holen. Aber bevor wir aufgeben telefoniert Elaine alle Schrotthändler ab, während wir zu Mercedes rollen und versuchen hier das gewünschte Teil zu bekommen. Aber auch hier ähnlich lange Lieferzeiten.

Der Techniker gibt derweil nicht auf und baut das Teil aus. Sprüht ordentlich Kontaktspray rein und baut es wieder ein. Der Fehler scheint erst einmal behoben, aber so richtig glücklich ist er nicht. Während Elaine die Schrotthändler weiter abtelefoniert, beschließen wir unsere Fahrt weiter fortzusetzen. Elaine wird uns kontaktieren, sobald sie das Teil hat und uns dieses dann zuschicken.

Als wir die Arbeit bezahlen wollen, werden wir erneut positiv überrascht.
Da Elaine das Problem nicht beheben konnte, möchte Sie kein Geld nehmen. Wir bieten dafür eine Übernachtungsmöglichkeit an, sobald sie in Deutschland sind und werden uns noch etwas überlegen, wie wir unser Glück weiter reichen können. Wir haben an diesem Tag viele tolle Menschen kennen gelernt, welche uns mit ihrer liebenswerten Art reich beschenkt haben. Dafür sind wir sehr dankbar!

Somit geht unsere Reise weiter – im übrigen problemlos!!!! – und ihr könnt uns weiter begleiten. Wir starten durch in Richtung Dartmoor.

Dear Elaine, dear Mark, you have saved our holiday. Thank you very, very much for your great effort! You are always welcome with us.

 

 

England 2018 – Tag 2 – Stonehenge der Touristenmagnet

Stonehenge der Touristenmagnet

… lässt natürlich auch uns nicht vorbeifahren. Schließlich hat man über die alten Steine schon viel gehört und den einen oder anderen Bericht im TV gesehen. Jetzt wollen wir uns natürlich selbst ein Bild von dem Sagen umwobenen Ort machen.

Geplant ist der Besuch für 11:oo Uhr. Wer glaubt, dass er einfach so an diesen heiligen Ort fährt, hat sich getäuscht. Seit geraumer Zeit gibt es ein Besucherzentrum, welches die Besuchermassen kanalisiert. Hier muss man vorab online seinen Besuch ankündigen und buchen. Bereits von Deutschland aus haben wir dieses gemacht. Man hat zum Einchecken ein Zeitfenster von 30 Minuten.
Je nach Uhrzeit gestaltet sich die Anfahrt stauig und man muss für die letzten 500 Meter schon mal 30 Minuten und mehr einplanen. Wir haben Glück um Unglück (unser Lotti-Mobil schaltet bei jeder Bremsung seit heute morgen in den Notbetrieb) und fahren durch. Da heute Sonntag ist, hat eh keine Werkstatt offen und in Stonehenge findet uns im Zweifel auch der ADAC schneller als irgendwo im Niemandsland. Außerdem wollen wir Stinehenge nicht noch mal buchen, auf die Gefahr hin, dass wir keine Tickets mehr bekommen.

Reisemobile parken bei den Bussen. Das ist recht entspannt.

Wie immer ist bei den Engländern und dem Heritage alles bestens organisiert. Dank unserer Mitgliedschaft können wir kostenlos parken und die Anlage kostenlos besichtigen. Auch der Audioguide ist inklusive.

Früher Vogel fängt den Wurm

Wie bei allen Attraktionen auf unserer Reise – der frühe Vogel fängt dieses Mal den Wurm oder hat die schönsten Aussichten und ein wenig die Gelegenheit zu genießen. Mit unserem 11:00 Uhr Ticket gehören wir noch zu den frühen Besuchern und genießen ein relativ leeres Gelände. Der richtige Ansturm kommt ca. 1-1,5 Stunden später. Und wenn wir hier von Ansturm reden, dann meinen wir das auch so. Immerhin besichtigen diesen Ort mehrere Millionen Besucher im Jahr.

Das Besucherzentrum als Ausgangspunkt für den Tag

Zu Fuß ist es einfach am schönsten

Vom Besucherzentrum sind es ca. 2 km bis zu den Steinen. Man kann wahlweise einen kostenlosen Busshuttle nutzen oder über einen Feldweg das begehrte Ziel erreichen. Wir wählen den Feldweg, welcher ebenfalls interessante Informationen bereithält und noch weitere Besonderheiten der gesamten Anlage preisgibt.

Ein schöner Weg abseits des Trubels vorbei an Hügelgräbern

Da es wenig Schatten gibt, ist es ratsam Sonnencreme, Kopfbedeckung zu nutzen und ausreichend Wasser mitzuführen, denn auch bei dem Steinkreis angekommen wird man einige Zeit verbringen.

Der Audioguide – unser Reiseleiter

Wer ein wenig mehr über Stonehenge und die Vergangenheit erfahren möchte, nutzt den Audioguide, den es auch in deutscher Sprache gibt und welcher für Kinder geeignet ist. Alle paar Meter erfährt man so Besonderheiten zu Stonehenge und wird auf Kleinigkeiten hin gewiesen, welche einem so entgangen wären. Mit dem Guide dauert die Runde um die Steine herum rund 1,5 Stunden. In Summe kann man schon einmal 4-5 Stunden einplanen.

Wirklich nah kommt man nicht mehr ran an die Steine

Es gibt überall auf dem Weg die Möglichkeit zu einem Picknick. Allerdings gibt es auch hier so gut wie keinen Schatten.

Alleine ist man hier nie. Das ist hier eine sehr gut organisierte Massenveranstaltung. Wer morgens bucht, hat noch ein wenig Ruhe. Der Andrang ist so ab 13:00 Uhr richtig groß. Dennoch ist der Platz ausreichend und man kann in Ruhe stehen bleiben und sich alles anschauen.  Obgleich ich auf Massenveranstaltungen echt allergisch reagiere und schnell überfordert bin (Mein Alptraum ist das Eden Projekt – dazu aber später mehr) war der Tag an sich recht entspannt.

Eine handwerklich beeindruckende Leistung

Zum Abschluß in die Ausstellung

Zum Abschluß werfen wir noch einen Blick in die Ausstellung, denn hier ist es klimatisiert und man kann der Sonne ein wenig entkommen. Zudem sind die Menschenmassen alle draußen bei den Steinen. Da man sich leider nicht durch die echten Steinkreise bewegen darf, gibt es hier die Möglichkeit sich in die Mitte auf den Fußboden zu setzen und den Steinkreis via Projektion auf sich wirken zu lassen. Wer einmal in einem echten Steinkreis sitzen möchte, hat zum Beispiel in Minion die Gelegenheit dazu. Hier gibt es gleich drei Kreise. Aber auch in der Nähe von Stonehenge gibt es noch ein Dorf, welches mit den Kreisen lebt.

So könnten sie damals gewohnt haben die Erbauer des Kreises. Eigentlich recht komfortabel.

Leider geht unsere Reise nicht so weiter, wie geplant.  Somit kümmern wir uns jetzt erst einmal um unser Lotti-Mobil und suchen nach einer Werkstatt. Da Sonntag ist, haben wir noch genug Zeit. Ob und wie es weiter geht, könnt Ihr hier in den nächsten Tagen lesen.

Fazit

Wir finden, dass man sich Stonehenge angesehen haben sollte. Jedoch sind die Steine nicht so beeindruckend, wie wir es vorher gedacht haben. Dennoch sehr interessant aufbereitet. Stonehenge ist touristisch voll erschlossen, Rollstuhl geeignet und wie immer von Heritage gut organisiert. Ältere Kinder ab 10 Jahren haben hier ihren Spaß.

Wer sparen mag, nutzt die Kurzmitgliedschaft von Englisch Heritage oder National Trust. Hier haben wir schon berichtet.

Wer mehr über England erfahren möchte, folgt einfach den weiteren Beiträgen auf unserem Blog unter England 2018

Die ganze Reiseroute könnt ihr ebenfalls hier verfolgen.

Natürlich freuen wir uns über Eure Kommentare!

 

England 2018 – Dartmoor-Cornwall-Devon

England wir kommen!

Endlich ist es so weit – Lotti ist durch den TÜV, gepackt und startklar und irgendwann sitzt auch die Familie im Wagen. Wir starten von der Mitte Deutschlands und legen die Strecke von 600 km bis zur Fähre an einem Stück zurück. Dünkirchen (F) bietet die Möglichkeit der Übernachtung im Infobereich. Somit können wir am nächsten Morgen ganz früh übersetzen und haben noch einen ganzen Tag voller Abenteuer vor uns.

Die Reiseplanung

Wie immer haben wir nur eine ungefähre Idee, was wir alles sehen wollen und lassen uns auch gerne mal überraschen. Letzten Endes haben wir einige Ziele verworfen, weil entweder die Zeit zu knapp war oder das Wetter zu gut oder man einfach nicht jeden alten Stein gesehen haben kann, welcher vermeintlich magische Wirkung hat (das Leben ungemein verlängert oder die Fruchtbarkeit steigert).

Die Rundreise ist geprägt von vielen landschaftlichen Eindrücken und vielen Wanderungen. Am Tag sind wir mindestens 6 km gelaufen. Natürlich geht es in England immer bergauf. Begleitet wurden wir von Sonne, Sonne und Temperaturen weit über 25 Grad. Wie auch in 2016 haben wir keine Idee, wie man England und Regen in einem Atemzug erwähnen kann. Wir hatten viel Spaß und haben auf unserer Reise überwiegend viele nette und hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Besonders schätzen wir an den Engländern die Gelassenheit, welche sie immer wieder im Straßenverkehr und an Supermarktkassen zum Besten geben. Wer entschleunigen möchte, ist in Cornwall und dem Dartmoor bestens aufgehoben.

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