Es geht endlich los!

Nach langem schrauben, lackieren, abdichten und dekorieren geht es nun endlich los!

Die erste Ausfahrt ist für diesen Freitag mit Übernachtung geplant. Wir haben eine Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert. Hier bietet es sich ja förmlich an, nach einem zauberhaften Abend einfach direkt ins Bett zu fallen.

Darfs ein bisschen mehr sein?

Ja, es darf ein bisschen mehr sein! Nachdem ich eifrig alles eingepackt habe, was man so standardmäßig benötigt, es auch geschafft habe das Wasser nachzufüllen, den Boiler zum laufen zu bekommen und der Kühlschrank brummt, fahre ich schnell zum Landhandel und lass uns wiegen. Seit Tagen mein großer Alptraum, dass wir mit der Zuladung nicht hin kommen und Biotuning betreiben müssen.
Das Ergebnis 3,017 t. Wunderbar! Ich rechne noch großzügig die Töpfe, den Grill, die Beifahrer, 20 kg je Person Gepäck, die Fahrräder, eine weitere Gasflasche drauf und habe noch satte 54kg Luft. Perfekt!

Alles einsteigen!

17:00 Uhr – alles einsteigen! (Katze wieder raus setzen) Türen schließen! Los gehts!

Alles startklar

So weit läuft die Fahrt auch ganz hervorragend. Lotti schafft 120 km/h spielend. Die Fahrgeräusche sind ein wenig gewöhnungsbedürftig und an der einen oder anderen Stelle müssen wohl noch ein paar Filzpuffer angebracht werden. Auch die Weingläser klappern noch verdächtig. Handtücher schaffen hier erst einmal Abhilfe.

Das Navi haben wir vom Vorbesitzer übernommen – die Wegführung sehr kreativ! Da wird sich wohl noch mal jemand mit der Einrichtung beschäftigen müssen. Anstelle den komfortablen Weg um Wiesbaden herum, werden wir zur Hauptverkehrszeit mitten durch die Stadt gelotst und dann über den Neroberg über den Taunuskamm dem Ziel entgegen.

Oh Schreck – der Turbolader ist defekt!

Den Neroberg meistert Lotti noch sehr gut, doch auf dem dann folgenden Stück verliert sie schlagartig an Geschwindigkeit.  Da hilft kein Schalten – es tut sich einfach nichts – Wir halten nach Rauch und nem qualmenden Motor ausschau – nix – aber auch keine Reaktion auf irgendwas *peinlich* … wenn man sich mit 30km/h die Hühnerleiter hoch kämpft und 10 Minuten lang erschrocken glaubt, dass der Turbolader den Geist aufgegeben hat….

Dann aber die Erleichterung, als bergab das Fahrzeug wieder das macht, was es soll. Resümee dieses Erlebnisses: Weltreise ja, aber nicht über die Alpen 😉

Das Konzert war hervorragend! Und müde kippen wir einfach an Ort und Stelle ins Bett. Mittlerweile haben wir auch raus, wie man den Schlafplatz von Herrn Sohn rasch umbaut.

Schlafplatz von Herrn Sohn

Der Platz neben dem Bett ausreichend, um sich umzuziehen und aneinander vorbei zu bewegen.Wir krabbeln oben ins Bett und es dauert keine drei Minuten und ich höre ein gleichmäßiges, zufriedenes Schnarchen von meinen beiden Lieben.

Wie unsere erste Nacht war, erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.