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Making Van Gogh

Making Van Gogh –  die Ausstellung des Jahres

Ganz aufgeregt höre ich im Radio im letzten Jahr einen Beitrag über die Ausstellung im Städel Museum Frankfurt.

„Im Zentrum der Ausstellung steht die Entstehung des „Mythos van Gogh“ um 1900 sowie die Bedeutung seiner Kunst für die Moderne in Deutschland. Gezeigt werden mehr als 120 Gemälde und Arbeiten auf Papier. Den Kern bilden 50 zentrale Werke von Vincent van Gogh aus allen Schaffensphasen. Es ist die umfangreichste Präsentation mit Werken des Malers seit fast 20 Jahren in Deutschland.“ (Städel Museum)

Und es werden nicht nur Werke von Van Gogh gezeigt, sondern auch 70 Werke seiner Zeitgenossen wie Dix,  Max Beckmann, Ernst Ludwig Kirchner, Alexej von Jawlensky, Paula Modersohn-Becker oder Gabriele Münter als auch Peter August Böckstiegel, Theo von Brockhusen, Heinrich Nauen oder Elsa Tischner-von Durant.

Ganz klar, da muss man hin. Wann sonst kann so viele Werke auf einmal sehen?

Tickets und Anreise

Tickets gibt es online, jedoch nicht für Familien und auch die Führungen und Zeitfenstertickets sind rasch ausverkauft, sodass man derzeit eigentlich nur noch direkt an der Kasse Karten kaufen kann.

Da uns die Parksituation in FFM vor Ort bekannt ist, beschließen wir an einem Sonntag in die Stadt zu fahren. Morgens in aller Frühe schläft die Stadt, was die Fahrt recht entspannt gestaltet. Zudem sind um 9:00 Uhr vor dem Städel  in der Museumsuferstraße noch freie Plätze zu finden.


Wer keinen dieser Plätze bekommt, muss in eines der nahe gelegenen Parkhäuser und läuft dann rund 500 Meter und gelangt zu Fuß über eine der Brücken an das Museumsufer. ACHTUNG! Genug Bargeld mitnehmen, um das Parkhaus zu zahlen. Mein letzter Stand ist, dass nicht alle Parkhäuser Kartenzahlung akzeptieren. Ca. 20-25 Euro sollte man dabei haben.

Wir stehe um 9:30 Uhr vor dem Museum und haben Glück. Die Schlange ist noch nicht allzu lang. Nach rund 20 Minuten halten wir unser Ticket in der Hand mit dem wir in das Museum hinein gelangen. ACHTUNG: Die Schlange draußen kann sehr lang sein und wenn man Pech hat, steht man über eine Stunde lang im Regen.

 

Die Ausstellung

Was soll man sagen – man kommt her, um die Bilder einmal live zu sehen und sich von der Technik und der Tiefe der Farben beeindrucken zu lassen. Auf Drucken kann man diese nicht erfassen.

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Norwegische Zimtschnecken – Urlaubsfeeling für zu Hause

Wer durch Skandinavien reist, wird über kurz oder lang an Zimtschnecken Skillingsboller, Kanelboller oder auch Canelsnurrer nicht vorbeikommen, denn die Skandinavier lieben sie und somit gibt es die Zimtschnecken fast überall zu kaufen. Hierbei gibt es zahlreiche Varianten. Jedes Land und jede Region hat so ihre eigene Interpretation von der Zimtschnecke.

Rezept für norwegische Zimtschnecken

Nach einigen Recherchen und Experimentieren habe ich ein Rezept für Zimtschnecken gefunden, welches unserer Lieblingsvariante aus Norwegen am nächsten kommt. Ich möchte Euch das Rezept nicht vorenthalten, denn die Zimtschnecken sind zu Hause schnell zubereitet, halten sich in der Keksdose recht lange frisch und sind eine gerne gesehene Abwechslung auf der Kaffeetafel. Jeder der Zimt mag, wird diese Zimtschnecken lieben!

Gerade in der kalten Jahreszeit sorgt der Zimt für ein echtes Winterfeeling und bei uns für eine kleine gedankliche Auszeit mit Erinnerungen an Norwegen. Für uns ein wenig Urlaubsfeeling im Alltag.

Zutaten für die Zimtschnecken

Für ungefähr 12 -14 Zimtschnecken in der Größe eines Bierdeckels, benötigt Ihr einen klassischen Hefeteig als Basis. Dieser wird mit einer Füllung bestrichen, mit der Ihr nicht geizen solltet, denn diese macht den Geschmack und ist leider nicht ganz kalorienarm.

Hefeteig:

  • 100 g weiche Butter
  • 350 – 400 ml lauwarme Milch
  • 1 Würfel Hefe frisch
  • 100 g Zucker
  • 2 -3 Teelöffel gemahlenen Kardamom
  • 600 g Mehl

Füllung:

  • 75-150 g Butter
  • 50 g Zucker
  • 2-5 Esslöffel frischen scharfen, aromatischen Zimt
  • etwas Wasser kalt

Bei der Füllung nicht an Butter und frischen würzigen Zimt sparen. Durch das Fett bekommen die Zimtschnecken erst ihren Geschmack.

Topping:

  • 3 – 5 Esslöffel Zucker oder Hagelzucker für die Optik

Zubereitung

Ihr bereitet den Hefeteig wie gewohnt zu. Zuerst setzt Ihr mit der Hefe, der warmen Milch und dem Zucker einen Vorteig an. Nach ca. 15 Minuten mischt Ihr das Mehl unter und verknetet alle Zutaten zu einem glatten Teig.

Den Teig lasst Ihr ca. 45 Minuten gehen.

Dann walzt Ihr den Teig auf der bemehlten Arbeitsfläche zu einem Rechteck aus, welches ungefähr die Länge des Backblechs hat und 10 – 15 cm breit ist. Der Teig sollte ca. 0,5 cm dick sein.

Ihr mischt nun die Füllung zusammen. Seid nicht zu sparsam mit der Butter und dem Zimt. Durch die Butter und den Zimt wird die Zimtschnecke schön saftig und bekommt den einmalig guten Geschmack. Die Füllung streicht Ihr auf die Teigplatte. Dabei lasst Ihr an der langen Seite ca. 1 cm frei.

Rollt nun die Platte auf. Das Ende ohne Füllung bestreicht Ihr mit Wasser, damit das Ende an der Schnecke kleben bleibt und sich die Schnecke nicht öffnet.

Ihr habt es fast geschafft. Jetzt von der Teigrolle ca. 1,5 cm dicke Scheiben abschneiden und diese mit ausreichend Abstand auf das Backblech setzen. Ein wenig in Form bringen und dann ab in den Backofen.

Für 15-20 Minuten bei rund 200 Grad goldgelb backen.

Für die Optik die fertigen Schnecken noch mit Hagelzucker oder Zucker bestreuen. Die Schnecken hübsch auf einer Tortenplatte anrichten und warm oder kalt genießen. Am besten natürlich mit einem alkoholfreien finnischen Glögi. Das Rezept findet Ihr auch hier im Blog.

Über Euer Feedback zu den norwegischen Zimtschnecken unter diesem Beitrag würde ich mich freuen. Natürlich dürft Ihr den Blogbeitrag auch teilen.

PS: Das Rezept kann bestens auch von jüngeren Kindern erlernt und umgesetzt werden, da man außer einer Rührschüssel, den Händen und einem Nudelholz keine weiteren mechanischen Hilfsmittel benötigt.
Die Schnecken können mit Backpapier getrennt rund zwei Wochen kühl in einer Keksdose aufbewahrt werden.

Und noch mehr Rezepte…

Ihr mögt noch andere Urlaubsmitbringselrezepte testen? Wie wäre es mit einer englischen Tee Time und frischen englischen Scones oder alkoholfreien finnischen Glögi? Unter der Rubrik Kulinarisches werdet Ihr fündig.

 

Fennek 4 Fire – Edelstahlrost für unterwegs

Outdoorzeit ist Lagerfeuerzeit

Wir lieben das Outdoorleben und zu einem gemütlichen Abend gehört für uns das Kochen auf dem offenen Feuer.

Diese Vorliebe teilen wir scheinbar mit den Skandinaviern, denn diese halten an fast jedem Rastplatz eine Feuerstelle bereit. Was gibt es besseres,  als einen frischen Lachs mit ein paar Kräutern und frischer Zitrone zu grillen?

Da Aluschalen unterwegs oft zerknicken, Alufolie reißt und das mitgeführte Grillrost vom heimischen Grill oft nicht genug Stand hat oder zu tief im Feuer liegt, haben wir nach einer stabilen, langlebigen, umweltschonenden, Abfall reduzierenden und qualitativ hochwertigen Lösung gesucht – und wir haben Sie gefunden. Den mobilen Grillrost von FENNEK.*

Diesen haben wir uns von unseren Freunden zum Geburtstag gewünscht. Ganz herzlichen Dank!!! Ihr seid spitze und habt damit unsere nächsten Grillabende gerettet.  Und hier ist es nun, das gute Stück. Da es aktuell draußen alles andere als gemütlich ist, hier  ein paar Bilder aus dem Wohnzimmer.

Der FENNEK 4 FIRE*  besteht aus gerade mal 4 Teilen, welche sich schnell zusammen stecken und nach der Nutzung auch wieder demontieren lassen. Das ist kinderleicht.

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Finnischer alkoholfreier Glögi – das Getränk für die kalte Jahreszeit

Wer im Herbst im nördlichen Norwegen und der Finnmark unterwegs ist, wird unweigerlich konfrontiert mit langen dunklen und kalten Nächten. Unterwegs mit Kindern und der Familie sollte man  hier gut gerüstet sein, damit die lange Zeit auf den rund 10 qm des Kastenwagens zu aller Zufriedenheit überstanden und ein voller Erfolg wird.

Vom Schneesturm in Finnland überrascht…

Gerade bei Schnee und Kälte hält Speise und Trank die Seele beisammen. Daher darf an den langen Spiele- und Videoabenden ein entsprechendes Heißgetränk nicht fehlen. Natürlich alkoholfrei, da Kälte und Alkohol nicht wirklich eine gute Kombination sind und schließlich auch die Kinder mittrinken dürfen.

Rezept für finnischen Glögi

Bei unseren Streiftouren durch finnische Supermärkte sind wir auf unseren Favoriten den alkoholfreien Glögi aus dem Hause Marli (Granini) gestoßen.

Bild kopiert von https://www.marli.fi/glogi

So weit es der Stauraum im Lotti-Mobil zuließ, haben wir uns mit diesem Getränk eingedeckt – leider zu wenig, wie wir zurück in Deutschland feststellen mussten. Denn hier gibt es dieses Getränk einfach nicht. Der Glögi wird ausschließlich für den skandinavischen Markt produziert.

Aber wir haben noch eine Packung in den Alltag gerettet. Somit können wir anhand der Zutatenliste, einigen Testläufen und dem Vergleich mit dem Original das Rezept herausbekommen.

Zutaten

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Irgendwo im Nirgendwo – Kätkävaaran Luontopolku Path

Verschollen in Finnland

Ehrlich, es kommt selten vor, dass ich keine Ahnung habe, wo ich mich gerade befinde. Aber irgendwie haben wir uns in Finnland auf der Suche nach einem Schlafplatz in der Dunkelheit auf den Schotterstraßen total „verfahren“. Ich konnte das Gebiet in dem wir gerade standen auf rund 200 qkm eingrenzen.

Egal – den genauen Standort konnte man auch am nächsten Morgen ermitteln – jetzt erst einmal Lagerfeuer an und lecker Lachs grillen….

Als wir dann am Morgen bei Licht den Schlafplatz genauer anschauen konnten, stellten wir fest, dass wir an einem von der EU geförderten Wanderweg in der Nähe von Kätkävaara im Pisavaara Strict Nature Reserve übernachtet hatten der auf einer Strecke von rund 2 km sogar für Rolli-Fahrer geeignet ist. Und das mitten in der Wildnis!!!!

Ihr findet den Wanderparkplatz unter den Koordinaten: GPS N66 Grad 13 Minuten 41.310 Sekunden O24 Grad 58 Minuten 58.242 Sekunden

Natürlich haben wir uns es nicht nehmen lassen die Strecke von 7 km zu laufen. Der Weg ist gut gekennzeichnet. Am Tag kann man sich an den Pfosten mit roten Kappen orientieren. Sobald die Dunkelheit eintritt, sollte man eine Taschenlampe dabei haben. In den Bäumen hängen reflektierende Stäbe.

Kätkävaaran Luontopolku Path

Der Weg führt über Holzstege, Holztreppen und Steinfelder. Natürlich auch mit guter Steigung hoch aufs Fjell. Festes Schuhwerk ist auf jeden Fall erforderlich. Bei Regen werden die Stege sehr rutschig, sodass wir den Weg ausschließlich für trockene Tage empfehlen können.

Direkt am See und mit dem Rolli erreichbar gibt es eine voll ausgestattete, überdachte Grillstelle. Für Kinder gibt es hier viel zu entdecken. z.B. das Tipi im Wald.

Auf der Hälfte des  langen Weges in der Nähe vom Aussichtsturm gibt es eine Schutzhütte. Hier kann man ebenfalls Rast machen und ein Feuer anzünden. Die nächste Rast bietet sich oben auf dem Fjell an. Der Platz ist bizarr und erinnert fast an eine Mondlandschaft. Das Holzdeck lädt zu einem Picknick und zum Sonnen ein.

Wer den Turm hinauf kraxelt findet in den leicht mit Flechten überzogenen grauen Steinen je nach Wetterlage die Polarlichter wieder, die sich im Stein zu verewigen scheinen. Natürlich ist dieser Platz auch bestens geeignet, um die echten Polarlichter zu beobachten.

Immer wieder gibt es zwischendrin Gelegenheit zum Rasten und Feuer machen, so dass die Strecke auch für Kinder ab ca. 5 Jahren gut geeignet ist. Dann sollte man jedoch einen ganzen Tag einplanen. Wir waren rund drei Stunden gemütlich unterwegs.

Besonders schön sind die vielen Infotafeln, welche über die Fauna und Tierwelt informieren, aber auch über geologische Besonderheiten und die Brandrodung, mit der hier gegen Waldbrände vorgegangen wird. Natürlich wandert man auch durch ein entsprechendes abgebranntes Gebiet. Wir waren am Anfang etwas erschrocken, doch nach kurzer Zeit konnten wir dank der Tafeln erkennen, wie wichtig diese Rodungen nicht nur für die Holzwirtschaft, sondern auch die Tiere und Pflanzen ist.

Hier noch ein paar Impressionen….

Zusammen fassend können wir dem Kätkävaaran Luontopolku Path 5***** vergeben. Der Weg ist super gekennzeichnet, abwechslungsreich und informativ. Zudem besticht er durch die wechselnden Landschaften und spannenden Ausblicke.

von 0 auf 4444 – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht


Von 0 auf 4444 – Gestern war es nach 4 Monaten Training endlich so weit – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht und ich habe auf der Endlostreppe die 4500 Stufen in drei Stunden gemeistert. *total stolz bin*

Somit ist der Aufstieg nach Florli gesichert. Jetzt bleiben noch 8 Wochen, um noch ein wenig an der Ausdauer zu arbeiten und auch den Abstieg (noch mal 3-4 Stunden) zu sichern. Denn dafür hätte gestern die Energie nicht mehr gereicht.

4500 Stufen, entsprechen so ungefähr 270 Stockwerken. Somit bin ich jetzt in der Lage wirklich alle Hochhäuser dieser Welt zu erklimmen 😉

Ich wünsche Euch ein tolles langes WE! Vielleicht greift ihr ja auch mal wieder nach den Turnschuhen

PhoeniX-Reisemobilhafen Bad Windsheim

Auch wenn ich gerne frei stehe, manchmal lohnt es sich doch einen festen Stellplatz anzufahren, insbesondere dann, wenn er so hübsch und gut gelegen ist, wie der PhoeniX-Reisemobilhafen in Bad Windsheim.

Der PhoeniX-Reisemobilhafen

Nennt sich selbst das zu Hause für alle Reisemobile und ist tatsächlich bestens ausgestattet. Alle Plätze sind geschottert, die Zuwege geteert. Es gibt neben der üblichen Infrastruktur (Dusche, WC, Abwasser, Wasser, Strom) einen zentralen Versammlungsplatz, schöne Wege und große Stellplätze.


Ich hätte mich bei meiner Ankunft am Abend beinahe zwischen zwei bereits stehende Fahrzeuge gestellt, weil die Plätze so groß bemessen waren, dass ich erst dachte, das sein  noch eine offizielle Lücke. Somit hat man mit einem kleinen Fahrzeug auch ausreichend Abstand zu den weißen Riesen und auch die Chance ein wenig Sonne ab zu bekommen.

Mit einem Klick gelangt ihr zu der Homepage des Reisemobilhafens.

11 Euro für die Nacht sind nicht zu viel, wenn man bedenkt, welche Attraktionen einem direkt in Laufweite winken.

Attraktionen in Laufweite

Die Hauptattraktion ist sicherlich die Franken-Therme mit dem Salzwassersee, welcher einen Auftrieb bietet, den man nur im Toten Meer hat. Ertrinken fast unmöglich. Ein wirkliches Erlebnis, wenn man beim Sprung in den See direkt wie ein Korken nach oben ploppt.

Daneben befindet sich der Klettergarten, der Jung und Alte einlädt eine andere Perspektive einzunehmen.

Die Altstadt ist einfach pittoresk und bietet sich zum Bummeln und Verweilen an. Hatte ich erwähnt, dass die Franken verdammt gut kochen und es überall wirklich gute Qualität zum angemessenen Preis gibt? Sehr gut essen kann man in gemütlichem modernen Ambiente im Genusswerk Franken. Dieses befindet sich direkt neben dem Stellplatz. Hier gibt es auch einen kleinen Laden mit Spezialitäten wie Brot, Würste, Liköre….
Die Weinstube Drei Kronen bietet moderne fränkische Küche. Hier kocht der Inhaber auf Sterne Niveau zum fairen Preis. Die Kombinationen sind spannend. Beste Qualität paart sich hier mit asiatischem Einschlag – eine wahre Genussexplosion!  Die Auswahl an Weinen und anderen erlesenen Getränken ist groß. Man merkt, hier wird richtig mit Liebe und Hingabe gezaubert.

Fazit PhoeniX-Reisemobilhafen

Der Stellplatz lohnt sich, wenn man mal etwas mehr Kultur um sich herum haben möchte. Als ich dort war, war es trotz 80% Auslastung Mux Mäuschen still. Das dürfte am Klientel liegen, welches die Ruhe eines Kur Ortes genießen möchte. Morgens um 8:00 Uhr war ich wohl die Einzige, die schon wach und wieder reisebereit war. Hier wird ausgeschlafen. Kein Wunder, denn der Abend in der Therme kann lang werden.

England 2018 – Tag 8 – Mousehole & das Sea Salts & Sail Festival

Wer unten an der Küste lang fährt, der wird unweigerlich auf den kleinen Ort Mousehole stoßen. Alleine der Name übt einen derartigen Reiz auf uns Deutsche aus, dass die meisten hin fahren – egal was der Ort zu bieten hat. Und was soll ich sagen, der Ort macht seinen Namen alle Ehre. Es ist ein Mauseloch- ein super süßes Mauseloch.

Die Straßen sind eng und verwinkelt mit vielen Sackgassen, da der Ort am Hang gelegen ist. Wer hier mit einem größeren Fahrzeug durch fahren möchte, kommt schnell an seine Grenze. Breiter als 2 Meter sollte das Reisemobil nicht sein und am besten auch nicht länger als 6 Meter. Wir sind nur knapp 5,60 lang und hatten zum Teil beim Rangieren so unsere Probleme.

Ein paar Parkplätze gibt es  im Hafen. Diese sind jedoch  für einen Kasten zu kurz. Besser ist es, wenn ihr durch den Ort fahrt, der Landstraße folgt und oben am Hang außerhalb des Ortes gegenüber vom Sportplatz parkt und dann zurück lauft. Hier unbedingt Keile unter legen!

Der Ort ist niedlich. Die verwinkelten Gassen und an den Hang gelehnten kleinen Häuschen haben ihren eigenen Charme. Es gibt viele versteckte Geschäfte und Galerien, welche Kunst und qualitativ hochwertige Deko anbieten. Das meiste davon im maritimen Stil. Wenn man durch die kleinen Gassen wandelt, findet man an jeder Ecke nette Eindrücke und kann die heimische Architektur bewundern.

Wir hatten an diesem Tag besonderes Glück. In Mousehole findet das Sea Salts & Sail maritime Festival statt.

Alles war bunt beflaggt und die Gassen mit Menschen gefüllt. Am Hafen gab es zahlreiche Stände, Live Musik und Essen. Somit wurden wir von einer perfekten Kulisse empfangen. Doch seht selbst.

Wir bummeln die Promenade entlang, fiebern mit den Teilnehmern des Segelwettkampfes und bestaunen die Segelschiffe. Hier kann man bei schönstem Wetter die Seele baumeln und zur Musik treiben lassen. Einfach ein zauberhafter Ort.

Da es auch heute wieder sehr warm ist, beschließen wir am späten Mittag weiter zu fahren Richtung Lands End. Wir wollen noch ein wenig wandern gehen und suchen zudem noch einen Stellplatz für die Nacht. Denn hier ist definitiv heute kein Platz für uns und den Kasten.

Folgt uns doch einfach auf unserer weiteren Reise entlang Englands Küste. Eine Übersicht über die Reiseziele findet Ihr hier: England 2018

Von 0 auf 4444 – Erste Begegnung mit der Endlostreppe

Heute habe ich den ersten Termin mit der Endlostreppe im Fitnessstudio. Ich bin total gespannt, wie dieses Training werden wird, zumal ich immer noch nicht ganz fit bin und es zu Hause dank Erkältung Nr. 3 kaum von dem einem in den anderen Stock (22 Stufen) schaffe.

Der eine oder andere wird schon wissen, was es mit dem Training auf sich hat. Ich habe das für mich große Ziel, die längste Holztreppe der Welt mit 4444 Stufen zu bezwingen. Mehr dazu in meinem Beitrag von 0 auf 4444 – Florli und die längste Holztreppe der Welt

Erstes Training im Fitnessstudio – noch bin ich guter Dinge

Die Treppe ruft

Beim ersten Check-In werde ich mit einem stylischen gelben Transponder und meiner persönlichen Getränkeflasche ausgestattet. Rasch ziehe ich mich um, denn die Treppe ruft und Holger wartet schon auf mich, um mich in das Wunderwerk der Technik einzuweisen. So wirklich viele Optionen gibt es derzeit für mich nicht. Schließlich will ich ja einfach nur auf Menge Stufen trainieren. Somit kann ich die Geschwindigkeit variieren und den Laufstil (wie auch schon auf der Kirchentreppe).

Beim ersten Test checken wir noch einmal den Puls. Der ist dank Erkältung jenseits von Gut und Böse. Wir einigen uns darauf, dass ich heute nur einen kleinen Testlauf mache und nicht übertreibe.
Der freie Zugang zur Getränkebar erweist sich schon nach kurzem Training als ausgesprochen Vorteilhaft. Denn schon nach 5 Minuten muss ich unabhängig von der Einschränkung durch die Erkältung feststellen, dass Crosstrainer, Laufband und Step-Gymnastik im Vergleich zur Endlostreppe Kindergeburtstag sind!
Die Treppenhöhe hat es mit 20.6 cm in sich (normale Treppen haben im Schnitt 14 – 17 cm Höhe in BRD) und in meinem Fall ist es nicht so sehr die Belastung der Muskeln, welche mir zu schaffen macht, sondern tatsächlich die Kondition. Alle 5-8 Stockwerke muss ich eine Pause einlegen. Somit laufe ich mich Etappenweise bis zum 30. Stockwerk hoch. Bereits heute habe ich den Verdacht, dass es eine Hassliebe wird zwischen mir und der Endlostreppe.

Wer trainiert denn hier?

Entgegen meiner Erwartungen trainieren hier ganz normale Leute. Viele haben ein paar Kilos zu viel auf den Rippen. Model-Typen sind eher nicht zu finden und auch unter den ganz jungen Sportlern scheinen alle einfach nur Spaß an der Bewegung zu haben. Ein nettes Miteinander. Zu meinem Erstaunen ist die Altersgruppe 60+ besonders stark vertreten. Das freut mich sehr zu sehen, dass man auch im Alter fit das Leben genießen kann, wenn man rechtzeitig was für sich und seinen Körper tut.

Während ich mich zum letzten Mal für heute auf die Treppe begebe und die letzten 5 Stockwerke unter Einsatz meines Lebens erklimme, kommt sie da doch noch um die Ecke. Der Alptraum aller übergewichtigen Trainierenden . Ich glaube, mehr muss man dazu nicht schreiben. Mausi hat auf jeden Fall nichts Besseres zu tun als demonstrativ die Endlostreppe neben mir zu nutzen. Natürlich perfekt gestylt, leichtfüßig ohne auch nur einen Tropfen Schweiß zu verlieren….. Nun ja was soll ich sagen. Ihr Einsatz war genau 5 Minuten lang und endete knapp nach meinem Zusammenbruch bei Stockwerk 30. Mausi, du kannst dir sicher sein, wir treffen uns wieder – bei Stockwerk 270!

Der gesicherte Indikator für bergauf ist immer ein roter Kopf. Ich kann es einfach nicht ändern. Das war schon früher so, sehr zur Belustigung aller Anwesenden.

Fazit vom ersten Training auf der Endlostreppe

Das Training ist im Gegensatz zum normalen Treppen auf und ab steigen super anstrengend. Insbesondere die Kondition wird mich noch einige Nerven kosten. Immerhin habe ich heute den Pflock bei 500 Stufen eingerammt und werde hier jetzt bei jedem Training weiter aufbauen. Hoffentlich geht das mit dem Aufbau der Kondition schneller als ich es derzeit annehme. Ansonsten werden das lange 16 Wochen.

Fazit erstes Training

Für heute reich es mir aber. Ich gehe jetzt schön baden und dann ab ins Bett. Erkältung auskurieren. Wie es weitergeht, könnt ihr hier oder auf FB verfolgen.

Ich freue mich auf jede Motivation in Form eines Kommentars durch Euch!
Bis die Tage!
Eure Alexandra

 

Von 0 auf 4444 – Flørli und die längste Holztreppe der Welt

Von 0 auf 4444 – lautet mein neues Projekt für dieses Jahr. Eine echte Herausforderung, da ich nicht gerade  unter Idealgewicht leide. Je nach Rechnung dürfte ich locker 30 kg zu viel mit mir herum schleppen. Somit staunt die Familie nicht schlecht über meine Ambitionen. Hinzu kommt, dass  es um meine Kondition im Bereich Bergauf als Niederrheiner und geborener Flachländer noch nie sonderlich gut bestellt war (ganz unabhängig vom Gewicht – es gab auch mal dünne Zeiten).

Wie alles begann

Wir planen Urlaub. Dieses Jahr steht Norwegen auf dem Programm. Da Herr Sohn mitfährt, sind einige populäre Ziele nicht wirklich erreichbar, wie die Trollzunge. Somit suchen wir nach Kinder geeigneten Zielen und durchforsten diverse Medien nach attraktiven Zielen. Und da ist es das Ziel (vermutlich nicht Kinder geeignet), das mich einfach fuchst – die Flørli Treppen.

Quelle https://www.florli.no/

Die Wanderung ist recht einfach beschrieben. Man wandert 4444 Stufen (eigentlich sind das 4500 aber 4444 vermarktet sich besser ) auf eine Höhe von 780 Metern und einer Länge von rund 1400 Metern von einem Wasserkraftwerk hoch zum Stausee. Zurück geht es über ein Steinfeld und Waldwegen. Die Herausforderung: Es gibt bei 500 Stufen einen Ausstieg für Familien und ansonsten gibt es kein Zurück mehr.

Quelle https://de.fjordnorway.com/aktivitaten/wandern/florli-treppen-und-rallarstien-p1801993

Ich lese mich durch die Berichte. Scheinbar haben selbst drahtige Bergsteiger so ihre Probleme mit der Treppe. Das widerspricht aber irgendwie den Angaben, dass die Treppe angeblich in 1,5 Stunden gut zu bewältigen ist. Ich frage mich weiter durch. Halbwegs gut trainierte Männer geben 6 Stunden für den Aufstieg an. Der Betreiber des 4444 ist der Ansicht, dass der Aufstieg in 3 Stunden ohne Pause machbar sei. Nun gut – der läuft das vermutlich schon vorm Frühstück schnell mal rauf. Gibt ja sonst nicht viel zu unternehmen in Florli. Das Fazit: dass Ganze muss eine Sache des richtigen Trainings sein. Ich lese mich also in das Treppensteigen ein. Aber so richtig sind meine Zweifel noch nicht beseitigt.

Den Profi fragen

Wenn Du etwas neues Wagst, dann frage den Profi, der das was Du vor hast schon geschafft hat. Ich kontaktiere Thomas Dold und löchre ihn mit meinen Fragen. Er ist Spitzensportler und hat bereits 44 Siege im Treppenlaufen errungen. Netter Weise meldet er sich nach wenigen Stunden bei mir und gibt mir den einen oder anderen Tipp. Nach dem Austausch mit ihm scheint das Ziel machbar.

Der erste Testlauf

Auf dem Land ist es so eine Sache mit den Treppenhäusern. Die längste Treppe, die ich hier in unmittelbarer Nähe finden kann ist die Treppe zur Kirche hoch. Immerhin 13 Stufen am Stück.

Ich mache einen ersten Testlauf und schaue, wie weit ich komme. 540 Stufen sind die Ausgangsbasis. Ich rechne mir mein Trainingspensum hoch. Jede Woche 200 Stufen mehr und ich schaffe es bis zum Sommer an mein Ziel.  Hatte ich erwähnt, dass ich vor Muskelkater fast gestorben wäre. Am nächsten Tag war das Laufen kaum möglich und auch den Rest der Woche hatte ich Freude. Zwei Tage später stand „Bergtraining“ an. Der Hausberg ruft. Mit dem Muskelkater eine echte Qual. Das zweite Training mit über 700 Stufen ging spurlos an mir vorbei. Mein Vorhaben scheint also durchaus im möglichen Rahmen zu liegen….

Sport, Sport, Sport

Angespornt von dem neuen Ziel, habe ich mein Bewegungspensum deutlich in den letzten Wochen erhöht. Bisher habe ich versucht einmal in der Woche Nordic Walking zu betreiben. Das wird jetzt je nach Wetter und Lust ergänzt von einem lockeren Kraft- und Koordinationstraining im Sportverein und einer wöchentlichen Tour auf den Hausberg mit meinem Mann. Und dann jede Woche einmal Treppen steigen. Das Ganze geht immer noch nach Lust und Laune und ohne wirklich festen Trainingsplan. Nebenher habe ich noch einen Beruf als Unternehmensberater und so recht sind die Trainings nicht zu planen, wenn man Kundentermine hat, die weiter weg sind.

Ich brauche mehr Treppen!

Bis jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mehr Treppen brauche. Die Kirchentreppe ist zwar recht nett, aber nach 13 Stufen kommt jedes Mal der Weg zurück und der bedeutet Entlastung für die Kondition und Belastung für die Knie. Somit suche ich nach neuen Gebäuden. Der Vermieter des höchsten Hauses im Ort mit Aufzug verweigert mir die Unterstützung für die nächsten 6 Wochen. Danke für die Nachbarschaftshilfe! Somit suche ich immer noch nach netten Wegen, Gebäuden und Trainingsmöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe. Die Familie und Job müssen ja schließlich auch noch gebührend berücksichtigt werden und lange Fahrten zum Sport sind da kontraproduktiv.

Nach einigem Suchen habe ich ein Sportstudio mit einer Endlostreppe gefunden. Nächste Woche werde ich dort vorbei fahren und mir die Konditionen anhören. Für diese Woche muss ich leider aussetzen. Mich hat eine Erkältung ans Bett gefesselt. Die Zeit nutze ich und kreiere mir ein Motivationsshirt.

Wie es weiter geht? Das könnt Ihr hier auf diesem Blog und auf der Seite Quality-Time-For.me auf FB nachlesen.

 

 

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