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Pyrotechniker für 1. Tag

Ein Jugendtraum geht in Erfüllung!

Was man als Jugendlicher nicht alles werden möchte – bei mir stand der Pyrotechniker eine Zeit lang ganz oben auf der Liste der Traumberufe. Leider konnte oder wollte mir aber damals niemand verraten, was man machen muss, um Pyrotechniker zu werden. Somit schwingt bei jedem Feuerwerk immer auch ein wenig Wehmut mit, über eine mögliche verpasste Chance.

Vor zwei Jahren hat mir mein Mann nun diesen Jugendtraum erfüllt und mir einen Tag als Pyrotechniker zum Geburtstag geschenkt. Leider musste in 2018 zweimal hintereinander der Termin wegen Unwetter und einmal wegen Trockenheit verschoben werden. An diesem Wochenende sollte es aber glücken. Ein Tag als Pyrotechniker unter der Anleitung von dem motivierten Team von EVENTservice Mario Bachmeier. 

Nach einer kurzen Sicherheitseinweisung konnte es auch schon losgehen. Rund zehn Personen machten sich auf zu unserem Zielort in Stahlhofen. Hier durften wir das Feuerwerk für die hiesige Kirmes zusammen basteln.

Damit der Zündfunke überspringt

Pyrotechniker dürfen in BRD nur noch fertige von der BAM zugelassene Produkte kombinieren und kreativ zusammen stellen. Mit Pulver und Chemie hantiert hier schon lange niemand mehr selbst, was natürlich der Sicherheit aller beteiligten Personen dient. Immerhin kann so ein Geschoss eine Kraft von rund vier Tonnen frei setzen. Da sollte maximale Sicherheit an erster Stelle stehen.
Somit bedienen wir uns aus einem Fundus aus vorgefertigten Kugelbomben und Batterien der Kategorie II bis IV. Die Produkte der Kategorie II sind frei verkäuflich. Damit an Silvester nichts passiert, sind diese mit einem langsamen Zünder ausgestattet. Dieser ist für uns zu langsam. Also werden diese Zünder modifiziert.

Alle Batterien mit elektrischen Zündern versehen und Mörser und Fächer mit Kugelbomben unserer Wahl befüllt und entsprechend verkabelt.

Hier wird auch noch einmal unser Wissen in E-Technik gefordert.

Parallelschaltung oder Reihenschaltung? Welche Lösung passt zu unserem Vorhaben?

Choreografie für Anfänger

Da wir als Anfänger nur begrenzt Ahnung haben, welche Effekte wie wirken,  ist für uns der einfachste Weg, die Effekte nach ihrer Höhe zu strukturieren. Natürlich ist uns auch eine gewisse Dynamik wichtig. Das Ende soll möglichst imposant werden.

Die Experten unterstützen unsere Planung und ergänzen die hohen Effekte noch mit niedrigen Effekten, so dass das Ganze am Ende ein hübsches Bild ergibt.

Wir stellen alle Effekte erst einmal in der Wiese in die gewünschte Reihenfolge, beschriften diese entsprechend unserem Abbrennplan.

Als die Choreografie steht, verteilen wir die Effekte so, dass sie auch auf der Kirmes gut zur Geltung kommen.

Kabelsalat

Die Effekte werden noch am Boden gesichert und die Mörser zu Paketen zusammen geschraubt.


Und dann geht es ans verkabeln und durchmessen von unserem Werk.

Einer hat den Überblick – dank unseres Abbrennplans und der Nummerierung der Effekte.


Dank moderner Technik lassen sich schlechte Verbindungen ausfindig machen. Bei unserer Installation gibt es eine Fehlermeldung. Ein Kabel hatte sich gelockert.

Das Finale

Die Ungeduld wächst. Die Installation steht und ist „scharf“. Sobald die Sonne untergegangen ist, starte unser Feuerwerk, an dem wir ab 16:00 Uhr bis 21:30 Uhr gearbeitet haben. Wird alles klappen? Wird es uns und den Besuchern der Kirmes gefallen? Und dann fällt der Startschuss!

Was für ein Glück war auch der Fotograph Markus Salzmann vor Ort. Somit wurde unser Werk gebührend abgelichtet. Ihr erreicht Markus Salzmann und sein Unternehmen Casa Magica Fotografie im www unter folgender Adresse www.fotografie-im-westerwald.de und auf Face Book.

Applaus für die Feuerwerker

Und es läuft durch – unser selbst gestaltetes Feuerwerk und wird ein Erfolg bei den Besuchern. Aus der Ferne vernehmen wir des Künstlers Gage, den Applaus. Das macht uns stolz und glücklich.

Doch bevor wir noch ein Bierchen trinken dürfen, ruft die Pflicht. Das Feuerwerk muss zurückgebaut und der Platz sorgfältig gereinigt werden.

Zum Schluss sind wir wohl alle glücklich und zufrieden. Ein wirklich gelungener und grandioser Tag in einem tollen Team. Wir danken Mario, Patricia, Jan und Patrick für diesen wundervollen Tag! Er wird uns sicherlich immer in Erinnerung bleiben.

Wenn Ihr selbst so einen Tag als Pyrotechniker erleben wollt, dann meldet Euch doch bei Mario uns seinem Team und richtet einen herzlichen Gruß aus.

Wir sagen für heute tschööö mit ö und genießen eine ruhige Nacht im Lotti-Mobil auf der frisch gemähten Wiese.

 

 

von 0 auf 4444 – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht


Von 0 auf 4444 – Gestern war es nach 4 Monaten Training endlich so weit – Meilenstein Nr. 1 ist erreicht und ich habe auf der Endlostreppe die 4500 Stufen in drei Stunden gemeistert. *total stolz bin*

Somit ist der Aufstieg nach Florli gesichert. Jetzt bleiben noch 8 Wochen, um noch ein wenig an der Ausdauer zu arbeiten und auch den Abstieg (noch mal 3-4 Stunden) zu sichern. Denn dafür hätte gestern die Energie nicht mehr gereicht.

4500 Stufen, entsprechen so ungefähr 270 Stockwerken. Somit bin ich jetzt in der Lage wirklich alle Hochhäuser dieser Welt zu erklimmen 😉

Ich wünsche Euch ein tolles langes WE! Vielleicht greift ihr ja auch mal wieder nach den Turnschuhen

PhoeniX-Reisemobilhafen Bad Windsheim

Auch wenn ich gerne frei stehe, manchmal lohnt es sich doch einen festen Stellplatz anzufahren, insbesondere dann, wenn er so hübsch und gut gelegen ist, wie der PhoeniX-Reisemobilhafen in Bad Windsheim.

Der PhoeniX-Reisemobilhafen

Nennt sich selbst das zu Hause für alle Reisemobile und ist tatsächlich bestens ausgestattet. Alle Plätze sind geschottert, die Zuwege geteert. Es gibt neben der üblichen Infrastruktur (Dusche, WC, Abwasser, Wasser, Strom) einen zentralen Versammlungsplatz, schöne Wege und große Stellplätze.


Ich hätte mich bei meiner Ankunft am Abend beinahe zwischen zwei bereits stehende Fahrzeuge gestellt, weil die Plätze so groß bemessen waren, dass ich erst dachte, das sein  noch eine offizielle Lücke. Somit hat man mit einem kleinen Fahrzeug auch ausreichend Abstand zu den weißen Riesen und auch die Chance ein wenig Sonne ab zu bekommen.

Mit einem Klick gelangt ihr zu der Homepage des Reisemobilhafens.

11 Euro für die Nacht sind nicht zu viel, wenn man bedenkt, welche Attraktionen einem direkt in Laufweite winken.

Attraktionen in Laufweite

Die Hauptattraktion ist sicherlich die Franken-Therme mit dem Salzwassersee, welcher einen Auftrieb bietet, den man nur im Toten Meer hat. Ertrinken fast unmöglich. Ein wirkliches Erlebnis, wenn man beim Sprung in den See direkt wie ein Korken nach oben ploppt.

Daneben befindet sich der Klettergarten, der Jung und Alte einlädt eine andere Perspektive einzunehmen.

Die Altstadt ist einfach pittoresk und bietet sich zum Bummeln und Verweilen an. Hatte ich erwähnt, dass die Franken verdammt gut kochen und es überall wirklich gute Qualität zum angemessenen Preis gibt? Sehr gut essen kann man in gemütlichem modernen Ambiente im Genusswerk Franken. Dieses befindet sich direkt neben dem Stellplatz. Hier gibt es auch einen kleinen Laden mit Spezialitäten wie Brot, Würste, Liköre….
Die Weinstube Drei Kronen bietet moderne fränkische Küche. Hier kocht der Inhaber auf Sterne Niveau zum fairen Preis. Die Kombinationen sind spannend. Beste Qualität paart sich hier mit asiatischem Einschlag – eine wahre Genussexplosion!  Die Auswahl an Weinen und anderen erlesenen Getränken ist groß. Man merkt, hier wird richtig mit Liebe und Hingabe gezaubert.

Fazit PhoeniX-Reisemobilhafen

Der Stellplatz lohnt sich, wenn man mal etwas mehr Kultur um sich herum haben möchte. Als ich dort war, war es trotz 80% Auslastung Mux Mäuschen still. Das dürfte am Klientel liegen, welches die Ruhe eines Kur Ortes genießen möchte. Morgens um 8:00 Uhr war ich wohl die Einzige, die schon wach und wieder reisebereit war. Hier wird ausgeschlafen. Kein Wunder, denn der Abend in der Therme kann lang werden.

England 2018 – Tag 8 – Mousehole & das Sea Salts & Sail Festival

Wer unten an der Küste lang fährt, der wird unweigerlich auf den kleinen Ort Mousehole stoßen. Alleine der Name übt einen derartigen Reiz auf uns Deutsche aus, dass die meisten hin fahren – egal was der Ort zu bieten hat. Und was soll ich sagen, der Ort macht seinen Namen alle Ehre. Es ist ein Mauseloch- ein super süßes Mauseloch.

Die Straßen sind eng und verwinkelt mit vielen Sackgassen, da der Ort am Hang gelegen ist. Wer hier mit einem größeren Fahrzeug durch fahren möchte, kommt schnell an seine Grenze. Breiter als 2 Meter sollte das Reisemobil nicht sein und am besten auch nicht länger als 6 Meter. Wir sind nur knapp 5,60 lang und hatten zum Teil beim Rangieren so unsere Probleme.

Ein paar Parkplätze gibt es  im Hafen. Diese sind jedoch  für einen Kasten zu kurz. Besser ist es, wenn ihr durch den Ort fahrt, der Landstraße folgt und oben am Hang außerhalb des Ortes gegenüber vom Sportplatz parkt und dann zurück lauft. Hier unbedingt Keile unter legen!

Der Ort ist niedlich. Die verwinkelten Gassen und an den Hang gelehnten kleinen Häuschen haben ihren eigenen Charme. Es gibt viele versteckte Geschäfte und Galerien, welche Kunst und qualitativ hochwertige Deko anbieten. Das meiste davon im maritimen Stil. Wenn man durch die kleinen Gassen wandelt, findet man an jeder Ecke nette Eindrücke und kann die heimische Architektur bewundern.

Wir hatten an diesem Tag besonderes Glück. In Mousehole findet das Sea Salts & Sail maritime Festival statt.

Alles war bunt beflaggt und die Gassen mit Menschen gefüllt. Am Hafen gab es zahlreiche Stände, Live Musik und Essen. Somit wurden wir von einer perfekten Kulisse empfangen. Doch seht selbst.

Wir bummeln die Promenade entlang, fiebern mit den Teilnehmern des Segelwettkampfes und bestaunen die Segelschiffe. Hier kann man bei schönstem Wetter die Seele baumeln und zur Musik treiben lassen. Einfach ein zauberhafter Ort.

Da es auch heute wieder sehr warm ist, beschließen wir am späten Mittag weiter zu fahren Richtung Lands End. Wir wollen noch ein wenig wandern gehen und suchen zudem noch einen Stellplatz für die Nacht. Denn hier ist definitiv heute kein Platz für uns und den Kasten.

Folgt uns doch einfach auf unserer weiteren Reise entlang Englands Küste. Eine Übersicht über die Reiseziele findet Ihr hier: England 2018

Von 0 auf 4444 – Erste Begegnung mit der Endlostreppe

Heute habe ich den ersten Termin mit der Endlostreppe im Fitnessstudio. Ich bin total gespannt, wie dieses Training werden wird, zumal ich immer noch nicht ganz fit bin und es zu Hause dank Erkältung Nr. 3 kaum von dem einem in den anderen Stock (22 Stufen) schaffe.

Der eine oder andere wird schon wissen, was es mit dem Training auf sich hat. Ich habe das für mich große Ziel, die längste Holztreppe der Welt mit 4444 Stufen zu bezwingen. Mehr dazu in meinem Beitrag von 0 auf 4444 – Florli und die längste Holztreppe der Welt

Erstes Training im Fitnessstudio – noch bin ich guter Dinge

Die Treppe ruft

Beim ersten Check-In werde ich mit einem stylischen gelben Transponder und meiner persönlichen Getränkeflasche ausgestattet. Rasch ziehe ich mich um, denn die Treppe ruft und Holger wartet schon auf mich, um mich in das Wunderwerk der Technik einzuweisen. So wirklich viele Optionen gibt es derzeit für mich nicht. Schließlich will ich ja einfach nur auf Menge Stufen trainieren. Somit kann ich die Geschwindigkeit variieren und den Laufstil (wie auch schon auf der Kirchentreppe).

Beim ersten Test checken wir noch einmal den Puls. Der ist dank Erkältung jenseits von Gut und Böse. Wir einigen uns darauf, dass ich heute nur einen kleinen Testlauf mache und nicht übertreibe.
Der freie Zugang zur Getränkebar erweist sich schon nach kurzem Training als ausgesprochen Vorteilhaft. Denn schon nach 5 Minuten muss ich unabhängig von der Einschränkung durch die Erkältung feststellen, dass Crosstrainer, Laufband und Step-Gymnastik im Vergleich zur Endlostreppe Kindergeburtstag sind!
Die Treppenhöhe hat es mit 20.6 cm in sich (normale Treppen haben im Schnitt 14 – 17 cm Höhe in BRD) und in meinem Fall ist es nicht so sehr die Belastung der Muskeln, welche mir zu schaffen macht, sondern tatsächlich die Kondition. Alle 5-8 Stockwerke muss ich eine Pause einlegen. Somit laufe ich mich Etappenweise bis zum 30. Stockwerk hoch. Bereits heute habe ich den Verdacht, dass es eine Hassliebe wird zwischen mir und der Endlostreppe.

Wer trainiert denn hier?

Entgegen meiner Erwartungen trainieren hier ganz normale Leute. Viele haben ein paar Kilos zu viel auf den Rippen. Model-Typen sind eher nicht zu finden und auch unter den ganz jungen Sportlern scheinen alle einfach nur Spaß an der Bewegung zu haben. Ein nettes Miteinander. Zu meinem Erstaunen ist die Altersgruppe 60+ besonders stark vertreten. Das freut mich sehr zu sehen, dass man auch im Alter fit das Leben genießen kann, wenn man rechtzeitig was für sich und seinen Körper tut.

Während ich mich zum letzten Mal für heute auf die Treppe begebe und die letzten 5 Stockwerke unter Einsatz meines Lebens erklimme, kommt sie da doch noch um die Ecke. Der Alptraum aller übergewichtigen Trainierenden . Ich glaube, mehr muss man dazu nicht schreiben. Mausi hat auf jeden Fall nichts Besseres zu tun als demonstrativ die Endlostreppe neben mir zu nutzen. Natürlich perfekt gestylt, leichtfüßig ohne auch nur einen Tropfen Schweiß zu verlieren….. Nun ja was soll ich sagen. Ihr Einsatz war genau 5 Minuten lang und endete knapp nach meinem Zusammenbruch bei Stockwerk 30. Mausi, du kannst dir sicher sein, wir treffen uns wieder – bei Stockwerk 270!

Der gesicherte Indikator für bergauf ist immer ein roter Kopf. Ich kann es einfach nicht ändern. Das war schon früher so, sehr zur Belustigung aller Anwesenden.

Fazit vom ersten Training auf der Endlostreppe

Das Training ist im Gegensatz zum normalen Treppen auf und ab steigen super anstrengend. Insbesondere die Kondition wird mich noch einige Nerven kosten. Immerhin habe ich heute den Pflock bei 500 Stufen eingerammt und werde hier jetzt bei jedem Training weiter aufbauen. Hoffentlich geht das mit dem Aufbau der Kondition schneller als ich es derzeit annehme. Ansonsten werden das lange 16 Wochen.

Fazit erstes Training

Für heute reich es mir aber. Ich gehe jetzt schön baden und dann ab ins Bett. Erkältung auskurieren. Wie es weitergeht, könnt ihr hier oder auf FB verfolgen.

Ich freue mich auf jede Motivation in Form eines Kommentars durch Euch!
Bis die Tage!
Eure Alexandra

 

Von 0 auf 4444 – Flørli und die längste Holztreppe der Welt

Von 0 auf 4444 – lautet mein neues Projekt für dieses Jahr. Eine echte Herausforderung, da ich nicht gerade  unter Idealgewicht leide. Je nach Rechnung dürfte ich locker 30 kg zu viel mit mir herum schleppen. Somit staunt die Familie nicht schlecht über meine Ambitionen. Hinzu kommt, dass  es um meine Kondition im Bereich Bergauf als Niederrheiner und geborener Flachländer noch nie sonderlich gut bestellt war (ganz unabhängig vom Gewicht – es gab auch mal dünne Zeiten).

Wie alles begann

Wir planen Urlaub. Dieses Jahr steht Norwegen auf dem Programm. Da Herr Sohn mitfährt, sind einige populäre Ziele nicht wirklich erreichbar, wie die Trollzunge. Somit suchen wir nach Kinder geeigneten Zielen und durchforsten diverse Medien nach attraktiven Zielen. Und da ist es das Ziel (vermutlich nicht Kinder geeignet), das mich einfach fuchst – die Flørli Treppen.

Quelle https://www.florli.no/

Die Wanderung ist recht einfach beschrieben. Man wandert 4444 Stufen (eigentlich sind das 4500 aber 4444 vermarktet sich besser ) auf eine Höhe von 780 Metern und einer Länge von rund 1400 Metern von einem Wasserkraftwerk hoch zum Stausee. Zurück geht es über ein Steinfeld und Waldwegen. Die Herausforderung: Es gibt bei 500 Stufen einen Ausstieg für Familien und ansonsten gibt es kein Zurück mehr.

Quelle https://de.fjordnorway.com/aktivitaten/wandern/florli-treppen-und-rallarstien-p1801993

Ich lese mich durch die Berichte. Scheinbar haben selbst drahtige Bergsteiger so ihre Probleme mit der Treppe. Das widerspricht aber irgendwie den Angaben, dass die Treppe angeblich in 1,5 Stunden gut zu bewältigen ist. Ich frage mich weiter durch. Halbwegs gut trainierte Männer geben 6 Stunden für den Aufstieg an. Der Betreiber des 4444 ist der Ansicht, dass der Aufstieg in 3 Stunden ohne Pause machbar sei. Nun gut – der läuft das vermutlich schon vorm Frühstück schnell mal rauf. Gibt ja sonst nicht viel zu unternehmen in Florli. Das Fazit: dass Ganze muss eine Sache des richtigen Trainings sein. Ich lese mich also in das Treppensteigen ein. Aber so richtig sind meine Zweifel noch nicht beseitigt.

Den Profi fragen

Wenn Du etwas neues Wagst, dann frage den Profi, der das was Du vor hast schon geschafft hat. Ich kontaktiere Thomas Dold und löchre ihn mit meinen Fragen. Er ist Spitzensportler und hat bereits 44 Siege im Treppenlaufen errungen. Netter Weise meldet er sich nach wenigen Stunden bei mir und gibt mir den einen oder anderen Tipp. Nach dem Austausch mit ihm scheint das Ziel machbar.

Der erste Testlauf

Auf dem Land ist es so eine Sache mit den Treppenhäusern. Die längste Treppe, die ich hier in unmittelbarer Nähe finden kann ist die Treppe zur Kirche hoch. Immerhin 13 Stufen am Stück.

Ich mache einen ersten Testlauf und schaue, wie weit ich komme. 540 Stufen sind die Ausgangsbasis. Ich rechne mir mein Trainingspensum hoch. Jede Woche 200 Stufen mehr und ich schaffe es bis zum Sommer an mein Ziel.  Hatte ich erwähnt, dass ich vor Muskelkater fast gestorben wäre. Am nächsten Tag war das Laufen kaum möglich und auch den Rest der Woche hatte ich Freude. Zwei Tage später stand „Bergtraining“ an. Der Hausberg ruft. Mit dem Muskelkater eine echte Qual. Das zweite Training mit über 700 Stufen ging spurlos an mir vorbei. Mein Vorhaben scheint also durchaus im möglichen Rahmen zu liegen….

Sport, Sport, Sport

Angespornt von dem neuen Ziel, habe ich mein Bewegungspensum deutlich in den letzten Wochen erhöht. Bisher habe ich versucht einmal in der Woche Nordic Walking zu betreiben. Das wird jetzt je nach Wetter und Lust ergänzt von einem lockeren Kraft- und Koordinationstraining im Sportverein und einer wöchentlichen Tour auf den Hausberg mit meinem Mann. Und dann jede Woche einmal Treppen steigen. Das Ganze geht immer noch nach Lust und Laune und ohne wirklich festen Trainingsplan. Nebenher habe ich noch einen Beruf als Unternehmensberater und so recht sind die Trainings nicht zu planen, wenn man Kundentermine hat, die weiter weg sind.

Ich brauche mehr Treppen!

Bis jetzt bin ich an dem Punkt angekommen, an dem ich mehr Treppen brauche. Die Kirchentreppe ist zwar recht nett, aber nach 13 Stufen kommt jedes Mal der Weg zurück und der bedeutet Entlastung für die Kondition und Belastung für die Knie. Somit suche ich nach neuen Gebäuden. Der Vermieter des höchsten Hauses im Ort mit Aufzug verweigert mir die Unterstützung für die nächsten 6 Wochen. Danke für die Nachbarschaftshilfe! Somit suche ich immer noch nach netten Wegen, Gebäuden und Trainingsmöglichkeiten in der unmittelbaren Nähe. Die Familie und Job müssen ja schließlich auch noch gebührend berücksichtigt werden und lange Fahrten zum Sport sind da kontraproduktiv.

Nach einigem Suchen habe ich ein Sportstudio mit einer Endlostreppe gefunden. Nächste Woche werde ich dort vorbei fahren und mir die Konditionen anhören. Für diese Woche muss ich leider aussetzen. Mich hat eine Erkältung ans Bett gefesselt. Die Zeit nutze ich und kreiere mir ein Motivationsshirt.

Wie es weiter geht? Das könnt Ihr hier auf diesem Blog und auf der Seite Quality-Time-For.me auf FB nachlesen.

 

 

Die Sache mit der Zuladung…

oder wie bekomme ich meine Familie nebst Gerödel in den Kasten?

Ein Kastenwagen ist eine tolle Sache. Jedoch stellt er Familien vor eine zusätzliche Herausforderung – die Zuladung. Diese wird oft unterschätzt, da dem Kasteneinsteiger gar nicht bewußt ist, was diese Kennziffer besagt und man in der Regel auch keine Idee davon hat, was denn nun das notwendige Reisegepäck so auf die Waage bringt.

Begriffe die hier eine wichtige Rolle spielen

Das zulässige Gesamtgewicht: Der Begriff ist schnell erklärt. Das ist das Gewicht, welches das Fahrzeug im voll beladenen Zustand auf die Waage bringen darf. Im Fahrzeugschein findet Ihr diese Angabe unter dem Punkt F.1 technisch zul. Gesamtmasse in kg. Bei uns sind das 3,5t

Der zweite für Euch relevante Begriff ist die Masse im Fahrbereiten Zustand. Diese findet Ihr im Fahrzeugschein unter G Masse des in Betrieb befindlichen Fahrzeugs in kg (Leermasse). Dieser Begriff ist erklärungsbedürftig. Ein Glück übernimmt das für uns der Gesetz- und Normengeber. Das Leergewicht umfasst hierbei das Fahrzeug inklusive vollem Kraftstofftank, Fahrergewicht (75 Kilogramm), Bordwerkzeug, Ersatzrad, Verbandkasten und Warndreieck. Für Fahrzeuge, die ab Juli 2003 erstmals zugelassen wurden, wird für die Kraftstofffüllung nur noch 90 Prozent des Kraftstofftankfassungsvermögens berücksichtigt. Bei unserem Fahrzeug beträgt die Masse im fahrbereiten Zustand  2900kg.

Zuladung: Die Zuladung ist nun recht einfach berechnet. Man ziehe die Masse im Fahrbereiten Zustand vom zulässigen Gesamtgewicht ab und erhält die Zuladung. Aber Achtung!!!! es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Denn alles was Ihr an Zubehör zum Basisfahrzeug mit bestellt, wird nicht etwa dem Leergewicht hinzu gerechnet, sondern muss zusätzlich von der Zuladung abgezogen werden. So kann die Markise schnell mal 30 kg kosten und der Fahrradträger und das Solarpanel und…. Erkundigt Euch also genau beim Verkäufer, was alles an Zubehör in der Fahrbereiten Masse enthalten ist.

Wir haben Glück und der Fahrzeugschein wurde bei uns neu ausgestellt und alles neu durch gewogen. Wir dürfen 3500kg-2900kg=600kg zuladen.

Wieviel Zuladung brauchen wir als Familie?

Um heraus zu bekommen, wie viel Zuladung man theoretisch benötigt, gibt es eine einfache Formel, welche sich aus der EN 1646-2 ergibt: Diese lautet je Person 75 Kilogramm Körpergewicht plus zehn Kilo persönliches Gepäck plus zehn Kilo je Meter Fahrzeuglänge sollte der Wohnmobilhersteller einplanen. Bei unserem Lotti-Mobil wären das also:

4 Sitzplätze a 75 kg = 300 kg

4 * 10 kg Gepäck = 40 kg

5,50 m Fahrzeuglänge * 10 kg = 55 kg

das macht in Summe 395 kg Zuladung, die wir theoretisch nach der Norm benötigen.
Ggf. noch um den Fahrer korrigieren, der ja oben schon in der fahrbereiten Leermasse eingerechnet wurde. Dann würde das den Wert nach unten korrigieren auf 325 kg.  Jetzt vergleichen mit der Zuladung die Ihr oben als Differenz von Gesamtgewicht und Leergewicht ausgerechnet habt. Könnte bei uns passen. Denn leider ist die Berechnung nur graue Theorie und ein Anhaltspunkt.

Ihr merkt schon, dass die Gewichtsangaben meist sehr illusorisch sind. Bei uns wiegt faktisch bei 1,80 Größe und mehr niemand 75 kg. Also müssen wir hier noch einmal korrigieren. Berechnet hier bitte auch ein mögliches Endgewicht von Euren Kindern. Denn schließlich fahren die ja auch noch mit 16 oder gar 18 Jahren mit Euch mit. So viel Spielraum muss also sein! Denkt auch daran, dass die Kleider etc. schwerer werden und mehr Stauraum benötigen. Das Puckyrad, das heute noch in den Kofferraum passt, muss morgen durch einen Fahrradträger und ein 18 kg schweres Rad ersetzt werden.

Was muss noch bedacht werden?

Ihr müsst noch weitere Dinge einrechnen:

Frischwasser zu 90 % das sind bei uns 81 kg (der Abwassertank wird nicht gewogen)

Gas zu 90 % das sind bei uns 44 kg

Boiler & WC & Kabel 31 kg

Somit verbleiben uns 600 kg- 325 kg Zuladung nach Norm – 44 kg – 81 kg – 31 kg = 119 kg für Schnick und Schnack. Das wären dann zum Beispiel 3 Fahrräder a 20 kg und Essensvorräte und Getränke. Ihr merkt schon – nicht zu viel Kram aus dem Urlaub mitnehmen!!!!

Zuladung und Verteilung am Beispiel von unserem Lotti-Mobil

Wie gehe ich am besten vor?

Ich habe unseren Kasten einmal komplett mit den Dingen gepackt, die wir immer mitführen wie Töpfe, Auffahrkeile, Kabel, Gewürze…. Hierzu schaut mal in meinem Beitrag Packliste für den Kasten nach, was man mit Kind alles so mitschleppen muss.

Voll getankt, Wasser eingefüllt und dann auf die Wage beim Landhandel gestellt. Alles andere ist variabel und wird von uns von Urlaub zu Urlaub neu berechnet. Da könnt Ihr Euch eine Excelliste anfertigen, die euch schnell einen Überblick gibt was mit kann.

Im Sommer brauche ich nur eine Gasflasche. Also habe ich 22 kg mehr Spielraum für z.B. Fahrräder. Im Winter muss der Dutch Oven aus Gewichtsgründen weichen, da dafür die Schneeketten mit kommen. Wenn wir den Opa zum Wandern mit nehmen, muss weniger Wasser in den Tank oder die Konserven müssen weichen. Die 10 kg pro Person an Gepäck sind ganz gut bemessen. Hier sind in der Regel bei uns auch Spiele und Bücher mit dabei. Das ist ungefähr das Volumen von einer kleinen Reisetasche als Richtlinie.

Ach ja, und da war da noch die Sache mit der Achslast. Das Gewicht muss auch noch entsprechend der Vorgaben des Herstellers auf die entsprechenden Achsen verteilt werden.

Gewicht ist das eine – Platz das andere Kriterium!

Wie Ihr in meinem Beitrag Packliste für den Kasten gesehen habt, muss ganz schön viel Zeug mit. Stühle und Tische sollten möglichst klein und leicht sein, denn neben dem Gewicht limitiert Euch der Kasten ganz schön in Bezug auf Stauraum. Die meisten Kästen sind für 2 Personen ausgelegt und haben einen riesigen Stauraum unter dem Heckbett. Dieser Stauraum dürfte Euch mit Kindern nicht viel nutzen, da Euch Fächer fehlen mittels derer Ihr irgendwie Ordnung auf 9 qm herstellen könnt. Günstig ist es daher, wenn Ihr für jedes Familienmitglied mindestens ein Kleiderfach habt. Dann braucht Ihr Euch auch noch aufregen, wenn die Kinder ihr Zeug rein knüllen.

Vorteilhaft ist ein Kleiderschrank für Jacken und eine separate Dusche (kein Raumbad). Ihr könnt so schlammige und nasse Sachen in die Duschwanne stellen und trocknen lassen. Zudem ist bei uns das Badezimmer ein beliebter Rückzugsort, wenn man mal seine Ruhe haben möchte.

Versucht einfach mal alle Eure Sachen gut unter zu bekommen. Und zwar so, dass Ihr sie im Alltag auch gut erreicht ohne Verrenkungen und auf dem Boden rum zu kriechen. Ohne den Tisch oder das Bett weg schieben zu müssen oder sonstige Umbauten vorzunehmen.

Ich hoffe ich konnte Euch ein wenig bei Eurer Kaufentscheidung helfen und Euch ein paar Ideen mitgeben, worauf Ihr beim Kastenkauf für die Familie unbedingt achten solltet.

Wie so ein Urlaub mit Kindern im Kasten aussehen kann und was sich als praktisch oder unpraktisch erweist, könnt Ihr auch bei Katja und ihren zauberhaften Blog Hin-Fahren nachlesen. Die ist aus dem Kinderalter bereits heraus und darf den Platz für sich alleine nutzen.

Ich freue mich natürlich über Eure Kommentare.

Lieben Gruß,

Alexandra

PS: Mehr Reiseideen und Tipps zum Reisen mit Kindern gibt es natürlich auf diesem Blog.

England 2018 – Tag 5 – Besuch bei König Artus in Tintagel Castel

Zauberhaftes Tintagel

Tintagel ist ein kleines historisches Dörfchen direkt an der Küste. Es gibt hier alles was man zum leben braucht. Einen kleinen Tante Emma Laden, einige Souvenirgeschäfte, einen Süßigkeitenladen, Friseur, zwei Pubs, einige Bäckereien. Niedliche Häuser aus Stein und natürlich auch das eine oder andere historische Sagen umwobene Gebäude.

Wir übernachten hier drei Nächte auf dem kleinen Zeltplatz direkt im Ort (The Headland Caravan Park). Dieser wird von einer Familie geführt. Ist sauber, übersichtlich und in erster Linie auch für die kleinen Fahrzeuge geeignet. Diese dürfen sich frei auf der großen Wiese einen Platz suchen. Gewünschter Abstand zum Nachbarn mindestens 6 Meter. Der Platz bietet das Notwendige. Keine Animation. Kinder finden hier schnell Anschluß und toben einfach bis in den Sonnenuntergang auf der Wiese. Ein wenig Spielzeug wie einen Ball, Frisbee, Federball, langes Springseil sollte man also dabei haben.

Mehrmals in der Woche kommt hier ein Foodtruck vorbei. Im kleinen Shop gibt es alles was das Camperherz begehrt. Gegen eine kleine Spende werden Akkus für Camera und Co aufgeladen. Direkt hinter dem Platz liegt der Küstenwanderweg und mit einem Sprung über die Mauer steht man schon am Meer und ist in einer anderen Welt.

König Artus wir kommen

Heute steht der Besuch bei König Artus auf dem Programm. Bevor ihr jedoch los wandert, solltet Ihr Euch über die Öffnungszeiten und den Gezeitenplan informieren. Mehr über die Geschichte des Ortes erfahrt ihr beim Hertitage.

Die Tour ist geeignet für Kinder die noch getragen werden oder aber für Kinder,  die schon sicher klettern und Treppen mit unterschiedlichen Höhen laufen können. Alter ca. ab 7/8 Jahren, wenn die Kinder es gewohnt sind von der Kondition 6-8km zu laufen. Die Strecke ist nicht so lang, besticht aber durch die Höhenunterschiede.

ACHTUNG SICHERHEITSHINWEIS: Die Treppen sind gesichert aber nicht gleichmäßig und können durch Sand und Wasser rutschig sein. Das Plateau ist nicht gesichert. In England darf man noch für sich selbst Verantwortung übernehmen. Kleine Kinder sind an der Hand zu führen und bei quirligen kleinen Abenteurern würde ich mir überlegen diese anzuseilen. Im Castle die Kinder auf keinen Fall unbeaufsichtigt lassen. Sie können die Abbruchkante einfach nicht einschätzen. Auch in den Höhlen kann Gefahr durch ausrutschen und Ertrinken bestehen. Bitte erst die Situation vor Ort checken, bevor man hier die Kleinen alleine rein laufen lässt.

Wir laufen von unserem Zeltplatz bis zum Ziel. Der Platz ist so gut gelegen, dass der Weg ca. 1 km beträgt. Mit unserer Heritage Karte ist der Eintritt auch hier abgegolten. Wer früh am Morgen kommt, hat diesen magischen Ort fast für sich alleine.

Tintagel Castle oder was davon übrig ist

Dass Tintagel ein Ort mit besonderer Kraft ist, liegt außer Frage. Wer es bis hier rauf geschafft hat, wird begeistert sein von diesem Ort.

So empfanden es auch Generationen vor uns und es verwundert nicht, dass dieser Ort umwoben ist von Sagen, und über die letzten 2000 Jahre verschiedene Funktionen erfüllt hat. Neben den Kelten die hier eine frühchristliche keltischen Klosteranlage im 5. – 8. Jahrhundert errichtete, fanden wohl auch die Römer Gefallen an diesem Ort.
Im frühen Mittelalter gab es hier eine kleine Siedlung. Die Burg wie sie jetzt noch zu sehen ist, wurde ca. 1233 von  Richard von Cornwall, einem jüngeren Bruder des englischen Königs Heinrich III zu Repräsentationszwecken erbaut. Bereits kurze Zeit nach der Erbauung konnte das Bauwerk jedoch Sturm und Wetter nicht trotzen und verfiel.
1337 wurde die Anlage erneut auf- und umgebaut. Sie wurde für verschiedene Zwecke (Repräsentation, Gefängnis, Festung)  genutzt und 1600 endgültig aufgegeben.
Heute besteht Tintagel Castle aus zwei Teilen, welche über eine Brücke miteinander verbunden sind. Im Mittelalter muss hier ein Weg über die Felsen existiert haben, so dass es durchaus gut möglich war vom Festland aus zur Siedlung zu gelangen.

Treppen, Treppen und noch mal Treppen

Wer Artus besuchen möchte muss gut zu Fuß sein oder ein paar Verschnaufpausen einplanen. Festes Schuhwerk ist auf jedem Fall zu empfehlen. Wasser ist bei heißem Wetter sinnvoll mitzunehmen, vor allen Dingen Kinder brauchen doch ab und an mal einen Schluck. Vor Ort gibt es neben einer Ausstellung jedoch auch noch ein Kaffee in dem man gemütlich sitzen kann.

Wir starten mit dem linken Teil der Anlage von welchem man einen sehr schönen Blick auf das Castel hat.

Danach geht es einmal Treppe abwärts, Treppe aufwärts rüber zur Festungsanlage. Belohnt wird man nach der Anstrengung durch eine wunderbare Aussicht und die eine oder andere nette Kleinigkeit.

Wo ist Merlin? – Merlin´s Cave

Wo Artus ist, kann Merlin nicht weit sein. Natürlich machen wir uns auf die Suche nach dem Zauberer. Dieser soll angeblich in den Höhlen unterhalb des Castle sein Reich haben.

Wir haben uns mit unserem Besuch nach den Gezeiten gerichtet. Den Gezeitenplan bekommt Ihr in der Touristeninformation. Solltet Ihr länger an der Küste unterwegs sein, ein MUSS! Die Höhlen erreicht man nur bei Ebbe und sollte hier auch rein gehen, wenn das Wasser am weitesten weg ist. Bereits bei beginnender Flut laufen die Höhlen rasant schnell mit dem eiskalten Wasser voll und der Strand verschwindet im Wasser, so dass man von der linken Höhle nicht mehr trockenen Fußes zur Treppe gelangen kann, da man noch an einem Felsen vorbei muss.

Wir haben unsere Badesachen und die Entenfüße dabei. Schließlich kann man hier hervorragend schwimmen und eine Erfrischung haben wir uns bei den Temperaturen (Jahrhundertsommer) wirklich verdient. Die Entenfüße schützen die Füße und geben auf den nassen Steinen guten Halt.

Wir schaffen es zwei Höhlen zu besichtigen. Finden magische Flecken im Wasser – von Merlin heute jedoch leider keine Spur.

Nun ja, er kann ja auch nicht immer zu Hause sein. Schließlich ist er ein gefragter Mann. Vielleicht habt Ihr ja bei Eurem Besuch mehr Glück. Wir verlassen auf jeden Fall jetzt flink die Höhle. Die Flut kommt und das Wasser reicht uns bereits bis zu den Knien.

Wir haben hier auf jeden Fall ein paar sehr schöne Stunden verbracht. Wer mag kann seine Picknick-Sachen mit hoch nehmen. Wir wollten zurück zum Kasten und dort ein wenig vor uns hin trödeln und Energie für den nächsten Tag sammeln. Auf dem Plan steht eine Wanderung den Küstenpfad entlang Richtung Norden nach Boscastle. Bei den Temperaturen sicherlich nicht ganz einfach.

Pasteten wohin das Auge schaut

Auf dem Rückweg müssen wir wieder durch das kleine Dorf. Eigentlich wollten wir kochen, doch der Geruch von frischen Pasteten und Gebäck verführt uns. Kurzer Hand plündern wir die Bäckerei und decken uns mit den verschiedenen Köstlichkeiten ein.

Wenn Ihr uns weiter begleiten wollt, dann folgt doch einfach dem Link zur Gesamtübersicht unserer Tour und sucht Euch aus, was für Euch interessant ist.

Hier gelangt Ihr zu weiteren Informationen, wie man Geld sparen kann: Die Heritage Karte und andere Pässe für Vergünstigungen

Eine Stadt im Weihnachtsfieber

Eine Stadt im Weihnachtsfieber – oder Straßburg im Lichtermeer.

Mit Weihnachten verbinden die meisten Leute Weihnachtsmärkte, Glühwein und ein wenig Deko. Meistens beschränkt auf wenige Tage / Wochenenden im Jahr. Wer einmal staunen möchte, der sei eingeladen den französischen Nachbarn zu besuchen. Denn hier findet er eine Stadt im Weihnachtsfieber.

In Straßburg hat sich die komplette Innenstadt fein gemacht und wirklich alle machen mit. Man könnte meinen, dass es gar einen Wettstreit gibt.

Komm mit mir in eine zauberhafte Welt

Sobald die Dunkelheit anbricht, versinkt eine Stadt im Weihnachtsfieber. Es funkelt und blinkt an jeder Ecke. Selbst die Spitze des Münsters glitzert mit 1000 kleinen Lichtlein.

Die Gassen und Läden sind geschmückt und es lohnt sich in die eine oder andere Hofeinfahrt hineinzuschauen. Doch schaut selbst:

Kulinarisch immer eine Reise wert

Auch kulinarisch hat die Stadt so einiges zu bieten. Denn wenn die Franzosen eines können, dann Genuss und qualitativ gute Lebensmittel.

So verwundert es wohl wenig, dass wir immer wieder in einem der kleinen Speziallädchen verschwunden sind, um uns etwas Proviant mitzunehmen.

Wie kommt man hin?

Als Deutscher kommt man am besten mit der Straßenbahn nach Straßburg. Straßburg unterhält eine Umweltzone, sodass man vorher eine Vignette kaufen müsste, welche Geld kostet. Da die halbe Stadt in der Weihnachtszeit abgesperrt ist, lohnt sich die Anreise mit der Tram. Startpunkt ist die Tramstelle vor dem Hauptbahnhof in Kehl. Parken kann man hinter dem Hauptbahnhof auf dem Parkplatz der alten Kaserne bzw. an der Moschee. Man läuft durch die Bahnhofsunterführung und sieht dann auch schon die Haltestelle. Für rund 8,50 Euro erhält man als Familie mit einem Kind ein Tagesticket, mit dem man dann auch wieder zurückfahren kann. Achtung entwerten nicht vergessen.

Wo kann ich schlafen?

Kehl hat in ca. 1 km Laufweite zum Bahnhof einen Stellplatz für Reisemobile. Ihr findet diesen unter dem Namen Stellplatz am Wasserturm. Für 8 Euro a 24 Stunden kann man hier stehen und sich gegen kleines Taschengeld auch mit Strom und Frischwasser versorgen.  Von hier aus kann man gut zum Gelände der Gartenschau oder in die Altstadt von Kehl laufen. Das Schwimmbad ist ebenfalls in der Nähe.

Fazit: Fahrt mal hin! Wirklich wunderschön hier!

 

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