Kategorie: Reisetagebuch

England 2018 – Tag 1 – Dover Castle

 

Die weißen Felsen von Dover

Ich kann es jedes Mal kaum erwarten, bis die Felsen in Sichtweite kommen. Dieses Mal liegt ein leichter Dunst über dem Meer und die Felsen sehen aus wie weich gezeichnet.

Die weißen Felsen von Dover

Das Einchecken geht schnell wie immer und flux hat man sich auch an das Linksfahren gewöhnt. Wir haben knapp 9:15 Uhr. Somit starten wir direkt zu unserem ersten Ziel und stehen vor den Toren von Dover Castle, noch bevor dieses die Zugbrücke heruter lässt.

Dover Castle

Für England haben wir dieses Jahr eine Kurzmitgliedschaft bei einem der Denkmalschutzorganisationen von Deutschland aus beantragt. Dover Castle ist eine der vielen Sehenswürdigkeiten, welche unter der liebevollen Leitung von English Heritage stehen. Durch die Kurzmitgliedschaft kann man viele der Kulturschätze kostengünstig besichtigen.

Dover Castle

Nachdem wir einen wunderbaren Stellplatz auf der Rückseite eines Gebäudes zugewiesen bekommen haben (mit Blick auf das Meer) und unser erstes Frühstück genießen konnten, lösen wir den Voucher ein und gehen auf Entdeckungstour.

Im Schatten von Dover Castle

Frühstück mit Aussicht

Das Castle ist super schön instand gesetzt und es gibt viele Dinge für die ganze Familie zu erkunden. Der Heritage berücksichtigt hier insbesondere die kleinen Besucher und stellt Geschichte einfach und plastisch da. Schnell versinken wir in die Welt von Rittern und Burgfrauen. Von Eroberungszügen, Zweckehen und der Welt im vor- und mittelalterlichen England.

Wir übernehmen dann ab heute die Regierungsgeschäfte liebe Queen.

Wir tauchen ab in geheime Verteidigungsgänge und schauen uns darüber hinaus auch den Leuchtturm aus dem Jahre 0 an, welcher durch die Römer erbaut wurde. Nebenan steht eine kleine feine Kirche mit tollen und farbenprächtigen Mosaiken.

Weiter unten kann man die Verteidigungsbunker aus dem Zweiten Weltkrieg begehen. Von hier aus wurden alle Operationen gegen die Deutschen Angriffe geplant und durchgeführt. Noch heute werden die Gänge militärisch genutzt und nur drei Meter hinter den weißen Klippen von Dover verbirgt sich ein Atombunker. Wer sich für Militärgeschichte interessiert, hat hier sicherlich interessante Einblicke. Wir finden die Inszenierungen auf der Burg weitaus spannender.

Übernachten mit BRIT STOPS

Nach einem vollen Tag auf dem Castle sind wir ziemlich geschafft und fahren daher ca. 250 km weiter in Richtung Salisbury. Hier haben wir über Brit Stops einen Übernachtungsplatz ausfindig gemacht, welcher uns ziemlich nah an unser morgiges Tagesziel Stonehenge bringt.
Brit Stops ist ein Art „Stellplatzführer“. Hier bieten Landwirte und Pubs dem reisefreudigen Publikum die Möglichkeit eines kostenlosen Stellplatzes für je eine Nacht an. Dafür konsumiert der Gast netter Weise etwas und kurbelt das Geschäft an. Hier trifft man in der Regel das echte England und begegnet den urigsten Gestalten. Darüber hinaus kann man die Vielfalt der britishen Braukunst bewundern, welche keine Grenzen kennt.

Die Bedienung ist ein wenig sehr träge und so recht wollen die hier keinen Umsatz machen. Der Burger ist aber recht lecker und der Stellplatz auf der Wiese ist super ruhig und als Ausgangspunkt für den morgigen Tag einfach perfekt. Bis Stonehenge sind es nur wenige Meilen.

…. und morgen gehts dann früh los in Richtung Stonehenge.

Wenn Ihr mehr über unsere Reiseziele wissen wollt, dann könnt Ihr in der Übersicht nachschauen und Euch direkt an Euren Zielort klicken.

England 2018 – Dartmoor-Cornwall-Devon

England wir kommen!

Endlich ist es so weit – Lotti ist durch den TÜV, gepackt und startklar und irgendwann sitzt auch die Familie im Wagen. Wir starten von der Mitte Deutschlands und legen die Strecke von 600 km bis zur Fähre an einem Stück zurück. Dünkirchen (F) bietet die Möglichkeit der Übernachtung im Infobereich. Somit können wir am nächsten Morgen ganz früh übersetzen und haben noch einen ganzen Tag voller Abenteuer vor uns.

Die Reiseplanung

Wie immer haben wir nur eine ungefähre Idee, was wir alles sehen wollen und lassen uns auch gerne mal überraschen. Letzten Endes haben wir einige Ziele verworfen, weil entweder die Zeit zu knapp war oder das Wetter zu gut oder man einfach nicht jeden alten Stein gesehen haben kann, welcher vermeintlich magische Wirkung hat (das Leben ungemein verlängert oder die Fruchtbarkeit steigert).

  • Dover Castle
  • Stonehenge
  • Diverse KfZ-Werkstätten in Salisbury
  • Dartmoor – Princetown Prison
  • Tintagel
  • Küstenpfad nach Boscastle
  • Minion and the Hurlers
  • Bodwin Moor und das Jamaica In
  • Mousehole
  • Lands End – Küstenpfad von Sennen Cove über Lands End und zurück
  • Eden Project
  • The Lizard – Kynance Cove
  •  Jurasic Coast – Chesil Beach Weymouth
  • Jurasic Coast – the Fleet
  • Durdle Door
  • Dover

Die Rundreise ist geprägt von vielen landschaftlichen Eindrücken und vielen Wanderungen. Am Tag sind wir mindestens 6 km gelaufen. Natürlich geht es in England immer bergauf. Begeitet wurden wir von Sonne, Sonne und Temperaturen weit über 25 Grad. Wie auch in 2016 haben wir keine Idee, wie man England und Regen in einem Atemzug erwähnen kann. Wir hatten viel Spaß und haben auf unserer Reise überwiegend viele nette und hilfsbereite Menschen kennen gelernt. Besonders schätzen wir an den Engländen die Gelassenheit, welche sie immer wieder im Straßenverkehr und an Supermarktkassen zum Besten geben. Wer entschleunigen möchte, ist in Cornwall und dem Dartmoor bestens aufgehoben.

Reisevorbereitung England – Sightseeing Pässe die sich lohnen

Sightseeing Pässe als Basis für die Urlaubsplanung

Wer in England nicht nur die bekannte Sehenswürdigkeiten ansteuern möchte, ist gut beraten sich bei Visit Britain  die Sightseeing-Pässe anzuschauen.

Die bekanntesten sind die Kurzmitgliedschaften bei National Trust und English Heritage. Das sind quasie die beiden Denkmalschutzverbände in England und vergleichbar mit unserem deutschen Denkmalschutz. Beide Verbände haben eine Liste erstellt, welche Sehenswürdigkeiten sie verwalten. Somit kann man entlang seiner Reiseroute immer wieder das eine oder andere nette Kleinod besichtigen (oft irgendwelche alten Steine und Formationen oder kleine nette Bauwerke), welche zum Teil Eintrittsfrei sind.

Mit Sightseeing-Pässen sparen

Wer mit Familie unterwegs ist und die großen Sehenswüdigkeiten auf der Reiseroute stehen hat, sollte sich ausrechnen, ob er nicht sogar einen der Pässe kauft. Immerhin kosten Sehenswürdigkeiten wir Dover Castel, Tintagel oder Stonehenge zwischen 35 und 70 Euro für zwei Erwachsene mit Kind. Die Sightseeing-Pässe sind jedoch schon für 70 Euro für eine Familie zu haben. Somit rechnen sich diese relativ schnell.

Vergleichen und dann planen

Die beiden Pässe decken zum Teil die gleichen großen Sehenswürdigkeiten ab, doch dann unterscheiden sie sich relaiv schnell. Die einen legen Wert auf Gärten, während die anderen sich scheinbar mehr auf alte Siedlungen und Steine in der Landschaft sowie Schlösser und Burgen spezialisiert haben. Beide Anbieter haben Karten und Listen mit allen Sehenswürdigkeiten, so dass man hier schon vorab schauen kann, was man sehen möchte. Die Sehenswürdigkeiten sind alle im Internet dokumentiert. Je nachdem wie viel Zeit man hat, lohnen sich ggf. auch beide Pässe.

Und noch mehr Pässe

Neben den Sightseeing-Pässen gibt es natürlich auch einen Gourmet-Passs, London-Pass, drei-Schlösser-Pass, Schottland-Pass, Musical-Pass…….

Und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Planen Eures Urlaubs! Wenn Euch die Seite gefällt, dann hinterlasst einen Kommentar.

Weitere Reiseberichte und Tipps zum Urlaub erhaltet Ihr hier auf dieser Seite.

Eure Alexandra

Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

Kurztrip in die Eifel – Teil III

Heute früh werden wir vom Zwitschern der Vögel geweckt. Der Blick nach draußen gibt ein grünes Blätterdach frei. Nach einem leckeren Frühstück geht es weiter in Richtung Monschau.

Parken kann man hier mit dem Kasten auf dem Stellplatz am Schwimmbad. Die Stunde kostet 2 Euro. Tagesticket liegt bei 8 Euro. Es gibt Strom und Abwasser kann entsorgt werden. Gegen weitere 5 Euro Aufschlag darf man hier auf 4 Stellplätzen übernachten. Für den Weg in die Altstadt eine gute Ausgangsbasis – ansonsten liegt der Parkplatz an einer Hauptstraße und ist sicherlich auch nachts nicht besonders ruhig. Wir starten hier unsere Entdeckunsgsrunde und freuen uns riesig, dass ein Niederländer früher abreist als geplant und uns sein Parkticket bis zum frühen Nachmittag schenkt.

Monschau – hier steht die Zeit still

Die Altstadt erreicht man über einen Fußweg entlang des Berges bis runter zum Bach. Hier läuft man vorbei an einer Halle mit allerlei Kuriositäten, welche mich schon nach fünf Minuten erschlagen. Neben einem Handwerkermarkt gibt es eine Modellbahnausstellung, eine Sandskulpturenausstellung, ein Geschäft in dem der Modellbauliebhaber allerhand erstehen kann und eine Glasbläserei. Alles auf engem Raum präsentiert und im Charme der 70er Jahre.

Hier findet man in Sichtweite auch eine alte Brauerei mit einem Brauereimuseum. Die Brauerei ist selbst nicht mehr in Betrieb. Auch diese Attraktion lassen wir liegen, da wir Brauereien zu Genüge kennen und unser Ziel eher die Altstadt ist.

Die Altstadt ist wirklich zauberhaft schön, wenn man nur von der Bausubstanz und der eigenwilligen Lage der Stadt am Hang spricht.

Es lohnt sich morgens sehr früh vor Ort zu sein und in Ruhe durch die kleinen Gassen zu streifen. Ab 10:00 Uhr füllt sich die Stadt mit Touristen und im nu ist jedes Cafe an den größeren Plätzen belegt. Einheimische kann man so gut wie gar nicht antreffen, es sei denn sie betreiben eines der zahlreichen Cafes oder Souveniergeschäfte.

In Souveniergeschäfte haben sich irgendwie die Restbestände aus allen Souvenierläden in ganz Deutschland angesammelt. Eine besondere Vorliebe haben die Monschauer derzeit wohl für Plastikbadeenten in allen Varianten. Eine eigene Kreation an Souveniers haben sie irgendwie nicht vorzuweisen.

Neben den Souveniergeschäften gibt es keine richtige Infrastruktur, welche zum shoppen einläd. Häufig zu finden sind Antikquitätengeschäfte in denen die Monschauer alles zusammen tragen, was sie wohl auf dem Dachboden finden können. Wir treffen auf eine alte eingesessene Pafümerie. Die Ware wird auch hier im Look der 70er Jahre im Schaufenster gestapelt. Auch drinnen steht die Zeit still. Wir stolpern durch Zufall rein, da es hier tatsächlich noch das gute Tabac Original und 4711 kölnisch Wasser gibt und wir unserm Sohn dieses Geruchserlebnis nicht vorenthalten wollen.

Sicher interessant sind das rote Haus und die Burg. Wir sehen uns diese heute nicht an, da das Wetter zu schön ist und wir noch weiter fahren wollen.

Die Senfmühle

Ein kurzer Abstecher führt uns noch vorbei zur Senfmühle. Hier füllen wir den Einkaufskorb mit diversen Allerlei. Leider ist auch die Senfmühle mittlerweile touristisch voll erschlossen und ganze Busladungen aus dem Rhein-Main mit Touris werden hier angekarrt.

Abfahrt zum Nachtquartier

Da wir auf die Menschemassen so gar keine Lust haben, fahren wir also weiter zu unserem Nachtquartier. Wir habe uns in Simmerath das Seeufer als Standort ausgesucht. Hier gibt es neben dem Stellplatz die Möglichkeit auch den Badestrand zu nutzen. Leider ist der Stellplatz aber schon am frühen Nachmittag mit weißen Riesen voll belegt und den letzten Stellplatz verteidigt eine alte Dame mit dem Argument, dass sie ihre Markise ausrollen wolle… also fahren wir weiter.

Eine Nacht am See

Wir irren noch ein wenig durch den Ort und versuchen den heimischen Campingplatz zu finden. Dieser ist aber eher für Dauercamper ausgelegt und für unseren Geschmack viel zu groß. Wir fahren also weiter und überlegen uns noch einmal am Badestrand vorbei zu schauen, als wir uns in einer Sackgasse wieder finden. Und man mag es nicht glauben – hier gibt es tatsächlich Stellplätze für Womos. Mit 8 Euro die Nacht sind wir dabei und sind keine 20 Meter vom See entfernt. Lediglich ein paar Sträucher trennen uns von dem Wasser.


Den Tag genießen wir im und am See in der Sonne und schauen den zahlreichen Seglern, Ausflugsschiffen und Kanufahrern zu.

Bei einer Runde Karten und einem leckeren Ingwerbier lassen wir den Abend dann ausklingen.

Ein wirklich schönes, ruhiges Plätzchen.

Hier endet dann auch unsere kleine Tour durch die Eifel, denn am nächsten Morgen geht es dann wieder nach Hause.

Ihr möchtet mehr über die Eifel lesen? Wirklich zauberhafte Orte gibt es im Nationalpark.
Kurztrip in die Eifel II – wilder Weg und wilder Kermeter

Kurztrip in die Eifel I – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Wilder Kermeter und Wilder Weg

Kurztrip in die Eifel – Teil II

Heute morgen erwachen wir zwischen alten Apfelbäumen mit Blick auf den Vulkan im schönen Wershofen.

Nach einem leckeren Frühstück bei unseren Freunden auf dem Hof starten wir zum nächsten Ziel, welches ich mir zum bevorstehenden Muttertag aussuchen durfte. Dem wilden Weg im Nationalpark Eifel.

Wilder Weg – ein Urwald entsteht

Nach großem Protest von Herrn Sohn und einem weiteren Versuch vom Schrauber das Reiseziel zu ändern, kommen wir eine knappe Stunde später am Zielparkplatz an. Hier zeigt sich der Nationalpark von seiner wilden und Familien freundlichsten Seite. Vor uns liegen knapp 9,7 km leicht begehbarer, spannender und unterhaltsamer Wanderweg, welche komplett barrierefrei geplant wurde und sogar für Rolli-Fahrer nutzbar ist.

Wir laufen zuerst den Wilden Weg, welcher bereits nach den ersten 50 Metern volle Zustimmung von allen Familienmitgliedern erhält.

Über einen breiten Holzsteg lassen sich mit Hilfe von verschiedenen Anschauungsmaterialien Informationen über den Urwald sammeln. Alle Themen gibt es zum Anfassen, hören und in einfacher Sprache. Gut gestaltete Tafeln und Audiobeiträge lassen keine lange Weile aufkommen.


Es gibt Orte zum Verweilen, zahlreiche Liegeplätze und hinter wirklich jeder weiteren Wegbiegung bietet sich eine neue Überraschung. Das Highlight bildet am Ende der Kletter-Trail. Herr Sohn läuf diesen heute gleich drei Mal. Rollstuhlfahrer können unter den Kletterstämmen her fahren.

Wilder Kermeter ganz zahm

Dem Wilden Weg schließt sich der wilde Kermeter an. Neben dem breiten befestigten Sandweg kann man parallel einen gewachsenen Waldweg entlang wandern. Auch hier gibt es viele tolle Informationen zum Wald und dem Rursee. Das Highlight hier ist der Aussichtspunkt Kermeter mit einem tollen Blick über einen Teil des Sees.

Hier oben bietet es sich an bei einem Picknick zu verweilen. Es gibt mehrere große Tische. Zurück geht es dann stetig Berg auf durch den Urwald. Auch hier lässt sich wieder einiges entdecken.

Wir geben diesem Wanderweg 5*****. Ein tolller Ort für Jung und Alt, den man mit viel Muße auf sich wirken lassen sollte.

Übernachtet haben wir ganz in der Nähe…..

Mehr zu lesen gibt es hier:

Kurztrip in die Eifel – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

Kurztrip in die Eifel – Nürburgring

Kurztrip in die Eifel – Teil I

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute ist so nah?
Also packen wir unsere Lotti und machen uns an diesem langen Wochenende auf und erkunden die Eifel. Da heute Vatertag ist, darf der Schrauber bestimmen, wo er hin möchte…

24-Stunden Rennen auf dem Nürburgring

Klar, Männer und Autos gehören irgendwie zusammen. Also ist das erste Ziel der Nürburgring. Schon bei der Anfahrt wird klar, was für ein Zirkus. Kilometer weit vor dem eigentlichen Ziel:  Campingplätze und Wohnmobilisten so weit das Auge reicht zwischen riesigen Zeltburgen. Eine riesen Party!

Da wir nur ein wenig Schnuppern wollen, wählen wir zum Parken das Industriegebiet an der Nordschleife und laufen ca. drei Kilometer zur Rennstrecke. Alleine das Industriegebiet ist es wert besichtigt zu werden. Hier sind so ziemlich alle Firmen vertreten, welche in irgendeiner Art und Weise Aktien im Rennzirkus haben. Somit sind die collsten Fahrzeuge zu sehen – für unseren Sohn ein echtes High Light.

Über einen Feldweg, durchs Fahrerlager gelangen wir schließlich an die Rennstrecke und auf den Parkplatz der etwas anderen Art.

Hier muss jemand seinen Clio genauso lieben wie ich meinen damals geliebt habe – leider bin ich nicht auf die Idee gekommen ihn beim Autorennen zu opfern…

… und auch Blondinen können mit diversen Hilfsmitteln so ein Rennen bewältigen 😉

Boxenstop im Devil´s

Den Besuch vor Ort beenden wir mit einem kurzen Pit Stop in Devil´s Diner. Ein Restaurant im amerikanischen Look mit wirklich guten Essen, zu einem ertäglichen Preis-Leistungs-Verhältnis, direkt mit Blick auf die Rennstrecke.

Übernachten werden wir heute Nacht bei Freunden in der Eifel. Hier dürfen wir zwischen alten Apfelbäumen mit Blick auf den Vulkan parken. Nach sehr sehr guten Essen im heimischen Landgasthof Pfahl   lassen wir den Abend bei selbst gebrannten Calvados und Kräuterlikör auf der Terrasse ausklingen.

Mehr lesen könnt Ihr hier:

Kurztrip in die Eifel – Wilder Weg und Wilder Kermeter

Kurztrip in die Eifel – Monschau und Umgebung

 

Die erste Nacht im mobilen Heim

Die erste Nacht…

…ist ja immer etwas besonderes, ganz egal ob im neuen Haus oder im mobilen Heim. Alles ist neu und noch ungewohnt.

Wir nutzen die Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert für einen ersten kleinen Ausflug und zum Probeschlafen. Unsere erste Nacht verbringen wir auf dem Parkplatz vor dem Vereinsheim des Fußballvereins in Taunusstein.

Können wir hier stehen bleiben?

Ein wirklich netter Platz, da direkt angrenzend ein schöner Wanderweg zur Aar-Quelle los geht. Es gibt eine große Spielwiese mit Trimmdichgeräten und Schaukeln.

Klein aber oho!

Unsere Lotti ist klein, aber auf den 5,5 Metern Länge und 1,95 Metern Breite ist wirklich an alles gedacht worden. Schnell ist für Herrn Sohn das Bett aus dem hinteren Sitzplatz umgebaut. Ein Topper und ein Kuschellaken sorgen für den nötigen Schlafkomfort. Wir haben uns entschieden die Schlafsäcke mitzunehmen. So kann man bei schönem Wetter auch mal draußen schlafen oder gut eingepackt länger am Lagerfeuer sitzen. Zudem müssen wir so nicht immer die Bettdecken hin und her schleppen.

Schlafplatz von Herrn Sohn

Schlafen auf zwei Ebenen

Wir Eltern schlafen in der zweiten Etage. Das Hubbett muss nur herunter gezogen werden. Auf einer Fläche von 2 Metern x 1,54 Metern haben wir auch als große Personen ausreichend Platz. Durch das große HEKI können wir heute Nacht sogar die Sterne beobachten. Oh wie romantisch!

Während die Männer nach drei Minuten eingeschlafen sind, liege ich wach und versuche die unterschiedlichen Geräusche zuzuordnen. Noch blubbert der Kühlschrank und natürlich macht man sich als KAWA-Neuling so seine Gedanken über offene Fenster, Regen, seine Mitmenschen außerhalb des Fahrzeugs….

Der Morgen danach

Während Herr Sohn hervorragend geschlafen hat, muss sich der Schrauber noch an die neue Matratze gewöhnen. Ich habe eher kein Auge zu gemacht, freue mich jetzt aber total auf das Frühstück. Der Kühlschrank läuft immer noch (es scheint also zu stimmen, dass wir halbwegs autark sind). Und nun das Beste… Knopf drücken und Feuer an! Ich muss nicht mehr wie beim Zelten Feuer mittels Kohle oder Holz machen und kann ganz gemütlich im stehen das Frühstück zubereiten. Alles hat hier seinen Platz und muss nicht erst in einer großen Kiste gesucht werden.

Das untere Bett ist schnell wieder zurück gebaut und schon sitzen der Schrauber und Herr Sohn am Frühstückstisch. Aus dem Radio tönt leise Musik, die Sonne scheint herein, der Kaffee duftet… was für ein toller Morgen!

Mhhhh, lecker Frühstück

Wir haben die Haarbürste vergessen

Wie man unschwer erkennen kann, haben wir tatsächlich etwas vergessen einzupacken….

schön kuschelig hier

nicht wirklich schlimm, denn auf dem Waldspaziergang sieht uns keiner und dann sind wir ja am Nachmittag auch schon wieder zurück von unserem kleinen Ausflug.

Fazit: Die erste Nacht war ganz ok, aber es bedarf jetzt doch noch ein wenig Feintuning rund ums Fahrzeug und der Ausstattung. Eins steht jedoch fest – schnell geht im Kasten mal gar nichts. Das Tempo wird drastisch gedrosselt – dafür steigt aber die Qualitätszeit und Nähe zur Familie ungemein.

Es geht los! – Die erste Ausfahrt!

Es geht endlich los!

Nach langem schrauben, lackieren, abdichten und dekorieren geht es nun endlich los!

Die erste Ausfahrt ist für diesen Freitag mit Übernachtung geplant. Wir haben eine Einladung zu einem Wohnzimmerkonzert. Hier bietet es sich ja förmlich an, nach einem zauberhaften Abend einfach direkt ins Bett zu fallen.

Darfs ein bisschen mehr sein?

Ja, es darf ein bisschen mehr sein! Nachdem ich eifrig alles eingepackt habe, was man so standardmäßig benötigt, es auch geschafft habe das Wasser nachzufüllen, den Boiler zum laufen zu bekommen und der Kühlschrank brummt, fahre ich schnell zum Landhandel und lass uns wiegen. Seit Tagen mein großer Alptraum, dass wir mit der Zuladung nicht hin kommen und Biotuning betreiben müssen.
Das Ergebnis 3,017 t. Wunderbar! Ich rechne noch großzügig die Töpfe, den Grill, die Beifahrer, 20 kg je Person Gepäck, die Fahrräder, eine weitere Gasflasche drauf und habe noch satte 54kg Luft. Perfekt!

Alles einsteigen!

17:00 Uhr – alles einsteigen! (Katze wieder raus setzen) Türen schließen! Los gehts!

Alles startklar

So weit läuft die Fahrt auch ganz hervorragend. Lotti schafft 120 km/h spielend. Die Fahrgeräusche sind ein wenig gewöhnungsbedürftig und an der einen oder anderen Stelle müssen wohl noch ein paar Filzpuffer angebracht werden. Auch die Weingläser klappern noch verdächtig. Handtücher schaffen hier erst einmal Abhilfe.

Das Navi haben wir vom Vorbesitzer übernommen – die Wegführung sehr kreativ! Da wird sich wohl noch mal jemand mit der Einrichtung beschäftigen müssen. Anstelle den komfortablen Weg um Wiesbaden herum, werden wir zur Hauptverkehrszeit mitten durch die Stadt gelotst und dann über den Neroberg über den Taunuskamm dem Ziel entgegen.

Oh Schreck – der Turbolader ist defekt!

Den Neroberg meistert Lotti noch sehr gut, doch auf dem dann folgenden Stück verliert sie schlagartig an Geschwindigkeit.  Da hilft kein Schalten – es tut sich einfach nichts – Wir halten nach Rauch und nem qualmenden Motor ausschau – nix – aber auch keine Reaktion auf irgendwas *peinlich* … wenn man sich mit 30km/h die Hühnerleiter hoch kämpft und 10 Minuten lang erschrocken glaubt, dass der Turbolader den Geist aufgegeben hat….

Dann aber die Erleichterung, als bergab das Fahrzeug wieder das macht, was es soll. Resümee dieses Erlebnisses: Weltreise ja, aber nicht über die Alpen 😉

Das Konzert war hervorragend! Und müde kippen wir einfach an Ort und Stelle ins Bett. Mittlerweile haben wir auch raus, wie man den Schlafplatz von Herrn Sohn rasch umbaut.

Schlafplatz von Herrn Sohn

Der Platz neben dem Bett ausreichend, um sich umzuziehen und aneinander vorbei zu bewegen.Wir krabbeln oben ins Bett und es dauert keine drei Minuten und ich höre ein gleichmäßiges, zufriedenes Schnarchen von meinen beiden Lieben.

Wie unsere erste Nacht war, erfahrt Ihr im nächsten Beitrag.

Reiseplanung 2018 – Cornwall erleben

Bis ans Ende der Welt

Bereits in 2016 waren wir der zauberhaften Küste im Süden Englands gefolgt, mussten dann aber leider bei Plymouth mangels Urlaub umkehren und den Heimweg antreten.

In diesem Jahr soll es also weiter in den Westen gehen. Diesen Sonntag hat die Familie getagt und jeder hat seine Wunschziele raus gesucht (die es noch ein wenig zu verfeinern gilt – aber so ungefähr passt unser Urlaub zu der geplanten Runde).

Auf dem Hinweg statten wir Stonehenge und dem Dartmoor (oh wie ich es liebe) einen kleinen Besuch ab und starten dann im Norden Cornwalls mit dem Bodmin Moor. Von hier aus gehts dann  über Tintagel die Küste runter in den sonnigen Süden.

Das Ende der Welt darf natürlich nicht fehlen. Genauso wenig wie Lizard Point und das Eden Projekt. Immerhin ist unser 10jähriger Sohn mit dabei und den kann ich bestimmt für einen Garten in XXL begeistern, wenn er erfährt, dass hier „James Bond – Stirb an einem anderen Tag“ gedreht wurde.

und zurück – immer rechts das Meer

Zurück gehts dann immer entlang der Küste.

Zeltplätze haben wir in diesem Jahr nur drei Stück ausgesucht. Wie auch bei unserem letzten Besuch werden wir an der Jurassic Coast einen Zwischenstopp einlegen. Tintagel hat einen sehr schönen Platz und auch an Lands End werden wir wohl zwei oder drei Tage stehen und von hier aus unsere Wanderungen und Erkundungstouren starten.

Dazwischen lassen wir uns treiben und schauen einfach mal, was wir alles so entdecken werden. Ich bin sicher, dass wir wie in jedem Urlaub hinterher nur einen Bruchteil der Dinge sehen werde, die auf unserer Liste stehen. Dafür aber die anderen Dinge um so mehr genießen und gegen die üblichten Touri-Attraktionen eintauschen werden.

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