Kategorie: zauberhafte Orte

Kurztrip in die Eifel – Wilder Kermeter und Wilder Weg

Kurztrip in die Eifel – Teil II

Heute morgen erwachen wir zwischen alten Apfelbäumen mit Blick auf den Vulkan im schönen Wershofen.

Nach einem leckeren Frühstück bei unseren Freunden auf dem Hof starten wir zum nächsten Ziel, welches ich mir zum bevorstehenden Muttertag aussuchen durfte. Dem wilden Weg im Nationalpark Eifel.

Wilder Weg – ein Urwald entsteht

Nach großem Protest von Herrn Sohn und einem weiteren Versuch vom Schrauber das Reiseziel zu ändern, kommen wir eine knappe Stunde später am Zielparkplatz an. Hier zeigt sich der Nationalpark von seiner wilden und Familien freundlichsten Seite. Vor uns liegen knapp 9,7 km leicht begehbarer, spannender und unterhaltsamer Wanderweg, welche komplett barrierefrei geplant wurde und sogar für Rolli-Fahrer nutzbar ist.

Wir laufen zuerst den Wilden Weg, welcher bereits nach den ersten 50 Metern volle Zustimmung von allen Familienmitgliedern erhält.

Über einen breiten Holzsteg lassen sich mit Hilfe von verschiedenen Anschauungsmaterialien Informationen über den Urwald sammeln. Alle Themen gibt es zum Anfassen, hören und in einfacher Sprache. Gut gestaltete Tafeln und Audiobeiträge lassen keine lange Weile aufkommen.


Es gibt Orte zum Verweilen, zahlreiche Liegeplätze und hinter wirklich jeder weiteren Wegbiegung bietet sich eine neue Überraschung. Das Highlight bildet am Ende der Kletter-Trail. Herr Sohn läuf diesen heute gleich drei Mal. Rollstuhlfahrer können unter den Kletterstämmen her fahren.

Wilder Kermeter ganz zahm

Dem Wilden Weg schließt sich der wilde Kermeter an. Neben dem breiten befestigten Sandweg kann man parallel einen gewachsenen Waldweg entlang wandern. Auch hier gibt es viele tolle Informationen zum Wald und dem Rursee. Das Highlight hier ist der Aussichtspunkt Kermeter mit einem tollen Blick über einen Teil des Sees.

Hier oben bietet es sich an bei einem Picknick zu verweilen. Es gibt mehrere große Tische. Zurück geht es dann stetig Berg auf durch den Urwald. Auch hier lässt sich wieder einiges entdecken.

Wir geben diesem Wanderweg 5*****. Ein tolller Ort für Jung und Alt, den man mit viel Muße auf sich wirken lassen sollte.

Übernachtet haben wir ganz in der Nähe…..

Mehr zu lesen gibt es hier:

Kurztrip in die Eifel – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

Landvergnügen…

Gerade per Post angekommen – der neue Stellplatzführer für das Jahr 2018.

Mit der gekauften Vignette kann man für 24 Stunden kostenlos bei einem Gastgeber stehen. Gastgeber sind in der Regel landwirtschaftliche Betriebe.

Ich bin schon sehr gespannt, was uns alles erwartet und werde in der Rubrik Schöne Orte / Zeltplätze in den kommenden Wochen berichten.

Ruine Wildenstein ruft mit zauberhafter Aussicht

Heute locken die ersten Sonnenstrahlen des Jahres und der Frühling scheint endgültig Einzug zu erhalten. Somit liegt es nahe, raus zu gehen und ein wenig Sonne zu tanken. Das Ziel: Dannenfels mit dem schönen Donnersberg.

Runde 2 – Ruine Wildenstein

Die Entscheidung fällt für den Rundweg 2 mit moderaten 8km Strecke, welcher uns zur Ruine Wildenstein führen wird.  Ein toller Ort mit schöner Fernsicht und einzigartiger Vegetation. Ein Misch aus knorpeligen Bäumen, Heide, schroffen Felsen und Heidelbeeren so weit das Auge reicht.

Aber zuerst einmal checken wir den Cache auf dem Dampfnudelfelsen. Unsere letzten Mitbringsel haben neue Besitzer gefunden. Wir nehmen heute nichts mit.

Weiter geht es durch den Mischwald bergauf. Und dann auf einmal wird der Weg ganz anders. Der Waldboden wird durch einen steinigen Weg abgelöst. Die Bäume sind niedrig und knorrig. Es kommen kleine Kiefern hinzu. ein wenig erinnert mich das Stück an einen Weg am Meer. Auf den sonnigen Felsen wärmen sich die ersten Echsen.

Wir laufen in der Sonne und an der einen oder anderen Stelle ist die warme Thermik zu spüren, welche heute auch schon die ersten Paraglider nutzen.

Ruine Wildenstein – kleine Klettertour für Kinder

Die Ruine bietet neben der schönen Bank die Möglichkeit ein wenig zu klettern und ein kleines Picknick in den alten Mauern zu machen. Nichts spektakuläres, aber für Kinder neben den Chaches eine nette Abwechslung. Im Spätsommer lockt die Gegend um die Ruine zum Beerensammeln. Wer hier den Weg 2 verlässt und unterhalb der Bank nach rechts abbiegt kommt runter ins Tal und kann hier dem zauberhaft, wilden Bach folgen. Eine tolle Tour an heißen Tagen. Das sind dann aber noch mal knapp 6 km mehr, die man dann bezwingen muss. Und der Rückweg geht dann sportlich konstant bergauf. Wir folgen heute jedoch wie geplant Weg 2 – kraxeln wieder den Hügel hoch und folgen der Markierung.

Weiter geht es dann durch permanent wechslende Landschaften. Mal wird man begleitet von einem dichten Märchenwald, welcher ahnen lässt, dass da irgendwo in der Tiefe die Knusperhexe wohnt. Dann wieder wird der Weg gesäumt von Meterhohen alten Buchen. Hier finden wir auch die ersten Blüten des Jahres, welchen sich ihren Weg ans Licht bahnen.

Während ich Blümchen ablichte, lassen es sich die Männer nicht nehmen Stöckeweitwurf zu trainieren. Der Berg fällt zu unserer rechten so stark ab, dass es sich förmlich anbietet irgendwas herab zu schmeißen. Als sie sich endlich ausgetobt haben, gehts weiter.

Nach rund 5 km gelang man noch einmal an einen wunderschönen Aussichtspunkt. Das ist mit Abstand mein Lieblingsort. Hier ist es irgendwie so ruhig und der Misch aus Heide, kantigen, kahlen Felsen, knorrigen Bäumen, Weite sorgt für eine ganz eigenwillige Spannung. Zudem ist die Bank einfach super. Man kann hier selbst als Erwachsener die Beine baumeln lassen.

Das letzte Stück führt wieder über einen weichen Waldweg zurück zum Ausgangspunkt.

Das Dorfcafe ist das Ziel

Natürlich muss jede Wanderung mit Kindern ein größeres Ziel verfolgen. Neben dem Geocache und der Ruine ist zum Abschluß eine heiße Schokolade genau der richtige Ansporn. Wir genießen im Dorfcafe in der ersten Frühlingssonne eine leckere Kanne Tee und den wohl besten Kuchen weit und breit, bevor wir wieder nach Hause fahren.

Die genaue Wegbeschreibung und noch weitere Routen findet ihr hier auf der Seite des Ortes Dannenfels.

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