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England 2018 – Tag 5 – Besuch bei König Artus in Tintagel Castel

Zauberhaftes Tintagel

Tintagel ist ein kleines historisches Dörfchen direkt an der Küste. Es gibt hier alles was man zum leben braucht. Einen kleinen Tante Emma Laden, einige Souvenirgeschäfte, einen Süßigkeitenladen, Friseur, zwei Pubs, einige Bäckereien. Niedliche Häuser aus Stein und natürlich auch das eine oder andere historische Sagen umwobene Gebäude.

Wir übernachten hier drei Nächte auf dem kleinen Zeltplatz direkt im Ort (The Headland Caravan Park). Dieser wird von einer Familie geführt. Ist sauber, übersichtlich und in erster Linie auch für die kleinen Fahrzeuge geeignet. Diese dürfen sich frei auf der großen Wiese einen Platz suchen. Gewünschter Abstand zum Nachbarn mindestens 6 Meter. Der Platz bietet das Notwendige. Keine Animation. Kinder finden hier schnell Anschluß und toben einfach bis in den Sonnenuntergang auf der Wiese. Ein wenig Spielzeug wie einen Ball, Frisbee, Federball, langes Springseil sollte man also dabei haben.

Mehrmals in der Woche kommt hier ein Foodtruck vorbei. Im kleinen Shop gibt es alles was das Camperherz begehrt. Gegen eine kleine Spende werden Akkus für Camera und Co aufgeladen. Direkt hinter dem Platz liegt der Küstenwanderweg und mit einem Sprung über die Mauer steht man schon am Meer und ist in einer anderen Welt.

König Artus wir kommen

Heute steht der Besuch bei König Artus auf dem Programm. Bevor ihr jedoch los wandert, solltet Ihr Euch über die Öffnungszeiten und den Gezeitenplan informieren. Mehr über die Geschichte des Ortes erfahrt ihr beim Hertitage.

Die Tour ist geeignet für Kinder die noch getragen werden oder aber für Kinder,  die schon sicher klettern und Treppen mit unterschiedlichen Höhen laufen können. Alter ca. ab 7/8 Jahren, wenn die Kinder es gewohnt sind von der Kondition 6-8km zu laufen. Die Strecke ist nicht so lang, besticht aber durch die Höhenunterschiede.

ACHTUNG SICHERHEITSHINWEIS: Die Treppen sind gesichert aber nicht gleichmäßig und können durch Sand und Wasser rutschig sein. Das Plateau ist nicht gesichert. In England darf man noch für sich selbst Verantwortung übernehmen. Kleine Kinder sind an der Hand zu führen und bei quirligen kleinen Abenteurern würde ich mir überlegen diese anzuseilen. Im Castle die Kinder auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen. Sie können die Abbruchkante einfach nicht einschätzen. Auch in den Höhlen kann Gefahr durch ausrutschen und Ertrinken bestehen. Bitte erst die Situation vor Ort checken, bevor man hier die Kleinen alleine rein laufen lässt.

Wir laufen von unserem Zeltplatz bis zum Ziel. Der Platz ist so gut gelegen, dass der Weg ca. 1 km beträgt. Mit unserer Heritage Karte ist der Eintritt auch hier abgegolten. Wer früh am Morgen kommt, hat diesen magischen Ort fast für sich alleine.

Tintagel Castle oder was davon übrig ist

Dass Tintagel ein Ort mit besonderer Kraft ist, liegt außer Frage. Wer es bis hier rauf geschafft hat, wird begeistert sein von diesem Ort.

So empfanden es auch Generationen vor uns und es verwundert nicht, dass dieser Ort umwoben ist von Sagen, und über die letzten 2000 Jahre verschiedene Funktionen erfüllt hat. Neben den Kelten die hier eine frühchristliche keltischen Klosteranlage im 5. – 8. Jahrhundert errichtete, fanden wohl auch die Römer Gefallen an diesem Ort.
Im frühen Mittelalter gab es hier eine kleine Siedlung. Die Burg wie sie jetzt noch zu sehen ist, wurde ca. 1233 von  Richard von Cornwall, einem jüngeren Bruder des englischen Königs Heinrich III zu Repräsentationszwecken erbaut. Bereits kurze Zeit nach der Erbauung konnte das Bauwerk jedoch Sturm und Wetter nicht trotzen und verfiel.
1337 wurde die Anlage erneut auf- und umgebaut. Sie wurde für verschiedene Zwecke (Repräsentation, Gefängnis, Festung)  genutzt und 1600 endgültig aufgegeben.
Heute besteht Tintagel Castle aus zwei Teilen, welche über eine Brücke miteinander verbunden sind. Im Mittelalter muss hier ein Weg über die Felsen existiert haben, so dass es durchaus gut möglich war vom Festland aus zur Siedlung zu gelangen.

Treppen, Treppen und noch mal Treppen

Wer Artus besuchen möchte muss gut zu Fuß sein oder ein paar Verschnaufpausen einplanen. Festes Schuhwerk ist auf jedem Fall zu empfehlen. Wasser ist bei heißem Wetter sinnvoll mitzunehmen, vor allen Dingen Kinder brauchen doch ab und an mal einen Schluck. Vor Ort gibt es neben einer Ausstellung jedoch auch noch ein Kaffee in dem man gemütlich sitzen kann.

Wir starten mit dem linken Teil der Anlage von welchem man einen sehr schönen Blick auf das Castel hat.

Danach geht es einmal Treppe abwärts, Treppe aufwärts rüber zur Festungsanlage. Belohnt wird man nach der Anstrengung durch eine wunderbare Aussicht und die eine oder andere nette Kleinigkeit.

Wo ist Merlin? – Merlin´s Cave

Wo Artus ist, kann Merlin nicht weit sein. Natürlich machen wir uns auf die Suche nach dem Zauberer. Dieser soll angeblich in den Höhlen unterhalb des Castle sein Reich haben.

Wir haben uns mit unserem Besuch nach den Gezeiten gerichtet. Den Gezeitenplan bekommt Ihr in der Touristeninformation. Solltet Ihr länger an der Küste unterwegs sein, ein MUSS! Die Höhlen erreicht man nur bei Ebbe und sollte hier auch rein gehen, wenn das Wasser am weitesten weg ist. Bereits bei beginnender Flut laufen die Höhlen rasant schnell mit dem eiskalten Wasser voll und der Strand verschwindet im Wasser, so dass man von der linken Höhle nicht mehr trockenen Fußes zur Treppe gelangen kann, da man noch an einem Felsen vorbei muss.

Wir haben unsere Badesachen und die Entenfüße dabei. Schließlich kann man hier hervorragend schwimmen und eine Erfrischung haben wir uns bei den Temperaturen (Jahrhundertsommer) wirklich verdient. Die Entenfüße schützen die Füße und geben auf den nassen Steinen guten Halt.

Wir schaffen es zwei Höhlen zu besichtigen. Finden magische Flecken im Wasser – von Merlin heute jedoch leider keine Spur.

Nun ja, er kann ja auch nicht immer zu Hause sein. Schließlich ist er ein gefragter Mann. Vielleicht habt Ihr ja bei Eurem Besuch mehr Glück. Wir verlassen auf jeden Fall jetzt flink die Höhle. Die Flut kommt und das Wasser reicht uns bereits bis zu den Knien.

Wir haben hier auf jeden Fall ein paar sehr schöne Stunden verbracht. Wer mag kann seine Picknick-Sachen mit hoch nehmen. Wir wollten zurück zum Kasten und dort ein wenig vor uns hin trödeln und Energie für den nächsten Tag sammeln. Auf dem Plan steht eine Wanderung den Küstenpfad entlang Richtung Norden nach Boscastle. Bei den Temperaturen sicherlich nicht ganz einfach.

Pasteten wohin das Auge schaut

Auf dem Rückweg müssen wir wieder durch das kleine Dorf. Eigentlich wollten wir kochen, doch der Geruch von frischen Pasteten und Gebäck verführt uns. Kurzer Hand plündern wir die Bäckerei und decken uns mit den verschiedenen Köstlichkeiten ein.

Wenn Ihr uns weiter begleiten wollt, dann folgt doch einfach dem Link zur Gesamtübersicht unserer Tour und sucht Euch aus, was für Euch interessant ist.

Hier gelangt Ihr zu weiteren Informationen, wie man Geld sparen kann: Die Heritage Karte und andere Pässe für Vergünstigungen

England 2018 – Dartmoor-Cornwall-Devon

England wir kommen!

Endlich ist es so weit – Lotti ist durch den TÜV, gepackt und startklar und irgendwann sitzt auch die Familie im Wagen. Wir starten von der Mitte Deutschlands und legen die Strecke von 600 km bis zur Fähre an einem Stück zurück. Dünkirchen (F) bietet die Möglichkeit der Übernachtung im Infobereich. Somit können wir am nächsten Morgen ganz früh übersetzen und haben noch einen ganzen Tag voller Abenteuer vor uns.

Die Reiseplanung

Wie immer haben wir nur eine ungefähre Idee, was wir alles sehen wollen und lassen uns auch gerne mal überraschen. Letzten Endes haben wir einige Ziele verworfen, weil entweder die Zeit zu knapp war oder das Wetter zu gut oder man einfach nicht jeden alten Stein gesehen haben kann, welcher vermeintlich magische Wirkung hat (das Leben ungemein verlängert oder die Fruchtbarkeit steigert).

Die Rundreise ist geprägt von vielen landschaftlichen Eindrücken und vielen Wanderungen. Am Tag sind wir mindestens 6 km gelaufen. Natürlich geht es in England immer bergauf. Begleitet wurden wir von Sonne, Sonne und Temperaturen weit über 25 Grad. Wie auch in 2016 haben wir keine Idee, wie man England und Regen in einem Atemzug erwähnen kann. Wir hatten viel Spaß und haben auf unserer Reise überwiegend viele nette und hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Besonders schätzen wir an den Engländern die Gelassenheit, welche sie immer wieder im Straßenverkehr und an Supermarktkassen zum Besten geben. Wer entschleunigen möchte, ist in Cornwall und dem Dartmoor bestens aufgehoben.

Reiseplanung 2018 – Cornwall erleben

Bis ans Ende der Welt

Bereits in 2016 waren wir der zauberhaften Küste im Süden Englands gefolgt, mussten dann aber leider bei Plymouth mangels Urlaub umkehren und den Heimweg antreten.

In diesem Jahr soll es also weiter in den Westen gehen. Diesen Sonntag hat die Familie getagt und jeder hat seine Wunschziele raus gesucht (die es noch ein wenig zu verfeinern gilt – aber so ungefähr passt unser Urlaub zu der geplanten Runde).

Auf dem Hinweg statten wir Stonehenge und dem Dartmoor (oh wie ich es liebe) einen kleinen Besuch ab und starten dann im Norden Cornwalls mit dem Bodmin Moor. Von hier aus gehts dann  über Tintagel die Küste runter in den sonnigen Süden.

Das Ende der Welt darf natürlich nicht fehlen. Genauso wenig wie Lizard Point und das Eden Projekt. Immerhin ist unser 10jähriger Sohn mit dabei und den kann ich bestimmt für einen Garten in XXL begeistern, wenn er erfährt, dass hier „James Bond – Stirb an einem anderen Tag“ gedreht wurde.

und zurück – immer rechts das Meer

Zurück gehts dann immer entlang der Küste.

Zeltplätze haben wir in diesem Jahr nur drei Stück ausgesucht. Wie auch bei unserem letzten Besuch werden wir an der Jurassic Coast einen Zwischenstopp einlegen. Tintagel hat einen sehr schönen Platz und auch an Lands End werden wir wohl zwei oder drei Tage stehen und von hier aus unsere Wanderungen und Erkundungstouren starten.

Dazwischen lassen wir uns treiben und schauen einfach mal, was wir alles so entdecken werden. Ich bin sicher, dass wir wie in jedem Urlaub hinterher nur einen Bruchteil der Dinge sehen werde, die auf unserer Liste stehen. Dafür aber die anderen Dinge um so mehr genießen und gegen die üblichten Touri-Attraktionen eintauschen werden.

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