Die weißen Felsen von Dover

Ich kann es jedes Mal kaum erwarten, bis die Felsen in Sichtweite kommen. Dieses Mal liegt ein leichter Dunst über dem Meer und die Felsen sehen aus wie weich gezeichnet.

Die weißen Felsen von Dover

Das Einchecken geht schnell wie immer und flux hat man sich auch an das Linksfahren gewöhnt. Wir haben knapp 9:15 Uhr. Somit starten wir direkt zu unserem ersten Ziel und stehen vor den Toren von Dover Castle, noch bevor dieses die Zugbrücke heruter lässt.

Dover Castle

Für England haben wir dieses Jahr eine Kurzmitgliedschaft bei einem der Denkmalschutzorganisationen von Deutschland aus beantragt. Dover Castle ist eine der vielen Sehenswürdigkeiten, welche unter der liebevollen Leitung von English Heritage stehen. Durch die Kurzmitgliedschaft kann man viele der Kulturschätze kostengünstig besichtigen.

Dover Castle

Nachdem wir einen wunderbaren Stellplatz auf der Rückseite eines Gebäudes zugewiesen bekommen haben (mit Blick auf das Meer) und unser erstes Frühstück genießen konnten, lösen wir den Voucher ein und gehen auf Entdeckungstour.

Im Schatten von Dover Castle

Frühstück mit Aussicht

Das Castle ist super schön instand gesetzt und es gibt viele Dinge für die ganze Familie zu erkunden. Der Heritage berücksichtigt hier insbesondere die kleinen Besucher und stellt Geschichte einfach und plastisch da. Schnell versinken wir in die Welt von Rittern und Burgfrauen. Von Eroberungszügen, Zweckehen und der Welt im vor- und mittelalterlichen England.

Wir übernehmen dann ab heute die Regierungsgeschäfte liebe Queen.

Wir tauchen ab in geheime Verteidigungsgänge und schauen uns darüber hinaus auch den Leuchtturm aus dem Jahre 0 an, welcher durch die Römer erbaut wurde. Nebenan steht eine kleine feine Kirche mit tollen und farbenprächtigen Mosaiken.

Weiter unten kann man die Verteidigungsbunker aus dem Zweiten Weltkrieg begehen. Von hier aus wurden alle Operationen gegen die Deutschen Angriffe geplant und durchgeführt. Noch heute werden die Gänge militärisch genutzt und nur drei Meter hinter den weißen Klippen von Dover verbirgt sich ein Atombunker. Wer sich für Militärgeschichte interessiert, hat hier sicherlich interessante Einblicke. Wir finden die Inszenierungen auf der Burg weitaus spannender.

Übernachten mit BRIT STOPS

Nach einem vollen Tag auf dem Castle sind wir ziemlich geschafft und fahren daher ca. 250 km weiter in Richtung Salisbury. Hier haben wir über Brit Stops einen Übernachtungsplatz ausfindig gemacht, welcher uns ziemlich nah an unser morgiges Tagesziel Stonehenge bringt.
Brit Stops ist ein Art „Stellplatzführer“. Hier bieten Landwirte und Pubs dem reisefreudigen Publikum die Möglichkeit eines kostenlosen Stellplatzes für je eine Nacht an. Dafür konsumiert der Gast netter Weise etwas und kurbelt das Geschäft an. Hier trifft man in der Regel das echte England und begegnet den urigsten Gestalten. Darüber hinaus kann man die Vielfalt der britishen Braukunst bewundern, welche keine Grenzen kennt.

Die Bedienung ist ein wenig sehr träge und so recht wollen die hier keinen Umsatz machen. Der Burger ist aber recht lecker und der Stellplatz auf der Wiese ist super ruhig und als Ausgangspunkt für den morgigen Tag einfach perfekt. Bis Stonehenge sind es nur wenige Meilen.

…. und morgen gehts dann früh los in Richtung Stonehenge.

Wenn Ihr mehr über unsere Reiseziele wissen wollt, dann könnt Ihr in der Übersicht nachschauen und Euch direkt an Euren Zielort klicken.